Stellar Blade im Test: Sitzt, passt, wackelt und hat Luft

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Test Stefan Wilhelm - Redakteur Matthias Dammes - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Stellar Blade im Test: Sitzt, passt, wackelt und hat Luft
Quelle: Sony Interactive Entertainment

Es zählen die inneren Werte: Wir haben Stellar Blades wackelnde Kaufargumente beiseitegeschoben und klären im Test, ob da ein gutes Spiel dahintersteckt!

Wie Lara Croft in ihren besten Jahren

Außerhalb der Kämpfe hätten die Entwickler ihr Movement aber dafür gerne eine Prise flotter gestalten dürfen, denn wegen Eves dezent schwerfälliger Bewegungen kann der eine oder andere Sprungparcours schon mal frickelig werden. Aber immerhin: Die Klettereinlagen lockern das Kämpfen und Erkunden sinnvoll auf und auch sonst punktet das Gameplay mit Abwechslung.

Es wird gerne mal gerätselt, wenn wir Zugangscodes für Truhen und Türen herausfinden oder Kisten verschieben müssen. Die kämpferische Vielfalt bereichern Passagen, in denen wir unsere einzige Nahkampfwaffe nicht verwenden dürfen und auf die verschiedenen Munitionstypen unserer Drohne angewiesen sind. Das Schießen fühlt sich dank tollem Dualsense-Feedback ordentlich an, der Munitionswechsel geht aber nur recht mühsam von der Hand.

Dass die Umgebungen im Kontrast zur Hauptfigur meist langweilig daherkommen, haben wir bereits erwähnt. Geradlinige Abschnitte in Kanalisationen, Fabrikhallen und unterirdischen Schächten wechseln sich mit offeneren Bereichen wie zerstörten Städten und nicht nur einer, sondern gleich zwei Wüstenzonen ab.

Letztere halten neben optionalen Sidequests auch viele versteckte Schatztruhen bereit, mit deren Inhalt wir unsere Ausrüstung verbessern, oder, viel interessanter, neue Outfits für Eve freischalten.

Stellar Blade im Test: Sitzt, passt, wackelt und hat Luft - Update zur PC-Version Quelle: Shift Up Die Nebenquests warten teils mit netten Prämissen auf und führen oft an Orte, die wir im Rahmen der Hauptquest nicht erreichen. Spielerisch überwiegen dabei Hol-und-Bring-Missionen, erneute Duelle mit vorherigen Bossgegnern oder kleine Rätsel.

All das haut nicht vom Hocker, aber der Großteil lässt sich zumindest flott erledigen. Manche Aufträge schalten sogar neue Händler frei. Bei Erfüllung der Quest dürfen wir auch noch bequem zum Questgeber zurückreisen, um die Belohnungen einzusacken. Die Ladezeit beim Schnellreisen ist dabei kaum der Rede wert.

In puncto Umfang haben wir auch nur wenig zu meckern: Für einen Durchgang der Story mit einer Handvoll Nebenquests haben wir knapp 25 Stunden gebraucht, wer alles sammeln und erledigen will, ist locker noch zehn Stunden länger dabei.

Schade: Nachdem wir uns für ein Ende entschieden und den letzten Boss geplättet haben, gibt es weder eine Kapitelauswahl noch eine Möglichkeit, in vorherige Gebiete zurückzukehren. Die Warnung vor dem Point of No Return ist bei Stellar Blade also ernst zu nehmen. Ein New Game Plus gibt's aktuell auch nicht, die Entwickler wollen den Modus aber per kostenlosem Update nachliefern.

Update vom 25. April: Gesagt, getan - Shift Up hat den New-Game-Plus-Modus mit dem aktuellen Patch ins Spiel implementiert.

Stellar Blade im Test: Sitzt, passt, wackelt und hat Luft - Update zur PC-Version Quelle: Shift Up

Gute Künstler kopieren...

Unsere Gefühle, während der Abspann über den Bildschirm flimmerte - nachdem uns unser gewähltes Ende mit einem Cliffhanger zurückließ, der vermutlich erst im nächsten Spiel aufgelöst wird - waren gemischt.

Wir hatten zweifelsfrei unseren Spaß mit Stellar Blade: Das Kampfsystem ist ordentlich umgesetzt, das Gameplay punktet mit Abwechslung und die Produktionsqualität ist für das erste Konsolenspiel eines Mobile-Entwicklers überzeugend.

Gleichzeitig schafft es Stellar Blade aber nicht, eigene Impulse zu setzen, mit denen es aus dem Schatten seiner Vorbilder treten könnte und ist insgesamt ein gutes, aber auch ein unspektakuläres und allzu vertrautes Erlebnis.

Wertung zu Stellar Blade (PS5)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Stellar Blade (PC)

Wertung:

7.0 /10
Fazit

Stellar Blade verliert zwar Vergleiche mit den Meisterwerken, aus denen es seine Identität zusammensetzt, das macht es aber nicht zu einer schlechten Wahl: Action-Freunde freuen sich über ein spaßiges Kampfsystem, respektablen Umfang und nette Beschäftigungsmöglichkeiten.

