The First Templar im Test: Die KI, Schleich-Passagen, Fazit und Wertung

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Test Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

In The First Templar sind tapfere Tempelritter und adelige Assassine auf der Suche nach dem Heiligen Gral - und dem Spielspaß! Das Action-Adventure von Kalypso und Haemimont Games lässt den Funken einfach nicht überspringen.

Die KI für die zweite Spielfigur rea­giert in Kämpfen gut, ihr müsst also nicht Schutzengel und Babysitter für eure Begleiter spielen. Wer jetzt denkt, zusammen mit einem menschlichen Spieler würden die Gefechte an Spielspaß oder Komplexität gewinnen, den müssen wir leider enttäuschen. Dafür bietet The First Templar einfach zu wenig kooperative Kombinationen oder allgemein Situationen, in denen die KI ihren Part nicht zufriedenstellend erledigt. Selbst in den Rätsel- und Geschicklichkeitsabschnitten, die alle paar Levels für etwas Abwechslung sorgen, schafft es die künstliche Intelligenz, durch ordentliche Wegfindungsroutinen die zahlreichen Fallen zu überleben. Was die dort anstehenden Aufgaben betrifft, könnt ihr euch aber nicht auf die KI verlassen. Da müsst ihr schon eure eigenen grauen Zellen bemühen und ausführlich von der Charakterwechsel-Funktion Gebrauch machen. Wer mit einem Freund spielt, sollte dringend über (nicht im Spiel enthaltene) Voice-Chat-Kommunikation nachdenken. Diese erleichtert die Abstimmung deutlich und beugt Frustmomenten vor.

 In jedem Level sind Teile verschiedener Rüstungssets versteckt. Um ein Set zu benutzen, müsst ihr sämtliche Teile finden. Die Änderungen sind rein optischer Natur, auf die Kämpfe wirken sich andere Waffen oder Rüstungen nicht aus. In jedem Level sind Teile verschiedener Rüstungssets versteckt. Um ein Set zu benutzen, müsst ihr sämtliche Teile finden. Die Änderungen sind rein optischer Natur, auf die Kämpfe wirken sich andere Waffen oder Rüstungen nicht aus. An einigen Stellen im Spiel sollt ihr schleichen und Gegner per Stealth-Kill geräuschlos ins Jenseits befördern. Diese Passagen erinnern an Splinter Cell und funktionieren in der Regel ordentlich, passen aber gar nicht zum Mittelalter-Setting von The First Templar und wirken dank Celians Kettenrüstung, die lautloses Vorgehen eigentlich unmöglich macht, einfach nur lächerlich. Apropos Rüstung: Die überall in den Levels verteilten Schatzkisten enthalten manchmal auch Waffen und Ausrüstungsgegenstände. Diese haben aber keinerlei spielerische Auswirkung und bescheren den Helden lediglich einen anderen Look. Jeder Gegenstand gehört zu einem Ausrüstungsset, das ihr nur anlegen dürft, wenn ihr alle Teile gefunden habt. Nervig dabei: Die guten Stücke sind in der Regel über mehrere Levels verteilt. Und wenn ihr eines davon nicht findet, dann bleibt euch nichts anderes übrig, als da­rauf zu verzichten – oder den kompletten Abschnitt noch mal zu spielen. Letzteres ist unumgänglich, da das Spiel euren Fortschritt automatisch speichert und ihr keine eigenen Spielstände anlegen dürft.

Alte Schlösser, neblige Sümpfe und nordafrikanische Wüstenstädte – die Levels von The First ­Templar sind sehr abwechslungsreich, wirken aber oft recht steril, leblos und unspektakulär. Viele Abschnitte und Grafikeffekte wirken altbacken und keineswegs auf dem neuesten Stand der Technik. Zudem nerven allgegenwärtige unsichtbare Wände, die teilweise verhindern, dass man knöchelhohe (!) Hindernisse überquert. Clipping-Fehler stören ebenfalls, wirken sich aber nicht negativ auf den Spielablauf aus.

Die Charaktermodelle der Hauptfiguren sind gelungen, einige NPCs sehen aber geradezu lächerlich schlecht aus und die identisch designten Klonarmeen, mit denen ihr es zu tun bekommt, sorgen auch nicht unbedingt für Jubelarien. Eher durchwachsen sind auch die Kampfanimationen. Manche sind durchaus gelungen und stimmig, andere wirken abgehackt oder teilweise völlig überzogen. In unregelmäßigen Abständen "verwöhnt" euch das Spiel mit einem Finishing Move in Zeitlupe. Leider gibt es von diesen Kill-Animationen nur eine Handvoll, sodass man sich spätestens nach der Hälfte wünscht, man müsste sie nicht mehr sehen. Während man über Lauf- und Kampfanimationen noch diskutieren kann, wirken die Bewegungen und Gesten in Zwischensequenzen einfach nur stümperhaft und sind zusammen mit der minderwertigen Sprachausgabe echte Atmosphärekiller. Einziger Lichtblick ist hier die englische Version, die glücklicherweise zum Lieferumfang gehört und zumindest durchschnittliche B-Movie-Qualität erreicht.

