The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks

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Special Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks
Quelle: PC Games

Mit The Last of Us Part 2 erscheint in nicht einmal zwei Wochen die Fortsetzung zu einem der wohl besten Exklusivspiele, die jemals für eine Playstation-Konsole erschienen sind. Um sich dort zurechtzufinden, ist es unabdingbar, über die Geschichte des ersten Teils Bescheid zu wissen. Was tun, wenn man keine Zeit hat, diesen selbst zu spielen oder zumindest eine Erinnerungsauffrischung benötigt? Dafür sind wir da! In unserem Storyrückblick sagen wir euch, was genau in The Last of Us passiert ist, sowohl in Textform als auch als Video.

Mit The Last of Us wandten sich Naughty Dog, die Macher von Crash Bandicoot und Uncharted, zu PS3-Zeiten einer deutlich düstereren Thematik zu: Der Postapokalypse und wie der Kampf gegen mit Pilzsporen infizierte, zombieartige Wesen ein einer Welt, in der jeder alleine überleben muss, nicht zwingend die größte Gefahr darstellt. Mit dem extrem harten, depressiven und meisterhaft erzählten Abenteuer stiegen die Macher endgültig in den Spiele-Olymp auf.

Wer die Fortsetzung The Last of Us Part 2 für PS4 spielen will, aber den Erstling noch nicht erlebt hat, für den fassen wir nun die Ereignisse aus dem Spiel sowie dem Story-DLC Left Behind zusammen zusammen.
Es sollte offensichtlich sein, trotzdem erwähnen wir es: Dieser Artikel enthält vollumfängliche SPOILER zur Geschichte des ersten Teils.

Tag X

The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks (7) Quelle: All Games Beta The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks (7) Es beginnt harmlos: Wir treffen in einer Zeit, als die Welt noch in Ordnung ist, den offenbar alleinerziehenden Familienvater Joel zusammen mit seiner Tochter Sarah in deren Haus in Austin in Texas an. Die Liebe zwischen den beiden ist offensichtlich und das Wissen, das dieses Idyll nicht lange währen kann, deswegen umso dramatischer. Im ersten spielbaren Abschnitt werden wir in Sarahs Schuhe gesteckt, während das Mädchen nach einem verstörenden nächtlichen Anruf ihres Onkels Tommy durchs Haus wandert. Spätestens ein Betrag im laufenden Fernseher über eine nicht näher definierte Katastrophe macht klar, dass irgendetwas im Argen liegt. Als Sarah ihren Vater im Untergeschoss des Hauses trifft, wird das Ausmaß der Katastrophe offenbar: Ein infizierter und rasender Nachbar greift Joel und Sarah an. Joel bleibt nichts anders übrig, als ihn zu erschießen.

Vor dem Haus treffen die beiden auf Tommy und sie beschließen, mit dem Auto zu fliehen. Brennende Häuser, verzweifelte Menschen und Zerstörung säumen ihren Weg. Und dann: Immer mehr Infizierte. Einen Crash später, bei dem Sarah sich das Bein verletzt, findet sich die Familie auf der von den rasenden Infizierten überrannten Straßen wieder. Gemeinsam mit anderen Überlebenden rennen sie davon, während um sie das Geschrei der Monster und der sterbenden Menschen die Nacht erfüllt. Als es scheint, als wären sie dem Epizentrum entkommen, stehen sie plötzlich einem übernervösen Soldaten gegenüber. Einen furchtbaren Befehl seines Vorgesetzen über Funk und Schüsse aus einem Maschinengewehr später, sehen wir einen Vater, der ein kleines, schlappes Wesen in seinen Händen hält: Sarah ist tot.

Eine neue Welt

Rechtsbündig, mit Link, 50% Contentbreite (Alt) Quelle: PC Games The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks (1) Zwanzig Jahre später ist nichts mehr so, wie es einst war. Die Leute wissen nun, dass aggressive Pilzsporen hinter dem Ende der Zivilisation stecken. Mindestens 60 Prozent der Bevölkerung wurden infiziert. Das Militär beherrscht jetzt die Vereinigten Staaten von Amerika, die Überlebenden müssen in streng bewachten Quarantänezonen leben. Joel, sichtlich gealtert und psychisch verfallen, wohnt nun in einer solchen Quarantänezone in Boston. Er schlägt sich als Schmuggler durch, gemeinsam mit einer Bekannten namens Tess. Regelmäßig verlassen sie die Stadt, um für ihr Geschäft Überlebende aus anderen Gebieten zu treffen.

