Terrorist Takedown: War in Colombia
Selbst wer nur zum Messer greift, besiegt die dumme KI.
Die wenig ruhmreiche Terrorist Takedown-Serie ist in etwa so schwer kleinzukriegen wie Unkraut im Garten. Abermals erscheint mit War in Colombia ein Fließband-Shooter, der in etwa den Anspruch der Moorhuhnjagd besitzt. Als Szenario dient diesmal ein Feldzug der Amerikaner gegen kolumbianische Drogenbarone. Lange genug haben die USA die Dealer toleriert.
Damit ist jetzt Schluss! Mit M-16, Schrotflinte, Handgranaten und Scharfschützengewehr reisen Sie in den Dschungel und nieten im Auftrag der US-Regierung einen unterbelichteten Gegner nach dem anderen um. Statt Sie einzukreisen, bleiben die Soldaten wie Pappkameraden dumm in der Pampa stehen und geben ab und an mal einen unplatzierten Schuss ab. Manche Gegner reagieren sogar nicht einmal, wenn sie unter Beschuss geraten.
Offensichtlich haben die Dealer zu viel von ihrem eigenen Zeug genommen. So schön und stimmungsvoll die Landschaften dank Techlands Chrome-Engine aussehen, so schlecht gestaltet sich auf der anderen Seite das Leveldesign. Feinde spawnen vor ihren Augen aus dem Nichts und der scheinbar weitläufige Dschungel beschränkt sich auf einen schmalen Trampelpfad.
Es gibt auch keine spannende Story, die Terrorist Takedown: War in Colombia vor dem Absturz in das niederste Shooter-Milieu bewahren könnte. Stattdessen jagt ein öder Einsatz den nächsten. Vorausgesetzt, das Spiel stürzt zwischendurch nicht mal wieder ab, was sehr oft der Fall ist.