Bildergalerie

Meinungen

Wertung zu The First Templar (PC)

Wertung:

6.5 /10
Pro & Contra
Abwechslungsreiche SchauplätzeFunktionierende Mischung aus Kampf- und RätseleinlagenInteressanter kooperativer Ansatz
Belanglose CharakterentwicklungAbgehackte AnimationenSchwache Synchronisation
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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Prime85 Mitglied
        AW: Spieletest - The First Templar im Test: Ein Assassine auf der Suche nach dem Spielspaß

        Also das Video sieht gar nicht mal so schlecht aus, eigentlich ganz hübsch bis auf die Nahansicht der Charaktere. Wie es sich spielt und wie die Geschichte ist, kann man aber daraus ja nicht sehen. Ich werde mir den Test dann mal im Heft in aller Ruhe durchlesen.
        Wenn es keine Demo geben wird, dann werde ich den Kauf wohl erst später zum reduzierten Preis in Betracht ziehen.
      • Von Prime85 Mitglied
        AW: Spieletest - The First Templar im Test: Ein Assassine auf der Suche nach dem Spielspaß

        Also das Video sieht gar nicht mal so schlecht aus, eigentlich ganz hübsch bis auf die Nahansicht der Charaktere. Wie es sich spielt und wie die Geschichte ist, kann man aber daraus ja nicht sehen. Ich werde mir den Test dann mal im Heft in aller Ruhe durchlesen.
        Wenn es keine Demo geben wird, dann werde ich den Kauf wohl erst später zum reduzierten Preis in Betracht ziehen.
      • Von KabraxisObliv Mitglied
        AW: Spieletest - The First Templar im Test: Ein Assassine auf der Suche nach dem Spielspaß

        Danke für das Video. Das spiegelt sehr gut die im Test angesprochenen Aspekte wieder, wie ich finde.

        Sieht für mich so erstmal schon nach einer 7x-er Wertung aus, allerdings kommen im Video natürlich auch nicht die Aspekte zum Vorscheinen, die erst auf Dauer nerven.
        Was ich schade finde ist, dass das Kampfsystem nicht sonderlich flüssig wirkt, besonders in dem Boss-Kampf. Das ist doch schließlich eines der wichtigsten Elemente in einem Spiel dieses Genres.
      • Von StefanWeiss Autor
        AW: Spieletest - The First Templar im Test: Ein Assassine auf der Suche nach dem Spielspaß

        Zitat von wertungsfanatiker
        Wenn bei Stefan Weiss der Funke nicht übergesprungen ist, aber dies bei DA 2 mit sensationellen 88 % gelungen (genauer: überbewertet) ist, muss man sich The first templar ja schon fast kaufen !
        Aber ich warte trotzdem erst mal die anderen Bewertungen ab.
        Sagen wir mal so: DA 2 habe ich inzwischen 3x mit Spaß durchgespielt (Levelcloning hin oder her) - bei TFT war der erste Durchgang schon quälend

        DA 2 hat Charaktere, denen ich gerne lausche und coole Kampfanimationen - TFT hat schlecht (deutsch) synchronisierte Figuren, deren Animationen zu oft stümperhaft daherkommen

        DA 2 bietet mir immerhin Ausrüstung mit unterschiedlichen Stats, TFT kannst du mit der Startausrüstung getrost durchspielen, die ganzen "Sets" sind reine Optik

        DA 2 lässt mich an jeder Stelle speichern, TFT hat ein frustrierendes Checkpoint-System und gibt mir keine Chance, bei verpassten Kisten noch mal an einer bestimmten Stelle im Level wieder einzusteigen.

        Aber ja, die Geschmäcker sind nun mal verschieden.

        Viele Grüße
        Stefan

        PS: Szenen mit der deutlich besseren englischen Sprachausgabe hab ich mal hier zurechtgelegt:

        http://www.youtube.com/watch?v=EouXLqqiLow

        Unterm Strich bin ich da nach wie vor mit Kollege Wolfgang Fischer einer Meinung - für eine 7x reicht es in vielen Punkten schlichtweg nicht bei TFT. - Auch wenn man beim Vergleich mit DA 2 bleiben mag (obwohl der nicht ganz passt, wie ich finde) - dort funktionieren die Mechanismen einfach über große Strecken sehr gut - bei TFT eben nicht, darum die große Abweichung.
      • Von Schalkmund Nerd
        AW: Spieletest - The First Templar im Test: Ein Assassine auf der Suche nach dem Spielspaß

        Hmmm habs auch schon mal ein par Stündchen getestet, mit der Wertung trefft ihr genau ins Schwarze, hab mir auch gedacht dem Spiel würde ich wohl ne 6/10 geben für eine 7 ist es einfach zu schlecht. Das Spiel ist absolute Wühltischware, das kann man besten Falls im Coop mit nem Freund zocken um Witze drüber zu reißen.
      • Von Paedre Stille/r Leser/in
        AW: Spieletest - The First Templar im Test: Ein Assassine auf der Suche nach dem Spielspaß

        Ich habe mir das Spiel gekauft, nachdem die Vorberichtserstattung ja überaus positiv ausgefallen ist. Ja das Spiel ist kein 90% Titel. Aber 66%? Nein nun wirklich nicht. Es spielt sich flüssig. Es hat eine nette Geschichte und sieht auch noch gut aus.
        Die Kritikpunkte kann ich leider nicht immer ganz nachvollziehen. Ja es stimmt: Schleichen in Kettenrüstung ist schwierig. Aber ein Homefront, das einen absoluten Witz an Schleichmission bietet, bekommt eine extrem hohe Wertung? Ich muss sagen...Meinungen sind eben Meinungen. Medal of Honor hat mir auch besser gefallen als ich es von dem Test erwartet habe. Dafür Call of Duty Modern Warfare 2 nun überhaupt nicht.
        Was ich sagen will mit einem konfusen Beitrag. Es ist nicht so schlecht wie es dargestellt wird. Ich denke irgendwie gehen aber auch meine MEinungen über Spiele und die der PCGames Redaktion inzwischen auseinander. Homefront hätte ich 66% gegeben und hier eine 75%. Naja ist eben so
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