The Dark Pictures: House of Ashes im Test, Seite 2

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Test Katharina Pache - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
The Dark Pictures: House of Ashes im Test, Seite 2
Quelle: PC Games / Bandai Namco

House of Ashes ist der dritte Teil der Horror-Adventure-Reihe The Dark Pictures Anthology - der Test zum Gruselspiel rechtzeitig vor Halloween auf PC Games!

Gutes Stichwort: Die QTEs werden in House of Ashes wieder etwas anders als in den Vorgängern präsentiert. In Man of Medan bekam man keine Vorwarnung, in Little Hope wurde angekündigt, wenn man lieber wieder die Hände an den Controller legen sollte. Im dritten Spiel kommt beides vor.

Meistens mahnen Einblendungen an, dass eine Action-Sequenz folgt, ab und zu ereilt uns ein QTE aber auch aus dem Nichts. Das ist ein guter Kompromiss und sorgt für mehr Spannung. In den Optionen können wir auf Wunsch auch einstellen, ob QTE-Hinweise erscheinen, falls wir lieber immer oder gar nicht gewarnt werden möchten.

Die Schuldfrage

Eine Lösung sollte Supermassive Games aber endlich dafür finden, dass bei Begutachtung eines gefundenen Geheimnisses der Online-Mitspieler zum Pausieren ins Menü gezwungen wird. So besteht keine Motivation, gemeinsam den Geschehnissen anhand der Fundstücke auf den Grund zu gehen.

Schwierigkeiten machte beim Test das aus den Vorgängern bekannte Atemminispiel, bei dem wir im Takt einen Button drücken müssen. Dieses Mini-Game ist nicht sonderlich schwierig, und trotz - unserer Ansicht nach - korrekten Eingaben passierte es dreimal, dass der Versuch als misslungen gezählt wurde. Einmal endete das sehr bitter, inwieweit wirklich menschliches Versagen die Ursache war, ein gewisser Lag beim Online-Spiel oder der Tasteneingabe, ist schwer zu sagen.

Schon alleine, dass überhaupt ein Eindruck von Unfairness entsteht, ist sehr unglücklich in einem Spiel, bei dem nur ein einziger Fehler über Leben und Tod entscheiden kann. An der gleichen Stelle im Einzelspielermodus begegnete uns das Atemspiel nicht. Erst nach dem Durchspielen steht der Curator's Cut zur Verfügung, bei dem wir auch alleine die Sequenzen spielen können, die sonst der Partner im Online-Koop absolviert.

???

Bei unserem ersten Durchgang im Online-Koop-Modus wirkte es an mehreren Stellen, als seien Sequenzen vertauscht worden. Auf einmal sind Charaktere voneinander getrennt, obwohl sie gerade noch zusammen kämpften, Figuren reden miteinander, als hätten sie sich gerade zum ersten Mal getroffen, gleichwohl sie schon eine Weile gemeinsam unterwegs sind. Ab und zu scheint es auch, als ob Teile fehlen - zwei Charaktere schreien sich an, nur um abrupt im nächsten Moment ganz normal miteinander zu plaudern.

Es lässt sich schwer sagen, ob das an schlechtem Writing liegt, das Spiel bei diesem Durchgang nicht die korrekte Abzweigung beim Abspielen der Zwischensequenzen wählte oder einfach generell der Wurm drinsteckt.

Mit einer Gruppe schwer bewaffneter Soldaten in den Hauptrollen fällt House of Ashes deutlich actionlastiger aus als die beiden Vorgänger. Quelle: PC Games Mit einer Gruppe schwer bewaffneter Soldaten in den Hauptrollen fällt House of Ashes deutlich actionlastiger aus als die beiden Vorgänger. Sich auf die Atmosphäre einzulassen, fällt jedenfalls schwer, wenn man rätselt, wo gerade Charakter X abgeblieben ist. Wir vermuten, dass die verwirrende Abfolge der Ereignisse bei unserem Koop-Durchgang mit dem misslungenen Atemminispiel zusammenhängt - in der Solorunde danach ergab alles viel mehr Sinn, da ein Charakter überlebt hatte, der daraufhin sehr viel Screentime hat.

Definitiv ein autorengemachtes Problem sind allerdings Momente, in denen gewisse Figuren einfach nichts zu tun haben. Diese Kandidaten stehen teilnahmslos herum, verschwinden und tauchen wieder auf, wie es eben gerade passt. Handelt es sich dabei um einen Charakter, der gerade gesteuert wird, muss man warten, bis der andere Spieler die vorgesehene Aktion ausgeführt hat, bevor es weitergeht.

Medic wird benötigt

Little Hope und Man of Medan waren nicht vor Logiklücken gefeit und hatten ähnliche technische Probleme, die teilweise durch Patches behoben wurden. Das ist auch bei House of Ashes bitter nötig, es wirkt so, als hätten Supermassive Games oder auch Bandai Namco auf Gedeih und Verderb den thematisch passenden Release-Termin kurz vor Halloween halten wollen, im Wissen, dass House of Ashes noch ein, zwei Monate mehr Zeit gebraucht hätte, um sich in einer angemessenen Form zeigen zu können.

