The Bard's Tale 4 im Test: Von einem Loblied weit entfernt

21
Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
The Bard's Tale 4 im Test: Von einem Loblied weit entfernt
Quelle: PC Games

Taktische Kämpfe, solide Puzzles und tolle Musik retten die vierte Bardensage vor dem Wertungsabsturz: Leblose Levels, technische Schnitzer und eine lahme Story machen The Bard's Tale 4 zu einer unausgegorenen Rollenspiel-Erfahrung. Im Test der PC-Version klären wir, warum The Bard's Tale 4 nach ein paar Stunden trotzdem Spaß machen kann.

Die Vorzeichen konnten kaum besser stehen: Mit Wasteland 2 und Torment: Tides of Numenera hat inXile gleich doppelt bewiesen, dass sich das Studio auf die Wiederbelebung geliebter Marken versteht. Das weckte große Hoffnungen für The Bard's Tale 4 (jetzt kaufen 8,00 € ), mit dem das Studio den nächsten Volltreffer landen wollte! Doch der Schuss ging nach hinten los: inXile präsentiert ein unausgereiftes Rollenspiel, das im Test weit unter seinen Möglichkeiten bleibt und nicht an den Glanz seiner kultigen Vorgänger heranreicht. Im Review klären wir, warum The Bard's Tale 4: Barrows Deep trotz all seiner Mängel kein Totalausfall geworden ist - und bislang auch viele Fans gefunden hat.

The Bard's Tale 4 im Test: Der Anfang braucht Geduld

Dialoge und Quests bieten keine Entscheidungsfreiheit - schade! Quelle: PC Games Die spannungsarme Story wird überwiegend mit linearen Dialoge ohne Entscheidungen erzählt. Die ersten Stunden muss man aushalten: Ein dünn inszeniertes Intro, ein paar Story-Fetzen, die von uralten Göttern und Rassenkriegen handeln - und schon landet man in Skara Brae, der keltisch angehauchten Fantasy-Hauptstadt des Spiels. Der erste Eindruck ernüchtert: Die Kulissen sind bemerkenswert langweilig! Ohne Zusammenhang oder Erklärungen werden wir in die Hafenstadt geworfen, irren durch triste Gassen, in denen NPCs steif herumstehen und darauf warten, angeklickt zu werden. Im Gespräch überzeugen die Figuren zwar mit launigen englischen Sprechern samt stilechtem schottischen Akzent, doch die detailarmen Charaktere und allenfalls durchschnittlichen Umgebungstexturen lassen zunächst nichts Gutes verhoffen.

Wo die grafische Präsentation versagt, überzeugt der Sound dafür umso mehr: Die wechselnde Musikuntermalung, für die inXile rund 100 Stücke zum Teil in gaelischer Sprache aufnehmen ließ, sorgen für tolle Atmosphäre und werten das Spielerlebnis deutlich auf! Dazu passend ein liebevolles Detail: Sobald wir einen Spielstand laden, bringt uns ein stimmungsvoller Erzähler auf den aktuellen Stand der Hauptquest.

The Bard's Tale 4 im Test: Über Stock und Stolperstein

Die tolle Musik allein tröstet aber nicht über die Schnitzer im Leveldesign hinweg, etwa beim Erkunden von Skara Brae und seiner stockfinsteren Unterstadt: Zwar gibt es eine Menge Secrets und optionaler Inhalte zu entdecken, doch der labyrinthartige Aufbau voller Sackgassen und unnatürlicher Levelgrenzen bremst zunächst den Erkundungstrieb. Dass die Karte keine eigenen Notizen zulässt, hilft da auch nicht gerade weiter. Später im Spiel bereisen wir immerhin auch erstaunlich schicke Außengebiete, die zwar weitläufig anmuten, sich dann aber doch nur als streng abgegrenzte Levels entpuppen.

The Bard's Tale 4 im Test: Lachen ist erlaubt

Quests führen uns zuverlässig durch die 40 Spielstunden, verzichten dabei aber auf spannende Entscheidungen; man klappert im Grunde nur die Dialoggeber und Questziele ab. Erst nach einigen Stunden nimmt die Story ein wenig Fahrt auf, wird aber nie interessant genug, um uns zu fesseln. Viele der ausufernderen Dialoge laden förmlich zum Wegklicken ein, was schade ist, da uns das Spiel dazwischen immer wieder mal nett-verschrobene Figuren und humorvolle Plaudereien auftischt - eine nette Abwechslung vom sonst so ernsten Rollenspielalltag!

