Steam Machine: Sogar Valve ist vom Preis enttäuscht - Entwickler im Interview

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Steam Machine: Sogar Valve ist vom Preis enttäuscht - Entwickler im Interview
Quelle: Valve, Free SVG, PC Games

Die Katze ist aus dem Sack, Preis und Ausstattung für die Steam Machine wurden enthüllt. Wir sprechen mit den Entwicklern über Leistung, über zu hohe Preishoffnungen - und über die Zukunftspläne der Steam Machine.

Valve, möchte man meinen, hat derzeit allen Grund zum Feiern. Die Steam Machine ist fertig, das Gerät liegt uns bereits zum Test vor und die Vorbestellungen sind gestartet. Doch der Weg dorthin war mühsam, vor allem die stark gestiegenen Speicherkosten überschatten die Entwicklung. Was das für den Preis bedeuten könnte, war schon anhand des Steam Deck abzusehen, doch nun hat es sich bestätigt: Die Steam Machine landet über der magischen Grenze von 1.000 Euro, je nach Ausstattung müsst ihr noch deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Doch wir wollten noch mehr wissen und haben direkt bei Valve nachgefragt. In einem Video-Call konnten wir mit Yazan Aldehayyat (Hardwareentwickler) und Lawrence Yang (Designer) ausführlich über ihr neues Baby plaudern und viele Themen abklopfen, darunter: Preis, Performance und kommende Features der Steam Machine.

Steam Machine: Preise, Tests, Benchmarks & mehr

Alle Infos zu Valves PC-Konsole, ihren Kosten und wie ihr euch eine sichern könnt, haben wir in einem großen Überblick zur Steam Machine zusammengestellt. Dazu testen unsere Kollegen von PC Games Hardware derzeit, wie viel Performance wirklich in dem Gerät steckt. Erste Benchmarks gibt's im Test zur Steam Machine bei pcgameshardware.de.

Steam Machine teurer als erwartet: Das ist der Grund

In unserem Gespräch wird es schnell deutlich: Die Entwickler von Valve hatten sich einen spürbar niedrigeren Preis für das Gerät gewünscht. Yazan ergreift das Wort:

"Als wir anfingen, an der Steam Machine zu arbeiten, hatten wir natürlich gehofft, sie preislich viel aggressiver positionieren zu können. Damit sie zugänglicher für Leute mit kleinerem Budget bleibt, oder für diejenigen, die einfach mehr auf den Preis achten. Das war während unseres gesamten Entwicklungsprozesses ein zentraler Punkt. Alle Entscheidungen hinsichtlich Leistung, Formfaktor und Funktionsumfang mussten zu unserem Ziel passen, einen sehr aggressiven Preis zu erreichen."

Schnell wird aber deutlich, dass die hohen Komponentenkosten einen dicken Strich durch Valves Rechnung gemacht haben. Die gestiegenen Hardware-Preise der letzten Jahre lassen sich einfach nicht subventionieren, die Kosten sind einfach zu hoch, wie Yazan erklärt. Dabei zieht er auch einen direkten Vergleich zum Steam Deck:

"Ganz ehrlich: Wir hatten zwar mit Herausforderungen bei der Versorgung mit Speicher und Speichermedien gerechnet, aber wir hätten wirklich nicht erwartet, dass es so ernst werden würde. Ich glaube, das Ausmaß der Preissteigerungen bei diesen Komponenten war nicht abzusehen. Habt ihr unsere Preiserhöhungen für das Steam Deck mitbekommen? Ich denke, das zeigt ganz gut, in welcher Größenordnung unsere Kosten wirklich gestiegen sind."

Eine dynamisch leuchtende Leiste ziert die Front der Steam Machine. Quelle: Valve Eine dynamisch leuchtende Leiste ziert die Front der Steam Machine. In Yazans Stimme schwingt jetzt ein wenig Frust mit. Das Steam Deck, erklärt er, sei schließlich immer noch das gleiche Gerät wie vor ein paar Jahren, trotzdem war man gezwungen, den Preis massiv anzuheben. Und das gilt auch für die Steam Machine, das heißt: Der Preis fällt wesentlich höher aus als ursprünglich geplant.

Konkrete Zahlen nennen die Entwickler übrigens nicht, aber das ist auch nicht nötig. Zur Erinnerung: Der Preis für das Steam Deck ist in den letzten Monaten um 30 bis 40 Prozent gestiegen, je nach Modell. Das würde also bedeuten, dass die günstigste Steam Machine wahrscheinlich zwischen 700 und 800 Euro kosten sollte - zumindest in den ersten Planungen von Valve. Auch Lawrence zeigt sich über die Situation leicht zerknirscht:

"Unser Wunsch, einen aggressiven Preis zu erreichen, hat sich nicht geändert. Tatsächlich ist der Preis für die Steam Machine immer noch ziemlich aggressiv. Es ist einfach nur so, dass die Kosten stark gestiegen sind."