Ein Zwischenfall, bei dem ein Waffenhehler namens Robert versucht, Waffen von Joel und Tess zu stehlen, endet tödlich für den armen Kerl. In der neuen Realität der Spielwelt heißt es "Hund frisst Hund". Die gestohlenen Waffen befinden sich bei einer Rebellenorganisation namens Fireflies. Diese kämpft seit Jahren gegen die Unterdrückung durch das Militär und möchte die verbliebende Zivilisation zurück zur Demokratie führen. Das Treffen mit der Chefin der Fireflies, Marlene, läuft weniger tödlich ab als jenes mit Robert. Sie bietet Joel und Tess einen Deal an: So diese sich bereit erklärten, etwas für sie aus der Stadt hinauszuschmuggeln, würden sie nicht nur ihre Waffen wiederbekommen, sondern auch einen großen Batzen Geld.

Schmuggelware mit Charakter

Schnell stellt sich heraus: Geschmuggelt werden sollen keine Waffen, kein Proviant und auch sonst keine Ressourcen. Stattdessen finden sich Joel und Tess auf einmal in Gesellschaft der 14-jährigen Ellie wieder. Die ist nicht auf den Mund gefallen und von der ganzen Abmachung nicht sonderlich begeistert, trotzdem erklärt sie sich bereit, mit ihnen mitzugehen. Schon früh geht alles schief, was schiefgehen kann. Bei einer Kontrolle auf eine etwaige Pilzinfektion flippt Ellie völlig aus und sticht auf den Soldaten ein, der sie überprüft. Joel und Tess töten ihn und seinen Kollegen und finden heraus, warum Ellie so extrem reagiert hat: Sie ist tatsächlich infiziert. Allerdings geschieht der Wandel hin zum gehirnlosen Monster sonst innerhalb von Tagen; der Biss eines Infizierten, der sie hätte verwandeln müssen, ist hingegen schon mehrere Wochen her. Das ist auch der Grund, warum Marlene Ellie aus der Stadt bringen will: Sie denkt, dass Ellies Antikörper der Schlüssel für ein etwaiges Gegenmittel gegen die Infektion sein könnten.

Beim ausgemachten Übergabeort für Ellie angekommen, findet das Trio lediglich brutal ermordete Mitglieder der Fireflies vor. Joel will die Mission abbrechen, doch Tess offenbart ihm, dass sie auf dem Weg hierher von einem Infizierten gebissen wurde; auch sie wird sich bald verwandeln. Sie fleht Joel an, Ellie zu seinem Bruder Tommy zu bringen. Der arbeitete einst mit Marlene zusammen und könnte die entsprechenden Kontakte zu weiteren Fireflies herstellen. Joel verspricht Tess, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Während er und Ellie fliehen, bleibt Tess zurück und opfert sich im Kampf gegen heranstürmende Soldaten.

Kurzzeitbekanntschaften

Ohne Textfluss, mit Link, 60% Contentbreite (Alt) Quelle: Sony The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks (5) Joel ist alles andere als begeistert von seiner neuen Begleitung und reagiert sehr ruppig auf alles, was sie tut. Jedoch, sie raufen sich zusammen und besorgen sich bei einem Bekannten von Joel, Bill, ein Auto für die Weiterreise. Die motorisierte Freude währt allerdings nicht lange: Eine Gruppe Überlebender greift Joel und Ellie an, sodass sie ihren fahrbaren Untersatz zurücklassen müssen. In Pittsburg treffen sie auf das Brüderpaar Sam und Henry und sie beschließen, gemeinsam weiterzureisen. Zwischen Ellie und dem gleichaltrigen Sam entsteht eine Freundschaft, und auch Joel und Ellie finden immer mehr zueinander.

Doch Glück ist in der Welt von The Last of Us nie von langer Dauer: Bei einem weiteren Angriff von Infizierten wird Sam verletzt. Er verschweigt diesen Umstand, und als er am darauffolgenden Tag als nun Infizierter Ellie angreift, erschießt Henry ihn. Getrieben von tiefster Verzweiflung setzt Henry die Pistole dann an seinen eigenen Kopf. Tief von diesen Ereignissen getroffen, setzt Ellie mit Joel die Reise fort.

