The Casting of Frank Stone: So schade! Supermassive hat verlernt, wie man gute Spiele entwickelt
Spiele von Supermassive unterhalten, richtige Toptitel springen dabei aber nicht mehr heraus. The Casting of Frank Stone reiht sich in diese Riege ein.
Zumindest ein neues Feature, die Schnittraum-Etage, hilft mir dabei, recht zügig mein Komplettierungsziel zu erreichen, wenn doch mal eine meiner Figuren das Zeitliche segnet. Das muss ich dann doch positiv erwähnen. Ebenso ist die eigentliche Geschichte rund um die Protagonisten ein Problem. Diese hat zwar viel Potenzial, doch der Entwicklung der Figuren steht die eigene Lore im Weg.
Zurück in die Zukunft
Relativ schnell stellt sich heraus, dass es meine Gruppe nicht nur mit einem legendären Serienkiller zu tun hat, sondern auch andere Mächte beteiligt sind. Unsere Gegenspielerin nutzt schließlich Zeitreisen, um das Böse auf ihre Seite zu bringen.
Quelle: Behaviour Interactive
Das Ganze erinnert mich stark an Dark. Die drei Staffeln der Netflix-Serie haben mich absolut begeistert und als ich bemerkte, in welche Richtung sich The Casting of Frank Stone entwickelt, nahm mein Interesse zu.
Doch die Zeitreisen werden innerhalb kürzester Zeit abgefrühstückt und spielen insgesamt keine große Rolle. Mit einer guten Geschichte hätte man punkten können, doch vielmehr verliert sich das Spiel in diesem Plot.
Und wieder ist die Zeit der entscheidende Faktor. Es braucht deutlich mehr als sieben Stunden, um so eine komplexe Geschichte zu erzählen. Ich springe allerdings ständig zwischen zwei Story-Abschnitten umher, was noch weniger Zeit für die Charakterentwicklung lässt. Auch der Plot wirkt daher nicht wirklich ausgereift.
Freund oder Feind?
Während die veränderbaren Beziehungen innerhalb der Gruppe bei Until Dawn Sinn ergeben, finde ich dieses Feature in The Casting of Frank Stone komplett überflüssig. In meinem Spieldurchlauf habe ich sogar vergessen, dass sich das Verhältnis meiner Figuren untereinander verändern kann. Große Auswirkungen gibt's dabei in der Kürze der Zeit eh nicht, also genauso wie bei The Dark Pictures.
Und auch bei den Dialogen sehen die Probleme ganz ähnlich aus. Es treffen schließlich mitunter Personen aufeinander, die sich zuvor noch nie gesehen haben. Die zweigeteilte Story schafft es daher nicht, genug Tiefe aufzubauen, und das wirkt sich teilweise auch auf Gespräche aus.
Zumindest die Vergangenheitsgeschichte rund um eine Freundesgruppe zählt zu den Höhepunkten, doch insgesamt ist das zu wenig. Wie schon bei der Dark Pictures Anthology und The Quarry kämpft der neue Titel wieder mit den gleichen Schwierigkeiten.
Nichts gelernt
Dazu kommen nämlich erneut kleinere Logiklücken und Technikprobleme. Vor allem in Dialogen macht das neun Jahre alte Until Dawn einen besseren Eindruck. Selbst Mimik und Gestik der Figuren sehen in den letzten Spielen nicht mehr so realitätsgetreu wie damals aus.
Vergleicht man einige Spielszenen direkt, fallen die hölzernen Bewegungen in The Casting of Frank Stone besonders stark auf. Ja, die Grafik hat sich insgesamt zum Positiven weiterentwickelt, doch das Gesamtwerk wirkt unrunder.
Was ich außerdem immer wieder nervig finde, sind die unfairen Quick-Time-Events, bei denen Spielfiguren draufgehen. Ich bin Fan des Supermassive-Gameplays und empfinde durchaus eine gruselige Befriedigung, wenn meine Charaktere brutal auseinandergenommen werden. Das gehört einfach zur Spielerfahrung dazu.

