Gabe Newell plant Steam-PC fürs Wohnzimmer: Die Meinungen der Redaktion

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Special Marc C. Hatke - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Laut Valve-Boss Gabe Newell wird der PC im Wohnzimmer bald wieder eine zentrale Rolle einnehmen und mit Steam Big Picture wurde der erste Schritt bereits unternommen. Spezielle Systeme für das Wohnzimmer sollen laut Valve bald folgen. Wir haben die Redakteure von pcgames.de befragt, die uns ihre Meinung an dieser Stelle mitteilen.

In unserem heutigen Meinungsartikel geht es nicht um GTA 5, sondern um ein völlig anderes Thema: der Steam-PC im Wohnzimmer. Laut Valve-Boss Gabe Newell soll der PC im Wohnzimmer wieder eine wichtigere Rolle spielen und mit Steam Big Picture hat Valve den ersten Schritt dazu bereits vollzogen. Das passende Interface ermöglicht eine vergrößerte und angenehmere Darstellung auf Großbildschirmen, mit der Steam nun komfortabler bedient werden kann. In naher Zukunft soll Steam auch als Vollversion für Linux-Nutzer erscheinen, um mehr Flexibilität bei der Entwicklung zu gewinnen.

Im Jahr 2013 soll dann der nächste Schritt angegangen werden. Dazu plant Valve die Veröffentlichung von Steam-PCs, die extra für den Gebrauch mit dem hauseigenen TV-Gerät gedacht sind. Die Geräte sollen dann direkt beim Kauf mit Steam ausgestattet und startklar sein. Wir haben uns in der PC Games-Redaktion umgehört und die Meinungen der Redakteure zum Steam-PC eingefangen. Was denken Marc, Matthias und David? Kann der PC in den Wohnzimmern dieser Welt stärker eingebunden werden? Mehr zum Steam-PC lest ihr in unserem Originalartikel.

Marc Carsten Hatke: 'Ist überhaupt noch Platz im Wohnzimmer?' Quelle: Computec Media Marc Carsten Hatke: "Ist überhaupt noch Platz im Wohnzimmer?" Marc Carsten Hatke: Als großer Steam-Fan freue ich mich über die Pläne von Valve, den PC mehr im Wohnzimmer etablieren zu wollen. Aber ist überhaupt noch Platz für eine weitere Plattform neben Apple TV, Xbox 360, Playstation 3 und Wii U? Zumindest in meinem Fall wage ich das stark zu bezweifeln, denn Filme und Musik streame ich mit der Apple-Box, Spiele nutze ich genügend auf der Playstation 3 und Xbox 360 und für den Fun-Faktor sorgt Nintendos jüngstes Werk, die Wii U. Was jetzt noch übrig bleibt, sind Inhalte aus dem Netz, für die ich entweder den Smart TV einsetze oder das Bild von iPad 4/mini/iPhone 5 auf den Bildschirm werfe. Eine Steam-Box für den TV könnte höchstens diverse PC-Titel ins Wohnzimmer hieven - aber dann mit Maus und Tastatur auf dem Sofa daddeln? Da muss mich Valve noch mit einer anderen Lösung überzeugen, sonst bleibt Steam in meinen vier Wänden weiterhin auf dem Gaming-Thron, dem klassischen Schreibtisch. Auch die Entscheidung über die Spezifikationen lasse ich mir in Sachen PC-Gaming höchst ungern nehmen. Ich möchte das Kraftpaket unter meinem Tisch schließlich selbst zusammenstellen, denn mit mittelmäßiger Hardware habe ich nur halb so viel Spaß.

