Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers - Episode 9 in der spoilerfreien Kinokritik

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Special Karsten Scholz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers - Episode 9 in der spoilerfreien Kinokritik
Quelle: Disney

Am 18. Dezember kommt mit "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" der letzte Teil der aktuellen Star-Wars-Trilogie rund um Rey, Kylo, Finn und Poe in die Kinos, und damit wird sich auch die Skywalker-Saga schließen, die 1977 mit Krieg der Sterne ihren Anfang nahm. Doch was erwartet euch in Episode 9? Das epische Finale, das endlich alle Star-Wars-Fans restlos begeistern kann? Oder erneut ein Film, bei dem sich die Geister scheiden? Wir verraten es euch in unserer spoilerfreien Filmkritik.

Wer meine beiden Kritiken zu Star Wars: Das Erwachen der Macht (Episode 7) und Star Wars: Die letzten Jedi (Episode 8) gelesen hat, der weiß, dass ich mit beiden Filmen im Kino viel Spaß hatte - trotz ihrer durchaus vorhandenen Schwächen. Nein, in meiner Top 3 der besten Star-Wars-Filme aller Zeiten würde wohl keiner der beiden Filme landen. Genauso wenig kann ich aber auch die vielerorts harsch formulierten Kritiken nachvollziehen, die bisher kein gutes Haar an der aktuellen Trilogie lassen und damit auch die vielen Stärken der beiden Filme unter den Teppich kehren.

Am 18. Dezember kommt mit "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" nun also der letzte Teil der Geschichte rund um Rey, Kylo, Finn und Poe in die Kinos, und damit wird sich auch die Skywalker-Saga endgültig schließen, die 1977 mit Krieg der Sterne ihren Anfang nahm. Im besten Fall gelingt es Regisseur J. J. Abrams und seinem Team, uns ein episches Finale zu servieren, das endlich alle Star-Wars-Fans restlos begeistern kann. Ein würdiger Abschluss und ein Meilenstein der Kinogeschichte, auf den hoffen wohl die meisten Fans. Im Folgenden lest ihr den einzigen Spoiler der gesamten Kinokritik: Das ganz große Ziel kann Episode 9 am Ende - dank einiger Schwächen - leider nicht erreichen. Es wird definitiv wieder einige enttäuschte Fans geben, da bin ich mir sicher. Doch ich, ich hatte dennoch eine sehr gute Zeit vor der großen Leinwand. Vielleicht nicht über die gesamten 142 Minuten, aber fast. Das Warum und Wieso erkläre ich euch in meiner spoilerfreien Kritik.

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers - wo ist die Story-Einführung?

Rey, Finn, Poe und Chewbacca sind natürlich auch in Star Wars: Episode 9 wieder dabei. Quelle: Disney Rey, Finn, Poe und Chewbacca sind natürlich auch in Star Wars: Episode 9 wieder dabei. Bei den meisten unserer bisherigen Filmkritiken haben wir stets darauf geachtet, die Handlung eines Films nicht zu verraten und einzig eine kurze Einführung zu geben, in der wir die Ausgangslage beziehungsweise die ersten Minuten beschreiben. Doch auch das wollen wir uns - wie schon in der Kritik zu Episode 8 - an dieser Stelle sparen.

Der Grund: "Der Aufstieg Skywalkers" führt die Ereignisse des Vorgängers "Die letzten Jedi" fort - auch wenn innerhalb des Universums etwa ein Jahr seit dessen Handlung vergangen ist. Wer die Episoden 7 und 8 bereits gesehen hat, weiß spätestens nach der Lektüre der obligatorischen Laufschrift, die von der ikonischen Musik von John Williams begleitet wird, wie die Fronten verteilt sind. Falls ihr jedoch die ersten beiden Abenteuer von Rey, Finn und Co. nicht kennen solltet, führt euch euer Weg zuerst in die (Streaming-)Videothek eures Vertrauens. Schließt diese Lücke, bevor ihr ins Kino geht!

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers - 142 Minuten Vollgas

Kamen mir in Episode 8 noch einige Szenen etwas langatmig vor, tritt Abrams in "Der Aufstieg Skywalkers" von Anfang an das Gaspedal durch. Wir besuchen zahlreiche Planeten, sehen so viele exotische Alienvölker, wie noch in keinem anderen Star-Wars-Film, ergötzen uns an den enormen Schauwerten, freuen uns über das Wiedersehen mit alten Bekannten oder das (oberflächliche) Kennenlernen neuer Figuren. Möglichkeiten zum Verschnaufen gibt es kaum, für Ruhepausen und genaueres Beschnuppern ist keine Zeit. Überhaupt scheinen Raum (lies: Reisestrecken) und Zeit kaum eine Rolle zu spielen, da das nächste Ziel - mal wieder - nur einen Katzensprung entfernt zu sein scheint.