Im Endeffekt frage ich mich also, ob die schlechte Spielerfahrung wirklich an der Qualität des Spiels oder eher am Spieler gelegen hat.
Sie meinten die Fan Sachen sind ganz cool , aber der Rest war einfach zu wenig .
Und das finde ich auch .
Letztendlich ist das Spiel nun mal einfach wie DARK Pictures , Until Dawn etc. Allein durch alle Mechaniken.
Es passiert nur leider nichts was man erwartet. ..
Es gibt keine besonders coolen szenen , schnelle belanglose Tode , der Killer wird kaum gezeigt , eher der Geist.
Auf einmal verstrickt sich alles mit den Zeitlinien.
Das ist an sich nett, aber bisher die schlechtere Umsetzung da einfach zu wenig passiert und ich von einem Killer Spiel einfach mehr Action erwartet hätte ... Ja doch abgesehen von der an sich spannenden Auflösung/Geschichte war das Gameplay einfach zu langweilg.
Wir hatten das gefühl endlich geht es los und dann passierte aber nicht außer immer den gleichen Geist abzuwehren und der Endkampf der auch nur aus einmal X drücken und schnell Viereck bestand ^^
Ich freue mich immer auf solche Spiele und werde sie auch immer gerne spielen. Aber bitte haut auf die Ka°°e :)
Aber wir sind uns dann wohl einig, dass wir uns nicht einig sind. Freut mich natürlich, wenn dir das Ding trotzdem Spaß macht. Meine Ansprüche an einen Supermassive-Titel liegen da aufgrund von Until Dawn mittlerweile deutlich höher.
Wie geschrieben, die Figuren sind mir aus bestimmten Gründen egal. Selbst bei einem Test hätte ich da nicht großartig ausholen können.
Ich habe das Wochenende mal genutzt und das Spiel gespielt. Die vielen Referenzen auf Dead By Daylight haben mich als ehemaligen Dead By Daylight Spieler wirklich gut gefallen. Die Geschichte an sich fand ich auch gut.
Zu den angesprochenen Schwächen konnte ich aber ehrlich gesagt nur wenig haltbares feststellen. Ja, es sind ein paar Bugs drin, vor allem auch in der deutschen Lokalisierung, was die Sprachausgabe oder Untertitel betrifft, aber keine absoluten Gamebreaker. Alles verschmerzbar.
Innerhalb der Handlung gab es auch einige Schwachpunkte, die vor allem durch das Thema multiple Realitäten und Zeitreisen zustande kommen, aber im Endeffekt erfüllt man hier auch nur die Checkpoints von Horrorfilmen und die müssen an solchen Stellschrauben nicht unbedingt schlüssig auf's Publikum wirken um unterhaltsam zu sein.
Alle Quick Time Events, die ich auf den normalen Schwierigkeitsgrad hatte, waren leicht zu meistern und führten nicht zu irreversiblen Problemen, wenn man mal keinen perfekten Skillcheck gemacht hat. Auch grafisch ist das Spiel auf jeden Fall in Ordnung und stimmungsvoll geladen. Nur weil vereinzelt ein Gesichtsasudruck etwas zu überzeichnet ist, würde ich nicht von schlechten Motion Capturing sprechen. Auch Charaktere wie die überdrehte Chris konnte ich insgesamt als glaubwürdig wahrnehmen und auch wenn es mir im ersten Anlauf nicht gelungen ist alle zu retten, so werde ich es im zweiten Versuch sicher noch mal besser machen wollen, weil mir die Charaktere es auch wert sind.
So gesehen kann ich deine Meinung zum Spiel nicht ganz nachvollziehen. Sicherlich kann man die Macken am Spiel kritisieren, aber an manchen Stellen ist das schon etwas zu hart ausformuliert. Ich würde jedem raten, der Dead By Daylight kennt und sich für solche Spiele wie The Quarry begeistern kann, hier zuzugreifen.
Im Endeffekt frage ich mich also, ob die schlechte Spielerfahrung wirklich an der Qualität des Spiels oder eher am Spieler gelegen hat.
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