Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test - Das hat uns gefallen

14
Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

PC Games testet Starcraft 2: Heart of the Swarm. Fast drei lange Jahre hat Blizzard gebraucht, um die erste von zwei geplanten Erweiterungen zu Starcraft 2 fertigzustellen. In diesem Test beschäftigen wir uns mit der Einzelspielerkampagne von Heart of the Swarm, die vollständig auf die Zerg zugeschnitten ist.

Kerrigan als coole Heldeneinheit

Die wiedererstarkte Monsterbraut mischt in fast jeder Mission als aktive Einheit mit und lässt sich so komfortabel steuern wie einst die Helden aus Warcraft 3. Kerrigan sammelt zwar keine Erfahrungspunkte, steigt aber für erfüllte Haupt- und Nebenmissionsziele im Level auf und wird so irgendwann unerhört mächtig: Blitzketten, Schockwellen und vieles mehr – mit ihren Fähigkeiten räumt die Anti-Heldin später im Alleingang ganze Feindbasen auf. Das spielt sich gut und fühlt sich "richtig" an: In Wings of Liberty war Kerrigan mit ihrer übermächtigen Zerg-Armee ein furchtbarer Gegner - nun sind wir endlich an der Reihe.

Ordentlicher Umfang

Die 20 Story-Missionen plus Dialoge und Cutscenes beschäftigen etwa 10 bis 12 Stunden lang; auf höheren Schwierigkeitsstufen ist noch etwas mehr drin, wenn man alle Nebenaufgaben oder alle Achievements packen will. Wie gewohnt lassen sich natürlich auch Skirmish-Partien gegen die fordernde KI schlagen, außerdem bietet das Battle.net eine große Auswahl an Karten und Mods, die Nutzer mit dem integrierten Editor erstellt haben. Der Umfang geht damit in Ordnung, zumal Heart of the Swarm auch wichtige Updates für Battle.net und Multiplayer liefert. 35 Euro sind für ein Add-on zwar hoch angesetzt, für das Gesamtpaket ist der Preis aber noch okay.

Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test. Quelle: PC Games Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test. Coole Monster-Upgrades

Nicht nur Kerrigan lernt neue Fähigkeiten, auch ihre Einheiten darf man mit Upgrades verbessern. Für sieben Truppentypen wählt man im Kampagnenverlauf eine dauerhafte Mutation; die fügt dem Vieh eine Besonderheit hinzu und verändert ihre Wirkungsweise teils enorm. Um zu entscheiden, welche Mutation man wählt, gibt's für jede Einheit einen minutenlangen Mini-Einsatz, in dem man zwei Verbesserungen in Ruhe austesten kann – am Ende entscheidet man sich dann für eine Variante. Zusätzlich darf man jeder Einheit eine von drei Verbesserungen spendieren und diese zwischen Missionen beliebig austauschen. Auf normaler Schwierigkeitsstufe fallen solche Upgrades kaum ins Gewicht, ab der dritten Stufe "schwer" jedoch ist das System praktisch und sinnvoll.

Starkes Design

Heart of the Swarm reißt keine Grafikbäume mehr aus, technisch hat sich gegenüber Wings of Liberty nur wenig getan – zu den wenigen Neuerungen zählen lediglich verbesserte Physikeffekte. Macht aber nix, denn das Spiel schaut trotzdem sehr gut aus. Blizzard-typisch ist das Design wieder hervorragend, die Cutscenes sind hochwertig inszeniert und geschnitten (auch wenn sie diesmal etwas unscharf ausfallen) und die Zerg-Charaktere sind hübsch eklig gestaltet – insgesamt eine edle Präsentation.

Tolle Musik, guter Sound

Missionen wie Cutscenes werden von einem orchestralen, stimmungsvollen Soundtrack untermalt, da kann Heart of the Swarm locker mit Wings of Liberty mithalten. Die meisten deutschen Sprecher sind gut besetzt, geben ihre Text zwar manchmal etwas überbetont zum Besten, doch alles in allem ist die deutsche Fassung gut gelungen. Die englische Version klingt jedoch zweifellos besser – zum Glück darf man sie auf Wunsch über die Battle.net-Kontosteuerung runterladen.

Hervorragende Steuerung

Ein durchdachtes Interface, das Einsteiger schont und Profis zahllose Hotkeys bietet, außerdem lassen sich alle Tasten frei belegen – prima. Schönes neues Detail: Hauptgebäude zeigen nun auf Wunsch an, wieviele Arbeiter an einer Rohstoffquelle arbeiten sollten.