Doch selbst nach dem Beheben dieser Fehler bliebe die Story des dritten Spiels der Anthologie die schwächste und der Horror weitestgehend auf der Strecke. Stellt man die Geschehnisse nicht allzu sehr infrage und kann man über das mangelnde Polishing hinwegsehen, macht House of Ashes aber trotz seiner Macken, was es soll und was wohl auch die Mehrheit der Fans erwartet: Es unterhält seicht einen bis zwei Abende lang und bietet dank mehrerer potenzieller Handlungsverläufe hohen Wiederspielwert.

So viel Spielraum, wie es im ersten Durchlauf den Anschein hat, bietet House of Ashes am Ende zwar nicht. Aber einige Entscheidungen lösen durchaus interessante Kettenreaktionen aus. Die drei Schwierigkeitsgrade sorgen außerdem dafür, dass man House of Ashes auch mit Freunden und Familienmitgliedern erleben kann, die wenig Videospielerfahrung haben. Volljährig sollten sie aber sein - das Spiel erhielt wegen expliziter Gewaltdarstellung keine Jugendfreigabe.
Auch im dritten Spiel der Reihe führt der sogenannte Kurator durch die Geschichte. Quelle: PC Games Auch im dritten Spiel der Reihe führt der sogenannte Kurator durch die Geschichte. The Dark Picture Anthology: House of Ashes erscheint am 22. Oktober für Xbox One, XBOX Series X/S, PS4, PS5 und digital auf dem PC. Bei der PC-Fassung kam es innerhalb von sechs Stunden zu drei Abstürzen, bei einem davon wurde die Sicherungsdatei der Optionen beschädigt und gelöscht. Besser als die Savegames, aber dennoch nervig, die Einstellungen erneut eingeben zu müssen.

Meinungen

Wertung zu The Dark Pictures Anthology: House of Ashes (PS5)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu The Dark Pictures Anthology: House of Ashes (PC)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Unterschiedliche HandlungsverläufeDementsprechend hoher WiederspielwertNicht alle QTEs werden angekündigt, das sorgt für SpannungKomplett (na ja, fast) deutsche Stimmen und TexteEin paar stimmungsvolle MomenteAlleine spielbar, aber auch gemeinsam auf dem Sofa oder im Online-KoopmodusEin paar nette Lichteffekte
Grafikqualität ist starken Schwankungen unterworfenViele kleinere und größere BugsStory tanzt auf zu vielen Hochzeiten und gerät dabei ins StolpernDeutsche Vertonung nicht lippensynchron, teilweise schlecht abgemischt und mit ein paar englischen SätzenWenig HorroratmosphäreFiguren bewegen sich in etwa so behände wie PanzerKeine Rätsel
Fazit

Die unfokussierte Handlung und zahlreiche Bugs machen House of Ashes zum bislang schwächsten Vertreter der Dark-Pictures-Reihe.

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nyx-Adreena Nerd
        Ich habe es jetzt etwas gespielt und finde es tatsächlich spannender, als ich dachte. Auch die Mimik fand ich bislang „authentischer“, als z.B. in Little Hope. So ein wenig Verklärung von Until Dawn ist da aber sicher auch bei. Dort gab es ebenfalls völlig artifiziell wirkende Szenen, was die übertriebene deutsche Synchronisation noch unterstrich.
      • Von Nyx-Adreena Nerd
        Ich habe es jetzt etwas gespielt und finde es tatsächlich spannender, als ich dachte. Auch die Mimik fand ich bislang „authentischer“, als z.B. in Little Hope. So ein wenig Verklärung von Until Dawn ist da aber sicher auch bei. Dort gab es ebenfalls völlig artifiziell wirkende Szenen, was die übertriebene deutsche Synchronisation noch unterstrich.
      • Von TobiasHartlehnert Mitglied
        Zitat von Bonkic
        könnte an der kooperation mit sony bei until dawn gelegen haben. supermassive durfte ja auch die decima engine nutzen. alles danach wurde ja meines wissens nach mehr oder weniger in eigenregie entwickelt, vermutlich mit jeweils deutlich geringerem budget.
        Ja, den Gedanken hatte ich auch schon.
      • Von Nyx-Adreena Nerd
        Ich habe es mit jetzt doch gekauft. Nun habe ich einmal mit der Reihe angefangen, dann höre ich jetzt nicht mittendrin auf. :B
      • Von M4GIC Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von Cobar
        Ja, müssten vier Titel sein erstmal.Man of Medan gab es mal in einer Steelbook Edition oder so, da sah man sogar schon die Symbole zu den Titeln drin abgebildet (ohne Name natürlich) und kontne raten, worum es wohl gehen könnte.


        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]


        Da lässt sich jetzt raten, was für eine Geschichte wohl hinter dem vierten Symbol stecken könnte.

        Ich hoffe, dass auch danach noch weitere Spiele erscheinen werden, vielleicht eine neue "Season"?
        Gefällt mir sehr gut auch von der Länge her, die sind an ein bis zwei Abenden durch und doch kann man sie gerne öfter spielen, gerade im Koop. :)
        ja, das neue Spiel nächstes Jahr The Devil in me ist das Finale der ersten Saison. Die Reihe war aber ja immer auf 8 Spiele ausgelegt. Es folgt dann also die zweite Staffel mit den restlichen 4 Spielen.
      • Von Abstergo Mitglied
        klingt nach einem Titel den man mal für 10-15 Euro mitnimmt, wenn nicht auch ok. Aber ob die bei der Qualität langfrist überleben können? Könnte auch der Telltale Weg werden..
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