TESO: Blackwood im Test - So gut gefällt uns das Oblivion-Kapitel
Fans von Elder Scrolls IV: Oblivion dürfen sich dank Blackwood in The Elder Scrolls Online auf ein Wiedersehen mit vielen bekannten Orten und Figuren freuen. Doch was hat das neue Kapitel für Tamriel sonst noch zu bieten? Wie viel Spaß macht der Trip in den Dunkelforst? Wir verraten es euch in unserem Test zu TESO: Blackwood.
Bekanntlich liegen zwischen der Handlung aus The Elder Scrolls Online und den Geschichten der älteren Elder-Scrolls-Teile ein paar Hundert Jahre. Schon in der Vergangenheit haben sich die Entwickler von Zenimax das zunutze gemacht, um uns im Zuge der alljährlichen Kapitel zu Orten zu führen, die Fans des Universums nur zu gut kennen und die sie nun in einem völlig neuen Kontext erleben dürfen. Das hat bereits bei Morrowind aus 2017 und der Vulkaninsel Vvardenfell ganz wunderbar geklappt, und auch drei Jahre später mit Greymoor und Himmelsrand.
TESO: Blackwood im Test - So gut gefällt uns das Oblivion-Kapitel
- 1 TESO: Blackwood im Test - Noch nie war der Einstieg so zielführend
- 2 TESO: Blackwood im Test - Ein Fest für Oblivion-Fans
- 3 TESO: Blackwood im Test - Stippvisite in die Totenländer
- 4 TESO: Blackwood im Test - Die Gefährten
- 5 TESO: Blackwood im Test - Ein Geheimnis, das keines ist
- 6 TESO: Blackwood im Test - So viel mehr noch
- 7 TESO: Blackwood im Test - Fazit und Wertung
Im 2021er-Jahrgang steht nun mit Blackwood der Besuch des Dunkelforsts auf dem Programm, den Fans in Teilen bereits in Elder Scrolls IV: Oblivion erkunden konnten. Dieses Mal meldet sich sogar ein alter Widersacher zurück, doch dazu später mehr. Denn wir konnten die Geschichte von Blackwood und die zahlreichen Nebenaufträge bereits durchspielen. Genauso haben wir die Portale ins Reich des Vergessens betreten, unsere Gefährten gelevelt und die offenen Verliese gemeistert. Sprich: Pünktlich zum Release von TESO (jetzt kaufen 69,95 € ): Blackwood am 01. Juni können wir euch bereits verraten, wie viel Spaß wir mit den Inhalten des neuen Kapitels hatten.
TESO: Blackwood im Test - Noch nie war der Einstieg so zielführend
Seit jeher baut Zenimax die jährlichen Kapitel so auf, dass diese prima als möglicher Einstiegspunkt für alle Spieler taugen, die komplett neu einsteigen oder nach langer Zeit zurückkehren. Es kommt nicht von ungefähr, dass bisher jedes Kapitel mit einem eigenen Tutorial online ging, in dem ihr die grundlegenden Mechaniken des Spiels kennenlernen könnt. Dazu kommt, dass in der offenen Welt eine flexible Stufenskalierung aktiv ist. Euer frisch erstellter Charakter kann sich überall nach Lust und Laune auf Quests stürzen, mit anderen Spielern mächtige Anführer herausfordern oder an den dynamischen Events in Tamriel teilnehmen.
Schade war in der Vergangenheit nur, dass ihr nach Abschluss des Tutorials nicht gezielt wählen durftet, mit welcher Geschichte ihr einsteigen wollt. Manch einer will bestimmt mit dem aktuellen Kapitel loslegen, weil sich in der neuen Zone erfahrungsgemäß die meisten Spieler tummeln. Andere wollen hingegen vielleicht chronologisch loslegen und sich erst auf die Molag-Bal-Kampagne des Hauptspiels stürzen. Und wieder andere sind vielleicht große Fans von Skyrim und wollen zuerst der Stadt Einsamkeit einen Besuch abstatten.
Quelle: buffed
TESO: Blackwood im Test - Der neue Portalraum ist eine prima Erfindung. Schade, dass es kein Weg zurück gibt.
