Star Wars Jedi: Survivor im Test
Lange mussten Fans warten, jetzt steht Star Wars Jedi: Survivor endlich vor der Tür. Wir prüfen im Test, ob das Spiel inhaltlich und spielerisch überzeugt.
Grundsätzlich folgt das Kampfsystem wieder der Inspiration, die es sich von Soulslike-Spielen holt. Das heißt, wir müssen als Spieler aktiv auf das richtige Timing und den richtigen Einsatz von Angriffen, Blocken, Parieren und Ausweichen achten. Wildes Auf-den-Gegner-Eindreschen bringt besonders auf höheren Schwierigkeitsgraden kaum etwas. Aber zum Glück muss sich Cal ja nicht nur auf seine Schwertkünste verlassen, sondern kann natürlich auch im Kampf seine Machtkräfte einsetzen. Zu den üblichen Bekannten wie Machtschub und Verlangsamung gesellen sich neue Fähigkeiten. Allen voran Verwirrung, womit wir einen Gegner dazu bringen, seine Kollegen anzugreifen. Diese Kraft verfügt sogar über seinen eigenen Talentbaum, in dem wir die Wirkung der Verwirrung noch weiter verbessern können.
Mit gleich neun verschiedenen Talentbäumen ist das Spiel diesmal auch deutlich stärker auf eine Spezialisierung ausgelegt. Da wir ohnehin immer nur zwei der Kampfstile aktiv ausgerüstet haben können, ist es auch sinnvoll, sich bei der Verteilung von Skillpunkten auf die bevorzugten Stile zu konzentrieren. Wir hatten zwar das Gefühl, dass das Spiel sich nicht gerade mit dem Spendieren von Skillpunkten zurückhält, aber davon, alle Bäume ausgeskillt zu haben, waren wir am Ende dennoch weit entfernt. Da es aber von vorherein einen NewGame+-Modus gibt, wird es vermutlich spätestens dort möglich sein, alle Talente zu lernen.
Neu hinzugekommen ist zudem ein Perksystem. Verschiedene Boni lassen sich in der Spielwelt finden, zum Beispiel als Belohnung für optionale Bosskämpfe. Je nach Effekt benötigen die Perks eine unterschiedliche Anzahl an Slots, von denen Cal zu Beginn nur drei Stück hat. Es gilt also genau zu überlegen, welchen Bonus man für seinen Spielstil am besten gebrauchen kann. Die Zahl der Slots lässt sich im Verlauf des Spiels noch ausbauen.
Quelle: PC Games
In der Cantina von Greez steppt der Bär.
In der Galaxie zu Hause
Eine große Stärke des Spiels ist die wunderbare Star-Wars-Atmosphäre, die nahezu durchgehend vermittelt wird. Einer der Gründe dafür ist, dass sich das Spiel nicht mehr so entkoppelt vom normalen Leben in der Galaxie anfühlt wie noch der Vorgänger. Einen großen Teil trägt der Planet Koboh dazu bei, auf dem wir neben Gegnern und Geheimnissen auch auf eine Siedlung stoßen. In Rambler's Reach hat sich unser alter Freund Greez niedergelassen und eine Cantina eröffnet. Hier lassen auch wir uns vorläufig nieder und nutzen den Ort als Heimatbasis für all unsere Abenteuer. Das bedeutet, wir kommen im Verlauf des Spiels immer wieder hierher zurück und können dabei beobachten, wie immer mehr Leben in die Siedlung und vor allem die Cantina einkehrt. Erfreulich ist dabei auch, dass sich die Entwickler nicht nur auf Menschen beschränken, sondern viele coole Alien-Designs unterbringen.
Koboh ist auch der insgesamt größte Planet im Spiel, auf dem wir die meiste Zeit verbringen. Das liegt auch daran, dass die Spielwelt hier deutlich offener und weitläufiger gestaltet ist. Einige Bereiche der Karte sind groß genug, dass wir uns sogar mit Reittieren fortbewegen können. Aber natürlich haben die Entwickler dabei nicht die Metroidvania-Ansätze aus den Augen verloren. Erneut stehen wir zunächst vor vielen unpassierbaren Passagen, für die uns die richtigen Fähigkeiten fehlen. Zum Glück gibt es diesmal aber eine Schnellreise-Funktion, die eine spätere Rückkehr deutlich erleichtert. Auch das breitflächiger angelegte Leveldesign sorgt dafür, dass wir nicht mehr durch elendig lange bereits erkundete Gebiete müssen. Ähnlich wie Koboh ist auch Jedah aufgebaut, der zweite große Planet, auf dem wir viel Zeit verbringen. Darüber hinaus gibt es noch drei kleinere Schauplätze, die eher klassisch aufgebaut sind.
Bei der Erkundung dieser Welten kommen wieder die Parkour-Fähigkeiten von Cal zum Einsatz - diesmal nur noch intensiver. Wallruns und Doppelsprünge kann der junge Jedi bereits von Anfang an und im Verlauf des Spiels kommen noch diverse neue Bewegungsformen dazu. So erhalten wir unter anderem einen Greifhaken und einen Dash für noch weitere Sprünge. All diese Elemente werden in immer wilderen Kombinationen aneinandergereiht, sodass wir manchmal gefühlt für Minuten nicht mehr den Boden berühren.

Technisch habe ich wohl Glück, bei mir läuft das Spiel problemlos. Auflösung 3440x1440, alles auf episch und mit der Nvidia-Systemsteuerung bei 60FPS gedeckelt. Bisher keine Probleme, bleibt hoffentlich auch so!
Ich drücke allen Spielern die Daumen, dass es bald auch bei Euch läuft :-)
Der Performance Modus hat ein paar Probleme, Vsynch, Tearing, ziemliches Kantenflimmern und teils sehr verwaschene Texturen, aber vor allem eine instabile Framerate mit Mikrorucklern. Das hat der Qualitätsmodus nicht, zwar weniger fps, dafür stabil.
Für mich persönlich derzeit so besser.
Ich mag auch gerne herausfordernde Spiele. Und ich verstehe auch den Punkt, dass manche Games sich mit zu vielen Einstellungsmöglichkeiten keinen Gefallen tun. Dishonored war für mich so ein Fall. In der Standardeinstellung hatte ich da gar keinen Spaß und bei all den Optionen war es nervig herauszufinden, mit welchen Settings das Spiel für mich großartig wird. Aber dieses "Uga uga ich spiel die krassesten Spiele, die anderen Gamer sind alle Luschen"-Gedusel ist trotzdem ein bisschen albern.
Schwierigkeit ist gut wenn es angepasst ist, aber sowas wie die Souls Reihe, nein Danke ist gar nichts für mich.
Für Frust zahle ich kein Geld.
Muss aber jeder selbst wissen wie und wonach er steht.
Eine Verallgemeinerung ist denke ich mal hier ganz fehl am Platz.
Der/Die Eine mag es eben so und der andere eben etwas anders.