The Last of Us: Part 2 Remastered im Test: Meisterhaftes Abenteuer - auch auf PS5

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Test Matthias Dammes - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Bild aus The Last of Us Part 2
Quelle: Sony Interactive Entertainment

The Last of Us: Part 2 bekommt als Remaster einen Neuauflage für die PS5. Wir haben uns im Test die Unterschiede und neuen Inhalte angeschaut.

Kämpfen und Sammeln

Jeder Run beginnt in einem Safehouse, wo wir über eine Pinnwand das nächste Level auswählen. Die Abschnitte unterscheiden sich nicht nur in der Umgebung, in der sie spielen, sondern auch in Sachen Modus. Zunächst erwarten uns hauptsächlich Angriffsszenarien, in denen wir drei Wellen von Gegnern ausschalten müssen. Es lassen sich aber noch weitere Modi freischalten. Dazu gehört "Gejagt", in dem wir gegen unnachgiebig auftauchende Feinde überleben müssen, bis ein Timer abgelaufen ist. Im Durchhalten-Modus gilt es, sich auf den Ansturm einer Horde Infizierter vorzubereiten und einen Begleiter am Leben zu erhalten.

Währenddessen müssen wir auch immer die Augen nach Rohstoffen offenhalten. Wie auch in der Kampagne benötigen wir Alkohol, Stoff, Scheren und anderes Material, um uns Verbandskästen und verschiedenste Bomben zu basteln. Alles, was wir sammeln, wird in den nächsten Level eines Durchgangs mitgenommen. Es lohnt sich also auch, vorausschauend mit seinen Ressourcen zu planen.

Nach dem Abschluss eines Levels kommen wir ins Safehouse zurück. Hier werden wir mit Ersatzteilen, Zusätzen und Münzen belohnt. Mit letzteren kaufen wir uns am Waffenschrank neue Ausrüstung wie Waffen, Handwerksrezepte und Munition. Die Ersatzteile und Zusätze verwenden wir wie im Hauptspiel auch, um Waffen zu verbessern und Talente zu erlernen. Haben wir alles erledigt, geht es über die Pinnwand in das nächste Level.

Lev kämpft im No-Return-Modus gegen angreifende Infizierte. Quelle: Sony Interactive Entertainment

Wieder von vorn

Wer bis zum Ende überlebt, bekommt es im sechsten Abschnitt mit einem Boss zu tun. Auch hier gibt es verschiedene Varianten, die man schrittweise freischalten kann. Ist auch diese Begegnung überstanden, hat man einen Durchgang vollständig abgeschlossen. Über ein Punktesystem kann man seinen Versuch bewerten lassen und mit vorangegangenen Durchgängen vergleichen.

Anders als zum Beispiel beim Valhalla-DLC von God of War: Ragnarök gibt es in No Return keinen dauerhaften Charakter-Fortschritt. Alles, was wir im Verlauf eines Durchgangs freigeschaltet haben, ist beim Start eines neuen Versuchs wieder weg und wir fangen bei null an. Vor dem Hintergrund ist es ein wenig schade, dass ein Durchgang immer nur aus sechs Levels besteht. Gerade wenn wir also so langsam anfangen, gut mit Waffen, Upgrades und Talenten ausgestattet zu sein, ist der Durchgang auch schon wieder vorbei. Das zehrt ein wenig an der Langzeitmotivation für diesen Spielmodus.

Bildergalerie

Entwicklereinblicke

Aber es gibt noch andere interessante neue Inhalte. Besonders für Spieler, die gerne einen Blick hinter die Kulissen werfen. Einen solchen Einblick geben die drei sogenannten Lost Levels, die wir unabhängig vom eigentlichen Spiel erleben können. Dabei handelt es sich um Spielabschnitte, die es nicht in das finale Produkt geschafft haben. So kriechen wir durch eine längere Version der Kanalisation von Seattle, gehen mit Ellie auf Wildschweinjagd und erleben, wie sich Ellie auf die berüchtigte Party in Jackson vorbereitet. Die Levels sind zwar in weiten Teilen nicht fertiggestellt - es fehlen Texturen, Sounds und andere Elemente -, geben aber dennoch einen spannenden Einblick in die Entstehung des Spiels.

