Story of Seasons: Grand Bazaar im Test - Spielgefühl & Fazit
Mit Story of Seasons: Grand Bazaar liefert uns Marvelous ein weiteres Remake, diesmal vom fast gleichnamigen Original aus der Harvest-Moon-Reihe. Im Test kann das Spiel nur teilweise begeistern.
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Auch beispielsweise bei der Übergabe von Gegenständen oder Preisen hätten wir uns mehr Details gewünscht. Statt gähnende Leere aus dem einen Paar Hände in das andere zu übergeben, hätte das Spiel visuell von, zum Beispiel, der Übergabe eines Pakets profitiert - eine Lösung, die es ermöglichen würde, dieselbe Animation mehrfach zu verwenden, aber das Ganze optisch trotzdem runder gemacht hätte.
Spielgefühl: Hier ist noch Luft nach oben
Das generelle Spielgefühl lässt sich als genauso gewöhnungsbedürftig beschreiben wie die Grafik. Die ist einerseits der Perspektive geschuldet: Die Kamera ist fixiert und unser Bauernhof ist einer der höchsten Punkte der Karte.
Wollen wir den Rest von Brisendorf besuchen laufen wir auf die Kamera zu und leider auch oft irgendwo gegen, besonders wenn wir uns mit dem Pferd etwas schneller fortbewegen.
Das Spiel hat zwar eine Karte, jedoch im Gegensatz zum Original keine Minimap. Deshalb ist es häufig schwer, einzuschätzen, ob wir die Brücke gleich treffen oder doch am Pfosten hängen bleiben.
Quelle: PC Games
Beim Angeln habt ihr die Chance, nützliche Fische zu ergattern. Manchmal habt ihr allerdings auch ein wenig Pech und zieht lediglich Fischgräten aus dem Wasser.
Um einen Perspektivwechsel zu vermeiden, können wir außerdem durch Wände hindurchsehen, wenn wir uns hinter ihnen befinden. Während das generell clever gelöst ist, bleiben jedoch die kleinen Pfeile sichtbar, welche anzeigen, dass wir mit einem Objekt interagieren können - selbst wenn wir den betroffenen Gegenstand vor der Wand gar nicht mehr sehen können.
Nein, das beeinträchtigt das Gameplay zwar nicht enorm, kann aber dennoch zumindest optisch störend sein.
Zuletzt hat auch das Movement selbst einen Makel, denn besonders das Springen fühlt sich sehr eigenartig an. Das ist vermutlich hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass es kaum einen Unterschied macht, ob wir im Sprung in eine Richtung halten oder diese lediglich leicht antippen- wir springen immer gleich weit, was einen kurzen präzisen Sprung praktisch unmöglich macht.
Quelle: PC Games
Zuneigung gewinnt ihr durch Geschenke, denn die Bewohner vom Brisendorf scheinen materielle Dinge zu lieben. Ihr könnt nachlesen, wen ihr womit überraschen solltet.
Das ist besonders auffällig und frustrierend, wenn wir versuchen auf die Fässer zu springen, die uns in die Luft katapultieren. Und zwar genau dann, wenn wir sie plötzlich kläglich verfehlen.
Insgesamt ist Story of Seasons: Grand Bazaar ein solides Gesamtpaket, zumindest für eine bestimmte Zielgruppe. Besonders Fans der originalen Harvest-Moon-Reihe dürften sich sehr über dieses Remake freuen und auch für Anfänger eignet sich das Spiel als Einstieg in die Welt der zahlreichen Farming-Sims vermutlich gut.
Wollt ihr also einfach nur ein bisschen dahinspielen und euch an alte Zeiten zurückerinnern, werdet ihr euren Spaß damit haben. Sucht ihr jedoch Realismus oder eine Challenge, wenigstens in den Minispielen (wir schauen unauffällig die Angel in Stardew Valley an), wird euch dieses Spiel vermutlich nicht 100% zufriedenstellen. Ob Story of Seasons: Grand Bazaar die ca. 50€, für die ihr es im Nintendo eShop vorbestellen könnt, wert ist, darüber lässt sich streiten.
Meinung
Ja, das Spiel ist sehr umfangreich, es gibt viel zu sehen und für viele Spielstunden in Brisendorf ist gesorgt, ohne dass euch die Aufgaben ausgehen. Grafisch ist es jedoch einfach nicht auf einem Level mit anderen Spielen dieser Preisklasse. Transparenzhinweis: Die Testversion des Spiels wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.

Also ein großer Unterschied, der mir am Anfang ins Auge gesprungen ist: Man kann das Layout der Farm in Grand Bazaar nicht selbst bestimmen, der Standort von Feld, Stall und Mühle sind vorgegeben. Ich persönlich bin mehr Fan davon, wenn man seine Sachen selbst anordnen kann wie es einem gefällt und auch stetig ausbauen kann.
Sonst hat Grand Bazaar mehr Fokus auf Minispiele (Basar, Reitwettbewerb, Angeln, etc.), die aber dafür sehr einfach sind (Thema "Tasten in der richtigen Reihenfolge drücken"). Da hat mich das Angeln in Stardew Valley schon viel mehr um den letzten Nerv gebracht:)
Einer der größten Unterschiede ist aber vermutlich, dass es keinerlei Combat in Grand Bazaar gibt. Dort findet man die Rohstoffe in Teilen des Dorfs oder in den Bergen verteilt, aber es gibt in dem Sinn kein Höhlensystem, durch das man sich durchkämpfen kann.
