Styx: Master of Shadows im Test - Fazit und Wertung

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Test Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Styx: Master of Shadows - Mit Dolch und List meucheln wir uns durch das Stealth-Abenteuer von Cyanide Studio.

Meisterdieb Garrett hat mit Goblin Styx grünhäutige Konkurrenz bekommen. Nachdem wir nun die Kampagne abschließen und dabei mehrere Schwierigkeitsgrade ausprobieren konnten, verdient sich das Meuchel-Abenteuer das Prädikat "Gut". Ausführliche Eindrücke zum Schleichspiel liefern euch zudem unsere Videos zum Test.

Schattenspieler statt Killer-Maschine

Styx: Master of Shadows - In einer Truhe versteckt, durch einen Sicht-Schlitz beobachten wir das Geschehen vor uns. Quelle: PC Games Styx: Master of Shadows - In einer Truhe versteckt, durch einen Sicht-Schlitz beobachten wir das Geschehen vor uns. Der größte Freund von Goblin Styx ist der Schatten – ganz wie in Thief könnt ihr daher Fackeln auslöschen. Entweder direkt per Hand oder auch aus der Ferne durch einen gezielten Wurf mit Sand. Je nach Gegnertyp müsst ihr aber damit rechnen, dass Fackeln durch Wachen wieder entzündet werden. Das Waffenarsenal eures Anti-Helden besteht dabei aus einem Dolch und Wurfmessern, von denen ihr maximal drei im Gürtel haben dürft. Auch wenn sich Styx in den Schwierigkeitsgraden "Einfach" und "Normal" durchaus auch kämpferisch durch die Levels bewegen kann, ist stets Vorsicht geboten, da mit zunehmendem Kampagnenfortschritt die Zahl der Gegner immens zunimmt, die sich in den Abschnitten tummeln und patrouillieren. Wer auf "Schwer" oder gar auf der Stufe "Goblin" spielt, dürfte schnell merken, dass man jetzt zwingend auf die Stealth-Elemente des Spiels angewiesen ist. Bei dem Schwierigkeitsgrad "Goblin" ist es Styx beispielsweise nicht mehr möglich, zu parieren und Gegner so auszuschalten. Wer mag, kann den Anspruch noch weiter steigern, indem man den Zielmarker abschaltet oder die Entdeckungsanzeige über den Gegnern deaktiviert. Dadurch dürften auch Fans schwieriger Kost in Styx auf ihre Kosten kommen.

Ordentlicher Umfang und Wiederholungspotenzial

Styx: Master of Shadows - Die Story wird zu großen Teilen in gezeichneten Standbildern erzählt. Quelle: PC Games Styx: Master of Shadows - Die Story wird zu großen Teilen in gezeichneten Standbildern erzählt. Jede der acht Missionen ist in mehrere Unterkapitel unterteilt, meist drei bis vier Stück davon. Neben dem eigentlichen Hauptziel lassen sich optionale Nebenaufgaben erfüllen, gut versteckte Artefakte aufreiben und in den Levels verstreute Medaillons einsacken. Darüber hinaus lassen sich auch jeweils besondere Achievements erreichen, wenn ihr beispielsweise eine Mission abschließt, ohne einen Alarm auszulösen oder unterhalb eines bestimmten Zeitlimits bleibt. Schön dabei ist, dass ihr die jeweiligen Boni nicht in einem einzelnen Spieldurchlauf erreichen müsst. Nach jeder Mission findet ihr euch im "Hideout" – dem Versteck von Styx wieder. In diesem Hub könnt ihr Styx ausrüsten, ihm Fertigkeiten beibringen (auf die wir noch eingehen) oder eben schon absolvierte Missionen wiederholen, um einen anderen Stil auszuprobieren oder um noch fehlende Achievements zu ergattern. Wer sich beim Durchspielen auf die einfacheren Schwierigkeitsgrade und nur auf die Hauptziele beschränkt, kann dies in knapp zehn Spielstunden erreichen. Doch wer alle Möglichkeiten des Spiels auskosten will, ist erheblich länger beschäftigt und darf sich auf fünfzehn und mehr Stunden Stealth-Gameplay einstellen. Wenn man dabei den Budget-Preis des Spiels in Betracht zieht, ist das ein äußerst faires Preis-Leistungs-Verhältnis, das Cyanide Studio den Spielern bietet.
Hinweis: Bis zum 13. Oktober ist Styx: Master of Shadows mit einem Rabatt von 20% und somit für 23,99 € erhältlich.

