Ein weiteres Echtzeit-Strategiespiel.
Ohrenbetäubende Soundeffekte begleiten die Laserschüsse. Akustisch ist Starmageddon bis auf die Musik mangelhaft.
Der Weltraum, unendliche Orientierungslosigkeit: Um Sie herum die gähnende Schwärze des Alls, mittendrin Ihre Hauptbasis in Form eines tief brummenden Mutterschiffs. Mit der Maus schauen Sie in sämtliche Richtungen, die Pfeiltasten bewegen die Sicht vorwärts und rückwärts. Ein Radar gibt Aufschluss darüber, wo Asteroiden - Ihre Ressourcenquellen - schweben. Feinde erscheinen als rot blinkende Pixel. Trotz dieser Orientierungshilfe werden Sie zu Beginn die meiste Zeit mit dem Justieren der Kameraperspektiven verbringen. Erst, wenn die rund 60 Hotkeys in Fleisch und Blut übergangen sind, können Sie sich aufs Wesentliche konzentrieren: Ressourcen abbauen, Kampfflieger produzieren, nach neuen Technologien forschen und Massenschlachten einleiten - Starmageddon zelebriert solide das, was man aus anderen Echtzeit-Strategiespielen kennt. Die Gefechte führen Sie auf der Seite der Menschen oder der Dämonen in jeweils zehn Missionen. Dazwischen wird eine Story über die Rettung der Menschheit erzählt, die zuweilen unfreiwillig komisch ist. Aushilfssprecher nuscheln Dialoge wie "Ich wollte schon immer ein Space-Staubsauger sein". Selbst die übertrieben eingesetzten Knister- und Echoeffekte, die alle Sprach-Fetzen begleiten, können die stimmlichen Defizite nicht übertünchen. Schade, dass die Sound-Effekte das hohe Niveau der atmosphärisch wundervollen Musikstücke nicht halten.