The Bard's Tale 4 im Test: Mein lieber Herr Gesangsverein!

The Bard's Tale 4: Barrows Deep im Test Quelle: PC Games The Bard's Tale 4 im Test Auch unsere anfangs vier-, später sechsköpfige Party meldet sich regelmäßig zu Wort. Sogar selbst erstellte Charaktere plappern fröhlich mit! Allerdings gibt es keinen charismatischen Helden, den wir durchs Abenteuer begleiten, alle Figuren sind buchstäblich austauschbar: Wir treffen im Spielverlauf jede Menge Begleiter und können außerdem Söldner anheuern, um unser Team bei Bedarf umzubauen. Zur Wahl stehen genretypische Krieger, Schurken und Magier, aber auch der namensgebende Barde. Letzterer ist ein Hybrid aus Nahkämpfer und Unterstützer, der seine Party mit Buffs stärkt und in keiner Gruppe fehlen darf!

The Bard's Tale 4 im Test: Spaßiges Kampfsystem

Prima: Gegner sind stets in den Levels sichtbar und mit einem Stärkewert versehen, so entscheiden wir selbst, wann und gegen wen wir uns ins Gefecht stürzen. Kämpfe laufen rundenbasiert ab, auf einem gerasterten Schlachtfeld, das aus zwei Seiten mit jeweils acht Feldern besteht. Alle Helden teilen sich einen Pool aus vier Aktionspunkten, das sieht anfangs nach wenig aus, lässt mit cleveren Talentkombinationen aber trotzdem viel Spielraum, daher muss jeder Zug sorgfältig überlegt sein: Der Barde stürzt etwa erst mal eine Pulle selbst gebrauten Schnaps hinunter und stimmt anschließend ein Lied an, wodurch seine Begleiter Zauberpunkte erhalten. Diese nutzt der Magier dann dazu, Kettenblitze zu entfesseln oder Diener zu beschwören, während der Schurke einen Pfeilhagel auf die Gegner abfeuert und der Krieger derweil mit Axthieben die Rüstung eines Feindes zerdeppert. Auf das Zusammenspiel kommt's an!
Nach einer Weile werden die taktischen Kämpfe etwas eintönig. Quelle: PC Games Die taktischen Kämpfe machen Spaß, werden nach einer Weile aber ein bisschen eintönig. Das Ergebnis ist ein durchdachtes Kampfsystem, das auf Dauer aber wenig Abwechslung bietet: Hat man eine gute Taktik gefunden, genügt es meistens, sich daran zu halten. Trotzdem sind die Gefechte auch nach vielen Stunden noch fordernd und spaßig genug, um nicht langweilig zu werden - auch ein Verdienst der witzig vertonten, sauber animierten Gegner, die grafisch viel besser abschneiden als die NPCs in Dialogen!

The Bard's Tale 4 im Test: Gute Rätsel, schlechtes Speichersystem

The Bard's Tale 4: Barrows Deep im Test Quelle: PC Games Die Feen-Rätsel werden nicht ausreichend erklärt, hier ist oft stures Rumprobieren angesagt. Besonders in den Dungeons knacken wir häufig Puzzles, um Türen zu öffnen, Fallen auszuschalten oder Wege freizulegen. Vom simplen Kistenschieben über Logikrätsel, für die wir Zahnrädchen neu anordnen, bis hin zu Kombinationspuzzles, in denen wir leuchtende Elfen auf einen Zielpunkt lenken müssen, bekommen Rätselfreunde in Bard's Tale 4 eine Menge geboten! Eine besonders coole Idee: Manche Elfenwaffen können wir im Detail untersuchen, um so kleine Puzzles zu lösen, die in die Klingen, Griffe und Verzierungen eingearbeitet sind - so schalten wir neue Boni für die Waffen frei. Das erinnert fast ein bisschen an The Room! So knifflig und clever wie im großartigen Legend of Grimrock 2 sind die Kopfnüsse zwar nie, allerdings stoßen wir oft genug auf (optionale) Puzzles, die zu wenig oder einfach gar nicht erklärt werden. Dass man für die Opfersteine beispielsweise eine Codescheibe benötigt, die im Steam-Verzeichnis zu finden ist, verrät uns das Spiel nicht - hier muss man sich in Foren erkundigen oder eine Suchmaschine bemühen.