Gute Nachrichten! Genau diese Wahlmöglichkeit liefert euch das neue Kapitel beziehungsweise das parallel erscheinende Update 30 jetzt. Die letzten Tutorial-Aufgaben münden in einem Portalraum, in dem ihr die Wahl habt, wo eure Reise weitergehen soll. Ihr könnt dabei einen NPC mit Fragen löchern, um über dessen Antworten herauszufinden, welcher Handlungsstrang euch am meisten interessieren könnte. Schade finden wir eigentlich nur, dass es, nachdem ihr einmal den Portalraum verlassen habt, keine Möglichkeit mehr gibt, um den Portalraum ein weiteres Mal gezielt anzusteuern. Es wäre doch super, nach einer beendeten Story-Kampagne zurückkehren und ein weiteres Portal durchschreiten zu können. Zumal uns das Design des Raums gefällt, aus diesem könnte man einen prima sozialen Treffpunkt für angehende Weltenretter machen.
TESO: Blackwood im Test - Ein Fest für Oblivion-Fans
Wir hatten es bereits angedeutet: Die neuen Herausforderungen von Blackwood führen uns in den namensgebenden Dunkelforst, den wir in Teilen bereits in Oblivion erkunden durften. Im RPG-Klassiker von 2006 finden wir das Gebiet im Südosten der Spielwelt. Tatsächlich bildet das dort zugängliche Areal aber nur den nordwestlichen Teil des Dunkelforsts ab. Je weiter wir uns in der neuen Zone von Blackwood nach Osten durchschlagen, desto mehr Neues werden Oblivion-Veteranen entdecken - wir denken hier beispielsweise an die Sümpfe von Schwarzmarsch, in denen wir vermehrt auf Argonier, riesige Todspringer-Frösche und bissige Sumpfhunde treffen.
Doch auch der Besuch der bereits bekannten Gebiete ist spannend. Schließlich liegen 800 Jahre und ein riesiger Grafiksprung zwischen Oblivion und Blackwood. Nehmen wir nur mal die kaiserliche Stadt Leyawiin, die wir dank ihrer beeindruckenden Kapelle, der imposanten Burg und den Fachwerkhäusern sofort wiedererkennen, nur dass nun gewisse Teile der Stadt nicht überflutet sind
Leyawiin in Blackwood und Oblivion
Die Feste Blaublut ist in Oblivion wiederum eine zerstörte Ruine, in der wir es mit unfreundlichen Marodeuren zu tun bekommen. Wer die Festung in ihrer ganzen Pracht erleben will, kann das nun dank Blackwood tun. Auch an der Ayleiden-Befestigung Veyond mit ihrer prächtigen Statue ist die Zeit nicht spurlos vorübergegangen. In Blackwood dürfen wir diese für eine Quest genauer untersuchen.
Damals wie heute können wir zudem im Gasthaus zum weißen Hengst einkehren, uns in der Gezeitenhöhle nasse Füße holen und beim Schrein von Nocturnal ein Gebet sprechen. Wir holen uns bei Ayleidenbrunnen nützliche Buffs ab, kommen an der Feste Rotmähne vorbei und betreten die Tiefenstrom-Kaverne, die in Oblivion noch Unterströmungs-Höhle heißt. Kurzum: Der Dunkelforst versprüht jede Menge Oblivion-Vibes, aber gleichzeitig auch genug Abwechslung und interessante Orte, um nur für sich stehend zu funktionieren.
TESO: Blackwood im Test - Stippvisite in die Totenländer
Wer Oblivion gespielt hat, erinnert sich bestimmt noch an die Portale, durch die wir immer wieder die Totenländer betreten mussten. Auch im Dunkelforst könnt ihr überall auf die feurig schimmernden Tore treffen, durch die Truppen der Daedra nach Tamriel gelangen. Diese sind jedoch noch deutlich kleiner und weniger fortgeschritten als ihre Oblivion-Pendants. Nichtsdestotrotz gelangen wir auch über sie ins Reich von Mehrunes Dagon, wo wir uns solo oder an der Seite anderer Spieler ins Zentrum vorkämpfen, um dort eine finale Schlacht gegen die Truppen des daedrischen Prinzen zu schlagen. Gelingt uns der Sieg, winkt Beute, wir schließen das Portal und kehren zurück in den Dunkelforst.
Die sogenannten Portale ins Reich des Vergessens funktionieren dabei ähnlich wie vergleichbare Events in der offenen Welt wie die Drachenangriffe oder die Dunklen Anker, nur dass wir nie genau wissen, wo die Portale beim nächsten Mal auftauchen werden. Uns hat der Trip in die Totenländer zudem viel Spaß gemacht, weil Mehrunes Reich optisch eine Wucht ist. An einer Stelle konnten wir etwa beobachten, wie sich zwei riesige Kreaturen in einem Fluss aus Lava bekämpfen. Und auch hier gibt's für Oblivion-Fans einen kleinen Nostalgie-Bonus, wenn wir bekannte Fieslinge wie Dremora, Clannbann oder Daedroth umhauen, diese vor 15 Jahren aber natürlich lange noch nicht so gut aussahen.
