Stellaris: Mit Season 10 kommen spielbare Space-Nomaden, neue Ideologien und Szenarien
Stellaris bekommt zum 10. Geburtstag einige der größten Neuerungen seit Jahren. Besonders ein neues Feature dürfte viele Sci-Fi-Fans sofort an bekannte Serien und Filme erinnern.
Zehn Jahre nach Release und etliche sehr schlecht aufgenommene Updates später, baut Paradox Stellaris weiter massiv aus. Mit Season 10 bekommt das Sci-Fi-Strategiespiel nicht nur spielbare Space-Nomaden ohne Heimatwelt, sondern auch neue Ideologie-Systeme und deutlich kürzere Szenarien für schnellere Partien.
Stellaris bekommt endlich Space-Nomaden und neue Szenarien zum 10. Geburtstag
Die größte Neuerung von Season 10 heißt "Nomads" und soll im zweiten Quartal 2026 erscheinen. Damit könnt ihr erstmals ein Volk spielen, das keinen festen Heimatplaneten besitzt und stattdessen auf riesigen Arkenschiffen durch die Galaxie reist.
Diese Schiffe funktionieren im Grunde wie mobile Planeten. Ihr könnt sie militärisch, wissenschaftlich oder wirtschaftlich ausbauen und ähnlich weiterentwickeln wie normale Welten in Stellaris (jetzt kaufen 49,99 € / 44,99 € ).
Game Director Stephen Murray hat gegenüber PCGamer erklärt, dass Paradox dieses Feature schon seit Jahren umsetzen wollte. Lange Zeit seien die technischen Probleme dafür aber einfach zu groß gewesen.
"Die Entwickler sind früher fast schreiend davongelaufen, sobald wir über mobile Planeten gesprochen haben."
Erst nach Update 4.0 habe das Team genug Zeit gehabt, um einen funktionierenden Prototypen zu entwickeln. Laut Murray entstand die erste spielbare Version sogar innerhalb einer internen Entwicklerwoche.
Die neuen Space-Nomaden erinnern stark an Battlestar Galactica & Mass Effect
Die Nomaden sollen sich deutlich anders spielen als klassische Reiche in Stellaris. Eroberte Planeten könnt ihr beispielsweise als Vasallen auslagern oder direkt als diese weiterspielen. Gleichzeitig dürft ihr euch später auch noch dauerhaft auf einem Planeten niederlassen. In diesem Fall wird das Arkenschiff zu Infrastruktur für eure neue Heimatwelt umgebaut.
Murray hat außerdem bestätigt, dass bekannte Sci-Fi-Serien direkt als Vorlage dienten. Vor allem Battlestar Galactica habe das Team inspiriert.
"Wir wollten genau diese Fantasie treffen. Ihr sollt euch wie die Flotte aus Battlestar Galactica fühlen."
Auch oder vor allem Fans von Mass Effect dürften einige Parallelen erkennen. Murray erwähnte ausdrücklich die Quarianer als Inspiration für das neue Spielsystem. Zusätzlich bringt "Nomads" mehrere neue Ursprünge mit. Einer davon verwandelt euer Volk sogar in eine luxuriöse Kreuzfahrtflotte, die durch die Galaxie reist.
Neue Willpower-Erweiterung erweitert Ideologien und politische Konflikte
Neben "Nomads" erscheint mit "Willpower" eine zweite große Erweiterung für Season 10. Hier dreht sich alles um Ideologien und deren Einfluss auf andere Reiche. Schon jetzt besitzt Stellaris Ethiken wie Spiritualismus oder Materialismus. Das neue System geht aber hier aber wohl deutlich weiter und soll interne Konflikte sowie ideologische Machtkämpfe stärker in den Mittelpunkt rücken. Laut Murray können künftig sogar Reiche mit ähnlichen Weltanschauungen gegeneinander arbeiten.
"Wenn ich eine spirituelle Ideologie habe und ihr eine andere spirituelle Ideologie habt, werdet ihr euch wahrscheinlich trotzdem gegenseitig bekämpfen."
Paradox betont allerdings, dass es sich nicht um eine reine Religions-Erweiterung handelt. Auch wissenschaftliche oder rationale Ideologien sollen sich über die Galaxie verbreiten und andere Spezies beeinflussen können.
Quelle: Paradox Interactive Steam
Ein Space-Nomade.
Stellaris bekommt kürzere Szenarien und einen Roguelike-Modus
Zu guter Letzt führt Season 10 außerdem ein komplett neues Szenario-System ein. Diese Spielmodi nutzen die bekannten Stellaris-Mechaniken, setzen aber auf deutlich kürzere und stärker eingeschränkte Kampagnen.
- Ein Szenario funktioniert etwa als PvP-Modus im Stil von "King of the Hill".
- Ein anderes erinnert eher an ein Roguelike und begleitet nur ein einziges Schiff auf seiner Reise durch die Galaxie.
Murray erklärte, dass normale Kampagnen in Stellaris oft sehr viel Zeit benötigen. Genau deshalb habe sich das Team mehr Inhalte gewünscht, die sich auch an einem Abend abschließen lassen. Besonders interessant dürfte das neue System außerdem für Modder werden. Laut Paradox können Spieler Regeln, Technologien und ganze Systeme künftig stark anpassen oder komplett deaktivieren.
Freut ihr euch bereits auf das neue Update und Funktionen, oder können auch diese Neuerungen eure Einstellung zu Stellaris nicht verbessern? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