Ebenfalls ärgerlich: Freies Speichern ist nicht möglich, stattdessen muss man zu einem der unregelmäßig verteilten Speicherpunkte laufen. Wenn das Spiel auf dem Weg dorthin abstürzt, was trotz Patches gelegentlich vorkommen kann, hat man Pech gehabt! Immerhin: Wenn man das Spiel beendet, wird ein automatischer Spielstand angelegt - das ist zumindest besser als nichts.

Auf Wunsch kann man besagte Speicherstationen auch zerstören und dafür ein paar Bonus-Erfahrungspunkte einsacken. Mit Erfahrung steigen unsere Helden im Level auf und entwickeln sich über mehrere Talentbäume weiter. Das ist solide umgesetzt, auch wenn wir uns eine Respec-Funktion und etwas mehr Tiefgang gewünscht hätten. Denn alle Helden werden nur über fünf Basisattribute austariert, die man mittels Ausrüstung steigert.

The Bard's Tale 4 im Test: Inventar als Wühlkiste

Viele Waffen und Rüstungsteile liefern auch Boni auf bestimmte Talente, dadurch kann man die Spielweise einer Klasse ein wenig anpassen. Neue Ausrüstung gibt's beim Händler oder bei besiegten Gegnern, zusätzlich sammeln wir aber massenhaft anderen Kram: An praktisch jeder Ecke können wir Kisten und Fässer zerdeppern, um Nahrungsmittel, Rohstoffe und Gold zu bergen. Das Zeug wandert dann in ein unkomfortables, unsortiertes Inventar, in dem der Überblick schnell flöten geht. Bitte in einem künftigen Patch verbessern, inXile!
Die Freude über die vielen Sammelgegenstände wird durch das unhandliche Inventar gedämpft, das sich weder sortieren noch filtern lässt. Quelle: PC Games Die Freude über die vielen Sammelgegenstände wird durch das unhandliche Inventar gedämpft, das sich weder sortieren noch filtern lässt.

The Bard's Tale 4 im Test: Zu früh veröffentlicht

Selbst nach mehreren Updates kämpft das Spiel mit unsauberer Technik, was sich in starken Rucklern und langen Ladezeiten bemerkbar macht. Mindestens so ärgerlich sind einige Bugs, etwa wenn einem unserer Begleiter urplötzlich ein passives Talent abhandenkommt, die Party in einer Treppe stecken bleibt oder die Erfahrungspunkte-Belohnung nach einem Sieg einfach ausbleibt. Auch die grob unvollständige deutsche Übersetzung der vielen Texte zeigt: The Bard's Tale 4 hätte noch ein paar Monate in der Qualitätssicherung gebraucht. Nun müssen es weitere Patches richten.

The Bard's Tale 4: Barrows Deep ist für PC erhältlich und kostet 35 Euro in seiner Standard-Edition. Weitere Editionen mit zusätzlichen digitalen Extras fallen zum Teil doppelt so teuer aus. Umsetzungen für PS4 und Xbox One sind in Arbeit, genaue Releasetermine gibt's aber noch nicht.

The Bard's Tale 4 im Test: Wertung und Fazit

Meinung

Wertung zu The Bard's Tale 4 (PC)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Taktische RundenkämpfeViele Puzzles und SecretsTeils tolle Musikuntermalung mit stimmungsvollen SongsSolide Auswahl an Ausrüstung und freischaltbaren TalentenHumorvolle Dialoge zwischen frei kombinierbaren PartymitgliedernSchön beleuchtete AußenarealeRundengefechte hübsch inszeniert
Lahme HauptgeschichteDialoge und Quests linearDurchwachsenes LeveldesignHäufige PerformanceeinbrücheManuelles Speichern nur an Speicherpunkten möglichLeblose, statische KulissenKeine Respec-FunktionVereinzelt störende Bugs, darunter auch AbstürzeLückenhafte deutsche ÜbersetzungInventar ohne SortierfunktionEinige Puzzles schlecht erklärt

