Starcraft Alpha bis Beta: Die Evolution eines Meisterwerks

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Special Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Starcraft Alpha bis Beta: Die Evolution eines Meisterwerks
Quelle: PC Games

Das Kultspiel im Rückblick: Wie gelang Blizzard eines der einflussreichsten Strategiespiele aller Zeiten? Im Retro-Special fassen wir die turbulente Entwicklung des Sci-Fi-Klassikers kurz zusammen, zeigen einige Besonderheiten des Spiels, garnieren das Ganze mit etwas Trivia und liefern Einblicke in die frühen Versionen.

Das Starcraft, wie Millionen von Fans es heute kennen, begann mit einer veralteten Technik, aber vielen guten Ideen. Zunächst sollte das Spiel auf der Engine von Warcraft 2 basieren. Mitte 1996 war Starcraft bereits weit entwickelt und spielbar - eine frühe Alpha-Version. Blizzard erkannte jedoch, dass die Technik nicht mehr zeitgemäß war, und stoppte die Entwicklung. Bob Fitch, Blizzards leitender Programmierer, nahm sich anschließend einige Wochen Zeit und schrieb eine komplett neue Engine. Erst damit war es den Entwicklern möglich, all ihre Ideen umzusetzen und nebenbei auch einen moderneren Look zu finden. Für Blizzard begann damit eine lange und oft quälende Entwicklungsphase, in der das Team viele Überstunden schob, um Starcraft - nach unzähligen Terminverschiebungen - am 31. März 1998 endlich zu veröffentlichen.

Frühe Alpha-Version: 1996

Die erste Fassung von Starcraft fußte auf der Engine von Warcraft 2, Blizzard hatte im Grunde nur neue Grafiken darübergemalt. Auf frühen Screenshots sind bereits markante Features zu sehen: Schon damals haben die Zerg ihre Gebäude auf Kriecherschleim errichtet, Overlords waren für die Einheitenkontrolle zuständig, Drohnen bauten Erze ab. Das Interface war deutlich an das von Warcraft 2 angelehnt, auch das Spielgefühl dürfte sehr ähnlich - also eher gemächlich - gewesen sein. Blizzard stampfte das Spiel Mitte 1996 ein, da man befürchtete, nicht mehr konkurrenzfähig zu sein.

So sah die verworfene Alpha-Version von Starcraft aus, die noch auf der Engine von Warcraft 2 basierte. Quelle: Starcraft Evolution So sah die verworfene Alpha-Version von Starcraft aus, die noch auf der Engine von Warcraft 2 basierte.

Neustart und Alpha-Version: Anfang 1997

Blizzard programmierte eine neue Engine und änderte die Spielperspektive - das Geschehen wurde nun isometrisch dargestellt, die Einheiten waren detailreicher und konnten sich viel freier bewegen, als es mit der alten Engine möglich war. Auch das Interface erinnerte nun schon deutlich an das des fertigen Spiels. Grafisch blieb aber noch eine Menge zu tun: Während die Protoss Dragoner schon ihrem finalen Look ähnelten, wirkten andere Einheiten wie der terranische Panzer noch detailarm und deplatziert.

Frühe Alpha: Die neue Engine erlaubt Blizzard völlig neue Möglichkeiten. Quelle: Blizzard Entertainment Frühe Alpha: Die neue Engine erlaubt Blizzard völlig neue Möglichkeiten. Frühe Alpha: Protoss-Trägerschiffe erinnern hier bereits deutlich an das fertige Spiel. Quelle: Blizzard Entertainment Frühe Alpha: Protoss-Trägerschiffe erinnern hier bereits deutlich an das fertige Spiel.

Beta: Ende 1997

Endlich weiß Blizzard, wohin die Reise mit Starcraft geht: Die Geschichte ist fertig, viele Missionen stehen, die Engine arbeitet prima - trotzdem wird der Releasetermin immer wieder verschoben, Blizzard beweist zum ersten Mal seinen heute berühmten Hang zum Perfektionismus. In der frühen Beta-Version lassen sich interessante Details ausmachen: Terraner verfügten etwa über Trockendocks, in denen man Raumschiffe reparieren konnte. Anstelle von Versorgungsdepots gab es Kraftwerke, Lufteinheiten zogen grafisch schicke Partikeleffekte hinter sich her, Protoss konnten Pylonen auch auf Wasser bauen, die Zerg dagegen benötigten noch keinen Kriecher-Schleim. Das Interface zeigte zusätzliche Befehlsoptionen und die Vergifter der Zerg konnten fliegen - das und vieles mehr wurde für das Endprodukt gestrichen, entschlackt oder abgeändert.