Passend dazu gibt es sowohl vor jedem Abschnitt als auch direkt in den Levels selbst Entwicklerkommentare, welche die Ideen hinter der jeweiligen Passage, die geplanten Interaktionen und die Gründe für die Streichung erläutern. Wer noch mehr Einblicke in die Gedanken der Entwickler haben möchte, kann sich alle freigeschalteten Cutscenes des Spiels noch einmal mit entsprechender Kommentierung durch Neil Druckmann, Halley Gross und die Schauspieler der Charaktere anschauen. Das sind mehrere Stunden spannende Unterhaltung für alle, die sich für solche Einblicke interessieren.

Wer die Story einmal durchgespielt hat, schaltet zudem einen neuen Speedrun-Modus frei. In dem geht es wenig verwunderlich darum, so schnell wie möglich die Kampagne durchzuspielen. Die aufgezeichneten Zeiten können dann in einem Leaderboard geteilt werden. Viel Freude hatten einige Spieler auch mit dem Gitarrenfeature, das im Verlauf der Story ein paar Mal zum Einsatz kommt. Mit dem Gitarren-Free-Play-Modus können sich Controller-Musiker jetzt noch mehr austoben. So könnt ihr wählen, ob ihr mit Joel, Ellie oder gar Komponist Gustavo Santaolalla spielt. Es lassen sich auch alternative Instrumente wie Banjo oder E-Gitarre freischalten.

Gustavo Santaolalla im Gitarren-Modus spielt ein Banjo. Quelle: Sony Interactive Entertainment

Gelungenes Remaster

Die Entwickler von Naughty Dog haben sich also neben den grafischen Anpassungen an die neue Hardware Gedanken gemacht, wie sie das Remaster zusätzlich aufwerten können. Allein der Ausflug in die Entwicklungsgeschichte des Spiels ist ein spannendes neues Erlebnis. Der Roguelike-Modus bietet viele Stunden zusätzlichen Spielspaß für alle, die das Kampfsystem des Spiels noch weiter ausreizen möchten. Die eigentliche Story-Kampagne bleibt ohnehin ein aufregendes Erlebnis der besonderen Art.

Es lässt sich zwar darüber streiten, ob es so ein Remaster wirklich braucht, wenn das Original per Abwärtskompatibilität auch auf der PS5 problemlos spielbar ist und auch nach wie vor fantastisch aussieht. Wer das Abenteuer bisher nicht erlebt hat, sollte aber unbedingt zugreifen und erhält nun auf der PS5 die technisch beste und umfangreichste Version des Spiels. Für alle anderen ist ein Upgrade für zehn Euro erhältlich. Ob die neuen Inhalte und die leichte grafische Verbesserung das Wert sind, muss jeder für sich entscheiden. The Last of Us: Part 2 selbst ist jedenfalls nach wie vor ein packendes Erlebnis.

Wertung zu The Last of Us Part 2 Remastered (PS5)

Wertung:

10 /10
Fazit

Eine technisch saubere Neuauflage für die PS5, mit spannenden neuen Inhalten für Fans von Roguelikes und Blicken hinter die Kulissen.


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The Last of Us: Part 2 Remastered erscheint am 19. Januar 2024 und wird von Naughty Dog entwickelt. Der Preis des Spiels liegt bei rund 50 Euro. Wer bereits die PS4-Version besitzt, kann für zehn Euro auf die neue Fassung upgraden. Transparenzhinweis: Die Version des Spiels wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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    • Kommentare (55)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von OldMCJimBob Mitglied
        Zitat von MarcHammel
        ...
        Zitat von DDS-Zod
        ...

