Tales of the Shire im Test: Zuneigung der Auenlandbewohner gewinnen

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Tales of the Shire im Test: Zuneigung der Auenlandbewohner gewinnen
Quelle: PC Games

Tales of the Shire verspricht waschechtes Hobbit-Glück im Auenland mit echtem Herr-der-Ringe-Zauber. Doch an einer großen Lizenz hängen große Erwartungen - Auch eine ebenso große Enttäuschung?

Zuneigung geht durch den Magen

Zurück zur Küche: Manch einer behauptet ja, dass die einzige Leidenschaft der Hobbits dem Essen gelte und diese Behauptung, wenn sie auch ungerecht ist, haben sich die Entwickler von Tales of the Shire scheinbar sehr zu Herzen genommen. Denn das Kochen (und anschließende Essen) stellt das wohl wichtigste Feature im ganzen Spiel dar.

Und da Hobbits außerdem sehr gastfreundlich sind und ihre Freude an Festen und Geschenken haben, werden auch alle sozialen Beziehungen bei einer guten Mahlzeit aufgebaut. Das bedeutet, wir müssen regelmäßig unsere Nachbarn zu einem köstlichen Mahl einladen, damit unsere Beziehung wächst und wir nicht als unhöflich gelten - was auf Dauer leider unglaublich anstrengend wird.

Beinahe jeden Tag landet ein Brief in unserem Briefkasten, in dem wir freundlich darauf hingewiesen werden, dass wir einen der Hobbits aus Wasserau schon länger nicht mehr zu Tisch geladen hätten und bereits Beschwerden kamen. Laden wir sie dennoch nicht zeitnah ein, grollen sie uns, wollen nicht mehr mit uns sprechen und lehnen auch unsere Einladungen ab, bis sie ihren Groll wieder verwunden haben.

Um unsere Nachbarn zu einer Mahlzeit einzuladen, brauchen wir natürlich auch einen passenden Treffpunkt. Zunächst geht das nur in unserem eigenen Zuhause, das bietet Platz für zwei Personen. Mit fortschreitender Geschichte und dem Ausbau einiger Beziehungen schalten wir weitere Treffpunkte überall in Wasserau frei, die Platz für eine größere Anzahl an Gästen bieten.

Und dann heißt es: Ran an den Herd! Für jeden eingeladenen Gast brauchen wir ein schmackhaftes Gericht. In den Antwortschreiben auf die Einladung finden wir eine Information, worauf unsere Gäste gerade richtigen Heißhunger haben. Gelingt es uns, ihren Heißhunger zu stillen, erhalten wir am nächsten Tag großzügige Geschenke.

Beim Kochen wählen wir zunächst das entsprechende Rezept, passend zu den Vorlieben der Gäste, also süß, salzig, würzig oder herb und wählen anschließend die benötigten Zutaten. Hier hilft eine stets prall gefüllte Speisekammer. Übrigens, die Lebensmittel, die wir in unserer Speisekammer lagern, werden auch grafisch dargestellt. So ist die Kammer anfangs noch recht trostlos und leer und wirkt mit der Zeit immer einladender, je mehr Zutaten darin gelagert werden.

Ein Hobbit blickt in eine prall gefüllte Speisekammer mit Kürbissen, Früchten und Fleisch. Quelle: PC Games Ein vorbildlicher Hobbit hat stets eine prall gefüllte Speisekammer. Auf unserer Kochtheke haben wir schließlich verschiedene Stationen, an denen wir die Gerichte genau in der richtigen Konsistenz zubereiten können. Anfangs stehen uns nur ein Schneidebrett und eine Pfanne zur Verfügung. Doch mit dem Rangaufstieg im Kochverein schalten wir weitere Stationen, wie zum Beispiel eine Rührschüssel, frei.