Wenn es um besser und schlechter geht, ist meine größte Kritik wohl echt die Grafik. Stardew Valley hat zwar durch den Pixelart-Stil die "einfachere" Grafik (die auch stark Geschmackssache ist – ich mag sie sehr gern), sie ist aber dafür konsistent und es hat mich nie irgendwas gestört. Gerade was Animationen betrifft, finde ich hat Grand Bazaar den ein oder anderen Makel, den man irgendwie nicht übersehen kann:-D
Mag es auch eher, wenn ich selbst bestimmen kann, wo ich welche Gebäude platziere bzw. was ich mit meiner Farm so anstellen will. Da bieten mir Stardew Valley und Coral Island genau das richtige Maß an Freiheit.
Ich kann dir Coral Island nur empfehlen, gerade wenn dir Stardew Valley gefällt.
Also ich brauche jetzt keinen kleinteiligen Vergleich der einzelnen Aspekte. Ich dachte nur, da ihr es gespielt habt, wie ihr das so im Vergleich mit ähnlichen Spielen seht und was es grob besser/schlechter/anders macht. Im Test selbst habe ich so etwas nämlich nicht gelesen oder ich war blind und habe es überlesen...
Also ein großer Unterschied, der mir am Anfang ins Auge gesprungen ist: Man kann das Layout der Farm in Grand Bazaar nicht selbst bestimmen, der Standort von Feld, Stall und Mühle sind vorgegeben. Ich persönlich bin mehr Fan davon, wenn man seine Sachen selbst anordnen kann wie es einem gefällt und auch stetig ausbauen kann.
Sonst hat Grand Bazaar mehr Fokus auf Minispiele (Basar, Reitwettbewerb, Angeln, etc.), die aber dafür sehr einfach sind (Thema "Tasten in der richtigen Reihenfolge drücken"). Da hat mich das Angeln in Stardew Valley schon viel mehr um den letzten Nerv gebracht:)
Einer der größten Unterschiede ist aber vermutlich, dass es keinerlei Combat in Grand Bazaar gibt. Dort findet man die Rohstoffe in Teilen des Dorfs oder in den Bergen verteilt, aber es gibt in dem Sinn kein Höhlensystem, durch das man sich durchkämpfen kann.
Wenn es um besser und schlechter geht, ist meine größte Kritik wohl echt die Grafik. Stardew Valley hat zwar durch den Pixelart-Stil die "einfachere" Grafik (die auch stark Geschmackssache ist – ich mag sie sehr gern), sie ist aber dafür konsistent und es hat mich nie irgendwas gestört. Gerade was Animationen betrifft, finde ich hat Grand Bazaar den ein oder anderen Makel, den man irgendwie nicht übersehen kann:-D
Müsste ich mich zwischen Stardew Valley und Grand Bazaar entscheiden, wäre Stardew Valley meine Wahl. Ich persönlich musste mich gerade am Anfang oft daran erinnern, dass der original Harvest-Moon-Teil ein gutes Stück älter ist und habe deswegen auch bewusst darauf verzichtet die beiden Spiele zu sehr zu vergleichen. Aber ja, ich mag Stardew Valley sehr gerne und hatte tatsächlich das Gefühl, dass Grand Bazaar in einigen Aspekten nicht mithalten kann, gerade was das Gameplay betrifft (z.B. bezüglich Schwierigkeitsgrad) – was nicht heißen soll, dass es per se das "schlechtere" Spiel ist. Ich denke es kommt stark darauf an worauf man Wert legt.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es gerade für Spieler, die eine emotionale Verbindung zur Harvest-Moon-Reihe haben, und dieses Gefühl nochmal erleben wollen, ein echt schönes Erlebnis sein kann. Gibt es spezielle Aspekte der beiden Spiele, zu denen dich ein direkter Vergleich interessieren würde?:-D
Ich kann dir Coral Island nur empfehlen, gerade wenn dir Stardew Valley gefällt.
Also ich brauche jetzt keinen kleinteiligen Vergleich der einzelnen Aspekte. Ich dachte nur, da ihr es gespielt habt, wie ihr das so im Vergleich mit ähnlichen Spielen seht und was es grob besser/schlechter/anders macht. Im Test selbst habe ich so etwas nämlich nicht gelesen oder ich war blind und habe es überlesen...
Beim Lesen des Tests und Angucken von Screenshots habe ich nicht das Gefühl gehabt, dass das Spiel mit den zwei genannten Genre-Vertretern mithalten kann.
Müsste ich mich zwischen Stardew Valley und Grand Bazaar entscheiden, wäre Stardew Valley meine Wahl. Ich persönlich musste mich gerade am Anfang oft daran erinnern, dass der original Harvest-Moon-Teil ein gutes Stück älter ist und habe deswegen auch bewusst darauf verzichtet die beiden Spiele zu sehr zu vergleichen. Aber ja, ich mag Stardew Valley sehr gerne und hatte tatsächlich das Gefühl, dass Grand Bazaar in einigen Aspekten nicht mithalten kann, gerade was das Gameplay betrifft (z.B. bezüglich Schwierigkeitsgrad) – was nicht heißen soll, dass es per se das "schlechtere" Spiel ist. Ich denke es kommt stark darauf an worauf man Wert legt.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es gerade für Spieler, die eine emotionale Verbindung zur Harvest-Moon-Reihe haben, und dieses Gefühl nochmal erleben wollen, ein echt schönes Erlebnis sein kann. Gibt es spezielle Aspekte der beiden Spiele, zu denen dich ein direkter Vergleich interessieren würde?:-D