Styx: Master of Shadows - Das ging schief - ein wachsamer Soldat hat unseren kleinen Goblin entdeckt und zerrt in aus dem Schrank. Styx: Master of Shadows - Das ging schief - ein wachsamer Soldat hat unseren kleinen Goblin entdeckt und zerrt in aus dem Schrank. Anti-Held Styx verfügt über viele Möglichkeiten, wie er sich seiner Gegner entledigen kann. Dank seiner Größe kann er sich in Fässern, Kommoden, Gullis oder unter Tischen verstecken. Die bisher von uns gespielten Missionen boten viele Möglichkeiten, um die Auftragsziele zu erreichen. Ihr könnt Wachen ablenken, eure Wurfmesser einsetzen, einen Klon von Styx erschaffen, euch unsichtbar machen, mit giftiger Goblin-Spucke Essen und Trinken der Gegner verseuchen – die Gameplay-Einfälle der Entwickler spielen sich teils klassisch, teils originell und passen sehr gut zu dem "dreckigen" Charakter der Hauptfigur. So lassen sich Gegner auch von Mauern schubsen oder unter herabstürzenden Kronleuchtern und Waren-Paletten begraben – wer kreativ vorgeht, entdeckt jede Menge Spielspaß in Styx. In Sachen Gegner gibt es zudem reichlich Abwechslung, die sich aufs Gameplay auswirkt – hier mal ein paar Beispiele: Dick gepanzerte Ritter lassen sich beispielsweise nicht per Direktangriff überrumpeln, auch ein Wurfmesser ist gegen die Burschen zwecklos. Mutantenschaben sind zwar blind, besitzen dafür aber ein geschärftes Gehör. In einigen Levels bekommt ihr es mit angeketteten Orks zu tun – kommt ihr in die Reichweite deren Arme, ist es Aus und Vorbei mit unserem Goblin. Magier sind in der Lage, Styx an Ort und Stelle zu fesseln – die Entwickler haben es gut verstanden, durch den Mix der verschiedenen Gegnertypen den Spieler zu fordern, damit man nicht einfach stumpf durch die Levels prescht und das gelingt auch über weite Strecken.

KI-Leistung auf schwankendem Niveau

Styx: Master of Shadows - Die KI-Gegner geben viel zu leicht auf. Selbst auf den hohen Schwierigkeitsgraden kann man sich aus der Affäre ziehen, wenn man schnell flüchtet und sich versteckt. Styx: Master of Shadows - Die KI-Gegner geben viel zu leicht auf. Selbst auf den hohen Schwierigkeitsgraden kann man sich aus der Affäre ziehen, wenn man schnell flüchtet und sich versteckt. Durchwachsen fällt uns die KI-Leistung der Gegner auf – gerade in einem Schleich-Spiel sollte man sich doch verletzbar und verfolgt fühlen, wenn man entdeckt wird. Das gelingt in Styx allenfalls auf den beiden hohen Schwierigkeitsgraden. Doch selbst dort fällt die Intensität, mit der die Wachen uns suchen, recht kurz aus. Lauthals krähen Sie Alarm, wenn sie einen Leichnam entdecken oder in unser grünhäutiges Antlitz blicken, Arbeiter rufen "Monster" und schrecken so Wachen auf. Die KI ist dann auch bemüht, in Verstecke zu schauen, was cool ist. Wenn man in einem solchen Moment etwa unter einem Tisch hockt, der sich im Suchradius befindet, zerren einen die Gegner geschwind hervor und machen unserem Goblin den Garaus. Doch sobald man es schafft, sich ein Stück weit weg zu flüchten, geben die Gegner sehr schnell die Suche wieder auf und kehren zum Tagesgeschäft zurück.
Um diesen Umstand zu kaschieren, setzen die Entwickler im fortschreitenden Verlauf des Spiels schlicht auf die schiere Masse an vorhandenen Gegnern. Das sorgte bei uns im Test für viele Try-And-Error-Situationen, was nicht gerade befriedigend ist.

Fertigkeiten und Rollenspielelemente

Styx: Master of Shadows - Die Missionskarte hilft nur bedingt, da die Levels vertikal sehr verschachtelt sind. Quelle: PC Games Styx: Master of Shadows - Die Missionskarte hilft nur bedingt, da die Levels vertikal sehr verschachtelt sind. Damit ihr den immer zahlreicher auftretenden Gegnern ordentlich die Stirn bieten könnt, enthält Styx: Master of Shadows eine Vielzahl an Fertigkeiten, die ihr eurem Schützling beibringen könnt. Für abgeschlossene Missionen sowie der darin erreichten Ziele und Achievements bekommt Styx Fertigkeitenpunkte. Zwischen den Aufträgen könnt ihr diese Punkte im Versteck des Goblins ausgeben, um so neue Fertigkeiten zu lernen. Diese sind in sieben Fachgebiete mit je vier, aufeinander aufbauenden Fertigkeiten unterteilt, mit denen ihr euren gewünschten Spielstil aufwerten könnt. So lässt sich Styx im Laufe des Spiels etwa leiser bewegen oder benötigt weniger Genauigkeit, um einen Angriff zu kontern. Ebenso lässt sich der einsetzbare Klon verbessern, der Umfang an mitgeführten Tränken erhöhen und die Mord-Varianten erweitern – die einzelnen Fertigkeiten sind gut aufeinander abgestimmt und ermöglichen es uns, neue Varianten unseres Spielstils auszuprobieren – eine schöne Sache!

