So genial wie damals? Star Wars: Dark Forces Remaster im Test
Frisch rausgeputzt: Das gefeierte Star Wars: Dark Forces glänzt im Test als lupenreines Remaster mit scharfer Grafik und massenhaft Retro-Charme. Doch reicht das noch für eine Kaufempfehlung?
So unzivilisiert!
Die Action selbst ist dafür ziemlich verzeihend geraten, wir haben Dark Forces Remaster auf mittlerer Stufe problemlos durchgespielt. Es gibt zwar einige Gegner, die auf hohe Distanz kräftig austeilen oder euch mit Granaten zuschmeißen, doch meistens bekommt ihr es nur mit strunzblöden Sturmtruppen zu tun - und die stellen selbst in größeren Gruppen keine ernste Gefahr dar.
Richtig nervig können allerdings die unscheinbaren Tretminen sein, die in einigen der späteren Level versteckt sind - wenn man hier das Klicken hört, ist es meistens schon zu spät und man muss kräftig Lebenspunkte lassen. Zumindest haben die Leveldesigner aber ausreichend Heil- und Energiepakete versteckt, sodass man selbst dann nur selten wirklich ins Schwitzen kommt.
Quelle: PC Games
Genau 29 Jahre nach dem Original von Lucas Arts veröffentlicht Nightdive die Neuauflage. Ist sie euch 30 Euro wert?
Schon Han Solo wusste: "Antiquierte Waffen und Religionen können es nicht mit einer guten Laserkanone aufnehmen."
Das haben sich die Lucas-Arts-Entwickler offenbar zu Herzen genommen, denn ein Lichtschwert wie im Nachfolger Jedi Knight findet ihr hier noch nicht. Stattdessen dreht sich praktisch alles um den Fernkampf. Zumindest machen die Energiewummen aber noch einiges her, der imperiale Blaster, der Granatwerfer oder das coole Repetiergewehr sorgen zum Beispiel immer noch für ganz ordentlichen Ballerspaß.
Eine schöne Überraschung ist auch die Gamepad-Steuerung: Für einen fast 30 Jahre alten Shooter spielt sich Dark Forces auch auf sämtlichen Konsolen und dem Steam Deck richtig gut! Für mehr Komfort sorgt dabei ein neues Waffenrad, mit dem ihr schnell zwischen allen zehn Knarren wechseln dürft.
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Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.
Ein anderer Punkt dürfte allerdings für Kontroversen sorgen: Dark Forces bietet kein freies Speichersystem! Stattdessen gibt es in jedem Level mehrere Checkpoints, an die ihr zurückgesetzt werdet, wenn ihr mal den Löffel abgebt. Dabei wird dann auch ein Leben verbraucht. Die lassen sich zwar durch gut versteckte Power-Ups wieder erhöhen, doch sind alle Leben futsch, müsst ihr die aktuelle Mission noch mal von vorn beginnen.
Das Gleiche gilt leider auch, wenn ihr den Level zwischendurch beendet: Sobald ihr das Spiel schließt und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen wollt, müsst ihr die aktuelle Mission grundsätzlich neu starten. Und das wirkt einfach unzeitgemäß, zumal manche Einsätze doch ziemlich lang ausfallen können - vor allem dann, wenn man mal wieder nach dem richtigen Weg suchen muss.
Puristen mögen das vielleicht anders sehen, aber für uns ist das fehlende Speichersystem klar der größte Schwachpunkt der Neuauflage. Ein optionales Quicksave-Feature hätte nämlich gerade den Neueinsteigern ein paar Berührungsängste nehmen können, ohne dabei die ursprüngliche Spielerfahrung zu verwässern!
Respekt vor dem Alter
Dafür hat Nightdive das Spiel aber grafisch auf Vordermann gebracht, wenn auch mit einer wichtigen Einschränkung: Die Grafiker haben peinlich darauf geachtet, den Look und das Spielgefühl des Originals nicht anzutasten!
Das bedeutet: Die Auflösung wurde von mickrigen 320x200 Pixeln auf volle 4K im Breitbild hochgeballert, dazu läuft das Spiel mit bis zu 120 Fps. (Auf der Switch werden zwar "nur" 60 Fps angepeilt, doch zumindest wird dieser Wert in den allermeisten Situationen auch erreicht.)
Alle Texturen wurden außerdem durch schärfere Varianten ersetzt, auch wenn hier bewusst auf technische Sperenzchen wie Bump Mapping oder moderne Shader verzichtet wurde. Die Umgebungen schauen also noch so karg aus wie im Originalspiel - nur eben viel, viel schärfer.
Dazu hat Nightdive auch die wenigen Zwischensequenzen komplett neu aufgelegt. Die pixeligen Videos wurden durch frisch gerenderte Aufnahmen ersetzt, was besonders bei Szenen mit Raumschiffen richtig nett aussieht. Auch die Charaktere wurden durch deutlich hübschere Zeichnungen ausgetauscht, sind aber noch genauso steif animiert wie im Originalspiel - da hält sich der Gewinn also eher in Grenzen. Trotzdem muss man Nightdive hier ausdrücklich loben: Wo andere Studios einfach nur die alten Videos mit einer KI hochskaliert hätten, haben die Entwickler hier wirklich in die Hände gespuckt und jede Szene neu gerendert - da steckt also eine Menge Arbeit drin.

Mir gefällt das Remaster richtig gut. Nur das freie Speichern fehlt auch mir. Und ich zocks natürlich mit Maussteuerung. Keine Ahnung wieso ich das damals mit Joystick gespielt hab ... :B
Ich denke weil damals halt die Zeit von X-Wing und Tie Fighter war. