The Dark Knight Rises Filmkritik: Ein würdevoller Abschluss einer grandiosen Film-Trilogie
Am 26. Juli ist es soweit: The Dark Knight Rises, das neueste und vorerst letzte Machwerk der Gebrüder Christopher und Jonathan Nolan rund um den dunklen Ritter Batman kommt in die deutschen Kinos. Dabei sieht sich die Fledermaus nicht nur dem eigenen Schatten, sondern mit Bane auch einem neuen Erzfeind gegenüber. Unsere Kollege Michael Stadler von Gamezone hat den Film bereits gesehen und diese Rezension verfasst.
Die Story von The Dark Knight Rises
The Dark Knight Rises beginnt etwa acht Jahre nach den Ereignissen des mit Lob überschütteten Vorgängers. Nach dem Ableben von Harvey Dent alias Two Face wurde dessen Todestag zum Feiertag erkoren und Batman im gleichen Zuge vom Helden zum gejagten Verbrecher. Besonders der Verlust seiner großen Liebe Rachel Dawes (Maggie Gyllenhaal) macht Bruce Wayne (Christian Bale), so der bürgerliche Name Batmans, außerordentlich zu schaffen. Zurückgezogen und von jeglicher Einwirkung von Außen abgeschottet fristet Wayne sein Dasein völlig isoliert in einem Flügel seines pompösen Anwesens. Umso verwunderlicher also, dass es ausgerechnet eine gewiefte Diebin wie Selina Kyle (Anne Hathaway), welche die moderne Ausgabe der Catwoman mimen darf, schafft an den verlebten Milliardär heranzukommen und ihn aus seiner Einsamkeit zu reißen. Denn obgleich das Dent-Gesetz gerade unter den Kriminellen Gothams eine beachtliche Wirkung aufweist, hält die Realität für den dunklen Ritter stets eine neue Herausforderung, sowie für Gotham eine neue Bedrohung bereit.
War es im zweiten Film noch der von Heath Ledger in dessen mutmaßlich bester Leinwand-Performance überragend verkörperte Psychopath Joker, steht Batman mit Bane (Tom Hardy) ein weitaus gnadenloserer und vor allem zielstrebigerer Widersacher entgegen. Neben einem angestrebten Ausnahmezustand für Gotham samt Verbrechertribunal für alle Wohlhabenden der fiktiven Metropole steht auch noch eine atomare Bedrohung im Raum. Somit haben Batman und Alter Ego Bruce Wayne alle Hände voll zu tun einer Stadt Herr zu werden, in der das Böse die Zügel in der Hand und eine Bombe unter dem Finger hat.
Dabei weiß Bruce Wayne jedoch auch viele altbekannte Charaktere wie Lucius Fox (Morgan Freeman) sowie der Hausbutler der Wayne-Manor Alfred (Michael Caine), aber auch neue Gesichter wie die äußerst wohlhabende Geschäftspartnerin Miranda Tate (Marion Cotillard) oder den mutigen Polizist John Blake (Joseph Gordon-Levitt) an seiner Seite wissen. Aus diesem erstklassigen Cast und der typischen gut-böse-Wechselwirkung entsteht einmal mehr eine wirklich packende Geschichte mit etlichen Twists und Kniffen welche die knapp 164 Minuten, die dem Sitzfleisch abverlangt werden, absolut rechtfertigt. Hinzu kommt, dass die Geschichte prinzipiell sowohl mit der Serie vertraute Kinobesucher als auch die Neulinge in ihren Bann zu ziehen vermag.
