Subsiege: Spannende Unterwassergefechte aus Deutschland

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Subsiege: Spannende Unterwassergefechte aus Deutschland
Quelle: Icebird Studios

Seit dem 8. März befinden sich die beinharten Unterwassergefechte von Subsiege in der Early-Access-Phase. Wir haben uns in die Mehrspielerpartien gestürzt und berichten über die Besonderheiten der Mischung aus Echtzeitstrategie- und MOBA-Spiel.

Auch wenn Deutschland längst nicht zu den größten Entwicklungsstandorten für Computerspiele gehört, gibt es hierzulande immerhin ziemlich viele Studios, die mitunter mit überraschend frischen Ideen daherkommen. Ein gutes Beispiel dafür ist Subsiege von Icebird Studios. Die Gründer der in München ansässigen Firma hatten die Idee zu der Mischung aus einem Echtzeitstrategie- und MOBA-Spiel bereits während ihres Studiums vor rund sechs Jahren. Seit nun etwa zwölf Monaten arbeiten sie und ihr Team von etwa 20 Leuten an dem ehemaligen Uni-Projekt und haben Subsiege am 8. März in die Early-Access-Phase entlassen. Wir haben das Spiel bereits seit der ziemlich langen Beta-Phase, sprich seit rund vier Monaten, begleitet und müssen sagen: Die schnellen Multiplayer-Gefechte haben durchaus Potenzial!

Subsiege in der Vorschau: Alleinstellungsmerkmale

Doch was ist das Besondere an Subsiege? Der Titel bringt uns richtig rasante Mehrspielerkämpfe für bis zu zwölf Spieler, in denen wir die Kontrolle von bis zu sechs unterschiedlichen Unterwasserbooten übernehmen. Wie in einem MOBA kommt es in den Gefechten darauf an, dass wir die Spezialattacken jeder einzelnen Einheit bestens kennen und zudem wie in einem RTS uns um Ressourcen kümmern und außerdem eine gute Mischung aus den aktuell zehn einsetzbaren Booten in die Schlacht schicken. So gibt es etwa sogenannte Damagedealer wie Big Mamas, die kräftig austeilen und viel einstecken können, jedoch ziemlich langsam auf den Karten unterwegs sind. Um aber schnell an die nötigen Kristalle für das Anheuern neuer Schiffe und an Raffinerien für die wichtigen Upgrades zu kommen, sind die dicken Pötte eher ungeeignet, stattdessen sollte man daher flinke Rockets anheuern, die sich aber alleine kaum zur Wehr setzen können. Neben den Damagedealern und Disablern gibt es auch noch Protect- und Support Einheiten, die etwa die Kameraden heilen können oder die eigenen Schiffe schneller machen. Soweit so bekannt aus diversen Echtzeitstrategie- und MOBA-Titeln. Die echte Besonderheit von Subsiege ist aber passend zum Unterwasser-Setting der Sauerstoff.

Um Upgrades für die Schiffe zu erhalten, müssen wir Raffinerien erobern und halten. Quelle: PC Games Um Upgrades für die Schiffe zu erhalten, müssen wir Raffinerien erobern und halten. Unsere Einheiten und ihre Mannschaften benötigen im kühlen Nass nämlich Luft zum Atmen, was wir nur durch Kills bekommen. Wir beginnen die Partien mit einem Vorrat von sechs Minuten und müssen relativ schnell zusehen, dass wir entweder Schiffe von feindlichen Spielern ausschalten oder alternativ gegen sogenannte Creeps vorgehen. Die letztere Variante hilft uns aber gegen Ende der etwa 10-15 Minuten langen Matches aber kaum noch, da die kleineren Gegner deutlich weniger Luft zum Atmen geben als die Abschüsse von echten Feinden. Diese Mechanik sorgt unserer Erfahrung für wirklich rasante Partien, da keiner der Spieler die Möglichkeit hat, wie in einem klassischen Echtzeitstrategie-Spiel auf Turtle-Taktiken oder ähnliches zu setzen. Obendrein steigt die Spannung in den Gefechten gegen Schluss ungemein, wenn alle Spieler auf der Suche nach Gegnern sind, um dem Erstickungstod zu entgehen! Dabei kann es natürlich leicht passieren, dass man panisch die eigene Flotte in ein aussichtsloses Gefecht schickt, nur um festzustellen, dass man eine Partie ebenso verliert, wenn alle Boote das Zeitliche segnen.

Subsiege in der Vorschau: Leicht zu erlernen, schwer zu meistern

Die Feinde konzentrieren ihr Feuer meistens auf ein bestimmtes Schiff. Quelle: PC Games Die Feinde konzentrieren ihr Feuer meistens auf ein bestimmtes Schiff. Wie bei anderen Strategiespielen geht es in Subsiege vor allem um gute Planung und optimales Management. Gehe ich zuerst auf die Suche nach Kristallen, damit ich meine kleine Flotte ausbauen kann oder schicke ich meine Boote zu den Creeps, damit der Sauerstoff nicht zur Neige geht? Mit welchen Upgrades und welcher Zusammenstellung lässt sich ein Gegner am besten schlagen? Neben diesen Fragen spielt natürlich auch das Teamplay eine wichtige Rolle, das in den interessanten Mehrspielerpartien schlussendlich über Sieg oder Niederlage entscheidet. Vor allem deshalb dauert es auch eine Weile, bis man Erfolg in den Gefechten hat - zumal Subsiege offensichtlich nach dem Motto "leicht zu erlernen, schwer zu meistern" entwickelt wurde.