Kennt ihr seine Vorbilder nicht - oder seid so felsenfest im Team Hintern zuhause, dass euch die bloße Anwesenheit eines so detaillierten Exemplars die Freudentränen ins Gesicht treibt - wird euch Stellar Blade vielleicht mehr begeistern können. Kennt ihr sie aber doch, dann habt ihr Stellar Blade bereits in spannenderer und kreativerer Form gespielt. Transparenzhinweis: Die Version des Spiels wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von cukky NPC
        Zitat von Synopse
        Das ist wohl eher das, was die Presse daraus gemacht hat, nicht das Spiel selbst. ;)

        Doch, es hat sehr viel mehr als das zu bieten. Eine Reduzierung auf optische Merkmale, das machen Tests wie dieser hier. Es gibt durchaus etliche andere Tests, die das Spiel insgesamt betrachten - und zu anderen Faziten kommen.
        Das passiert leider immer öfter.
        Agenden werden bedient.
        Das wichtigste wie Gameplay werden von der sogenannten Fachpresse immer weniger priorisiert.

        Das ist auch der Grund warum immer weniger diese Fachpresse verfolgt.
      • Von cukky NPC
        Zitat von Synopse
        Das ist wohl eher das, was die Presse daraus gemacht hat, nicht das Spiel selbst. ;)

        Doch, es hat sehr viel mehr als das zu bieten. Eine Reduzierung auf optische Merkmale, das machen Tests wie dieser hier. Es gibt durchaus etliche andere Tests, die das Spiel insgesamt betrachten - und zu anderen Faziten kommen.
        Das passiert leider immer öfter.
        Agenden werden bedient.
        Das wichtigste wie Gameplay werden von der sogenannten Fachpresse immer weniger priorisiert.

        Das ist auch der Grund warum immer weniger diese Fachpresse verfolgt.
      • Von Kingbatista1 NPC
        Kein guter Test. Wird nur auf eins reduziert und ständig mit Nier verglichen. Empfehle da eher den Test von Maniac. Im Prinzip aber auch jeden.
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von fud1974
        Die ganze Sweet Baby Inc. Geschichte ist mehr als dubios... in mehrerlei Hinsicht. Mal abgesehen davon, dass Berater
        zur Vermeidung kultureller Fettnäpfchen usw. schon seit Ewigkeiten existieren (ist also nichts neues dass man sich Berater für sowas holt), aber gerade die Geschichte erscheint mir völlig aufgeblasen.. passt aber zur Szene.
        Möglich dass es aufgeblasen ist, solche Firmen sprechen aber dafür, dass die Entwicklung wo sie angeheuert werden so frei wohl nicht ist und ihr Einfluss eben dafür sorgt, dass ein Endprodukt naturgemäß anders aussieht als es das ohne sie wäre - sonst wäre ihre Existenz ja sinnlos.

        Zitat von fud1974
        Hörenswert fand ich da auch:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Muss ich mir Mal anhören, auch wenn der Begriff Verschwörung jetzt nicht seriös klingt.
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von SethWinterstein
        Im Hinblick auf alles rund um Sweet Baby Inc. scheint es eher so zu sein, dass es ein bewusster Akt ist einen Charakter entgegen dem Schönheitsideal zu kreieren
        Die ganze Sweet Baby Inc. Geschichte ist mehr als dubios... in mehrerlei Hinsicht. Mal abgesehen davon, dass Berater
        zur Vermeidung kultureller Fettnäpfchen usw. schon seit Ewigkeiten existieren (ist also nichts neues dass man sich Berater für sowas holt), aber gerade die Geschichte erscheint mir völlig aufgeblasen.. passt aber zur Szene.

        Hörenswert fand ich da auch:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von fud1974
        Es ist zumindest eher im Anti-Trend, das man Frauen fast durchgängig in Spielen so darstellte, ist ja schon eher dein Ding der Vergangenheit. Und ich denke damit wird schon durchaus bewusst gebrochen. Doof sind die ja nicht.
        Im Hinblick auf alles rund um Sweet Baby Inc. scheint es eher so zu sein, dass es ein bewusster Akt ist einen Charakter entgegen dem Schönheitsideal zu kreieren (siehe auch Diablo 2 Resurrected) und es sind dann eben solche Drittfirmen, die solche Dinge durchsetzen. Sprich: Es sind äußere Einflüsse die gegen einen weiterhin bestehenden Status Quo arbeiten und ein realer Trend eigentlich nicht vorhanden ist. Die Entwickler von Stellar Blade also einfach nur das machen, was auch andere machen würden, wenn nicht jemand dagegen agieren würde.

        Zitat von Matthias Dammes
        Die Grenze liegt bei 1.800 Zeichen. Das sind 2 1/2 Absätze.
        Da muss man sich schon eher Mühe geben, um darunter zu bleiben.
        Ein Absatz den wir hier dauernd sehen ist der mit der Frage ob Steam eigentlich kostenlos ist. Das sind mit der Frage allein bereits 577 Zeichen mit Leerzeichen. Also man ist so bei ein Drittel der Grenze. Der Absatz dient ziemlich klar dazu den Zeichencounter hochzutreiben, weil die eigentliche Information oft genug in einen Satz passt. Man muss sich also so sehr anstrengen, dass man darüber bleibt, dass man sinnlose Standardabsätze kreiert, die man in die News schmeißen kann.
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