Familie kann man sich aussuchen

Einige Zeit später treffen wir Joel und Ellie in Wyoming wieder an, dem Ort, an dem Tommy sich aufhalten soll. Zusammengeschweißt durch ihre dramatische Reise, ist von der ursprünglichen Abneigung zwischen den beiden nichts mehr zu spüren. Es wird klar, dass Ellie für Joel der Ersatz für seine Tochter Sarah ist, die er nie konnte aufwachsen sehen. Sie besprechen nun auch sehr persönliche Themen, etwa die angeschlagene Beziehung zwischen Joel und Tommy, die nach Sarahs Tod nie wieder dieselbe war.

In einer Art Camp treffen die beiden schließlich auf Tommy und dessen Frau Maria. Nach einigen Meinungsverschiedenheiten und einem Angriff von Überlebenden auf das Camp beschließt Tommy, seinem Bruder und Ellie auf ihrem Weg zu den Fireflies zu helfen. Joel und Tommy entscheiden, dass Ellie fortan mit Tommy reisen soll. Als Ellie davon Wind bekommt, reagiert sie wütend und flieht aus dem Camp. Als Joel Ellie in einem verlassenen Haus im Wald wiederfindet, kommt es zu einem großen Streit zwischen den beiden. Der endet jedoch schließlich versöhnlich: Joel realisiert, dass er Ellie nicht alleine lassen kann und will. Tommy akzeptiert diese Entscheidung und kehrt zu seinem Leben im Camp und zu Maria zurück.

Ellie in Aspik

The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks (6) Quelle: Sony The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks (6) Joel und Ellie machen sich auf zur University of East Colorado, wo sich laut Tommy ein Labor der Fireflies befinden soll. Allerdings, diese Infos stellt sich als falsch heraus, denn die Uni wurde verlassen. Eine Audioaufnahme verrät ihnen, dass sich das Labor inzwischen in einem Krankenhaus in Salt Lake City befindet. Viel können die beiden mit dieser Info aber nicht mehr anstellen: Überlebende greifen sie an, Joel fällt mehrere Meter in die Tiefe und wird schwerstens verletzt. Mit letzter Kraft entkommen sie, bevor Joel völlig geschwächt zusammenbricht.

Einen Zeitsprung später ist es Winter und auf einmal kontrollieren wir nicht mehr Joel, sondern Ellie. Alleine geht sie in einer verschneiten Waldlandschaft auf die Jagd, als zwei Männer namens James und David auftauchen und ihr anbieten, mit ihr Vorräte zu tauschen. Ellie ist skeptisch, doch als Infizierte angreifen, beschließt sie, gemeinsam mit ihren neuen Bekannten zu kämpfen. Außerdem ist sie dringend auf Antiobiotika angewiesen, die sich im Besitz von James befinden. Schnell stellt sich aber heraus, dass Ellies Vorsicht angebracht war: Die Angreifer in der Universität entstammten einer Gruppe, der David vorsteht. Trotzdem lässt David Ellie gehen.

Nach einer Phase der Unsicherheit kommt nun die beruhigende Gewissheit: Joel lebt noch. Ellie behandelt Joel mit den Medikamenten. Am nächsten Morgen taucht David mit seiner Gefolgschaft auf. Die Truppe war der fliehenden Ellie ganz offensichtlich gefolgt. Ellie wird gefangen genommen und macht eine furchtbare Entdeckung: David und seine Leute sind Kannibalen. Der gute Anführer macht sich nicht unbedingt sympathischer, als er dem minderjährigen Mädchen eindeutige Avancen macht. Nach einem brutalen, eindeutigen "Nein" von Ellie ordert David an, sie in mundgerechte Stücke zu verarbeiten.

Bevor es dazu kommt, kann Ellie aus ihrer Zelle entkommen. Sie tötet James, und in einer spektakulären Auseinandersetzung mit David sorgt sie anschließend auf nachhaltige Art und Weise mit einem Hackebeil dafür, dass Davids Tage auf der postapokalyptischen Erde ein Ende finden. Joel, der inzwischen wieder bei Bewusstsein ist, eilt zur Hilfe und findet eine rasende Ellie nahe des Wahnsinns vor.