Subsiege befindet sich aktuell aber noch in der Early-Access-Phase und das merkt man den Titel noch an einigen Stellen an. So ist die Unterwasseroptik mit der Unreal Engine 4 zwar ein nettes Gimmick, aber insgesamt fehlt es unserer Meinung nach noch ein wenig an grafischen Details - vor allem bei den Schiffen, damit man sie leichter auseinander halten kann. Ebenso sollten die Entwickler noch unbedingt an der Benutzeroberfläche arbeiten, da sie noch etwas unübersichtlich wirkt und obendrein mit Bugs zu kämpfen hat. So funktionierte die Minimap in den Tutorialmissionen nicht wirklich astrein und auch die Schriften in den Menüs waren oft falsch skaliert. Zum guten Schluss sollte Icebird Interactive noch eine echte Vertonung dem Spiel hinzufügen, da eine von Computer generierte Stimme als Sprachausgabe bei Spielen, die nicht bereits 20 Jahre auf dem Buckel haben, etwas merkwürdig wirkt.

Insgesamt hat uns Subsiege jedoch ganz gut gefallen, zumal wir oft rasante und nervenaufreibende Mehrspielergefechte erlebt haben. Wer als RTS-Fan folglich Lust auf ein wenig Abwechslung hat und aktuell über die eine oder andere Schwäche hinwegsehen kann, sollte Subsiege im Auge behalten - schon deshalb, weil das Spiel mit 20 Euro ziemlich preisgünstig erhältlich ist.

Meinung

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1661893802 Mitglied
        Soweit würde ich da ja mitgehen, aber die meisten inkl. Redakteure sind diesbezüglich leider sehr ignorant was "unübliche" Bezeichnungen angeht.

        Also muß man entweder die Herkunft ignorieren und MOBA so und den Rest als RTS benennen, oder es braucht ein handlichen Namen für Basis- Und Einheitenbau RTS, mit Chanche auf Verbreitung.
      • Von Gast1661893802 Mitglied
        Soweit würde ich da ja mitgehen, aber die meisten inkl. Redakteure sind diesbezüglich leider sehr ignorant was "unübliche" Bezeichnungen angeht.

        Also muß man entweder die Herkunft ignorieren und MOBA so und den Rest als RTS benennen, oder es braucht ein handlichen Namen für Basis- Und Einheitenbau RTS, mit Chanche auf Verbreitung.
      • Von Wut-Gamer Spiele-Kenner/in
        Zitat von LesterPG
        Ok, dann beschreibe mal das Genre von C&C etc. mit einem Wort ohne den Überbegriff zu nutzen.
        Ich würde C&C, Starcraft, Dawn of War etc. als Echtzeitstrategiespiele mit Fokus auf Basis- Und Einheitenbau und League of Legends, Dota usw. als heldenzentrierte Echtzeitstrategiespiele beschreiben. Warcraft 3 ist eine Übergangsform (darum gingen ja "MOBAs" ursprünglich daraus hervor).

        Natürlich kann man anführen, dass der Actionanteil bei "MOBAs" tendenziell höher und die Übergänge zu beispielsweise Teamshootern fließend sind. Aber Genres sind nunmal ein Kontinuum und keine fest abgegrenzten Schubladen.
      • Von Gast1661893802 Mitglied
        Zitat von Wut-Gamer
        Eine "Mischung aus MOBA und Echtzeitstrategie" verhält sich in etwa wie eine Mischung aus Shooter und Actionspiel (Das eine ist eine Untermenge des anderen)...
        Ok, dann beschreibe mal das Genre von C&C etc. mit einem Wort ohne den Überbegriff zu nutzen.
        RTS war vor der MOBA Auskopplung recht klar definiert, man kann die Mangels Extrabezeichnung nicht plötzlich ins Namenslose Aus stellen.

        Wär ja so als hätte man Menschen und Asiaten.
        Und wenn ein Asiat dann etwas anders ist wird er deswegen auch nicht mehr Mensch oder ein menschlicherer Asiate.
      • Von Wut-Gamer Spiele-Kenner/in
        Eine "Mischung aus MOBA und Echtzeitstrategie" verhält sich in etwa wie eine Mischung aus Shooter und Actionspiel (Das eine ist eine Untermenge des anderen)...
      • Von Gast1661893802 Mitglied
        MOBA ist zwar ein Ableger vom RTS, bedingt aber das man nur eine Einheit (oder wie hier eine übersichtliche Gruppe Einheiten) lenkt.
        Das man Teile davon "parken" kann wäre der einzige Ansatz der Mischung.

        Das kann man mögen, dem klassischen RTS Spieler läuft es aber mangels taktischen Möglichkeiten (max. 6 Einheiten) zuwider.

        Mich persönlich widerten schon RTS Games an die ein Gruppenlimit von <10 hatten, spätestens bei einem überschaubaren Gesamtlimit von immerhin mehreren Dutzend konnte ich damit nichts anfangen.
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