Die zweite Front
FÜR ZAR UND VATERLAND Die Missionsziele sind einfallsreich. In einer der ersten ED-Missionen eskortieren Sie ein Halbdutzend Transporter zu einem entlegenen Stützpunkt.
Drei Kriegsparteien kämpfen in Earth 2150 um die verbliebenen Rohstoffe, damit sie der todgeweihten Erde entkommen und eine neue Heimstätte suchen können. Im Nachfolger des letztjährigen Top-Strategietitels ist der Mond Schauplatz heftiger Science-fiction-Schlachten.
The Moon Project ist eine Variation des hervorragenden Earth 2150. Dementsprechend werden erfahrene Spieler leicht damit zurechtkommen, die drei Kampagnen zu bestreiten. Das Szenario des Vorgängers wird dahingehend erweitert, dass die Fraktion der Lunar Corporation (= LC) ein geheimes, titelgebendes Forschungsprojekt auf dem Mond vorantreibt, was die Konkurrenz zu verhindern sucht. Für The Moon Project wurde das Ensemble der Gebäude und Einheiten erweitert. So kann die LC ein Aufklärungsfahrzeug vom Typ New Hope einsetzen. Dieses ist nicht sehr schlagkräftig, vermag sich jedoch selbst zu reparieren, so dass es schwächeren feindlichen Einheiten kaum möglich ist, New-Hope-Vehikel zu zerstören. Die Missionen verlegen das Kampfgeschehen entweder auf die Oberfläche des Mondes oder auf die Erde; wie in Earth 2150 können Sie Tunnelsysteme bauen und so den Gegner durch einen Angriff von unten überraschen. Das Missionsdesign wurde kräftig aufgemöbelt, denn statt hirnloser Plattmacherei dürfen Sie Transporter eskortieren, Spione retten, feindliche Basen sabotieren oder Einheiten vor Meteoriteneinschlag schützen. Für Überraschungen sorgen Artefakte, die Sie zufällig in entlegenen Teilen der Karte oder beim Buddeln im Mondstaub finden.
Grafisch hat sich gegenüber Earth 2150 wenig verändert, die Mondoberfläche ist noch öder als die Steppen Sibiriens. Während der Kämpfe zeigt das Spiel seine ganze Pracht; neben den bekannten Licht- und Explosionseffekten dürfen Sie jetzt den Tanz von Elektroblitzen und prasselndem Funkenregen beim Beschuss eines gegnerischen Kraftwerks bewundern. Die Sprachausgabe wirkt weniger überzeugend als etwa in Dark Reign 2, Missionsanweisungen werden in übersichtlicher Weise präsentiert und verändert, wenn das Geschehen eine Wendung genommen hat. Im Mehrspielermodus stehen neue Karten für heiße Online-Partien zur Verfügung.