Ein Ende mit Schrecken

The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks (3) Quelle: thelastofus.playstation.com The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks (3) Weitere Monate vergehen. Im Frühjahr machen Joel und Ellie endlich das Krankenhaus aus der Audioaufnahme ausfindig, in dem sich das Labor der Fireflies befinden soll. Es ist ganz klar, dass die beiden nun Familie sind: Joel kann und will nach allem, was passiert ist, nicht mehr ohne Ellie leben und sie nicht ohne ihn. In einer der berührendsten Szenen des Spiels bekommen wir einen kurzen Moment des Friedens, einen Blick auf das Gute in der Welt zu Gesicht, als Joel und Ellie auf eine Gruppe Giraffen aus einem ehemaligen Zoo treffen. Wenn schon die Menschheit fast am Ende ist, so ist es beruhigend zu wissen, dass sich das Leben an sich nicht so einfach auslöschen lässt. Joel wirft die Frage auf, ob es nicht besser wäre, zu Tommys Camp zurückzukehren und so weit möglich ein friedliches Leben zu führen. Doch Ellie ist entschlossen, ihre Mission zu einem Ende zu bringen.

Im Krankenhaus der Fireflies angekommen, trifft Joel erneut auf Marlene, während Ellie andernorts für eine OP zur Entnahme der Antikörper aus ihrem Körper vorbereitet wird. Der Frieden währt nicht lange, denn schnell wird Joel klar, dass sich der Pilz im Gehirn ausbreitet und ergo Ellie bei der Entnahmeprozedur unweigerlich ums Leben kommen würde. Als Joel protestiert, befielt Marlene ihren Männern, ihn gefangen zu nehmen und im Notfall zu erschießen. Doch Joel kann seinen Bewacher überlisten und töten. Er kämpft sich seinen Weg durch die Horden der Fireflies hindurch zum OP-Saal. Dort ermordet er die Ärzte und schnappt sich die bewusstlose Ellie. Auf dem Weg aus dem Krankenhaus hinaus stellt sich ihm Marlene in den Weg und versucht, ihn zu überzeugen, dass das Gegenmittel, welches man durch Ellies Antikörper erschaffen könnte, die letzte Hoffnung für die Menschheit sei; und dass Ellie selbst es so wollen würde.

Doch Joel, nun endgültig der Antagonist seiner eigenen Erzählung, stellt sein eigenes Glück über jenes der Menschheit. Er flieht mit Ellie, bereit, ihr ins Gesicht zu lügen, dass die Fireflies von sich aus die Suche nach einem Gegenmittel für aussichtslos erklärt hätten und dass es viele weitere Menschen wie sie gäbe, die gegen den Pilz immun seien. In einer letzten, emotionalen Szene fordert Ellie Joel auf, ihr zu schwören, dass sie die Ereignisse im Krankenhaus genau so zugetragen hätten, wie er es gesagt hätte. Er lügt ihr ruhigen Blickes ins Gesicht.

Was davor geschah

The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks (4) Quelle: Sony The Last of Us: Rückblick auf die Geschichte des Playstation-Meisterwerks (4) Mit diesen Worten endet eine der düstersten und besten Erzählungen der PS3- und PS4-Ära. Im einzigen DLC zum Spiel erfahren wir aber noch einige wichtige Dinge aus Ellies Leben, bevor sie Joel getroffen hat. Drei Wochen zuvor treffen wir Ellie in einer Art Internat an. Ihre beste Freundin Riley, die sie schon eine Weile nicht mehr gesehen hat, führt sie zu einem verlassenen Einkaufszentrum, in dem sie in noch jüngeren Jahren viel Zeit verbracht hatten. Dort vertreiben sie einige unbeschwerte Momente miteinander und schnell wird klar, dass sie beide viel mehr füreinander empfinden als nur Freundschaft. Riley eröffnet Ellie, dass sie für die Fireflies arbeitet und fortan in einer anderen Stadt eingesetzt würde. Darum wollte sie Ellie noch ein letztes Mal sehen.

Nach einem ersten, schüchternen Kuss gerät die Lage außer Kontrolle, als Infizierte angreifen. Beide Mädchen werden gebissen. Riley beruhigt die aufgebrachte Ellie und sie beschließen, ihrer bevorstehenden Verwandlung gemeinsam entgegenzutreten.

