Es ist Zeit für die Nintendo Switch, zu gehen - Seite 2
Die Freude über die Ankündigung von Zelda: Tears of the Kingdom ist für Redakteur Lukas getrübt - und warum, ist mit zwei Wörtern gesagt: Nintendo Switch.
Nun, dieser Zauber ist lange weg. Ja, die ständigen Spekulationen über eine Switch Pro nerven, aber es ist ja auch klar, warum es sie gibt: Die Leute wollen endlich auch Mario und Zelda in hübscher spielen, als es derzeit der Fall ist! Wobei ich finde, dass ein Pro-Modell mit nur geringfügigen Technik-Upgrades inzwischen ohnehin zu spät käme.
Auch lesenswert: iPhone 13, TV, PS5, SSD, RTX 3090 Ti: Amazon-Deals mit Mega-Rabatten zum Wochenende
Nicht nur der Grafik wegen
Und, um mal vom oberflächlichen Grafik-Gejammer wegzukommen: Es ist ja nicht nur das. Stärkere Technik lässt eben nicht nur Oberflächen schöner spiegeln und zeigt besonders realistisch die Hautporen auf der Nase der Protagonistin. Nein, sie ist auch wichtig, um KI-Routinen zu berechnen, Welten glaubwürdig mit Leben zu füllen, nervige Ladesequenzen unnötig zu machen, aufwendige Physikspielereien zu erlauben und, und, und. Das Problem ist eben nicht nur, dass Spiele auf der Switch immer schlechter aussehen, so sie denn dafür erscheinen, sondern dass sie oft sogar mit heruntergeschraubtem Grafikmotor unmöglich umzusetzen sind. So etwas wie The Witcher 3: Wild Hunt für Switch war eine absolute Herkulesaufgabe für die Entwickler. Das Ergebnis ist zweifelsohne beeindruckend, aber es kracht und rumpelt trotzdem an allen Ecken und Enden und ist in jeder Hinsicht ein komprimiertes Erlebnis; und das bei einem Spiel, das 2015 auf den Markt kam, also selbst schon stolze sieben Jahre auf dem Buckel hat.
In diesem Artikel
Wolkenlos glücklich
Als Alternative Cloud-Versionen von Spielen, die also gestreamt werden, anstatt tatsächlich für Switch umgesetzt zu werden? Passiert ja zuletzt immer häufiger, ist aber genauso ein Kompromiss, der zudem regelmäßig mit großen Performance-Problemen zu kämpfen hat. Und wenn man eine durchgehend stabile Heim-Internetverbindung braucht, läuft das dem Hybrid-Gedanken der Switch ja schon ordentlich entgegen.
Quelle: PC Games
Zelda Tears of the Kingdom: Liebe NIntendo Switch, es ist Zeit für dich, zu gehen (6)
Man muss nicht einmal zu den Blockbuster-Games gucken. Die Tatsache, dass so manch aufwendigeres Indie-Spiel inzwischen Probleme hat, auf Switch ordentlich zu laufen, spricht ja eigentlich Bände. Rime auf Switch etwa ist ein Ruckelfest, Bloodstained sah zum Launch grafisch miserabel aus und Pillars of Eternity ist ein Bugfest mit ewig langen Ladezeiten.
Klar, manches kann man auf die Entwickler schieben, aber gerade kleine Teams haben eben keine unendlichen Ressourcen, um ihre Arbeit dermaßen massiv für die Switch herunterzudampfen. Für technisch simple Indies ist die Switch freilich nach wie vor Anlaufpunkt Nr. 1, aber zumindest mir ist das nicht genug.
Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut
Und darum finde ich: Es wäre für Nintendo dringend an der Zeit, von der Switch Abschied zu nehmen. Lasst den Mario-Kart-DLC DLC sein, beziehungsweise euch davon nicht aufhalten, gleichzeitig eine neue Konsole auf den Markt zu bringen. Und bitte, bitte, bleibt nicht wieder aus Prinzip anderthalb Konsolengenerationen hinter der Konkurrenz zurück. Es kann ja auch nicht in Nintendos Interesse sein, bei Blockbustern wie Call of Duty vollkommen ignoriert oder bei FIFA mit absolut grausamen Legacy Editions abgespeist zu werden.
Quelle: Nintendo
Zelda Tears of the Kingdom: Liebe NIntendo Switch, es ist Zeit für dich, zu gehen (2)
Ich fürchte nur, mein Flehen ist vergeblich. Denn die Switch ist zwar gehörig veraltet, aber vor allem eines: eine Gelddruckmaschine. Die Scheine sprießen nicht mehr so wie vor allem 2020, aber nach wie vor verkauft sich die Konsole absolut hervorragend. Übrigens nach wie vor zu einem stolzen Preis, im Falle der Nintendo Switch OLED 330 bis 350 Euro.
Mag also sein, dass ich mit meinem Wunsch relativ alleine dastehe. So bleibt mir nichts Anderes übrig, als mir beim Spielen von Zelda: Tears of the Kindom vorzustellen, wie es mit PS5-Grafik aussehen würde. Denn kaufen und spielen werde ich es natürlich trotzdem. Du kannst den Jungen aus dem Nintendo holen, aber nicht das Nintendo aus dem Jungen - oder so.

Ich kenne auch niemanden der mir einen Drift in der Realität zeigen konnte... Kann es sein dass das auch nur ganz wenige betrifft...?
Gut, Softwarepreis... Aber Switch Spiele Kosten in der Regel 39, 49 oder 59 Euro.
Also kann man gegen Sony oder Xbox mit ihren 79 oder bald 89 Euro sich nicht beschweren.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Wenn du nur Launchpreise vergleichst, ja. Nach ein paar Monaten dreht sich das Blatt dann gewaltig. Zumal es nach all den Jahren immer noch keine "Selects", "Essentials", "Platinum", oder wie auch immer gebrandete Reihe an Re-Releases von Top-Sellern gibt.
Das BotW2 ist einfach ein Nachfolger mit genau der gleichen Grafik...hoffe nur sie haben genug neues in die Spielwelt integriert.
Und die Grafik von Nintendo ist nicht mehr up to date. Wenn man die Spiele auf einem 65" OLED anmacht, will man 90% am liebsten da gar nicht spielen...
Der Switch fehlt einfach die Power für 4k, mehr FPS und scharfe texturen. Alleine die ganzen popups der Büsche und Bäume und Konturen nerven nur noch wenn man sie sich die ganze Zeit anschaut. Und die vollen Details hat man gefühlt erst wenn man direkt davor steht.
Xenoblade3 war das gleiche und die Chars sind extrem pixlig und verwaschen, dazu die Welt Texturen.
Klar kann man darüber hinwegsehen, aber 2022 kann man wohl mehr erwarten für sein Geld, aber Nintendo denkt gar nicht dran ein update zu bringen, hätten ja auch einfach eine Docking Station mit einer Grafikkarte drin bringen können, aber hatten wohl kein Bock.
So bleibt nur warten und das sie vielleicht zu Weihnachten 2023 was neues bringen...