Grüner Daumen für den kleinen Grünling

Styx: Master of Shadows ist ein durchaus gut zu wertendes Schleich-Spiel geworden, dass seinen Pluspunkt vor allem im Leveldesin und den daraus resultierenden Möglichkeiten erzielt. Auch die originellen Ideen, mit denen sich Styx seiner Feinde entledigen kann, tragen viel zum Spielspaß bei. Auch wenn die Story eher ins Konfuse abdriftet, die Technik hier und da schwächelt und man die Entwickler für die unpräzise Steuerung einen ums so präziser platzierten Tritt in den Hintern geben sollte, gebührt Goblin Styx definitiv die Aufnahme in die Riege von Stealth-Helden wie Garrett (Thief), Corvo (Dishonored), Sam Fisher (Splinter Cell) und Co.

Meinung

Wertung zu Styx: Master of Shadows (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Gut umgesetztes Stealth-GameplayHervorragende Level-ArchitekturViele AlternativwegeViel EntdeckungspotenzialReizvolles Belohnungssystem fördert den WiederspielwertSympathischer, gut vertonter (Anti)-HeldOriginelle FertigkeitenVerschiedene Gegner fordern unterschiedliche TaktikenStimmungsvolle Soundkulisse und BeleuchtungGünstiger Preis
Schwankende KI-LeistungUnpräzise SteuerungGegner-Schwemme in der zweiten SpielhälfteWirr verlaufende StoryUnscharfe, verwaschene TexturenStory-Charaktere bleiben farblosLevel-Recycling in der zweiten Spielhälfte
Fazit

Styx: Master of Shadows ist ein gelungenes Schleichspiel und darf sich wohlverdient im Kreis bekannter Stealth-Athleten bewegen. Die kreativen Level- und Gameplay-Ideen der Entwickler als auch die charmant bis skurril inszenierte Hauptfigur sorgen zudem für ein gutes Spielspaß-Erlebnis und bereichern das Stealth-Genre.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Styx: Master of Shadows im Test - Schwachpunkt Steuerung
  2. Seite 2 Styx: Master of Shadows im Test - Fazit und Wertung
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von StefanWeiss Autor
        Da das aktuelle Fazit-Video aktuell noch nicht im Online-Artikel implementiert ist, verlinke ich es mal zu unserem YouTube-Channel.

        Viele Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Stefan W.
      • Von StefanWeiss Autor
        Da das aktuelle Fazit-Video aktuell noch nicht im Online-Artikel implementiert ist, verlinke ich es mal zu unserem YouTube-Channel.

        Viele Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Stefan W.
      • Von StefanWeiss Autor
        Zitat von Filben
        Aber das wird jetzt nicht zur Regel, dass ihr solche "Testtagebücher" macht (für ein MMO würde es ja Sinn machen...)? Und auch trotz Videoreview weiterhin auf die Textform setzt? Spielszenen sind toll, aber in Textform kann ich alles viel schneller erfassen, auf Wunsch überfliegen und filtern, was für mich wichtig ist, was Kritikpunkte für mich sind und was nicht.
        Es war halt mal wieder die typische Test-Situation, dass der Review-Code an einem Freitag reingeschneit kam und wir auf jeden Fall pünktlich zum Release schon mal Eindrücke liefern wollten. Inzwischen ist aber auch der finale Test am Start, was du vielleicht am Update hast erkennen können. :-)

        Styx ist jedenfalls ein unterhaltsames Stealth-Game geworden - lediglich bei KI und Steuerung musst du dich mit Macken abfinden, aber das lässt sich, denke ich, verschmerzen, da Styx viele schöne Spielspaß-Momente bietet, wenn "der Hase mal so richtig läuft". ^^

        Einen schönen Abend wünscht Stefan W.
      • Von Filben Gelegenheitsspieler/in
        Aber das wird jetzt nicht zur Regel, dass ihr solche "Testtagebücher" macht (für ein MMO würde es ja Sinn machen...)? Und auch trotz Videoreview weiterhin auf die Textform setzt? Spielszenen sind toll, aber in Textform kann ich alles viel schneller erfassen, auf Wunsch überfliegen und filtern, was für mich wichtig ist, was Kritikpunkte für mich sind und was nicht.
      • Von Matthias Dammes Redakteur
        Zitat von babajager
        Ist das nicht ein Charactere aus "Of Orcs And Men"?
        Gut erkannt.
        Es handelt sich hierbei auch quasi um den Nachfolger von Of Orcs and Men. ;)
      • Von babajager Spiele-Enthusiast/in
        Ist das nicht ein Charactere aus "Of Orcs And Men"?
      Direkt zum Diskussionsende
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