Harter Tobak, und The Last of Us Part 2 bleibt da nicht zurück, im Gegenteil. Wir hoffen, unser Rückblick zur Story von The Last of Us hat euch gefallen. Lest auch unsere Vorschau und guckt das dazugehörige Video zu The Last of Us Part 2. Den Test dürft ihr in absehbarer Zeit erwarten.

Bildergalerie

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    • Kommentare (41)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von LarryMcFly
        Mein Problem mit der Erzählweise ist auch - man kann gar nicht bestimmen, ob Joel wirklich nur aus persönlichen Wünschen oder aber aufgrund von weiterführenden Ursachen und Umständen, gehandelt hat.
        Das eine schließt das andere nicht aus. Spätestens am Ende wird er den Fireflys nicht nur misstrauen, sondern Hass auf sie schieben. Aber Ellie will er eben auch nicht verlieren. Oft hat man für sein Handeln nicht nur einen, sondern viele Gründe.

        Tatsache ist aber, dass Joel keinesfalls der Antagonist wird.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von LarryMcFly
        Mein Problem mit der Erzählweise ist auch - man kann gar nicht bestimmen, ob Joel wirklich nur aus persönlichen Wünschen oder aber aufgrund von weiterführenden Ursachen und Umständen, gehandelt hat.
        Das eine schließt das andere nicht aus. Spätestens am Ende wird er den Fireflys nicht nur misstrauen, sondern Hass auf sie schieben. Aber Ellie will er eben auch nicht verlieren. Oft hat man für sein Handeln nicht nur einen, sondern viele Gründe.

        Tatsache ist aber, dass Joel keinesfalls der Antagonist wird.
      • Von Gast1664917803 Mitglied
        Zitat von golani79
        Erst meinst du, keiner der Entwickler würde sich hinstellen und zugeben, die Hälfte ihres Spieles irgendwo geklaut zu haben (wird wohl auch keiner in dieser Art und weise machen, weil die Formulierung / Definition halt nicht passt).
        Inspieren lässt sich wohl jeder irgendwo .. ob traditionelle Medien, wie Bücher, Kunst oder moderne, wie Spiele oder Filme ist dabei egal.
        Werden dann Quellen gepostet, in denen Inspirationsquellen genannt werden, ist es für dich auch wieder nur Blödsinn, weil es nicht vom obersten Chef kommt oder wie? ..
        lol ..
        Ich kann nur mit dem Material arbeiten und argumentieren, daß ich a.) selber kenne und/oder b.) geliefert bekomme.
        Wenn man mir zwei Interviews hinstellt und eines davon ist:
        a.) Mit den beiden Hauptverantwortlichen und von neuerem Datum und b.) mit einem der Designer, der jedoch nicht der Head Designer ist und der Artikel ist älteren Datums,
        dann halte ich die letztere Informationsquelle im Ranking zumindest für die unbedeutendere Quelle bzw. überholte Quelle, da zumindest der Creative Director doch höchstwahrscheinlich etwas mehr Ahnung vom Gesamtthema haben sollte (hoffentlich), als einer seiner untergebenen Designer.
        Um es zu verdeutlichen - ein enstprechender Tester wäre auch rudimentär involviert, hätte jedoch gegenüber den Aussagen des Designers wiederum schlechte Karten, hinsichtlich der Gewichtung seiner Aussagen zu diesem Thema.
        Sowas ist eine gängige Konfrontation und Gewichtung von Information.

