The Amazing Spider-Man - Review

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The Amazing Spider-Man - Review

Alles auf Anfang: Raimi-Fans bietet sich nichts Neues, die neue Kinogeneration dürfte dieser Reboot aber besser ansprechen.

Der neue Peter Parker (Andrew Garfield) trägt kein braves T-Shirt, sondern lässige Skaterklamotten. Und auch sonst scheint er um einiges cooler und erwachsener zu sein als sein Leinwand-Vorgänger. Auf der High-School geht er zwar immer noch nicht als The Amazing Spider-Man - Review Mädchenschwarm durch, wird aber wenigstens vom weiblichen Geschlecht wahrgenommen. Doch das sind alles nur lächerliche Äußerlichkeiten verglichen mit Peters neuem komplexem Innenleben. Ausgangspunkt und Auslöser von Spidey reloaded ist nämlich eine schwere Identitätskrise. Und deshalb muss sich der Junge, der nach einem Spinnenbiss in regelmäßigen Abständen zum Superhelden mutiert, diesmal nicht nur mit der Frage "Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?" herumschlagen, sondern auch tief in seine Vergangenheit eintauchen. Warum haben ihn seine Eltern in die Obhut von Onkel und Tante gegeben? Wer war sein Vater? Diese Rätsel versucht er mithilfe einer alten Akten­tasche zu lösen, die ihn auf die Spur eines gewissen Dr. Connors bringt, den Ex-Partner seines Vaters. Leider ist der nicht gerade prädestiniert dafür, Licht ins Dunkel zu bringen …

Größere Verwundbarkeit

Andrew Garfield, der von Tobey Maguire das hautenge Kletterkostüm geerbt hat, schafft es, Spider-Man auch in den Actionszenen ein The Amazing Spider-Man - Review menschlicheres Gesicht zu geben – und das nicht nur, weil er ab und zu mal die Maske fallen lässt. Sein Spidey hat eine größere seelische und körperliche Verwundbarkeit und damit auch eine – im wahrsten Wortsinn – größere Fallhöhe. Überhaupt sind Marc Webbs Figuren weniger stilisiert als die in Sam Raimis Trilogie. Spider-Mans Gegenspieler ist eine glitschige Riesenechse, die wesentlich furchteinflößender rüberkommt als der grüne Kobold aus Raimis erstem Film. Insgesamt wirkt die Neuauf­lage realistischer, was sicher auch an den gelungenen 3D-Effekten liegt. Man fliegt als Zuschauer mit durch die New Yorker Hochhausschluchten und verfängt sich fast in Spideys überdimensionalen Spinnfäden.

Ganz nah dran

Dieser intime "Ganz nah dran"-Eindruck kommt auch den romantischen Sequenzen zugute. So nimmt man Andrew Garfield und The Amazing Spider-Man - Review Emma Stone – die als selbstbewusste Gwen Stacy den Platz der selbstzweiflerischen Mary Jane einnimmt – das frisch verliebte Teeniepärchen ohne Weiteres ab. Bleibt noch die Frage, ob das genug Gründe für eine Neuauflage der Geschichte sind. Auch wenn der Abspann läuft, lässt sich nicht verhehlen, dass man als Fan der Raimi-Trilogie etwas unbefriedigt zurückbleibt und sich eher einen zeitgemäßen vierten Teil gewünscht hätte. Doch dank mehr Realismus und Gefühl sollte die Generation Facebook dem neuen Spinnenmann ins Netz gehen. Der Cliffhanger zu Teil 2 (Kinostart: Mai 2014) wurde auch schon mal im Abspann versteckt.

(Elke Eckert)

Wertung zu The Amazing Spider-Man

Wertung:

8.0 /10
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