Gerade in der ersten Hälfte schadet das hohe Tempo der Qualität. Als wollte man viel zu viel Film in zu wenig Laufzeit packen. Als wäre weniger hier und da mehr gewesen. Dadurch wirkt die erste Stunde etwas verworren und vollgestopft. Gleichzeitig muss ich aber auch zugeben, dass mir zu keiner Zeit langweilig war. Es gibt nicht nur (toll inszenierte) Action und launige Sprüche am laufenden Band, sondern auch viele erinnerungswürdige Momente sowie einige überraschende Wendungen und emotionale Ereignisse, die mich voll erwischt haben. Vor allem im letzten Drittel musste ich bei einigen Szenen sogar heimlich ein Tränchen aus dem Auge wischen. Ebenfalls ein Pluspunkt: Den Verantwortlichen gelingt es tatsächlich, alle großen Fragen, die in den beiden Vorgängern aufgeworfen wurden, (in vielen Fällen zufriedenstellend) zu beantworten beziehungsweise die diversen Story-Fäden zu einem Ende zu bringen.
Fast im Viertelstundetakt landen wir in Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers auf immer neuen Planeten. Quelle: Disney Fast im Viertelstundetakt landen wir in Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers auf immer neuen Planeten. Ähnlich wie in "Die letzten Jedi" gibt es aber auch in "Der Aufstieg Skywalkers" wieder einzelne Szenen, in denen ich das Verhalten von Figuren nicht nachvollziehen konnte oder in denen Logiklöcher so groß wie ein Dreadnought die Nachvollziehbarkeit erschweren. Die kommen zum Glück jedoch nun deutlich seltener vor. Genauso übrigens, wie der Klamauk aus dem Vorgänger. Ich hatte hier und da zwar ein dickes Grinsen auf dem Gesicht (auch dank diverser Fan-Service-Momente) und musste auch über den einen oder anderen Spruch lachen, doch gibt es dieses Mal weder knuffige CGI-Monster, die mehrfach als "Comic Relief" durchs Bild tapsen, noch einen Jedi, der an der Milchzitze eines Tieres nuckelt. Episode 9 ist unterm Strich ernster, emotionaler - es geht ums Eingemachte. Und das ist gut so.

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers - unser Fazit

Ich würde gerne noch so viel mehr über den Film schreiben, doch sollt ihr vor allem die verschiedenen Wendungen und Höhepunkte mit möglichst wenig Vorwissen erleben. Allein wegen diesen lohnt es sich aus meiner Sicht, den Aufstieg Skywalkers im Kino mitzuerleben. Erwartet jedoch nicht das epische Finale, das jeden Star-Wars-Fan begeistern wird. Wer bereits bei Episode 7 und 8 nicht mit Rey, Finn und Co. warm geworden ist, der wird auch nicht von Episode 9 bekehrt. Wer bereits im Vorgänger mit den Logiklücken und den ständigen Ortswechseln seine Probleme hatte, der wird auch jetzt Grund zum Meckern finden.

Mir persönlich hat das Skywalker-Finale jedoch unterm Strich richtig gut gefallen. Die 142 Minuten sind wie im Flug vergangen, alle Fragen werden beantwortet und überhaupt bildet das Ende einen zufriedenstellenden Abschluss. Ich für meinen Teil bin aber auch froh, dass die neue Trilogie erst 2022 starten wird. Endlich wieder Zeit zum Durchschnaufen.

Insofern kann getrost noch einmal von vorne durchgestartet werden: Wer die Sternensaga mit genügend Sitzfleisch in einem Stück sehen möchte, kann sich an Reihenfolge halten, zuerst Episode I: Die dunkle Bedrohung (1999) und Episode II: Angriff der Klonkrieger (2002) anzuschauen und danach die Serie The Clone Wars von 2008. Episode III: Die Rache der Sith (2005) lässt sich dann mit den beiden Star Wars Storys Solo (2018) und Rogue One (2016) sowie der Rebels-Serie perfekt zur legendären originalen Trilogie überleiten. Die Zeit nach Episode IV: Eine neue Hoffnung (1977), Episode V: Das Imperium schlägt zurück (1980) und Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983) wird von der der Serie The Mandalorian (2019) angeschnitten. Kurz vor der finalen Trilogie ist die Serie Star Wars Resistance (2019) angesiedelt. Sie spielt nur wenige Monate vor den Ereignissen in Episode VII: Das Erwachen der Macht (2015), Episode VIII: Die letzten Jedi (2017) und Episode IX: Der Aufstieg Skywalkers (Dezember 2019).