Quelle: buffed
TESO: Blackwood im Test - Dieser beeindruckende Koloss streift durch die Totenländer.
TESO: Blackwood im Test - Die Gefährten
Die größte Neuerung von Blackwood sind sicherlich die beiden Gefährten Bastian und Mirri, die ihr im Zuge des Dunkelforst-Abenteuers kennenlernt. Ganz nach dem Motto "Eine Hand wäscht die andere" schließen sich euch die beiden Kämpfer an, wenn ihr diesen nach eurem ersten Aufeinandertreffen einen Gefallen erweist. Einmal freigeschaltet, könnt ihr den jeweiligen Gefährten herbeirufen, damit dieser euch fortan auf eurem Abenteuer begleitet.
Quelle: buffed
TESO: Blackwood im Test - Es macht Laune, die Gefährten zu leveln und für sie Fortschritte zu erspielen.
Bastian und Mirri sind dabei sehr viel mehr als nur ein Anhängsel, das mit auf Gegner einschlägt. Der gerade aktive Gefährte erhält, wie euer Charakter auch, Erfahrungspunkte, steigt im Level auf und schaltet neue Fertigkeiten frei. Dabei kann er dank der unterschiedlichen Fertigkeitslinien und der anpassbaren Ausrüstung auch verschiedene Rollen wie Tank, Heiler, Fernkämpfer oder Frontsoldat einnehmen. Ihr könnt euren Gefährten sogar in Verliesen oder Prüfungen herausholen, wenn euch Mitspieler fehlen. Erwartet nur keine Wunderdinge, beispielsweise, dass ihr an der Seite mehrerer Gefährten die knackigsten Errungenschaften von Tamriel meistern könnt. Zudem könnt ihr die beiden Soldaten nicht in PvP-Begegnungen oder Solo-Arenen einsetzen.
Wir hatten im Test bereits sehr viel Spaß damit, Bastian und Mirri zu leveln. Es motiviert einfach, die Kämpfer mit immer besseren Ausrüstungsteilen auszustatten, neue Fertigkeiten auszuprobieren und den beiden Recken über den Monturtisch oder die freigeschalteten Kostüme einen individuellen Touch zu verpassen. Ausbaufähig ist hingegen noch das Thema Beziehung und Gefährten-Quests. Zwar besitzen die beiden Figuren einen eigenen Moralkodex und sie geben uns durchaus zu verstehen, wenn sie unsere Handlungen gut fanden oder kritisieren. Doch wirkt sich eine lang gehegte Freundschaft oder eine tiefgehende Enttäuschung noch zu wenig aus. Romanzen und Zerwürfnisse gibt es (noch?) keine. Wir hätten zudem gerne noch mehr Quests gespielt, in denen Bastian und Mirri im Fokus stehen. Bedenkt zudem, dass die häufig eh schon recht leichten Open-World-Herausforderungen in Tamriel noch leichter werden, wenn ihr diese an der Seite eines Gefährten angeht.
TESO: Blackwood im Test - Ein Geheimnis, das keines ist
Bereits mit der Ankündigung der jahresumfassenden Geschichte "Tore von Oblivion" (die mit dem DLC Flames of Ambition ihren Anfang nahm und zu der auch das Kapitel Blackwood gehört) im Januar 2021 war klar: Mehrunes Dagon hat es mal wieder auf Tamriel abgesehen. Auch danach war der Fürst der Zerstörung in Ankündigungen, Trailern oder offiziellen Artikeln immer wieder ein Thema. Auf der einen Seite mussten die Entwickler aus Marketing-Sicht den Namen in den Ring werfen, um die Vorfreude bei möglichst vielen Oblivion-Fans anzuheizen.
Auf der anderen Seite nahmen sie der Geschichte von Blackwood so aber auch einen potenziellen Twist voraus. Am Anfang kümmern wir uns im Dunkelforst nämlich um verschwundene Ratsherren und Morde. Alle Hinweise deuten auf die Dunkle Bruderschaft. Nur wer soll noch glauben, dass die Assassinen-Gilde tatsächlich hinter den Verbrechen steckt, wenn der Strippenzieher bereits seit Monaten im Rampenlicht der Vorberichterstattung steht? Dadurch verliert gerade die erste Hälfte der Blackwood-Kampagne an Spannung.