        Ich finde eben, es ist genau keine 08/15-Rachestory, sondern eigentlich das erste Spiel, dass dieses Standartmotiv mal hinterfragt. Abgesehen davon sag ich ja nicht, dass das Spiel perfekt ist; ich persönlich hatte ab dem Moment, als man auf die Insel kam den Eindruck, dass die Qualität insgesamt ein wenig abfällt; als hätten sie fertig werden müssen. Aber mit welchem Maß wird hier gemessen? Logiklöcher, man hätte jeden Tag zwischen beiden wechseln sollen, Joel hätte nicht einem anderen Menschen vertrauen können, mit dem er gerade zusammen vor Zombies dem Tod entgangen ist, mit 19 ist man erwachsen und deswegen muss Ellie ganz klar anders mit der Situation umgehen...hey Dinas Frisur ist nach dem Regen zu schnell getrocknet! Dieses rumgepicke ist doch müßig. "Eine logische und nachvollziehbare Fortsetzung sieht anders aus" find ich sogar ein bisschen putzig, schade, dass nicht zum Besten gegeben wird, wie denn nun. Anders halt, whatever.

        Wie Eingangs gesagt: Das Spiel polarisiert. Mir hats gefallen, den Leuten, mit denen ich es so gespielt habe auch, und offensichtlich gab es noch mehr Spieler, die derselben Ansicht waren. Mir ist bewusst, dass es vielen nicht gefallen hat, am Ende wird wohl keine Seite die andere überzeugen. Wozu überhaupt?
      • Von OldMCJimBob Mitglied
        Zitat von MarcHammel
        ...
        Zitat von DDS-Zod
        ...

        Ich finde eben, es ist genau keine 08/15-Rachestory, sondern eigentlich das erste Spiel, dass dieses Standartmotiv mal hinterfragt. Abgesehen davon sag ich ja nicht, dass das Spiel perfekt ist; ich persönlich hatte ab dem Moment, als man auf die Insel kam den Eindruck, dass die Qualität insgesamt ein wenig abfällt; als hätten sie fertig werden müssen. Aber mit welchem Maß wird hier gemessen? Logiklöcher, man hätte jeden Tag zwischen beiden wechseln sollen, Joel hätte nicht einem anderen Menschen vertrauen können, mit dem er gerade zusammen vor Zombies dem Tod entgangen ist, mit 19 ist man erwachsen und deswegen muss Ellie ganz klar anders mit der Situation umgehen...hey Dinas Frisur ist nach dem Regen zu schnell getrocknet! Dieses rumgepicke ist doch müßig. "Eine logische und nachvollziehbare Fortsetzung sieht anders aus" find ich sogar ein bisschen putzig, schade, dass nicht zum Besten gegeben wird, wie denn nun. Anders halt, whatever.

