Steam-Schock: Gratis-Game durchsuchte PCs nach Passwörtern
Auf Steam wurde Anfang des Monats ein Spiel gehijackt und durch ein anderes Game ersetzt. Wie sich jetzt zeigt, handelte es sich bei dem Spiel Beyond the Dark um Malware, die Informationen von eurem PC ausgelesen hat.
Im Phantasmophobia-Stil durch gruselige Levels laufen und Aufgaben erledigen, und das for free?! Das kostenlose Horrorspiel Beyond the Dark sah auf den ersten Blick vielversprechend aus, entpuppte sich jedoch schnell als Schadsoftware. Die Alarmglocken schlug unter anderem Cybersecurity-Experte Eric Parker, der auf die Malware aufmerksam gemacht wurde.
Spieler eines unscheinbaren PvP-Spiels wurden überrascht, als Beyond the Dark buchstäblich ihr Spiel gehijacked hatte und Informationen von ihrem Computer stahl.
Steam-Spiel Beyond the Dark entpuppt sich als Malware
Im Video erklärt Eric Parker im Detail, wie das kostenlose Steam-Spiel die Daten von Personen klaute.
Warum wurde das Spiel jetzt erst als Malware entlarvt?
Augenscheinlich erschien Beyond the Dark im Dezember 2024. In Wirklichkeit wurde das Spiel von einem anderen Titel überschrieben. Das Spiel, das tatsächlich im Dezember 2024 veröffentlicht wurde, hieß vorher "Rodent Race" und war ein PvP-Spiel, bei dem ihr rundenbasiert Eicheln einsammeln und dabei Gegner ausschalten musstet.
Um den 4. Mai rückte auf Steam dann plötzlich Beyond the Dark an dessen Stelle. Kurze Zeit später fiel Spielern auf, dass sich hinter Beyond the Dark eine Malware versteckt, die den PC zum Beispiel nach Informationen zu den eigenen Crypto-Wallets, Passwörtern und anderen Daten durchforstet.
Neben Passwörtern sollen über die Malware auch Browserdaten ausgelesen worden sein. Da Steam nicht jeden Patch eines Spiels automatisch untersucht bzw. verifiziert, gingen die Änderungen für das Spiel so wie beschrieben live.
Während das Spiel laut Eric Parker immer wieder abstürzte, agierte die Schadsoftware im Hintergrund munter weiter. Nachdem zahlreiche Daten ausgelesen worden waren, verband sich die Malware mit externen Servern, um automatisch zusätzliche Tools herunterzuladen.
Mittlerweile hat Steam das Spiel offline genommen. Betroffenen Spielern wird geraten, das Spiel zu deinstallieren und ihre Passwörter zu aktualisieren.
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Quellen | PC Games Hardware, Dexerto