Bildergalerie

21
    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von TobiWan82 Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von AnnoDomini
        Ja, okay. Ich gebe zu, meine Ausgangslage ist nicht perfekt gewesen. Trotzdem hätte ich es auch ausgepowert mit der ersten Hälfte sicher geschafft. Die zweite Hälfte hätte ich unter Umständen auch mit einer ausgeruhten Party nicht geschafft. Ich bin mir nicht 100% sicher. Wäre nicht die erste Banditengruppe, die mir zu Beginn Ärger bereitet. Versteh mich nicht falsch, ich störe mich nicht am Schwierigkeitsgrad, nur daran, dass man mir solche Kombinationen in den ersten Stunden vor die Füße setzt. Die ersten knackigen Gegnergruppen in Baldurs Gate tauchten meiner Erinnerung nach erst in den Minen von Nashkell auf. Der Rest waren Wölfe, Goblins und ähnlicher Kleinkram.
        Die Banditen sind ja eigentlich nicht knackig, das meine ich ja. Sie werden schnell getroffen und nur die wenigsten können auch was ab. Bei PK liegen Welten zwischen ausgeruht und ausgepowert. Alleine die Heilwolke der Kleriker 3 (Harrim) oder 7 (Tristain) mal in einem Kampf zünden zu können macht einen gewaltigen Unterschied. Anders als in BG ist es gewollt das man Heiltränke infaltionär in sich reinkippt wenn es sein muss. Bei meinem ersten Try bin ich mit 40 leichten Heiltränken im 2. Akt aufgeschlagen und da brachten sie fast gar nichts mehr, weil sie zu wenig heilten im Vergleich zum Schaden den man kassiert hat. Benutze bei Kämpfen bei denen du zu Beginn ausgepowert bist und Probleme hast unbedingt magische Tränke als Ersatz für die Buffzauber. Zudem immer mit mindestens 2 auf einen Gegner gleichzeitig. Das gibt einen Angriffsbonus für alle und einen massiven Schadensbonus für Schurkenklassen.

        Der erste Akt ist übrigens in keiner Weise mehr Tutorial. Da triffst du schon früh auf richtig harte Nüsse wie Troll, wahnsinnige Nymphe, Berglöwe, Worge und Werratten, von denen einige erst zum Ende des Akts oder zu Beginn des Nächsten schaffbar sind.

        Zitat
        Zu Beginn des Kampfes und wenn das Leben niedrig wird. Ich weiß nicht, welche Trigger ich noch aktiv habe. Genauso den Trigger, wenn ich eine Falle entdecke. Das habe ich Baldurs Gate-typisch immer aktiv. Da habe ich in Durlags Turm schon sauschlechte Erfahrung gemacht :-D
        Man kann noch aktivieren, dass alle 6 Sekunden, also zum Rundenende eine Pause erfolgt. In dem Modus, kann man alles perfekt planen für die richtig harten Kämpfe.

