Feedback: Syberia 2

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Feedback: Syberia 2 Nach Black Mirror ist Syberia 2 gleich das zweite hochkarätige Point&Click-Adventure innerhalb kürzester Zeit, kommt aber deutlich schlechter weg. Während das technisch veraltete Grusel-Abenteuer von satten 97 Prozent unserer Leser weiterempfohlen wird, bringt es der bildhübsche Syberia-Nachfolger gerade einmal auf 85 Prozent. Gründe dafür sind vor allem die kurze Spieldauer von nur knapp über zehn Stunden und die im Vergleich zur Konkurrenz deutlich schlechtere Synchronisation. Wenn die Atmosphäre nicht stimmt, helfen eben auch gute Rätsel nicht weiter.

Vier Fragen an den Entwickler
"Das Adventure-Genre besitzt nach wie vor großes Potenzial."

Benoit Sokal ist Autor und Art Director von Syberia 2. Benoit Sokal ist Autor und Art Director von Syberia 2. PC Games sprach mit Benoit Sokal, dem Autor und Art Director von Syberia 2.

PC Games: Warum habt ihr euch für die Entwicklung eines klassischen 2D-Adventures entschieden, anstatt auf den populären 3D-Zug aufzuspringen?

Sokal: "In erster Linie, weil es den ersten Teil der Syberia-Reihe konsequent fortsetzt. Außerdem bietet mir 2D nach wie vor die beste Grafikqualität. Für die Menschen, die meine Spiele spielen, geht es in erster Linie um Atmosphäre und um eine gute Story - die Technik ist da nebensächlich."

PC Games: Was hältst du dann überhaupt von 3D-Adventures? Werden sie das Genre revolutionieren?

Sokal: "Ohne jeden Zweifel: 3D-Grafik ist auch in diesem Genre unweigerlich der nächste Schritt. Allerdings erst dann, wenn 3D in Echtzeit ähnlich ‚fein' aussieht wie heutige 2D-Grafik. Dann wird es auch interessant, wie die neue Technik das eigentliche Spiel beeinflusst. Also Story, Rätsel, mögliche Action-Elemente - all das. Ich habe mir dazu bereits viele Gedanken gemacht."

PC Games: Also hältst du das Adventure-Genre noch nicht für "tot"? Die meisten Entwickler räumen ihm ja wenig Zukunftschancen ein ...

Sokal: "Zunächst einmal: Syberia 2 verkauft sich in Europa ganz fantastisch. Und auch in Nordamerika laufen die Verkäufe gut. Generell ist aber Fakt, dass sich die Adventure-Spieler verändert haben. Vor ein paar Jahren war das noch ein Genre für Hardcore-Spieler. Inzwischen scheint es mir, als hätten vor allem Gelegenheitsspieler Spaß an meinen Spielen. Die Zielgruppe ist also mittlerweile eine ganz andere und die Publisher müssen das bei ihren Planungen berücksichtigen. Ich persönlich glaube aber, dass das Adventure-Genre nach wie vor ein großes Potenzial besitzt."

PC Games: Was sagst du zu der Anschuldigung, die Charaktere und die Story von Syberia 2 seien zu schwach?

Sokal: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand diese Geschichte als schwach oder trivial abtun könnte. Sie ist weit von den üblichen Szenarien rund um Trolle, Goblins oder Sci-Fi-Universen entfernt, die man sonst in Spielen findet. Wenn ich irgendetwas gut kann, dann ist das meiner Meinung nach das Erzählen spannender Geschichten."

So bewerten die PC-Games-Leser
(in Schulnoten):

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