Starcraft 2: Blizzards Stellungnahme
Starcraft 2 schlägt erwartungsgemäß hohe Wellen. Über 1,5 Millionen Verkäufe weltweit nach nur 48 Stunden sprechen eine klare Sprache. Die RTS-Spieler sind begeistert, doch die Modder unter ihnen realisieren das Problem hinter dem Battle.net 2.0. Was ist geschehen und wie reagiert Blizzard? Hier erfahren Sie mehr.
PC Games hat Blizzard das Problem mit Bitte um eine Stellungnahme geschildert. Kurz darauf meldete sich Blizzards PR-Abteilung bei uns und konnte einige Dinge aufklären. Allen voran: Die Kritikpunkte seien alle ausnahmslos richtig. Momentan gebe es in der Tat noch keine Lösung, sich als Mod-Fan Maps außerhalb der Top-50 der beliebtesten Mods zu besorgen und eine entsprechende Multiplayer-Partie mit Freunden zu spielen, solange man nicht der Mod-Ersteller selbst ist.
Quelle: Battle.net
Einer der ersten Mods für Starcraft 2.
Blizzard sei sich dieses Umstands bewusst, versichert man uns. Außerdem wurde gesagt, dass diese Situation zwei Wochen nach Release noch nicht derart negativ ins Gewicht fallen würde. Dennoch droht ein Problem, wenn die aktive Starcraft-Modding-Community Teil Zwei für sich entdeckt.
Blizzard hat mit dem neuen Battle.net Großes vor. Soviel war bereits vor Veröffentlichung von Starcraft 2 bekannt. Etwas, dass viele Spieler – und auch Modder – möglicherweise vergessen haben, ist die geplante Einführung des Battle.net-Marketplace. Probleme, mit denen sich Modder und Fans gegenwärtig konfrontiert sehen, sollen damit Geschichte sein.
Was ist der Marketplace? Mitte letzten Jahres hat Blizzards Battle.net-Lead Designer Greg Canessa diesen im Interview mit den Kollegen von Shacknews vorgestellt. Er ist Teil der verbesserten „Online-Erfahrung“, die Blizzard mit Starcraft 2 und dem "Battle.net 2.0", mitbringen wollte. Zum einen soll darüber das unkomplizierte, kostenlose Teilen von Maps und Mods möglich sein, zum anderen werden Mapper hochqualitative Maps auch gegen Bezahlung anbieten dürfen.
Quelle: PC Games
Ein Artwork zu Warcraft 3.
Auf die Frage hin, ob der Schritt zu bezahlten Maps bereits länger in Planung war, antwortete Canessa Folgendes: „Es ist etwas, an dem wir bereits länger arbeiten. Denken Sie an den Erfolg, den unser Unternehmen mit Warcraft 3 hatte. Die Mod-Community war riesig, sie hatte großen Anteil am Erfolg von Warcraft 3. Defense of the Ancients und andere Mods sind der Grund, warum das Spiel heute immer noch so beliebt ist.“
Canessa sprach davon, dass von Usern erstellte Mods wie Day of Defeat oder Counter-Strike großen Einfluss auf die Halbwertszeit eines Multiplayer-Franchises haben. Dies plane man gleichermaßen mit dem Marketplace für die eigenen Marken. Mods seien schon immer ein großer Teil der Blizzard-Kultur gewesen.
Der Release von Battle.net-Marketplace war anfangs für „kurze Zeit“ nach der Starcraft 2-Veröffentlichung geplant. Im Gespräch mit Blizzard konnte man uns allerdings keine genauen Angaben zum finalen Release geben. Solange müssten Starcraft 2-Mod-Fans mit gegenwärtigen Umständen vorlieb nehmen.
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"Du, ich hab eine supertolle Map gebaut." "Darf ich die auch mal testen?" "5 Euro, sonst geht nichts!"
2. Für Originelle / Anspruchsvolle / Innovative Maps wie zB DotA besteht grundsätzlich auch bei Bezahlung Interesse
3. 5€ für eine Map wäre definitiv zu hoch gegriffen - 1€ wäre deutlich realistischer
Als Service getarnte Restriktionen werden der Lebenserwartung des Spieles bestimmt keine Vorteile bieten.
"Du, ich hab eine supertolle Map gebaut." "Darf ich die auch mal testen?" "5 Euro, sonst geht nichts!"
Ich hoffe, dass das nicht Schule macht, denn wenn man bei allen Spielen auch noch für Community Maps und Mods zahlen soll, da hört der Spass echt auf.
Genau so wie ich für DLCs nicht zahlen würde, würde ich das bei solchen Mods auch nicht. Bei allem Respekt vor den Community-Entwicklern.