        Wie Eingangs gesagt: Das Spiel polarisiert. Mir hats gefallen, den Leuten, mit denen ich es so gespielt habe auch, und offensichtlich gab es noch mehr Spieler, die derselben Ansicht waren. Mir ist bewusst, dass es vielen nicht gefallen hat, am Ende wird wohl keine Seite die andere überzeugen. Wozu überhaupt?
      • Von General-Lee Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von MarcHammel
        Und dennoch eine junge Frau und kein Mädchen mehr.
        Trotzdem weiterhin ein Teenager.
        Zitat von MarcHammel
        Zu Abby, bzw. zu ihrer Rolle im Spiel, kann ich sehr wohl was sagen. Ich kann gerne auf weitere Logiklöcher und Ungereimtheiten des Spiels eingehen, wenn du das möchtest.
        Ja bitte. Würde mich mal interessieren.
        Wir müssen auch nicht so tun, als gäbe es in Teil 1 keine Logik-„Fragen“.
        Zum Beispiel: Eigentlich will ich die Göre loswerden und eine Sekunde später: Nein, sie bleibt bei mir.
        Oder: Ein Kind mit Pfeil und Bogen bedroht 2 Erwachsene mit Feuerwaffen. Anstatt sie zu überwältigen, was kein Problem gewesen wäre - gerade bei deren Absichten - macht man etwas völlig unsinniges, begibt sich ohne Not in Gefahr und holt auch noch Medikamente…
        Zitat von MarcHammel
        Ob ich nun schreibe "Ich finde" oder "Es ist" ändert inhaltlich nichts an dem, was ich schreibe.
        Ich finde schon.
        Zitat von MarcHammel
        Klar, deswegen läd man zusammen mit seinem Bruder (Tommy) eine Truppe sichtbar bewaffneter und bestens ausgerüsteter Leute bei sich ein, ohne erstmal zu fragen, wer genau die sind und was sie hier wollen. Denn genau das wurde getan.
        Und davor wurde gefragt wer sie sind und was sie machen.
        Schließlich hat man die beiden auch vor der Horde gerettet, und die Tore aufgemacht und Abby hat sie selber dahin „eingeladen“. Also ganz so spontan kam das nicht.
        Zitat von MarcHammel
        Die Frage ist reine Provokation und das weißt du. :) Ich bin kein Autor und werde dir jetzt daher natürlich nicht haarklein erzählen können, wie die Story hätte verlaufen können. So, wie sie aber in Part 2 lief, war sie nicht gelungen.
        Nur eine Meinung, keine Tatsache.
        Ich empfinde es eher als Provokation, eine Meinung als unumstößliche Tatsache zu deklarieren. ;)
      • Von Gast1730761802 Mitglied
        Zitat von Matthias Dammes
        Sie ist 19 (Nineteen), was noch ziemlich akkurat unter die Definition von "Teenager" fällt.
        Und dennoch eine junge Frau und kein Mädchen mehr.
      • Von Matthias Dammes Redakteur
        Zitat von MarcHammel
        In Part 2 ist sie eine erwachsene Frau.
        Sie ist 19 (Nineteen), was noch ziemlich akkurat unter die Definition von "Teenager" fällt.
      • Von Gast1730761802 Mitglied
        Zitat von General-Lee
        Sie ist ein bockiger Teenager, warum auch nicht. Es sind Jahre vergangen. Sie ist durch all die Erlebnisse nicht mehr die verängstigte Ellie, die sich an Joel klammert. Völlig normale Entwicklung. Es ist auch nicht mehr die gleiche Umgebung, in der Gemeinschaft von Jackson lernt sie viele andere kennen und das Leben in der Gemeinschaft.
        Ich hätte noch verstanden, dass sie ein "bockiger Teenager" in Part 1 ist. Da ist sie nämlich tatsächlich ein Teenanger. Und tatsächlich auch mal bockig. In Part 2 ist sie eine erwachsene Frau.
        Zitat von General-Lee
        Ich glaube du weißt selber, dass das Unsinn ist.
        Nein, denn genau so hab ich es empfunden. Sonst würde ich das nicht so schreiben.
        Zitat von General-Lee
        Komisch, dass auch niemand hier großartig auf Abby eingeht.
        Zu Abby, bzw. zu ihrer Rolle im Spiel, kann ich sehr wohl was sagen. Ich kann gerne auf weitere Logiklöcher und Ungereimtheiten des Spiels eingehen, wenn du das möchtest.
        Zitat von General-Lee
        Und wie?
        Die Frage ist reine Provokation und das weißt du. :) Ich bin kein Autor und werde dir jetzt daher natürlich nicht haarklein erzählen können, wie die Story hätte verlaufen können. So, wie sie aber in Part 2 lief, war sie nicht gelungen.
        Zitat von General-Lee
        Finde ich nicht. Er ist inzwischen über 60. Er hat eine starke Verbindung zu Ellie, aber sie ist nicht mehr die, die er vor Jahren durchs Land geführt hat. Vielleicht hat er Zweifel an sich und dessen, was er getan hat.
        Klar, deswegen läd man zusammen mit seinem Bruder (Tommy) eine Truppe sichtbar bewaffneter und bestens ausgerüsteter Leute bei sich ein, ohne erstmal zu fragen, wer genau die sind und was sie hier wollen. Denn genau das wurde getan. Bevor man Joel ins Knie schoss und ihn mit nem Golfschläger tötete.

        Weich werden heißt nicht, unvorsichtig zu werden.
        Zitat von General-Lee
        Alles was du schreibst, schreibst du so absolut…es IST so, es IST so und es IST so.
        Warum IST das alles so? Nur weil du es so findest, muss es noch nicht so sein.
        Man könnte auch ab und zu mal sagen: Ich finde…. ;)
        Ob ich nun schreibe "Ich finde" oder "Es ist" ändert inhaltlich nichts an dem, was ich schreibe.
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