Star Wars KotOR: Wirklich noch immer gut oder einfach nur verklärt? Wir finden es raus!

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Special Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Star Wars KotOR: Wirklich noch immer gut oder einfach nur verklärt? Wir finden es raus!
Quelle: Bioware / Medienagentur plassma

Mit Knights of the Old Republic schuf Bioware 2003 einen Meilenstein des Rollenspiel-Genres. Doch wie ist es, den Titel 2024 das erste Mal zu spielen? Wir wagen den Versuch!

Und dann ... haut mich KotOR so richtig aus den Socken! Denn ich treffe auf Lord Malak höchstpersönlich, der mir in einer ausufernden Zwischensequenz meine wahre Identität offenbart: Ich bin Darth Revan! Jawohl, ich bin der dunkle Lord himself, der doch eigentlich verschollen ist!

Hm, wenn ich so darüber nachdenke, hätte ich mir diesen Story-Twist vielleicht schon vorher denken können, denn das Spiel hat in den Dialogen zuvor diverse versteckte Andeutungen gemacht - und es ist ja auch kein Zufall, dass die Macht es so gut mit mir meint. Trotzdem hat mich Bioware mit der Revan-Enthüllung eiskalt erwischt!

Und wahrscheinlich ist es nur meiner bisherigen Ignoranz gegenüber KotOR und der Tatsache, dass ich SWTOR nicht bis zum Add-on Shadow of Revan gespielt habe, zu verdanken, dass ich von diesem extrem coolen Videospielmoment noch nichts gehört habe. Manchmal hat es eben doch Vorteile, ein viel beschäftigter Selbstständiger und Familienvater zu sein!

Mit dieser völlig neuen Story-Wendung stehe ich vor einer entscheidenden Wahl: Ich könnte mich nun am Rat der Jedi rächen und Revan mithilfe der dunklen Seite der Macht zum mächtigsten Sith-Lord der Galaxis aufsteigen lassen.

Schließlich haben der Jedi-Rat und Bastila meine Erinnerungen gelöscht und mich zum Spielball im Kampf gegen die Sith gemacht! Außerdem hat mich Bastilas Verrat schwer getroffen. Aber ich hatte mir fest vorgenommen, der absolute Vorzeige-Jedi-Ritter zu werden, und daran halte ich fest.

Weltraumschlacht Quelle: Bioware / Medienagentur plassma Die folgenden Kampfsequenzen gegen Malak sind schnell vorbei, da der Sith-Lord immer wieder entkommt, bis Bastila ihn aufhält und ich mit dem Rest der Crew fliehen kann. Leider wird Bastila von Malak entführt, sodass ich ohne sie nach Korriban aufbreche.

Mit großen Schritten Richtung Finale

Auf Korriban bin ich nun zum ersten Mal als der unterwegs, der ich eben bin: Revan. Die Ereignisse in aller Kürze: Ich infiltriere die hiesige Sith-Akademie, bewerbe mich um eine Aufnahme und muss nun für einen gewissen Meister Uthar genügend Prestige sammeln, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden.

Dazu erfülle ich verschiedene Aufgaben: Unter anderem verhöre ich einen Gefangenen, säubere eine von Shyrack-Bestien bevölkerte Höhle und erbeute wichtige Gegenstände aus alten Sith-Gräbern.

In der Grabstätte des dunklen Sith-Lords Naga Sadow erwartet mich neben einigen anspruchsvollen Kämpfen gegen Wraid- und Terentatek-Bestien auch ein recht nerviges Puzzle an einem Computerterminal, das mich mal wieder in einen Walkthrough linsen lässt.

Am Ende kommt zum Kampf gegen Meister Uthar und die machthungrige Yuthura, den ich für mich entscheiden kann. Die letzte Sternenkarte gehört mir, doch beim Anflug auf die Sternenschmiede muss die Endar Spire auf einem fremden Planeten landen. Willkommen in der unbekannten Welt!

Auch hier gibt es vor malerischer Strand- und Meereskulisse viel zu tun und zu bekämpfen, hauptsächlich Rakata und Rancors. Zum einen muss ich neue Stabilisatoren für die beschädigte Ebon Hawk finden, zum anderen muss ich mich für einen von zwei Wegen entscheiden, um in den geheimnisvollen Tempel zu gelangen, in dem sich die Steuerungen für das Störfeld befinden, das die Sternenschmiede schützt.

Dazu muss ich einem der auf dem Planeten ansässigen Stämme helfen: Entweder befreie ich für die Rakata-Ältesten gefangene Späher aus den Händen des ominösen "Einen", oder ich begebe mich zu diesem und töte für ihn die Rakata-Ältesten. Ich wähle den zweiten Weg, der mir nach einem Ritual schließlich den Weg zum Tempel öffnet, in den mich Juhani und Jolee automatisch begleiten.

Vorher löse ich noch eine Nebenquest für einen Typen namens Garn, für den ich eine Gruppe Mandalorianer ausschalte und ihm den Kopf des Anführers bringe. Als Belohnung gibt es eine große Truhe mit nützlichen Gegenständen wie Minen, Rüstungen, Medipacks und Schilden.