Mit den verschiedenen Zubereitungen hatten die Entwickler einen wirklich guten Ansatz, der aber leider direkt wieder im Keim erstickt wurde. Wo andere Spiele dieser Art für jede der Zubereitungen ein anderes kleines Mini-Game eingebaut haben, das für Abwechslung und eine kleine Herausforderung sorgt, drückt man in Tales of the Shire lediglich so lang auf die gleiche Taste, bis sich der Cursor an der Stelle der Anzeige befindet, die man gerade benötigt - und das bei jeder der Zubereitungen. Wer hier nach Abwechslung oder anderen Anreizen sucht, ist leider fehl am Platz.

Auch die grafische Darstellung der Zwischenschritte lässt zu wünschen übrig. Egal, welche Zutaten wir benutzen, alles endet als eine graue, undefinierte Masse in der Schüssel und transformiert sich schlussendlich mit der Fertigstellung in das ausgewählte Gericht. Na, wer bekommt schon Appetit?

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  2. Seite 2 Tales of the Shire im Test: Zuneigung der Auenlandbewohner gewinnen
  3. Seite 3 Tales of the Shire im Test: Fan-Service und Technik
  4. Seite 4 Tales of the Shire im Test: Wertung und Fazit
    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Paisen Hobby-Spieler/in
        Mittlerweile habe ich fast 22 Stunden gespielt. Die Story ist durch, es fehlt nur noch der Epilog, der ordentlich Zeit benötigt.

        Gefällt mir immer noch. Tiefenschärfe ist nach einem Patch ausschaltbar. Die kleine Spielwelt hat sich ein wenig mehr geöffnet, aber ich bin ganz froh, dass sie so klein ist - denn zu Fuß braucht man schon ne Weile.

        Dank dem Programm "Lossless Scaling" kann ich die mäßige Performance ausgleichen.

        Was ich mir noch wünschen würde: Türen und Tore meiner Behausung schließen zu können!
        Teilweise ist das Spiel so detailverliebt und dann doch wieder so grob nachlässig.
      • Von Paisen Hobby-Spieler/in
        Mittlerweile habe ich fast 22 Stunden gespielt. Die Story ist durch, es fehlt nur noch der Epilog, der ordentlich Zeit benötigt.

        Gefällt mir immer noch. Tiefenschärfe ist nach einem Patch ausschaltbar. Die kleine Spielwelt hat sich ein wenig mehr geöffnet, aber ich bin ganz froh, dass sie so klein ist - denn zu Fuß braucht man schon ne Weile.

        Dank dem Programm "Lossless Scaling" kann ich die mäßige Performance ausgleichen.

        Was ich mir noch wünschen würde: Türen und Tore meiner Behausung schließen zu können!
        Teilweise ist das Spiel so detailverliebt und dann doch wieder so grob nachlässig.
      • Von Paisen Hobby-Spieler/in
        Zitat von McDrake
        Hehe.
        Erwarte einen Bericht von Dir
        :)
        Heute insgesamt 5 Stunden gespielt. Mir gefällt es bisher. Mit dem Grafik-Stil musste ich mich aber auch erst anfreunden. Story und Charaktere sind sehr hobbit-like.

        Meine größte Kritik wäre aktuell: Mäßige Performance, übertriebene Tiefenschärfe in der Entfernung, sehr kleine Spielwelt.
      • Von Carlo Siebenhuener Videoredakteur
        Zitat von Matthias Dammes
        Ja, und vor allem von Weta, die doch eigentlich wissen müssten, wie Herr der Ringe auszusehen hat.
        Ist halt echt so. Die müssen nur n paar Stunden fahren und stehen dann einfach in Hobbiton!
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Paisen
        Danke für den Test.

        Ich werde es für mindestens 2 Stunden anspielen und mich dann entscheiden, ob ich es zurückgebe.
        Hehe.
        Erwarte einen Bericht von Dir
        :)
      • Von Paisen Hobby-Spieler/in
        Danke für den Test.

        Ich werde es für mindestens 2 Stunden anspielen und mich dann entscheiden, ob ich es zurückgebe.
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