Zelda Twilight Princess war das düsterste Zelda - aber auch das beste?

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Special Annika Menzel - Redakteurin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Artwork von The Legend of Zelda: Twilight Prncess
Quelle: Nintendo

Toon Link ist out, realistische Grafik und düstere Stimmung sind in! So war es zumindest 2006, als The Legend of Zelda: Twilight Princess rauskam. Wir schauen uns das Spiel fast zwei Jahrzehnte später im Retro-Special nochmal genauer an.

Im Gegensatz zum Vorgänger Wind Waker besticht Twilight Princess mit einer für damalige Verhältnisse überraschend realistischen Grafik, was vor allem deshalb unerwartet kam, da das Spiel ursprünglich als direkter Nachfolger zum Cel-Shading-Abenteuer angekündigt wurde.

Davon ist im fertigen Spiel nicht mehr viel erkennbar. Laut Graphic Artist Satoru Takizawa waren zum Zeitpunkt der Entwicklung im Fahrwasser von Der Herr der Ringe Fantasy-Filme sehr beliebt, wodurch die Nachfrage nach einer Mischung aus Phantastik und realistischer Gestaltung groß war.

In dem Interview, das in dem Buch The Legend of Zelda: Art & Artifacts zu finden ist, nennt er außerdem noch einen ganz pragmatischen Grund, wieso Toon Link aus Wind Waker keine Zukunft im Schattenreich-Ausflug hatte: Er war zu klein!

Link reitet auf seinem Pferd Epona über die Ebene von Hyrule. Quelle: PC Games Link sollte im Nachfolger viel auf seinem Pferd Epona unterwegs sein, dafür war das vorherige Charaktermodell jedoch ungeeignet. Eine erwachsene und dementsprechend größere Variante von Toon Link sahen die Entwickler allerdings als nicht passend an. Unter anderem deswegen kam der radikale Stilwechsel zustande.

Spieglein, Spieglein im Schattengewand ...

Twilight Princess grenzt sich nicht nur durch die düstere Gestaltung von vielen seiner Seriengeschwister ab, sondern auch durch das Charakterdesign. Die Varianten von Link und Zelda sind bis heute beliebt und fügen sich hervorragend in den vorherrschen Stil des Spiels ein. Allerdings gibt es da ein kleines Detail, das einen überraschend großen Einfluss hatte.

Link ist in den meisten Spielen Linkshänder - oder besser gesagt Link-Händer? - und führt sein Schwert deshalb mit dieser Hand. Für die Gamecube-Version war das kein Problem, bei der gleichzeitigen Umsetzung für die Wii stellte dieser Fakt das Entwicklerteam allerdings vor eine Herausforderung.

Immerhin wird Link mithilfe der Wii-Fernbedienung und des Nunchuks gesteuert, wodurch sich das Schwert in seiner rechten Hand befinden muss, damit der großteils eben aus Rechtshändern bestehende Teil der Spielerschaft nicht aus der Immersion gerissen wird. Und auch zahlreiche Linkshänder spielten auf der Wii mit Nunchuk in der linken und Wii-FB in der rechten Hand.

Das Problem wurde gleichermaßen kreativ wie simpel gelöst: Hyrule wurde für die Wii-Version einfach gespiegelt! Solange man das nicht weiß und die andere Version nicht zum Vergleichen hat, fällt das auf den ersten Blick überhaupt nicht auf. Trotzdem gibt es kleine Details, die den Entwicklungskniff verraten.

Link schüttelt Thelma die Hand. Quelle: PC Games Schütteln sich zwei Figuren die Hände, machen sie das mit links - üblich ist eigentlich rechts. Auffälliger wird es, sobald eure Reise euch nach Hyrule Stadt führt. Lauft ihr nach Westen, landet ihr im Ostteil der Stadt und vice versa.

Aber dafür, dass wir auf der Wii anders als auf dem Gamecube mit seiner Beschränkung auf 4:9 mit einem Seitenverhältnis von 16:9 spielen können, nehmen wir solche Fehlerchen einfach schmunzelnd in Kauf.

