Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test - Das hat uns nicht gefallen und Fazit

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

PC Games testet Starcraft 2: Heart of the Swarm. Fast drei lange Jahre hat Blizzard gebraucht, um die erste von zwei geplanten Erweiterungen zu Starcraft 2 fertigzustellen. In diesem Test beschäftigen wir uns mit der Einzelspielerkampagne von Heart of the Swarm, die vollständig auf die Zerg zugeschnitten ist.

Das hat uns nicht gefallen

Im WoL-Vergleich schwache Nebenfiguren

Nach jedem Einsatz befindet sich Kerrigan an Bord ihres organischen Raumschiffs, der Leviathan. Dort schart sie auch neue Verbündete um sich. Das Problem dabei: Diese Figuren sind überwiegend Zerg-Monster und haben von Natur aus wenig Interessantes zu sagen – das mag zwar zum Konzept eines willenlosen Alienschwarms passen, doch dadurch fallen viele Dialoge schlicht eintönig aus. Die Nebenfiguren aus Wings of Liberty hinterlassen im Vergleich einen besseren, bleibenderen Eindruck. Immerhin: Die Viecher aus Heart of the Swarm sind stark vertont, sehen eklig aus und tragen zur Atmosphäre bei – sie erfüllen also trotzdem ihren Zweck.

Wenig zu tun auf Kerrigans Schiff

Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test. Quelle: PC Games Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test. Die Leviathan, Kerrigans Schiff, bietet weniger Drumherum als die Hyperion aus Wings of Liberty – neben dem Hauptdeck, wo man mit Verbündeten plaudert, gibt's hier nur noch eine Brutkammer zu entdecken. Dort kann Kerrigan ihre Truppen inspizieren und den DNA-Metzger Abathur an sieben ihrer Einheiten rumtüfteln lassen. Alles in allem ist das zwar unterhaltsam, aber deutlich weniger als das detailverliebte(re) Wings of Liberty.

Auf normal zu einfach

Die zweite Schwierigkeitsstufe "normal" fällt selbst für Gelegenheitsstrategen leicht aus. Erst ab der dritten Stufe "schwer" agieren die Computer-Gegner geschickter und rücken mit stärkeren Einheiten an. Hier dürften auch erfahrene Spieler langsam ins Schwitzen geraten, was dann auch prompt mehr Spaß macht. Der zu leichte normale Schwierigkeitsgrad fällt zwar nicht negativ in die Bewertung ein (man muss ihn ja nicht wählen!), aber erwähnen sollte man ihn natürlich trotzdem. Starcraft-Profis können zudem noch eine vierte Schwierigkeitsstufe "brutal" wählen – viel Spaß damit.

Kurze Einsätze, häufige Timer, wenig Taktik

Wie schon im Hauptspiel sind viele Missionen in 10 bis 30 Minuten erledigt, länger braucht man nur selten. Obendrein steht man in vielen Einsätzen unter Zeitdruck – ständig droht etwas zu explodieren oder anzugreifen, darum muss man sich in vielen Einsätzen nach Blizzards stregen Skript-Vorgaben richten und die Missionsziele abarbeiten. Das sorgt zwar für Tempo, doch ein paar ruhigere Missionen mit ausgedehntem Basisbau, längerfristiger Planung und anspruchsvolleren Taktiken hätten der Kampagne gut getan – man erlebt beispielsweise keine einzige Situation, in der man einen gegnerischen Stützpunkt infiltrieren oder Truppen hinter feindlichen Linien absetzen muss, denn es gibt weder Nydus-Würmer noch Transporteinheiten. Kurios: Stattdessen hat Blizzard mehrere Bosskämpfe eingebaut. Die laufen wie in einem Action-RPG ab, bieten aber nur wenig Tiefgang und fallen daher kaum ins Gewicht.

Starker Zerg-Fokus, keine Entscheidungen, keine Mini-Kampagne

Entscheidungsmomente mit eigenen Cutscenes, so wie es sie im Vorgängerspiel gab, fehlen in Heart of the Swarm völlig. Auch eine Mini-Kampagne wie die motivierende Protoss-Nebenhandlung, die man in Wings of Liberty erlebte, sucht man vergebens. Man ist stets mit den Zerg beschäftigt, wobei weder die Truppen noch der Basisbau allzu viel Überraschungen bieten – auf Dauer beschlich uns deshalb das Gefühl, Blizzard hätte einfach noch etwas mehr aus der Kampagne, den Zerg und ihren taktischen Möglichkeiten rauskitzeln können.