        Das was PK in erster Linie anders macht als BG sind diese, teilweise sehr fiesen, Zufallsbegegnungen. Wenn die einen mit herunter gelassenen Hosen erwischen wird es manchmal echt knifflig. Aber eigentlich sind sie mittlerweile mit genug Ressourceneinsatz immer schaffbar. Daher nicht verzweifeln, sondern die Taktik überdenken und dann wird das schon. ;D
      • Von TobiWan82 Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von AnnoDomini
        Ja, okay. Ich gebe zu, meine Ausgangslage ist nicht perfekt gewesen. Trotzdem hätte ich es auch ausgepowert mit der ersten Hälfte sicher geschafft. Die zweite Hälfte hätte ich unter Umständen auch mit einer ausgeruhten Party nicht geschafft. Ich bin mir nicht 100% sicher. Wäre nicht die erste Banditengruppe, die mir zu Beginn Ärger bereitet. Versteh mich nicht falsch, ich störe mich nicht am Schwierigkeitsgrad, nur daran, dass man mir solche Kombinationen in den ersten Stunden vor die Füße setzt. Die ersten knackigen Gegnergruppen in Baldurs Gate tauchten meiner Erinnerung nach erst in den Minen von Nashkell auf. Der Rest waren Wölfe, Goblins und ähnlicher Kleinkram.
        Die Banditen sind ja eigentlich nicht knackig, das meine ich ja. Sie werden schnell getroffen und nur die wenigsten können auch was ab. Bei PK liegen Welten zwischen ausgeruht und ausgepowert. Alleine die Heilwolke der Kleriker 3 (Harrim) oder 7 (Tristain) mal in einem Kampf zünden zu können macht einen gewaltigen Unterschied. Anders als in BG ist es gewollt das man Heiltränke infaltionär in sich reinkippt wenn es sein muss. Bei meinem ersten Try bin ich mit 40 leichten Heiltränken im 2. Akt aufgeschlagen und da brachten sie fast gar nichts mehr, weil sie zu wenig heilten im Vergleich zum Schaden den man kassiert hat. Benutze bei Kämpfen bei denen du zu Beginn ausgepowert bist und Probleme hast unbedingt magische Tränke als Ersatz für die Buffzauber. Zudem immer mit mindestens 2 auf einen Gegner gleichzeitig. Das gibt einen Angriffsbonus für alle und einen massiven Schadensbonus für Schurkenklassen.

        Der erste Akt ist übrigens in keiner Weise mehr Tutorial. Da triffst du schon früh auf richtig harte Nüsse wie Troll, wahnsinnige Nymphe, Berglöwe, Worge und Werratten, von denen einige erst zum Ende des Akts oder zu Beginn des Nächsten schaffbar sind.

        Zitat
        Zu Beginn des Kampfes und wenn das Leben niedrig wird. Ich weiß nicht, welche Trigger ich noch aktiv habe. Genauso den Trigger, wenn ich eine Falle entdecke. Das habe ich Baldurs Gate-typisch immer aktiv. Da habe ich in Durlags Turm schon sauschlechte Erfahrung gemacht :-D
        Man kann noch aktivieren, dass alle 6 Sekunden, also zum Rundenende eine Pause erfolgt. In dem Modus, kann man alles perfekt planen für die richtig harten Kämpfe.

        Das was PK in erster Linie anders macht als BG sind diese, teilweise sehr fiesen, Zufallsbegegnungen. Wenn die einen mit herunter gelassenen Hosen erwischen wird es manchmal echt knifflig. Aber eigentlich sind sie mittlerweile mit genug Ressourceneinsatz immer schaffbar. Daher nicht verzweifeln, sondern die Taktik überdenken und dann wird das schon. ;D
      • Von AnnoDomini Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von TobiWan82
        Weil du die Wahrnehmung haben kannst. Es wird letztlich auch da gewürfelt auf ihre Heimlichkeit gegen deine Wahrnehmung. Je weiter sie noch weg sind, desto höher fällt ihr Bonus aus. Das ist praktisch das "schwierige" an den Banditen, dass sie einen relativ guten Stealth-Wert haben. Ansonsten können sie eben nicht viel, da sie zumeist im Maximum einen Schuppenpanzer tragen, Level 3 Krieger (nicht Kämpfer) sind und +3 Mod auf ST oder GE haben. Das heißt, dass sie einen Angriffsmod von maximal +8 haben können und gegen einen Level 3 Tank mit RK 24 oder höher haben sie dann nur eine Trefferchance von 25% oder weniger.
        Fairerweise muss man ja sagen, dass sie gerade nur so stark gegen dich sind, weil du gerade ausgepowert bist. Würdest du sie nach einer Rast treffen, würdest du wahrscheinlich den Boden mit ihnen aufwischen.Ja, okay. Ich gebe zu, meine Ausgangslage ist nicht perfekt gewesen. Trotzdem hätte ich es auch ausgepowert mit der ersten Hälfte sicher geschafft. Die zweite Hälfte hätte ich unter Umständen auch mit einer ausgeruhten Party nicht geschafft. Ich bin mir nicht 100% sicher. Wäre nicht die erste Banditengruppe, die mir zu Beginn Ärger bereitet. Versteh mich nicht falsch, ich störe mich nicht am Schwierigkeitsgrad, nur daran, dass man mir solche Kombinationen in den ersten Stunden vor die Füße setzt. Die ersten knackigen Gegnergruppen in Baldurs Gate tauchten meiner Erinnerung nach erst in den Minen von Nashkell auf. Der Rest waren Wölfe, Goblins und ähnlicher Kleinkram.

        Zitat von TobiWan82
        Hab es noch nicht ganz verstanden. Meinst du mit währenddessen an jedem Rundenende, oder bei Triggern wie niedrige Health, Gegner stirbt, etc...?

        Ich will dich nicht Spoilern, aber bei zumindest 3 Begleitern bin ich mir nicht sicher, dass man sie auf alle Fälle findet.
        Zu Beginn des Kampfes und wenn das Leben niedrig wird. Ich weiß nicht, welche Trigger ich noch aktiv habe. Genauso den Trigger, wenn ich eine Falle entdecke. Das habe ich Baldurs Gate-typisch immer aktiv. Da habe ich in Durlags Turm schon sauschlechte Erfahrung gemacht :-D

        Nein, so weit bin ich dann wohl noch nicht. Ich hoffe, dass ich am Wochenende wieder ein paar Stunden investieren kann. Aktuell kommt mir das Reallife zu oft dazwischen.
      • Von TobiWan82 Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von AnnoDomini
        Es ist trotzdem nervtötend. Und warum passiert mir das, wenn ich auf Level 3 bin und nicht einmal 10 Stunden Spielzeit habe? Im späteren Verlauf stört mich so etwas nicht, aber wenn man mir in den ersten Stunden gleich diese Kombination auf den Hals hetzt, wo ich dann keine Wahrnehmung habe (ich mich also noch im Prolog befinde)... da ist das Balancing einfach Mist.
        Weil du die Wahrnehmung haben kannst. Es wird letztlich auch da gewürfelt auf ihre Heimlichkeit gegen deine Wahrnehmung. Je weiter sie noch weg sind, desto höher fällt ihr Bonus aus. Das ist praktisch das "schwierige" an den Banditen, dass sie einen relativ guten Stealth-Wert haben. Ansonsten können sie eben nicht viel, da sie zumeist im Maximum einen Schuppenpanzer tragen, Level 3 Krieger (nicht Kämpfer) sind und +3 Mod auf ST oder GE haben. Das heißt, dass sie einen Angriffsmod von maximal +8 haben können und gegen einen Level 3 Tank mit RK 24 oder höher haben sie dann nur eine Trefferchance von 25% oder weniger.

        Fairerweise muss man ja sagen, dass sie gerade nur so stark gegen dich sind, weil du gerade ausgepowert bist. Würdest du sie nach einer Rast treffen, würdest du wahrscheinlich den Boden mit ihnen aufwischen.

        Zitat
        Ich habe die Pause grundsätzlich drin. Beim Kampfstart Pause und auch währenddessen. Ich spiele auf dem normalen Schwierigkeitsgrad
        Hab es noch nicht ganz verstanden. Meinst du mit währenddessen an jedem Rundenende, oder bei Triggern wie niedrige Health, Gegner stirbt, etc...?
        Zitat
        Hihi :-D Ja, das kenne ich. Andererseits hat mich das in Baldurs Gate nie gestört - entweder weil die Quests einfach fesselnd waren oder weil mich die Gebiete gereizt haben, sie zu erforschen - das geht mir in Pathfinder wieder sehr ähnlich. Ich denke da an die ganzen Companions in Baldurs Gate, die man nur gefunden hat, wenn man mal abseits des Weges gelaufen ist (Viconia, die von einer Banditengruppe überfallen wird, Dynaheir, die in einem Turm gefangen gesetzt ist etc.)
        Ich will dich nicht Spoilern, aber bei zumindest 3 Begleitern bin ich mir nicht sicher, dass man sie auf alle Fälle findet.
      • Von AnnoDomini Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von TobiWan82
        Ist kein Bug, sondern deine Wahrnehmung ist noch nicht hoch genug, dass du sie vorher siehst. Gegen Sie hilft am besten der BullRun auf die Zauberer mit Amiri und Regongar (oder einem zweiten MeleeDD für die Gelegenheitsangriffe) und die Bogenschützen mit Valery antanken. Für gewöhnlich greifen sie auch nicht sofort an, so dass du vorher noch Person vergrößern auf Amiri und Schild des Glaubens auf Valery casten kannst.
        Es ist trotzdem nervtötend. Und warum passiert mir das, wenn ich auf Level 3 bin und nicht einmal 10 Stunden Spielzeit habe? Im späteren Verlauf stört mich so etwas nicht, aber wenn man mir in den ersten Stunden gleich diese Kombination auf den Hals hetzt, wo ich dann keine Wahrnehmung habe (ich mich also noch im Prolog befinde)... da ist das Balancing einfach Mist.