Mit vielen Herzteilen entwickelt

Neben solchen Ungereimtheiten stecken auch viele absichtlich witzige Momente und Situationen im Spiel. Zum Beispiel, wenn wir bei dem Vogel im Wald von Phirone, der dort einen Shop betreibt, unsere Flasche mit Elixier auffüllen, aber nicht bezahlen, woraufhin das Tier uns als Dieb beschimpft und angreift.

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von masto-don Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von DarkSamus666
        Ich fand TP nicht so genial, wie alle tun. Es wirkt wie ein gestrecktes OoT. Klar: es ist ein großartiges Spiel und alleine schon das Angeln macht jede Menge Spaß, aber die Stadt war für mich schon etwas enttäuschend.
        Da ist in Unruhstadt bei Weitem mehr los.
        die städte sind für mich einer der größten kritikpunkte in botw und totk.
      • Von masto-don Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von DarkSamus666
        Ich fand TP nicht so genial, wie alle tun. Es wirkt wie ein gestrecktes OoT. Klar: es ist ein großartiges Spiel und alleine schon das Angeln macht jede Menge Spaß, aber die Stadt war für mich schon etwas enttäuschend.
        Da ist in Unruhstadt bei Weitem mehr los.
        die städte sind für mich einer der größten kritikpunkte in botw und totk.
      • Von Eric1012 NPC
        TP ist nur das düsterste Zelda in einer Welt in der Majoras Mask nicht existiert 😄. Gutes Spiel, keine Frage, aber das düstere element dieses Spiels war meiner Meinung nach sehr oberflächlich, während es in MM viel mehr in Richtung psychologisch ging. Weitaus mehr Gruselfaktor finde ich ! Und wenn wir vom besten Zelda reden kommt es wohl drauf an was man schätzt. Wenn man OOT nochmal spielen will , mit noch größerer, leerer overworld dann ist TP das beste. Wenn man das einzige Zelda spielen will in dem sich nicht auf eine 0815 Story mit Ganin und Zelda verlassen wird um das ganze Spiel zu Carrie, dann ist's wohl doch eher wieder MM. Aber das ist Präferenz. Für mich ist TP einfach Ocarina of time +. Das ist was die Massen wiedererkennen von oot und am meisten haben wollten weil die "realistische" Grafik auch vielen den Eindruck gegeben hatte es wäre dunkler als es wirklich ist. MM hat da meiner Meinung nach viel mehr Tiefe und auch was Originalität angeht einiges an Vorsprung. Allein der Gibdo Quest im Ikana Canyon ist an Traurigkeit fast nicht zu übertreffen mMn. Kommt also ganz drauf an was man will. Nochmal OOT, oder eher was neues :)
      • Von General-Lee Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von DarkSamus666
        Ich fand TP nicht so genial, wie alle tun. Es wirkt wie ein gestrecktes OoT. Klar: es ist ein großartiges Spiel und alleine schon das Angeln macht jede Menge Spaß, aber die Stadt war für mich schon etwas enttäuschend.
        Da ist in Unruhstadt bei Weitem mehr los.
        Sehe ich auch so. OoT war Revolution in gewisser Weise, TP war Evolution.
        Allerdings mit einer grandiosen Regie und für meinen Geschmack mit Midna als bisher besten Sidekick in einem Zelda Spiel.
      • Von xaan Spiele-Kenner/in
        Die Wii war meine erste Nintendo-Konsole (vorher nur PC). Dementsprechend war TP mein erster Kontakt mit irgendeinem Zelda. Jedes andere Zelda messe ich daran. Und bisher konnte keines diese Ansprüche erfüllen. Insbesondere an Einigen, die ansonsten so hoch gelobt werden pralle ich total ab. Majoras Mask z.B.

        WInd Waker sieht aus als wäre es genau mein Ding. Ich hoffe es kriegt nun bald mal einen Port auf die Switch.
      • Von DarkSamus666 Spiele-Enthusiast/in
        Ich fand TP nicht so genial, wie alle tun. Es wirkt wie ein gestrecktes OoT. Klar: es ist ein großartiges Spiel und alleine schon das Angeln macht jede Menge Spaß, aber die Stadt war für mich schon etwas enttäuschend.
        Da ist in Unruhstadt bei Weitem mehr los.
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