Frühe Beta-Version: Das Forschungsschiff hatte noch Beine und WBFs (links im Bild) konnten fliegen. Quelle: Starcraft Evolution Frühe Beta-Version: Das Forschungsschiff hatte noch Beine und WBFs (links im Bild) konnten fliegen. Beta-Version: Auch die Drohnen und Vergifter der Zerg konnten noch fliegen. Quelle: Blizzard Entertainment Beta-Version: Auch die Drohnen und Vergifter der Zerg konnten noch fliegen. Beta-Version: Der Panzer links greift ein Protoss-Trägerschiff an. Quelle: Starcraft Evolution Beta-Version: Der Panzer links greift ein Protoss-Trägerschiff an.
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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Batze Mitglied
        Zitat von tendenziell
        ja und was machen sie heute. Owerwatch 2............ ist schon irgendwie traurig das sie es nicht schaffen (oder schaffen wollen) einen würdigen wow nachfolger zu produzieren.
        Ist doch gut das sie mal was anderes machen. Man kann nicht ewig nur auf 3-4 IDs in seinem Portfolio rumhocken.
      • Von Batze Mitglied
        Zitat von tendenziell
        ja und was machen sie heute. Owerwatch 2............ ist schon irgendwie traurig das sie es nicht schaffen (oder schaffen wollen) einen würdigen wow nachfolger zu produzieren.
        Ist doch gut das sie mal was anderes machen. Man kann nicht ewig nur auf 3-4 IDs in seinem Portfolio rumhocken.
      • Von tendenziell Anwärter/in
        ja und was machen sie heute. Owerwatch 2............ ist schon irgendwie traurig das sie es nicht schaffen (oder schaffen wollen) einen würdigen wow nachfolger zu produzieren.
      • Von Worrel Mitglied
        Mich hat die völlige Unterschiedlichkeit der Rassen fasziniert - das kannte man ja vorher gar nicht.
        Aus Balancing Gründen hatten Spiele zuvor zwar Bogenschützen und die anderen Gewehre, aber in der Spielmechanik waren die ja gleich.

        Und mit Starcraft hatte man ja alleine bei den Arbeitern schon erhebliche Unterschiede: Die einen haben die Gebäude gebaut und später auch repariert, die anderen sind zu den Gebäuden mutiert und haben daher quasi eine Einheit geopfert, die anderen initieren nur einen Heranwarp Befehl und begeben sich dann wieder an die Arbeit und dann brauchen die einen auch noch Larven zum Arbeiter "bauen", die aber nur auf Cooldown automatisch generiert werden.

        Das alleine war schon großartig - aber daß Blizzard es dann noch geschafft hatte, trotz Fähigkeiten und Einheiten wie Trägerschiffen, Zergrushes und Atomschlägen die Balance zu wahren, war schlicht ein Geniestreich.
      • Von Basileukum Hobby-Spieler/in
        Das hab ich ja ewig gesuchtet, das SC, was ein geiles Spiel.

        Warcraft 2 war auch gut, aber dann doch schon etwas begrenzt, wenn man das nach Jahren nochmal zockt ist man da schnell durch, was man von früher gar nicht kannte, da das ja noch anspruchsvoll war, aber heute kennt man ja die Mechaniken relativ schnell.

        SC dagegen war irgendwie schon etwas ... moderner. Die Mechaniken waren irgendwie noch ähnlich wie bei WC2, aber das "perfekte" RTS war damit in Gang gebracht. Auch ein sehr gutes SC2, der Nachfolger, konnte nicht mehr soviel besser machen. Das Genre war zwar noch nicht ausgereift, aber man hatte die Eckpfeiler gesetzt, ähnlich wie bei einem Age of Empires oder einen C&C.
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