Die Charaktere von The Dark Knight Rises
Quelle: Youtube
The Dark Knight Rises - die Filmkritik. (2)
Im Abschluss der Nolan-Trilogie geht es weitaus emotionaler zu als es in den beiden Teilen davor der Fall gewesen ist. Neben allem Chaos in Gotham City sind es vor allem Waynes innere Dämonen, welche einen harten Kampf von ihm fordern. Gebeutelt vom Tode Rachels und der eigentlichen Sinnfrage hinter seiner Rolle in der Welt erlebt man sinnbildlich eine Renaissance des dunklen Ritters von der Pike an mit. Dabei schafft es das Bruder-Gespann hinter der Kamera Batman nahbar, verwundbar, sowie voller Selbstzweifel zu zeichnen, nur um ihn im Laufe des Filmes wieder zu dem Superhelden zu machen, für den er rechtmäßig gehalten wird. Ihm Gegenüber steht ein Mann für den Spaß ein entbehrliches Wort im täglichen Sprachgebrauch ist. Bane, aufgewachsen in einem Minen-Gefängnis mitten in der staubigen Pampa, von der Pest gebeutelt und nur von einer Schmerzmittel-Maske bei fragwürdigem Verstand gehalten. Neben seiner wirklich beachtlichen Muskelmasse ist es vor allem die Gnadenlosigkeit und seine abgrundtief schwarze Seele, welche den maskierten Söldner zu einer größeren Gefahr macht als es Joker je war. Während Joker in seinem Wahn ziellos für Massenhysterie sorgte, dabei aber viele wichtige Faktoren außer Acht ließ, wählt Bane den zielstrebigeren, präziseren Weg und überlässt getreu dem Motto "Was nicht passt wird passend gesprengt oder gekloppt" rein gar nichts dem Zufall. Und so bleibt also in dieser Moraldynamik der beiden Hauptakteure stets ein riesiger Fragenkatalog bestehen, den die Nolan-Brüder jedoch Stück für Stück fein säuberlich auflösen und zu einem passenden Ende führen.
Quelle: Warner
The Dark Knight Rises - die Filmkritik. (7)
Als wären diese beiden Schicksale nicht schon genug Gewicht für eine passende Geschichte, versuchte man wohl auch Anne Hathaway in ihrer Rolle als Catwoman mehr als nur den Part eines Sidekicks zukommen zu lassen. Neben dem offensichtlichen Charakterzug einer diebischen Elster in Reinkultur bekommen wir auch Gewissensbisse, die Motivation hinter den diversen Diebstählen und den einen oder anderen handfesten Spruch der wieselflinken Dame im atemberaubenden Ganzkörperoutfit auf dem Silbertablett serviert. Gotham-Cop Joseph Gordon-Levitt, alias John Blake, schafft es die Rolle des furchtlosen Courage-Cops mit immer größer werdenden Zweifeln am bestehenden Rechtssystem wirklich glaubhaft rüberzubringen und fügt sich symbiotisch in die Bat-Welt ein. Auch die ehemalige Édith Piaf Darstellerin Marion Cotillard wächst von einer anfänglichen Nebenrolle zur Schlüsselfigur und zeigt ihre Wandelbarkeit in Sachen Attitüde. Eine wahre Wonne aus unserer Sicht war es jedoch den wahren Leinwand-Giganten Gary Oldman, Michael Caine und Morgan Freeman ein weiteres Mal gemeinsam bei der Arbeit zusehen zu dürfen. Das schauspielerische Talent dieser drei Männer macht auch heute noch klar warum diese sich über Generationen hinweg am Firmament der Film-Sternchen als wahre Sterne präsentierten.

Wegen der Narbe auf Ihrem Rücken ... warum sollte diese Szene sonst so 'wichtig' gewesen sein?
Des Weiteren fand ich es merkwürdig, dass sie sich 'freiwillig' gemeldet hat und immer dann böse Buben aufmarschiert sind, als sie vorher bei der Szene irgendwie präsent war.
Eigentlich war es ein No-Brainer ... außerdem war sie bereits in Inception ne fiese Kuh, warum sollte sie jetzt in Batman 3 ne Liebe sein? :ugly: ;-)
Hm, diese Narbe hab ich gar nicht verstanden, wo kam die denn her? :-D
Aber interessant ist auch, dass Christopher Nolan bei seinen Filmen eine ähnliche Cast verwendet.
Wie konntest du schon wissen, als sie mit Bruce geschlafen hat, dass sie zu Bane gehörte? :-B
Wegen der Narbe auf Ihrem Rücken ... warum sollte diese Szene sonst so 'wichtig' gewesen sein?