Lichtschwertkampf im Dunkeln Quelle: Bioware / Medienagentur plassma Im Tempel selbst muss ich wieder etliche Kämpfe bestreiten, wobei Letares, äh, Revan, mittlerweile ganz schön mächtig ist und potente Machtzauber wie "Lähmungsfeld", "Machtwirbelsturm", "Verbesserter Laserschwertwurf" und "Droiden zerstören" beherrscht. Somit stellen die Auseinandersetzungen kein großes Problem dar.

Mehr Mühe bereitet mir ein Rätsel in den Katakomben des Tempels: Hier muss ich eine Tür öffnen, indem ich Bodenfliesen in einer bestimmten Reihenfolge betrete. Die Lösung ist eigentlich einfach, bleibt mir aber zunächst verborgen, weil ich es versäumt habe, ein zuvor gefundenes Datapad zu studieren.

Doch dann finde ich den entsprechenden Eintrag: Ich soll ein "H" über die Kacheln laufen! Aber das ist leichter gesagt als getan, und da auch der Abgabetermin für diesen Artikel langsam näher rückt, schaue ich noch einmal in die Komplettlösung, um den richtigen Laufweg zu finden. Notiz an mich selbst: Lesen bildet!

Nun spitzt sich die Situation dramatisch zu: Auf dem Dach des Tempels begegne ich Bastila, die der dunklen Seite der Macht verfallen ist und mit Lord Malak zusammenarbeitet! Im folgenden Dialog versuche ich sie davon zu überzeugen, sich wieder der hellen Seite anzuschließen.

Doch das misslingt vorerst und ich muss Bastila bekämpfen, was aber nur kurz nötig ist. Nach einem weiteren Dialog flieht Bastila mit ihrem Raumschiff zur Sternenschmiede. Ich deaktiviere an einem Terminal das planetare Störfeld der Sternenschmiede und trete den Rückweg zur Ebon Hawk an, die ich im Maschinenraum mit zuvor eingesammelten Stabilisatoren repariere. Malak, ich komme!

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MrFob Nerd
        Ich habe KotOR tatsaechlich erst letztes Jahr wieder auf dem iPad durchgespielt. Ich finde es auch nach 20 Jahren immer noch sehr gut. Klar, Grafik und einige QoL Funktionen sind veraltet aber die Dialoge, die Story und auch das allgemein zeitlose Gameplay reissen es lcoker raus. :X
      • Von MrFob Nerd
        Ich habe KotOR tatsaechlich erst letztes Jahr wieder auf dem iPad durchgespielt. Ich finde es auch nach 20 Jahren immer noch sehr gut. Klar, Grafik und einige QoL Funktionen sind veraltet aber die Dialoge, die Story und auch das allgemein zeitlose Gameplay reissen es lcoker raus. :X
      • Von heinz-otto Mitglied
        Ich habe den Artikel gerade erst in der N-Zone gelesen. KotoR ist ein Highlight gewesen. Ich hatte die Story zwar schon wieder vergessen, aber der Artikel hat mir vieles wieder ins Gedächtnis gerufen. Vor allem die Charaktere sind mir über die Zeit in Erinnerung geblieben: Bastila, Zalbar, Carth und natürlich HK47, den glaube ich niemand wirklich vergessen kann. Obwohl er mich immer ein bisschen an RFS-81 in Wizardry 8 erinnert hat.
        Wenn ich nur mehr Zeit hätte, würde ich auch sofort wieder loslegen. Die Grafik und das Kampfsystem würden mich nicht stören. Aus meiner Sicht waren KotoR und Jade Empire der Zenit der Bioware Jahre. Man konnte einfach blind zugreifen. Mass Effect hat dann in Bezug auf die Inszenierung noch einen drauf gesetzt, dafür aber mehr auf Mainstream getrimmt. Daher ich mag die ältere Generation der Bioware Spiele einfach ein Tick mehr. Wie hat damals einer der PCG-Redakteure beim Review zur Wizardry 8 formuliert: ein ungeschliffener Rohdiamat. So kann man die alten Bioware Spiele heute auch sehen.
        Tolles Special.
      • Von Dodo1995 Gelegenheitsspieler/in
        Wer KOTOR gespielt hat muss den den noch viel besseren Nachfolger spielen. KOTOR2 ist für mich bis heute das beste Star Wars aller zeiten da kommt keinm Film oder Serie heran.
      • Von Desotho Spiele-Enthusiast/in
        Ich spiele es auch gerade, aber für die heutige Zeit ist dasnicht mehr wirklich gut. Die Grafik ist bestenfalls noch erträglich, das Kampfsystem ist ein kompletter Unfall.
        Und an bei der Story und den Quests hat der Zahn der Zeit genagt.

        Man kann es auch heute noch spielen, aber es kann so mit aktuellen Spielen einfach nicht mithalten. Aber das ist ja ok.
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Zitat

        In der Grabstätte des dunklen Sith-Lords Saga Nadow
        Naga Sadow ;) Danke für die Reise. Kenne ebenfalls nur SWtOR und habe das erste KotOR nie gespielt. Würde ich aber als Remaster oder Remake wohl mal nachholen wollen.
        In dieser "alten" Version aber eher nicht mehr.
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