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Steam Machine über 1.000 Euro: Sogar Valve ist vom Preis enttäuscht

Als wir wissen wollen, ob die beiden Hardware-Entwickler wegen des finalen Preises enttäuscht sind, antwortet Yazan ohne Umschweife.

"Wir möchten, dass unsere Hardware für so viele Menschen wie möglich zugänglich ist, das ist unser Ziel. Und wir wissen, dass sich einige Leute das Gerät zu diesem Preis nicht leisten können. Wir hätten es sehr viel lieber gesehen, wenn der Preis niedriger wäre und sich mehr Menschen das Gerät leisten könnten. Also ja, so betrachtet sind wir etwas enttäuscht.

Gleichzeitig sind wir nach wie vor der Meinung, dass die Steam Machine ihr Geld wert ist. Wenn du auf der Suche nach einem Gaming-PC bist, schneidet das Gerät unserer Meinung nach in Bezug auf Preis, Ausstattung, Qualität und Leistung sehr gut ab. Wir sind stolz auf das, was wir an Qualität und Leistung erreicht haben. Selbst jetzt halten wir den Preis für ziemlich aggressiv im Vergleich zu dem, was du sonst für das gleiche Geld kaufen kannst."

Wird die Steam Machine bald günstiger?

Zeit für eine was-wäre-wenn-Frage! Nehmen wir einfach mal an, dass die Preise für gewisse Komponenten in absehbarer Zukunft deutlich sinken - würde man dann auch den Preis der Steam Machine anpassen und das Gerät günstiger verkaufen? Lawrence zeigt sich optimistisch:

"Wir schauen uns immer an, wie wir unsere Produkte für den Kunden verfügbarer machen können. Unser Ziel bei Hardware ist es, das Spielen unterhaltsamer zu machen und den Leuten mehr Möglichkeiten zu geben, ihre Steam-Spiele zu spielen. Es geht nicht darum, riesige Gewinne zu erzielen. Wenn es da also mal genügend Spielraum gibt, möchten wir das auch irgendwie an die Kunden zurückgeben."

Später wirft Yazan aber auch ein, dass man hier nicht zu viel erwarten sollte:

"Wir sehen derzeit eher, dass die Preise für Speicher weiter steigen, anstatt zu sinken."

Halt, es gibt noch mehr!

Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, was Valve zu bestimmten Features wie Dual Boot und Anti-Cheat-Software zu sagen hat. Außerdem sprechen wir über günstigere gebrauchte Geräte, über die Performance der Steam Machine, ob 8 GB VRAM ausreichen - und wie man in Zukunft mehr Leistung aus der Hardware rauskitzeln will.

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  1. Seite 1 Valve Interview Teil 1: Kosten, Preis und Gegenwert
  2. Seite 2 Valve Interview Teil 2: Dual Boot, Anti Cheat, VRAM und FSR4
  3. Seite 3 Valve Interview Teil 3: Performance, Refurbished und Desktopmodus
    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Limerick Spiele-Enthusiast/in
        Ich finde das Konzept super, aber der Preis passt nicht zur Leistung.
        Umso gespannter bin ich auf Xbox Helix. Die wird vermutlich noch mehr kosten, aber dafür bei der Leistung hoffentlich klar Punkten. Dann wäre ich dabei.
      • Von Limerick Spiele-Enthusiast/in
        Ich finde das Konzept super, aber der Preis passt nicht zur Leistung.
        Umso gespannter bin ich auf Xbox Helix. Die wird vermutlich noch mehr kosten, aber dafür bei der Leistung hoffentlich klar Punkten. Dann wäre ich dabei.
      • Von ichthys Gelegenheitsspieler/in
        Finde ich nicht, [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Es ist ein interessantes Konzept, nicht für mich aber eventuell für meinen Bruder, welcher sich nicht großartig mit Computer beschäftigen möchte. Nur der Preis ist happig, aber von Steam nicht wirklich zu ändern.
      • Von lilux NPC
        Sorry, imho ist die Kiste ist einfach nur DOA. Egal zu welchem Preis. Ich verstehe Valve absolut nicht. Gut, muß ich ja auch nicht. In die Zielgruppe gehöre ich ohnehin nicht.
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