        Ich kann es aber auch gern auf diesem Niveau erklären:
        Wenn die Babos mehr checken als ihre angestellten Opfa, hat Babo voll mehr Ahnung und sagt was Sache ist und was gilt Alta.
        Dann ist Opferquelle totale Blödsinn!
      • Von Gast1664917803 Mitglied
        Zitat von RedDragon20
        Auch ich finde Joels Entscheidung absolut nachvollziehbar und völlig korrekt. Das ist meine persönliche Sicht als Außenstehender. Ich kann aber keinesfalls sagen, wie ich gehandelt hätte. Oder wie andere gehandelt hätten. Sicher gibt es da draußen Leute, die Joels Entscheidung nachvollziehen können, wohl aber auch verurteilen, weil so das Leben von Millionen Menschen in den Sand gesetzt wurde. Auch das ist nicht unbedingt falsch.
        Mein Problem mit der Erzählweise ist auch - man kann gar nicht bestimmen, ob Joel wirklich nur aus persönlichen Wünschen oder aber aufgrund von weiterführenden Ursachen und Umständen, gehandelt hat.
        Die ganzen Umstände wie die Geschichte sich abgespielt hat, schreit ja geradezu nach einer aggressiven Reaktion Joels auf die direkte Bedrohung durch die Flirefly Gruppe.
        Niemand hat ihm wirklich die Bedenken genommen oder ihm noch einen Abschied ermöglicht.
        Ganz zu schweigen von einer Möglichkeit einer Aussprache oder einer Diskussion mit Ellie, ob sie sich dafür aufopfern will.
        Stattdessen, bekommt er anstatt einem Dankeschön, als allererstes eine Pistole über den Schädel gezogen als er Einwände hat und bekommt noch eine "Knallt ihn ab, wenn er sich rührt" Speech und die Fireflyanführerin stellt das noch ganz ganz großzügig als Geschenk dar, wow was für Wohltäter.
        Der eskortierende Soldat macht auch mit Inbrunst klar, daß er ihn gerne abknallen würde.
        Hört sich das nach einer freundlichen, zuvorkommenden Umgebung und Organisation an, die nur das beste für alle im Sinn hat?
        Sorry, aber ich behaupte mal ganz frech, daß hier fast jeder (Ausnahmen bestätigen die Regel) diesen Leuten was an den Hals wünschen würde, wenn er auch nur ansatzweise so wirklich behandelt werden würde.
        Vor allem stellt solches Verhalten gegenüber Joel wirklich alles in Frage, was sie alles an schönen Reden rausgehauen haben - vielleicht ist der gute Herr Doktor im schlimmsten Fall eine Mengeleversion, im besseren Fall jemand der Null Ahnung hat was er tut und bringt massenweise Leute um, in seinem Wahn eine Heilung zu generieren.
        Die Aufnahmen bzw. Beweise die man im Anschluß findet (Exekutionsanweisung für Joel so bald er Ellie abgeliefert hat) verhärten da die Sichtweise des Betroffenen - hier Joel - doch extrem und produzieren die entsprechende Antwort.
      • Von linktheminstrel Mitglied
        Ich fand die Geschichte war nichts Besonderes, klassische Post-Apokalypse. Was das Spiel ausmacht ist die Beziehung zwischen Joel und Ellie. Die Charaktere sind sehr gut geschrieben (ich weiß nicht, ob diese auch irgendwoher geklaut wurden, wie es bei Uncharted ja der Fall ist. Fireflies stand bei den Charakteren zu 99% Pate, bei Uncharted 2 sogar für den Plot). Ich finde aber, dass ansonsten sehr viel Potential verschenkt wurde. Die NPC's sind allesamt relativ blass und die Gegner sind allesamt Seelenlose Killer. Das macht z. B. I am Alive viel glaubwürdiger und besser. Geht halt nicht, wenn man Mainstream entwickelt.
        Um die Diskussion aufzunehmen, was denn zuerst da war: natürlich the walking dead! Das gab's schon lange zuvor als comic. Dass man vor 2010 mit der Entwicklung von the last of us begonnen hat, wage ich zu bezweifeln, da im Oktober 2009 gerade mal Uncharted 2(!) auf den Markt kam.
        Ich freu mich auf den Release und bin froh, dass ich Spoilerfrei durchgekommen bin.
      • Von golani79 Mitglied
        Zitat von LarryMcFly
        Erst meinst du, keiner der Entwickler würde sich hinstellen und zugeben, die Hälfte ihres Spieles irgendwo geklaut zu haben (wird wohl auch keiner in dieser Art und weise machen, weil die Formulierung / Definition halt nicht passt).
        Inspieren lässt sich wohl jeder irgendwo .. ob traditionelle Medien, wie Bücher, Kunst oder moderne, wie Spiele oder Filme ist dabei egal.

        Werden dann Quellen gepostet, in denen Inspirationsquellen genannt werden, ist es für dich auch wieder nur Blödsinn, weil es nicht vom obersten Chef kommt oder wie? ..

        lol ..
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