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    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Frullo Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        so wurde George Lucas ja nicht einmal zur Filmpremiere eingeladen.
        Entspricht vermutlich nicht ganz der Wahrheit - vielmehr war es wohl etwas, dass auf gegenseitiges Einverständnis beruht.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ganz ehrlich, ich verstehe ihn (GL): Kanzler Lucas gibt sein Amt an seine beste Schülerin ab, im Vertrauen darauf, dass er - zumindest im Hintergrund - sein Lebenswerk wird beenden können, doch er wird von ihr verraten, denn sie hatte eigene Pläne... klingt sogar nach einem tollen Outline für einen Star Wars Streifen! Ich hoffe, irgendwer im grossen Fanfiction-Versum schnappt die Idee auf und macht was draus! :D
      • Von Frullo Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        so wurde George Lucas ja nicht einmal zur Filmpremiere eingeladen.
        Entspricht vermutlich nicht ganz der Wahrheit - vielmehr war es wohl etwas, dass auf gegenseitiges Einverständnis beruht.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ganz ehrlich, ich verstehe ihn (GL): Kanzler Lucas gibt sein Amt an seine beste Schülerin ab, im Vertrauen darauf, dass er - zumindest im Hintergrund - sein Lebenswerk wird beenden können, doch er wird von ihr verraten, denn sie hatte eigene Pläne... klingt sogar nach einem tollen Outline für einen Star Wars Streifen! Ich hoffe, irgendwer im grossen Fanfiction-Versum schnappt die Idee auf und macht was draus! :D
      • Von xaan Spiele-Kenner/in
        Zitat von Spiritogre
        Das ist ja so nicht mal richtig, ich denke, eine Kathleen Kennedy ist eben gerade kein BWL Profi, sonst würde sie völlig anders agieren. Ich denke, dass sie einfach viel auf Populismus setzt und genau das ist der größte Fehler, den man insbesondere im Kreativbereich machen kann.
        Naja, selbst wenn sie auf Populismus hätte setzen wollen standen Zeichen an der Wand, was gut funktioniert bzw. aktuell stark nachgefragt wird. Ich mein, als es mit Ep7 losging, da gab es bereits das MCU. Da gab es bereits Game of Thrones. Da gab es bereits lang laufende Star Wars Serien wie z.B. Clone Wars. Alles sehr beliebt, aber an Nichts davon hat sie sich ein Beispiel genommen. Bestenfalls kann man also sagen, sie setzt auf Populismus - aber hat nicht gemerkt, dass ihre Vorstellung davon was das bedeutet insbesondere für Star Wars nicht funktioniert.

        Ihr Einfluss auf Star Wars hat bei mir letztendlich nur einen Eindruck hinterlassen: "Scheiß auf Lucas und scheiß auf das EU. Ich mach mein eigenes Star Wars mit Black Hack und Nutten."

        Zitat von Spiritogre
        Es wird ja auch gemunkelt, dass Kevin Feige ihr Nachfolger wird, der eben mit dem MCU alles richtig gemacht hat.
        Ich mag den Marvel Quatsch zwar auch nicht, aber er kann es wohl kaum noch verschlimmern. Am besten wäre es sie erklären die ganze Sequel-Trilogie zu einem Non-Kanon Paralleluniversum und machen es dann noch mal richtig. :-B
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von xaan
        Das Management ist selbstverständlich da, um sich mit BWL auszukennen. Nicht mit dem Produkt.
        Das ist ja so nicht mal richtig, ich denke, eine Kathleen Kennedy ist eben gerade kein BWL Profi, sonst würde sie völlig anders agieren. Ich denke, dass sie einfach viel auf Populismus setzt und genau das ist der größte Fehler, den man insbesondere im Kreativbereich machen kann.

        Es wird ja auch gemunkelt, dass Kevin Feige ihr Nachfolger wird, der eben mit dem MCU alles richtig gemacht hat.
      • Von Gast1661893802 Mitglied
        Zitat von xaan
        Das kommt halt davon, wenn das Management nicht versteht warum Star Wars gut ist. Dann können sie auch keine Strategie entwickeln, die darauf aufbaut.
        Das Management ist selbstverständlich da, um sich mit BWL auszukennen. Nicht mit dem Produkt.
        Grundsätzlich korrekt, aber dem Grundverständnis wie man das weiterführen könnte um die gewünschte Cash-Cow weiter zu züchten sollte man doch haben.
        Genau hier ist mMn das Problem, wenn man dazu keine echte Idee hat, warum dann erst darin investieren ?

        Oder sollte das SW Francise nur vom Markt um die Konkurrenz auszuschließen mit Option auf Cash Cow ?
        Das würde für mich das unkoordinierte Vorgehen (ohne Triologiestory Masterplan) erklären !
      • Von xaan Spiele-Kenner/in
        Zitat von Wut-Gamer
        Da fragt man sich doch, wie das im Management gelaufen ist: "Hey, wir haben gerade für viele Milliarden Star Wars gekauft. Setzen wir mal drei mittelprächtige Autoren/Regisseure dran und geben ihnen freie Hand."
        "Toller Plan Chef, so machen wirs!"
        Das kommt halt davon, wenn das Management nicht versteht warum Star Wars gut ist. Dann können sie auch keine Strategie entwickeln, die darauf aufbaut.
        Das Management ist selbstverständlich da, um sich mit BWL auszukennen. Nicht mit dem Produkt.
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