Matthias Dammes: Valve plant also einen Steam-PC fürs Wohnzimmer. Also mein PC steht im Wohnzimmer und Steam ist auch darauf installiert. Zwar ist der Rechner nicht am Fernseher angeschlossen, aber will ich das überhaupt? Nein, nicht wirklich. Ich will weiterhin ordentlich mit Maus und Tastatur an meinem Schreibtisch sitzen. Auch die Freiheit über die Komponenten meines Rechenknechtes bestimmen zu können will ich nicht aufgeben, so wie Gabe Newell es mit seinem Wohnzimmer-PCs vorschwebt. Mit einem geschlossenen System haben wir dann doch auch nichts anderes als eine verkappte Konsole. Mal völlig davon abgesehen, dass ich noch nie ein Freund von Gamepad-Steuerung war. Ich bleibe also skeptisch.

David Martin: 'Ich wäre dabei!' Quelle: Computec Media David Martin: "Ich wäre dabei!" David Martin: Valve plant einen Konkurrenten für PlayStation 4, Xbox 720 sowie Wii U – und will die heimischen Wohnzimmer erobern. Jüngsten Aussagen von Valve-Chef Gabe Newell zufolge erarbeitet Valve derzeit bereits konkrete Pläne für dieses Vorhaben. Denn schon im nächsten Jahr sollen es die ersten Steam-PCs in unsere Wohnzimmer schaffen. Besonders gespannt bin ich, wie Valve dieses Vorhaben schließlich umsetzen wird. Meiner Meinung nach wird es kaum genügen, einfach einen Shuttle-PC mit der Steam-Software in die Händlerregale zu stellen. Nein, da gehört schon mehr dazu. Denkbar wären entsprechende Controller, mit denen sich die Steam-PCs auch von der Couch aus bedienen lassen. Würde Valve weiterhin auf das Duo Maus und Tatstatur setzen, wären die Steam-Wohnzimmer-Rechner keinesfalls ernstzunehmende Konkurrenten für die Konsolen – schon allein der Bedienung wegen. Das Geschehen am Fernseher will ich von der Couch aus mit einem Controller bedienen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Valve sich derzeit auch darüber Gedanken macht. Sollte der Half-Life-Entwickler tatsächlich einen Steam-PC mit Controller auf den Markt bringen, bin ich sofort dabei.

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Raptor Hobby-Spieler/in
        Zitat von Bonkic
        microsoft macht das im falle von xbla auf jeden fall. sony und nintendo bei ihren stores vermutlich auch.
        bei apple und google weiss ichs nicht, aber ausschließen kann man das wohl kaum.
        und das gleiche gilt auch für steam. wer sagt denn, dass valve nicht auch mit den publishern dealt?

        Kannst du bitte Links posten die das belegen. Ich habe für die XBLA gesucht konnte aber nichts konkretes finden. Eher das Gegenteil, wenn man sich Mark of the Ninja anschaut, dass mittlerweile z.B. auch auf Steam erhältlich ist.
        Vielleicht habe ich ja auch was falsch verstanden.
      • Von Raptor Hobby-Spieler/in
        Zitat von Bonkic
        microsoft macht das im falle von xbla auf jeden fall. sony und nintendo bei ihren stores vermutlich auch.
        bei apple und google weiss ichs nicht, aber ausschließen kann man das wohl kaum.
        und das gleiche gilt auch für steam. wer sagt denn, dass valve nicht auch mit den publishern dealt?

        Kannst du bitte Links posten die das belegen. Ich habe für die XBLA gesucht konnte aber nichts konkretes finden. Eher das Gegenteil, wenn man sich Mark of the Ninja anschaut, dass mittlerweile z.B. auch auf Steam erhältlich ist.
        Vielleicht habe ich ja auch was falsch verstanden.
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von Raptor
        Wo schreibt das bitteschöne Microsoft oder Apple den Entwicklern vor?
        microsoft macht das im falle von xbla auf jeden fall. sony und nintendo bei ihren stores vermutlich auch.
        bei apple und google weiss ichs nicht, aber ausschließen kann man das wohl kaum.
        und das gleiche gilt auch für steam. wer sagt denn, dass valve nicht auch mit den publishern dealt?
      • Von Raptor Hobby-Spieler/in
        Zitat von Global-Pl4yer
        Ich glaube, du hast die Kritik von Newell (so wie viele andere auch) nicht richtig verstanden.
        Seine Kritik richtete sich vor allem gegen den App-Store von Windows. Solche App-Stores führen dazu, dass es keine anderen Distributionswege für die dort angebotene Software mehr gibt. Die Konsumenten kriegen nach und nach diese Stores aufgezwungen (bei Smartphones ist das ja bereits Gang und Gebe), ohne noch selbst entscheiden zu können, wo sie eine Software kaufen möchten.
        Inwiefern unterscheidet sich aber Steam von einem App-Store? App-Stores wie der von Microsoft sind eher Konkurrenz für Steam, weil sie auch Spiele anbieten können. Und wenn Newell generell gegen solche Stores Kritik äußern wollte, warum wird dann nur Windows 8 kritisiert, nicht Apple, nicht Google und wie sie sonst noch so heißen? Bei Apple sind die Kriterien ja nochmal strenger als bei den restlichen Anbietern. Für mich sieht das eher wie eine Kritik an einem Konkurrenten aus bzw. einem möglichen zukünftigen Konkurrenten aus.
        Mag sein das App-Stores nur noch einen Distributionsweg bieten, aber dann ist der Microsoft Store der falsche Ansatzpunkt. Bei Windows 8 braucht man den App-Store nicht. Man kann meines Wissens sogar ohne einen Microsoft-Account und den ganzen App-Storekram Windows 8 benutzen. Die aktuelle Strategie im Bereich Entwicklung von Microsoft zeigt momentan auch, dass in Zukunft der App-Store nicht der einzige Weg bei Windows sein wird um Software zu beziehen. Dies kann sich natürlich in Zukunft ändern, aber von uns kann keiner in die Zukunft sehen.
        Auch wenn keiner die Entwickler/Publisher zu Steam zwingt so hat sich doch Steam als Standard durchgesetzt und bei Spielen führt viele zu oft kein Weg mehr an Steam vorbei, das war auch der Grund warum ich Steam installiert habe. Natürlich bietet Steam oft schöne Sonderangebote, aber wenn ich die Wahl gehabt hätte würde ich kein Steam benutzen. Hier ähnelt Steam also wesentlich mehr genau den Punkten die Newell kritisiert, mit der SteamBox ist sogar genau so ein System gegeben, dass Newell kritisiert.
        Smartphones sind eigentlich der falsche Ansatzpunkt. Bei Handys gab es glaube ich so gut wie kein System oder gar kein System, dass einem erlaubte welche Software man installiert, man konnte die Software immer nur vom Hersteller beziehen bzw. über den Hersteller. Handys waren eigentlich per Se geschlossene Systeme. Dies hat sich zwar mit Smartphones eigentlich geändert, die Politik der Hersteller aber nicht unbedingt.

        Zitat von Global-Pl4yer
        Steam schreibt einem beispielsweise nicht vor, dass ein Entwickler seine Spiele nur bei Steam anbieten darf, sondern durchaus auch bei Konkurrenten oder im Einzelhandel.
        Wo schreibt das bitteschöne Microsoft oder Apple den Entwicklern vor? Beide schreiben keinem Entwickler vor die Software nur bei Ihnen anzubieten, die Entwickler können durchaus Software auch bei anderen Anbietern anbieten.

        Zitat von Global-Pl4yer
        Von daher ist Newells Kritik an dieser Entwicklung mehr als gerechtfertigt.
        Mit der SteamBox bietet er genau so ein System an, dass er selber kritisiert. Wenn seine Kritik also Ernst war und er ehrlich wäre, würde er so eine Plattform nicht anbieten.
      • Von Global-Pl4yer NPC
        Zitat von Raptor
        @geschlossene Systeme:
        Was mich bei Gabe Newell aufregt, ist die Sache wie er gegen Windows 8 gewettert hat, von wegen das wäre ja ein so geschlossenes System und und und. Mit Steam Box wirft er ein eigenes geschlossenes System auf den Markt und somit genau das was er bei Konkurrenten bemängelt. Es ist scheinheilig und lächerlich in meinen Augen und Gabe Newell ist in seinem Ansehen bei mir gesunken. Er hätte besser ehrlich sein sollen und sagen sollen, dass er den App Store von Windows 8 als Bedrohung oder Konkurrenz sieht. Aber erstmal stänkern und mit falschen Argumenten kommen um dann genau dasselbe zu machen ist doch einfach nur lächerlich.