Wertung zu Starcraft 2: Heart of the Swarm (PC)

Wertung:

9.0 /10

Meinung

Bildergalerie

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Erindor NPC
        Den meisten Negativpunkten kann ich persönlich nicht zustimmen, die Charaktere sind schächer, aber wie "kornhill" schon ausgeführt hat, liegt das bei den Zerg in der Natur der Sache und war auch im alten SC schon so und es wäre sogar ein Storyfail, wenn andere Zerg außer Kerrigan komplexe Charaktere wären, denn sie war schon immer die Einzige mit freiem Willen und dafür haben sie es in HotS noch ganz gut gelöst.

        Ich finde es auch gut das zwischen normal und schwer so ein großer Sprung ist, ich selbst hab es erstmal auf normal gespielt, aber immer versucht beim ersten mal alle Erfolge zu erlangen, so kann man sich die Kampagne selbst vom Anspruch etwas anpassen ohne zu frustrieren, und wie gesagt... muss ja keiner auf normal spielen.^^

        Starker Zerg-Fokus find ich gut, kam mir in SC1 und BW auch immer komisch, kramphaft und unpassend vor, dass man in allen sechs Kampagnen alle drei Rassen gespielt hat.

        Keine Entscheidungen finde ich ein großartige Entscheidung^^, für mich ist es in SC wichtig, dass es eine klare Storyline gibt und keine, "ja aber wenns vielleicht so war...", Blizzard selbst hat zum Glück zu WoL klare Vorstellung welcher Entscheidungen Fakt sind, was man aber auch nur weis, wenn man die DVD/BluRay gesehen hat, bzw. man bekommt es im Verlauf von HotS teilweise am Rande mit, auch nicht ideal meiner Meinung.

        Viele kurzw und Timer-Missionen gabs allerdings tatsächlich, was ich eigentlich garnicht mag, war aber immerhin so gut verpackt, dass es mich nicht gestört, bzw. mir lange garnicht aufgefallen ist.^^

        persönliches Fazit: SC ist wieder mal RTS-Benchmark, sowohl im SP als im MP

        Grüße
      • Von Erindor NPC
        Den meisten Negativpunkten kann ich persönlich nicht zustimmen, die Charaktere sind schächer, aber wie "kornhill" schon ausgeführt hat, liegt das bei den Zerg in der Natur der Sache und war auch im alten SC schon so und es wäre sogar ein Storyfail, wenn andere Zerg außer Kerrigan komplexe Charaktere wären, denn sie war schon immer die Einzige mit freiem Willen und dafür haben sie es in HotS noch ganz gut gelöst.

        Ich finde es auch gut das zwischen normal und schwer so ein großer Sprung ist, ich selbst hab es erstmal auf normal gespielt, aber immer versucht beim ersten mal alle Erfolge zu erlangen, so kann man sich die Kampagne selbst vom Anspruch etwas anpassen ohne zu frustrieren, und wie gesagt... muss ja keiner auf normal spielen.^^

        Starker Zerg-Fokus find ich gut, kam mir in SC1 und BW auch immer komisch, kramphaft und unpassend vor, dass man in allen sechs Kampagnen alle drei Rassen gespielt hat.

        Keine Entscheidungen finde ich ein großartige Entscheidung^^, für mich ist es in SC wichtig, dass es eine klare Storyline gibt und keine, "ja aber wenns vielleicht so war...", Blizzard selbst hat zum Glück zu WoL klare Vorstellung welcher Entscheidungen Fakt sind, was man aber auch nur weis, wenn man die DVD/BluRay gesehen hat, bzw. man bekommt es im Verlauf von HotS teilweise am Rande mit, auch nicht ideal meiner Meinung.

        Viele kurzw und Timer-Missionen gabs allerdings tatsächlich, was ich eigentlich garnicht mag, war aber immerhin so gut verpackt, dass es mich nicht gestört, bzw. mir lange garnicht aufgefallen ist.^^

        persönliches Fazit: SC ist wieder mal RTS-Benchmark, sowohl im SP als im MP

        Grüße
      • Von LordCrash Mitglied
        Zitat von kornhill
        Ich habe das Spiel als sehr gut empfunden. Wenn man Entscheidungen selber hätte treffen müssen, hätte das dem Zwiespalt von Kerrigan unter Umständen unglaubwürdig erscheinen lassen. (Oder es wären belanglose Entscheidungen gewesen) Zumindest habe ich das so empfunden.

        Ich hatte mich schon vorher gefragt wie sie Charakteren einbinden und was für welche. Schon immer war die Zerg Kampagne, was Charaktere angeht, die Schwächste. (Overmind , Zerebraten und eine alles übertrumpfende Kerrigan). Sie haben diesen Punkt sehr gut gelöst. Mit den Charakteren von WoL kann es nicht mithalten, was aber an der Natur der Sache liegt.

        Man sollte übrigens Brood War und SC1 gespielt haben (und sich auch an die Details erinnern!). Die Story könnte ansonsten ein paar Fragezeichen hinterlassen. In WoL empfand ich das schon als wichtig, in HotS ist es noch wichtiger. (persönliche Einschätzung)

        Protoss ?!?
        Gibt inzwischen auch sehr gut gemachte Fan-Videos, die die Geschichte von StarCraft 1 zusammenfassen, falls man das Spiel nicht gespielt oder die Handlung vergessen hat. ;)
      • Von kornhill Mitglied
        Ich habe das Spiel als sehr gut empfunden. Wenn man Entscheidungen selber hätte treffen müssen, hätte das dem Zwiespalt von Kerrigan unter Umständen unglaubwürdig erscheinen lassen. (Oder es wären belanglose Entscheidungen gewesen) Zumindest habe ich das so empfunden.

        Ich hatte mich schon vorher gefragt wie sie Charakteren einbinden und was für welche. Schon immer war die Zerg Kampagne, was Charaktere angeht, die Schwächste. (Overmind , Zerebraten und eine alles übertrumpfende Kerrigan). Sie haben diesen Punkt sehr gut gelöst. Mit den Charakteren von WoL kann es nicht mithalten, was aber an der Natur der Sache liegt.

        Man sollte übrigens Brood War und SC1 gespielt haben (und sich auch an die Details erinnern!). Die Story könnte ansonsten ein paar Fragezeichen hinterlassen. In WoL empfand ich das schon als wichtig, in HotS ist es noch wichtiger. (persönliche Einschätzung)

        Protoss ?!?
      • Von kRaNkEsKiNd Spiele-Novize/Novizin
        Ich stimme in den Kritikpunkten absolut mit Euch überein. Es ist ein solides Spiel das gut unterhält. 85 % für den Einzelspielermodus hätten es aber auch getan - aber ich möchte mich nicht um 3 Prozentpunkte streiten. Ich hatte - mal wieder - bei einem Blizzard Spiel das Gefühl "huch, das war doch bestimmt anders geplant". Es gibt so viele Momente in der Kampagne die gerade zu nach einer Entscheidung schreien. Moralische Entscheidungen mit Tragweite. Alle diese Entscheidungen (manchmal sogar nach einer kurzen Pause in der Cutscene) werden dann von Kerrigan selbst getroffen - wer wird gerittet, wer stirbt usw. Ich wette, dass Blizzard das mal anders konzipiert hatte. Na ja. seis drum.
      • Von Osmium Mitglied
        Ich bin kein Starcraft Profi (Multiplayer nie gespielt), finde als RTS Veterane aber HoS auf Brutal deutlich zu einfach. Die meisten Missionen habe ich direkt auf Anhieb mit allen Bonuszielen geschafft. An WoL habe ich deutlich mehr restarten und tüfteln müssen, hier habe ich quasi alle Missionen mit Roach+Hydralisk in einem großen Deathball durchgespielt ohne die Armee jemals splitten zu müssen oder ähnliches.
        Es werden viele Zerg Units mit speziellen Fähigkeiten angeboten, aber im Prinzip braucht man sie einfach nicht und spart sich das Finger verknoten in den Massenschlachten.
        Das Missionsdesign und auch etwas das Metagame mit dem Leviathan etc. haben sich leider oft wie eine WoL Kopie angefühlt, auch wenn einige etwas alternative Missionen wie die Raumschlacht oder die Bosskämpfe dabei sind.
        Die AI ist auch auf dem Stand von vor 15 Jahren, immer nur blindes Opfern von Einheiten mitten in die Verteidigung.
        Vom Gameplay ist die HoS Kampagne daher leider eher enttäuschend, auch wenn sie natürlich klasse inszeniert ist.
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