Quelle: buffed
TESO: Blackwood im Test - Bei einer Quest nutzen wir diese Schlingpflanze, um den wasserscheuen Klon auf unsere Seite zu bekommen.
Dafür hatten wir mit vielen der Quests unseren Spaß. Die sind wieder einmal abwechslungsreich designt und gut geschrieben. Bei einer Mission müssen wir etwa mehrere Stibbon-Duplikate durch einen Dungeon voller Fallen und verschlossener Tore befehligen, wobei wir die Klone beispielsweise auf Druckplatten dirigieren, um den Zugang zum nächsten Bereich zu öffnen. Es gibt auch wieder kleinere Kopfnüsse, wobei die Entwickler uns weiterhin nicht allzu viel zutrauen. Statt bei mehreren Schutzzauberwürfeln die richtige Kombination entschlüsseln zu müssen, können wir diese einfach so lange aktivieren, bis uns das Spiel mitteilt, dass wir die richtige Position gefunden haben.
Zu den Highlights gehören für uns klar die regelmäßigen Quest-Besuche in den Totenländern sowie das toll inszenierte Finale, bei dem kein Stein auf dem anderen bleibt, wie auch schon damals in Oblivion. Ob wir es dann mit Mehrunes Dagon höchstpersönlich zu tun bekommen, das wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Durchspielen lohnt sich aber in jedem Fall!
TESO: Blackwood im Test - So viel mehr noch
Quelle: buffed
TESO: Blackwood im Test - Im Dunkelforst könnt ihr wieder jede Menge entdecken.
Blackwood hat abseits der Quests, Gefährten, Portale und Oblivion-Nostalgie noch einiges mehr zu bieten. Die neue 12-Spieler-Prüfung Felshain zum Beispiel, in der ihr euch ein neues Mount erspielen könnt, sechs neue Weltbosse sowie zwei offene Verliese. Wer seit Greymoor gerne nach Antiquitäten buddelt, darf sich auch in der neuen Zone wieder über zahlreiche versteckte Schätze freuen, aber auch über Himmelsscherben, Handwerksrezepte oder allerlei Gewölbe.
Mit Update 30 haben die Entwickler zudem die Bestrebungen eingeführt, eine Art Meta-System mit täglichen und wöchentlichen Aufgaben. über das ihr euch Siegel der Bestrebungen verdienen könnt. Mit denen bezahlt ihr dann gezielt Inhalte im Kronen-Shop, die es sonst nur in den aktuellen Kronen-Kisten gibt. Oder anders formuliert: Erstmals könnt ihr euch spielerisch die Schmankerl der Kronen-Kisten erspielen. Prima!

Entschuldigung wegen der folgenden kurzen Werbeunterbrechung!
Die Rubrik "Post-Apokalypse" in der neuen PC Games 9/21 (Mittwoch am Kiosk, bei den Abonnenten früher) macht unter anderem diesen Thread zum Thema.
Danke für eure Aufmerksamkeit!
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Da wird mit Entwicklern in aller Öffentlichkeit Bier gesoffen und hinter die Paywall gepackt und befeuert damit das uralte Problem der PR-Schmuserei (hi, GameStar!), man lässt Spielejournalisten Werbung texten und Werbetexter schreiben redaktionelle Inhalte (yo, PC Games!), ein alteingesessener Chefredakteur privilegiert von oben auf die Welt herab und findet im Coronavirus einen großen Luxus (tach’ auch, 4Players!) oder es werden dutzende mutmaßlich gesponserte Facebook-Postings nicht als Werbung markiert (was geht ab, Gameswelt?).
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Wirklich sehr interessantes Interview
Das müsste heißen:
Blackwood ist ein "Misslungenes DLC für jeden Oblivion-Fan!
Lieber Herr: KARSTEN SCHOLZ, haben Sie das neue DLC auch Gespielt? Kennen Sie die Probleme, die die Karte hat, Kennen Sie die Probleme, die die Server haben ????
Bitte wenn Sie es Kennen, dann überarbeiten Sie Bitte ihr Fazit, ansonsten Schreibe ich eins, denn ich Spiele es seit dem 01 Juni.2021, und ich Sage Ihnen , ich weis was los ist !
LG
Sam@aalderfrang