Des Weiteren fand ich es merkwürdig, dass sie sich 'freiwillig' gemeldet hat und immer dann böse Buben aufmarschiert sind, als sie vorher bei der Szene irgendwie präsent war.
Eigentlich war es ein No-Brainer ... außerdem war sie bereits in Inception ne fiese Kuh, warum sollte sie jetzt in Batman 3 ne Liebe sein? :ugly: ;-)
1. Damit die Leiche, die sie mitgebracht haben, das Blut vom Doktor enthält und dieser darüber identifiert wird? ;-)
2. Aber man wusste doch bereits zu diesem Zeitpunkt, als Gordon den Truck geöffnet hat, das Miranda bzw. Talia al Ghul was böses im Schilde führt?
Übrigens wusste ich schon in dem Augenblick, als sie mit Bruce Wayne geschlafen hat, dass sie Talia ist. ;-)
Also verwirred war wirklich nix, vllt. ein paar unerwartente Wendungen, die aber im Film erklärt wurden, wie z.B.
dass das Kind eben ein Mädchen, sprich Talia, war & der Beschützer Bane. Aber das hat ja nichts mit verstehen zutun, sondern wurde ja erst später erklärt, Bane hätte ja genausogut das Kind sein können ... so wie alle dachten. ;-)
2. ne, wusste man da noch nicht, das hat sich erst kurz danach gezeigt, wenn ich nicht irre.
Wie konntest du schon wissen, als sie mit Bruce geschlafen hat, dass sie zu Bane gehörte? :-B
Warum die das mit dem Blut gemacht haben im Flugzeug am Anfang z.B. hab ich nicht verstanden beim ersten mal gucken.
Oder dass zum Beispiel am Ende Miranda den falschen Truck markiert hat, und deshalb Gordons Team einen leeren Truck vorgefunden hat bei ihrem Angriff, das hab' ich erst beim 2. mal geblickt. Auch dass Miranda den Wayne Vorstand verraten hat, die oben in einem Gebäude kampiert haben, die wurden dann ja gefunden.
Und es gab halt einige Sprüche und Andeutungen, ich glaub Bruce sagt zu Miranda mal was wie "Sie werden mal mein Untergang sein" oder sowas ^^
1. Damit die Leiche, die sie mitgebracht haben, das Blut vom Doktor enthält und dieser darüber identifiert wird? ;-)
2. Aber man wusste doch bereits zu diesem Zeitpunkt, als Gordon den Truck geöffnet hat, das Miranda bzw. Talia al Ghul was böses im Schilde führt?
Übrigens wusste ich schon in dem Augenblick, als sie mit Bruce Wayne geschlafen hat, dass sie Talia ist. ;-)
Also verwirred war wirklich nix, vllt. ein paar unerwartente Wendungen, die aber im Film erklärt wurden, wie z.B.
dass das Kind eben ein Mädchen, sprich Talia, war & der Beschützer Bane. Aber das hat ja nichts mit verstehen zutun, sondern wurde ja erst später erklärt, Bane hätte ja genausogut das Kind sein können ... so wie alle dachten. ;-)
Die erste Hälfe war mMn einfach nur zähflüssig, nicht unbedingt langweilig ... aber weit hinter dem Niveau des zweiten Teils. Die zweite Hälfte war deutlich besser, aber immer noch schlechter als der grandiose zweite Teil.
Warum die das mit dem Blut gemacht haben im Flugzeug am Anfang z.B. hab ich nicht verstanden beim ersten mal gucken.
Oder dass zum Beispiel am Ende Miranda den falschen Truck markiert hat, und deshalb Gordons Team einen leeren Truck vorgefunden hat bei ihrem Angriff, das hab' ich erst beim 2. mal geblickt. Auch dass Miranda den Wayne Vorstand verraten hat, die oben in einem Gebäude kampiert haben, die wurden dann ja gefunden.
Und es gab halt einige Sprüche und Andeutungen, ich glaub Bruce sagt zu Miranda mal was wie "Sie werden mal mein Untergang sein" oder sowas ^^