        Ich glaube, du hast die Kritik von Newell (so wie viele andere auch) nicht richtig verstanden.
        Seine Kritik richtete sich vor allem gegen den App-Store von Windows. Solche App-Stores führen dazu, dass es keine anderen Distributionswege für die dort angebotene Software mehr gibt. Die Konsumenten kriegen nach und nach diese Stores aufgezwungen (bei Smartphones ist das ja bereits Gang und Gebe), ohne noch selbst entscheiden zu können, wo sie eine Software kaufen möchten.

        Steam schreibt einem beispielsweise nicht vor, dass ein Entwickler seine Spiele nur bei Steam anbieten darf, sondern durchaus auch bei Konkurrenten oder im Einzelhandel.

        Von daher ist Newells Kritik an dieser Entwicklung mehr als gerechtfertigt.
      • Von Sakurai Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von Herbboy
        einziger Vorteil? ^^ was ist mit den ganzen Anwendungen rund um Office, Internet, Medien...? ^^
        So wie ich das verstehe, soll auf der Steam Box nur STEAM laufen, nichts anderes. Inkls. den ersten FPS Browser der nicht suckt. Damit könnte man alles machen, zocken, browsen und für die zukunft kommen bestimmt noch filme und vllt. musik. :D man sieht ja das gabe steam ausbauen will.

        Zitat von Raptor
        @geschlossene Systeme:
        Was mich bei Gabe Newell aufregt, ist die Sache wie er gegen Windows 8 gewettert hat, von wegen das wäre ja ein so geschlossenes System und und und. Mit Steam Box wirft er ein eigenes geschlossenes System auf den Markt und somit genau das was er bei Konkurrenten bemängelt. Es ist scheinheilig und lächerlich in meinen Augen und Gabe Newell ist in seinem Ansehen bei mir gesunken. Er hätte besser ehrlich sein sollen und sagen sollen, dass er den App Store von Windows 8 als Bedrohung oder Konkurrenz sieht. Aber erstmal stänkern und mit falschen Argumenten kommen um dann genau dasselbe zu machen ist doch einfach nur lächerlich.
        Ach sag blos. Darum gings doch von Anfang an. Jeder der etwas Gripps hatte bemerkte das sofort. Und nicht nur von Gabe, auch von den anderen zb. Blizzard etc.
        Klar ist das jetzt was anderes, da MS nun mittlerweile auch nen App Store hat als zuvor ohne App Store, aber in erster Linie gings nur um die größere Konkurrenz und MS ist verdammt starke Konkurrenz.

        Und diese Entwicklung hier, geht das eigentlich nicht genau in die entgegen gesetzte Richtung, die die eigentlich jeder PC Spieler vermeiden will? ^^
        Immerhin ein geschlossenes System, allerdings kann ich mir vorstellen das man die "Steam Box", ähnlich wie bei Dell, Alienware oder Apple etc. nachrüsten kann, direkt bei Valve eben und Valve eben alle 12 Monate dann ne neue Steam Box raushaut die auf dem Stand der Dinge ist.

        Was Controller angeht ist das auch kein Problem. Der MS Xbox Controller wird zu 100% unterstützt. Wenn einem die Form nicht gefällt schaut man zur Konkurrenz zb Logitech oder Razor. Selbe Tasten, gleiche Funktionen nur anderes Desgn und Form (und teilweise Anordnung).
      Direkt zum Diskussionsende
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