        Zitat von TobiWan82
        Wenn die Kämpfe sehr hart werden, kann ich dir nur empfehlen in den Optionen die Pause auf Rundenende zu setzen. Da hast du dann die maximale Kontrolle über das Geschehen.
        Ich habe die Pause grundsätzlich drin. Beim Kampfstart Pause und auch währenddessen. Ich spiele auf dem normalen Schwierigkeitsgrad

        Zitat von TobiWan82
        Mit der Liste der Quests die ich in BG Suboptimal und/oder zur falschen Zeit gelöst habe, kann man ein Buch der Schande füllen. :-B
        Hihi :-D Ja, das kenne ich. Andererseits hat mich das in Baldurs Gate nie gestört - entweder weil die Quests einfach fesselnd waren oder weil mich die Gebiete gereizt haben, sie zu erforschen - das geht mir in Pathfinder wieder sehr ähnlich. Ich denke da an die ganzen Companions in Baldurs Gate, die man nur gefunden hat, wenn man mal abseits des Weges gelaufen ist (Viconia, die von einer Banditengruppe überfallen wird, Dynaheir, die in einem Turm gefangen gesetzt ist etc.)
      • Von TobiWan82 Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von AnnoDomini
        Ich bin mit meiner Gruppe auf dem Rückweg von diesem großen Baum zurück zum Gasthaus, weil ich dringend Heiltränke und mal wieder volle Gesundheit ohne Mali brauche, auf dem Weg hat mir das Spiel mehrfach eine Kombination aus unangenehmen Banditen-Zauberern und Schützen auf den Hals gehetzt. Das beste ist gewesen, als die Gegner von zwei Seiten kamen. Ich habe das aber für einen Bug gehalten, weil von beiden Seiten in etwa die gleiche Kombination kam. Die zweite Gruppe hat mir jedenfalls den Rest gegeben.
        Ist kein Bug, sondern deine Wahrnehmung ist noch nicht hoch genug, dass du sie vorher siehst. Gegen Sie hilft am besten der BullRun auf die Zauberer mit Amiri und Regongar (oder einem zweiten MeleeDD für die Gelegenheitsangriffe) und die Bogenschützen mit Valery antanken. Für gewöhnlich greifen sie auch nicht sofort an, so dass du vorher noch Person vergrößern auf Amiri und Schild des Glaubens auf Valery casten kannst.

        Wenn die Kämpfe sehr hart werden, kann ich dir nur empfehlen in den Optionen die Pause auf Rundenende zu setzen. Da hast du dann die maximale Kontrolle über das Geschehen.

        Zitat
        Oder das Banditenlager für die Hauptquest im Wald südlich von Baldurs Gate finden. Dafür musst du eine bestimmte Quest für annehmen und lösen. Ich bin gefühlt Stunden durch den Wald gelaufen und habe das Lager ncht gefunden, um dann herauszufinden, dass ich diese Quest erst einmal annehmen müsste. Oder in dieser Händlergilde, wo im obersten Stockwerk diese höchst unangenehme Gruppe an Gegnern steht, für die ich gefühlt ewig gebraucht hatte. :-D Trotzdem liebe ich dieses Spiel, vielleicht auch genau deswegen.
        Ich meinte eigentlich den Kerzenturm von PK, in der Mitte der Kammeladen der erst im 2. Akt überhaupt erreichbar ist, nicht Kerzenburg aus BG. Da war die Ähnlichkeit so hoch, dass ich die Namen vertauscht hatte. %)
        Mit der Liste der Quests die ich in BG Suboptimal und/oder zur falschen Zeit gelöst habe, kann man ein Buch der Schande füllen. :-B
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk