Zelda Twilight Princess war das düsterste Zelda - aber auch das beste?

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Artwork von The Legend of Zelda: Twilight Prncess
Quelle: Nintendo

Toon Link ist out, realistische Grafik und düstere Stimmung sind in! So war es zumindest 2006, als The Legend of Zelda: Twilight Princess rauskam. Wir schauen uns das Spiel fast zwei Jahrzehnte später im Retro-Special nochmal genauer an.

Oder wenn wir später im Spiel eine Kluft überwinden müssen, um zu einem Dungeon zu gelangen und uns dafür ein güldenes Huhn zur Seite steht. Oder die beiden verliebten Yetis, die jedes Mal ein Lebensenergie-Herz fallen lassen, wenn sie "ich liebe dich" sagen. Hach, wie romantisch!

Zehn Jahre nach dem ursprünglichen Release knöpfte Nintendo sich den Titel übrigens noch einmal vor. Im HD-Remaster für die Wii U aus dem Jahr 2016 wurde die Grafik verbessert und ein paar kleinere Änderungen vorgenommen.

Aber egal ob Remaster oder Original: Das Spiel macht auch heute noch super viel Spaß. Und vielleicht geht es euch da ja so wie uns, nach Breath of the Wild und Tears of the Kingdom tut es richtig gut, ab und an zu den ganz klassischen Zelda-Spielen zurückzukehren.

Link fliegt mit einem Huhn und versucht, die Rubine in der Luft zu treffen. Quelle: PC Games Unsere grauen Zellen mal wieder für richtige Dungeons zu benutzen und einer klar erzählten Geschichte zu folgen, fühlt sich nicht nur nostalgisch an, sondern ist angesichts der aktuellen Flut an Open-World-Spielen fast schon erfrischend.

Der Wolf-Simulator

Selbst die Fuchtelsteuerung konnte uns den Spaß nicht nehmen, als wir für diesen Artikel ins Hyrule von Twilight Princess zurückkehrten, obwohl wir sie zeitweise am liebsten auf den Mond von Majora's Mask geschossen hätten. Die ist manchmal nämlich zum Fellraufen, vor allem, wenn ihr als Wolf unterwegs seid.

Die besonderen Fähigkeiten gleichen die Probleme mit der Steuerung allerdings aus. Mit seiner Spezialattacke, die mehrere Gegner im Umkreis zur selben Zeit angreift, macht Wolf-Link sich ebenso wie mit seiner feinen Nase und den bestens fürs Wühlen geeigneten Pfoten unverzichtbar.

Link greift in seiner Wolfsgestalt mehrere Feinde an. Quelle: PC Games Die meiste Zeit ist Link aber in seiner menschlichen Form unterwegs, vor allem in den Tempeln. Ist vermutlich auch schwierig, als Held im Wolfspelz mit Bogen, Greifhaken oder Bomben zu hantieren. Trotzdem ist die Verwandlung eine willkommene Abwechslung und reiht sich bei den Merkmalen ein, die Twilight Princess zu etwas Besonderem machen.

Dass Nintendo das Spiel in seiner HD-Fassung bisher nicht als Port auf die Switch gebracht hat, ist verwunderlich. Es gibt sicher genügend Zelda-Fans, die das Spiel auf Nintendos aktueller und im Vergleich zur Wii U massiv erfolgreicheren Konsole nachholen oder erneut spielen wollen würden.

Aber wer weiß, vielleicht sind wir zu voreilig und Nintendo überrascht uns doch noch mit einem Port - oder gar einem Remake? - von Twilight Princess und schließt sich somit Link's Awakening und Skyward Sword HD im Wolfsrudel der Switch-Umsetzungen an. Wind Waker HD nehmen wir natürlich auch gerne!

Im Zweifelsfall würden wir für eine gut gemachte Umsetzung auch noch auf die nächste Konsolengeneration warten. Bis es so weit ist, stauben wir die Wii ab und tauschen die Batterien der Fernbedienung aus. Falls ihr The Legend of Zelda: Twilight Princess noch nie gespielt habt, tut es uns gleich oder schnappt euch wahlweise einen Gamecube oder eine Wii U und legt los. Ihr werdet es nicht bereuen.

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von masto-don Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von DarkSamus666
        Ich fand TP nicht so genial, wie alle tun. Es wirkt wie ein gestrecktes OoT. Klar: es ist ein großartiges Spiel und alleine schon das Angeln macht jede Menge Spaß, aber die Stadt war für mich schon etwas enttäuschend.
        Da ist in Unruhstadt bei Weitem mehr los.
        die städte sind für mich einer der größten kritikpunkte in botw und totk.
      • Von masto-don Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von DarkSamus666
        Ich fand TP nicht so genial, wie alle tun. Es wirkt wie ein gestrecktes OoT. Klar: es ist ein großartiges Spiel und alleine schon das Angeln macht jede Menge Spaß, aber die Stadt war für mich schon etwas enttäuschend.
        Da ist in Unruhstadt bei Weitem mehr los.
        die städte sind für mich einer der größten kritikpunkte in botw und totk.
      • Von Eric1012 NPC
        TP ist nur das düsterste Zelda in einer Welt in der Majoras Mask nicht existiert 😄. Gutes Spiel, keine Frage, aber das düstere element dieses Spiels war meiner Meinung nach sehr oberflächlich, während es in MM viel mehr in Richtung psychologisch ging. Weitaus mehr Gruselfaktor finde ich ! Und wenn wir vom besten Zelda reden kommt es wohl drauf an was man schätzt. Wenn man OOT nochmal spielen will , mit noch größerer, leerer overworld dann ist TP das beste. Wenn man das einzige Zelda spielen will in dem sich nicht auf eine 0815 Story mit Ganin und Zelda verlassen wird um das ganze Spiel zu Carrie, dann ist's wohl doch eher wieder MM. Aber das ist Präferenz. Für mich ist TP einfach Ocarina of time +. Das ist was die Massen wiedererkennen von oot und am meisten haben wollten weil die "realistische" Grafik auch vielen den Eindruck gegeben hatte es wäre dunkler als es wirklich ist. MM hat da meiner Meinung nach viel mehr Tiefe und auch was Originalität angeht einiges an Vorsprung. Allein der Gibdo Quest im Ikana Canyon ist an Traurigkeit fast nicht zu übertreffen mMn. Kommt also ganz drauf an was man will. Nochmal OOT, oder eher was neues :)
      • Von General-Lee Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von DarkSamus666
        Ich fand TP nicht so genial, wie alle tun. Es wirkt wie ein gestrecktes OoT. Klar: es ist ein großartiges Spiel und alleine schon das Angeln macht jede Menge Spaß, aber die Stadt war für mich schon etwas enttäuschend.
        Da ist in Unruhstadt bei Weitem mehr los.
        Sehe ich auch so. OoT war Revolution in gewisser Weise, TP war Evolution.
        Allerdings mit einer grandiosen Regie und für meinen Geschmack mit Midna als bisher besten Sidekick in einem Zelda Spiel.
      • Von xaan Spiele-Kenner/in
        Die Wii war meine erste Nintendo-Konsole (vorher nur PC). Dementsprechend war TP mein erster Kontakt mit irgendeinem Zelda. Jedes andere Zelda messe ich daran. Und bisher konnte keines diese Ansprüche erfüllen. Insbesondere an Einigen, die ansonsten so hoch gelobt werden pralle ich total ab. Majoras Mask z.B.

        WInd Waker sieht aus als wäre es genau mein Ding. Ich hoffe es kriegt nun bald mal einen Port auf die Switch.
      • Von DarkSamus666 Spiele-Enthusiast/in
        Ich fand TP nicht so genial, wie alle tun. Es wirkt wie ein gestrecktes OoT. Klar: es ist ein großartiges Spiel und alleine schon das Angeln macht jede Menge Spaß, aber die Stadt war für mich schon etwas enttäuschend.
        Da ist in Unruhstadt bei Weitem mehr los.
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