Bildergalerie

14
  1. Seite 1 Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test - Einleitung
  2. Seite 2 Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test - Das hat uns gefallen
  3. Seite 3 Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test - Das hat uns nicht gefallen und Fazit
    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Erindor NPC
        Den meisten Negativpunkten kann ich persönlich nicht zustimmen, die Charaktere sind schächer, aber wie "kornhill" schon ausgeführt hat, liegt das bei den Zerg in der Natur der Sache und war auch im alten SC schon so und es wäre sogar ein Storyfail, wenn andere Zerg außer Kerrigan komplexe Charaktere wären, denn sie war schon immer die Einzige mit freiem Willen und dafür haben sie es in HotS noch ganz gut gelöst.

        Ich finde es auch gut das zwischen normal und schwer so ein großer Sprung ist, ich selbst hab es erstmal auf normal gespielt, aber immer versucht beim ersten mal alle Erfolge zu erlangen, so kann man sich die Kampagne selbst vom Anspruch etwas anpassen ohne zu frustrieren, und wie gesagt... muss ja keiner auf normal spielen.^^

        Starker Zerg-Fokus find ich gut, kam mir in SC1 und BW auch immer komisch, kramphaft und unpassend vor, dass man in allen sechs Kampagnen alle drei Rassen gespielt hat.

        Keine Entscheidungen finde ich ein großartige Entscheidung^^, für mich ist es in SC wichtig, dass es eine klare Storyline gibt und keine, "ja aber wenns vielleicht so war...", Blizzard selbst hat zum Glück zu WoL klare Vorstellung welcher Entscheidungen Fakt sind, was man aber auch nur weis, wenn man die DVD/BluRay gesehen hat, bzw. man bekommt es im Verlauf von HotS teilweise am Rande mit, auch nicht ideal meiner Meinung.

        Viele kurzw und Timer-Missionen gabs allerdings tatsächlich, was ich eigentlich garnicht mag, war aber immerhin so gut verpackt, dass es mich nicht gestört, bzw. mir lange garnicht aufgefallen ist.^^

        persönliches Fazit: SC ist wieder mal RTS-Benchmark, sowohl im SP als im MP

        Grüße
      • Von Erindor NPC
        Den meisten Negativpunkten kann ich persönlich nicht zustimmen, die Charaktere sind schächer, aber wie "kornhill" schon ausgeführt hat, liegt das bei den Zerg in der Natur der Sache und war auch im alten SC schon so und es wäre sogar ein Storyfail, wenn andere Zerg außer Kerrigan komplexe Charaktere wären, denn sie war schon immer die Einzige mit freiem Willen und dafür haben sie es in HotS noch ganz gut gelöst.

        Ich finde es auch gut das zwischen normal und schwer so ein großer Sprung ist, ich selbst hab es erstmal auf normal gespielt, aber immer versucht beim ersten mal alle Erfolge zu erlangen, so kann man sich die Kampagne selbst vom Anspruch etwas anpassen ohne zu frustrieren, und wie gesagt... muss ja keiner auf normal spielen.^^

        Starker Zerg-Fokus find ich gut, kam mir in SC1 und BW auch immer komisch, kramphaft und unpassend vor, dass man in allen sechs Kampagnen alle drei Rassen gespielt hat.

        Keine Entscheidungen finde ich ein großartige Entscheidung^^, für mich ist es in SC wichtig, dass es eine klare Storyline gibt und keine, "ja aber wenns vielleicht so war...", Blizzard selbst hat zum Glück zu WoL klare Vorstellung welcher Entscheidungen Fakt sind, was man aber auch nur weis, wenn man die DVD/BluRay gesehen hat, bzw. man bekommt es im Verlauf von HotS teilweise am Rande mit, auch nicht ideal meiner Meinung.

        Viele kurzw und Timer-Missionen gabs allerdings tatsächlich, was ich eigentlich garnicht mag, war aber immerhin so gut verpackt, dass es mich nicht gestört, bzw. mir lange garnicht aufgefallen ist.^^

        persönliches Fazit: SC ist wieder mal RTS-Benchmark, sowohl im SP als im MP

        Grüße
      • Von LordCrash Mitglied
        Zitat von kornhill
        Ich habe das Spiel als sehr gut empfunden. Wenn man Entscheidungen selber hätte treffen müssen, hätte das dem Zwiespalt von Kerrigan unter Umständen unglaubwürdig erscheinen lassen. (Oder es wären belanglose Entscheidungen gewesen) Zumindest habe ich das so empfunden.

        Ich hatte mich schon vorher gefragt wie sie Charakteren einbinden und was für welche. Schon immer war die Zerg Kampagne, was Charaktere angeht, die Schwächste. (Overmind , Zerebraten und eine alles übertrumpfende Kerrigan). Sie haben diesen Punkt sehr gut gelöst. Mit den Charakteren von WoL kann es nicht mithalten, was aber an der Natur der Sache liegt.

        Man sollte übrigens Brood War und SC1 gespielt haben (und sich auch an die Details erinnern!). Die Story könnte ansonsten ein paar Fragezeichen hinterlassen. In WoL empfand ich das schon als wichtig, in HotS ist es noch wichtiger. (persönliche Einschätzung)

        Protoss ?!?
        Gibt inzwischen auch sehr gut gemachte Fan-Videos, die die Geschichte von StarCraft 1 zusammenfassen, falls man das Spiel nicht gespielt oder die Handlung vergessen hat. ;)
      • Von kornhill Mitglied
        Ich habe das Spiel als sehr gut empfunden. Wenn man Entscheidungen selber hätte treffen müssen, hätte das dem Zwiespalt von Kerrigan unter Umständen unglaubwürdig erscheinen lassen. (Oder es wären belanglose Entscheidungen gewesen) Zumindest habe ich das so empfunden.

        Ich hatte mich schon vorher gefragt wie sie Charakteren einbinden und was für welche. Schon immer war die Zerg Kampagne, was Charaktere angeht, die Schwächste. (Overmind , Zerebraten und eine alles übertrumpfende Kerrigan). Sie haben diesen Punkt sehr gut gelöst. Mit den Charakteren von WoL kann es nicht mithalten, was aber an der Natur der Sache liegt.

        Man sollte übrigens Brood War und SC1 gespielt haben (und sich auch an die Details erinnern!). Die Story könnte ansonsten ein paar Fragezeichen hinterlassen. In WoL empfand ich das schon als wichtig, in HotS ist es noch wichtiger. (persönliche Einschätzung)

        Protoss ?!?
      • Von kRaNkEsKiNd Spiele-Novize/Novizin
        Ich stimme in den Kritikpunkten absolut mit Euch überein. Es ist ein solides Spiel das gut unterhält. 85 % für den Einzelspielermodus hätten es aber auch getan - aber ich möchte mich nicht um 3 Prozentpunkte streiten. Ich hatte - mal wieder - bei einem Blizzard Spiel das Gefühl "huch, das war doch bestimmt anders geplant". Es gibt so viele Momente in der Kampagne die gerade zu nach einer Entscheidung schreien. Moralische Entscheidungen mit Tragweite. Alle diese Entscheidungen (manchmal sogar nach einer kurzen Pause in der Cutscene) werden dann von Kerrigan selbst getroffen - wer wird gerittet, wer stirbt usw. Ich wette, dass Blizzard das mal anders konzipiert hatte. Na ja. seis drum.
      • Von Osmium Mitglied
        Ich bin kein Starcraft Profi (Multiplayer nie gespielt), finde als RTS Veterane aber HoS auf Brutal deutlich zu einfach. Die meisten Missionen habe ich direkt auf Anhieb mit allen Bonuszielen geschafft. An WoL habe ich deutlich mehr restarten und tüfteln müssen, hier habe ich quasi alle Missionen mit Roach+Hydralisk in einem großen Deathball durchgespielt ohne die Armee jemals splitten zu müssen oder ähnliches.
        Es werden viele Zerg Units mit speziellen Fähigkeiten angeboten, aber im Prinzip braucht man sie einfach nicht und spart sich das Finger verknoten in den Massenschlachten.
        Das Missionsdesign und auch etwas das Metagame mit dem Leviathan etc. haben sich leider oft wie eine WoL Kopie angefühlt, auch wenn einige etwas alternative Missionen wie die Raumschlacht oder die Bosskämpfe dabei sind.
        Die AI ist auch auf dem Stand von vor 15 Jahren, immer nur blindes Opfern von Einheiten mitten in die Verteidigung.
        Vom Gameplay ist die HoS Kampagne daher leider eher enttäuschend, auch wenn sie natürlich klasse inszeniert ist.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk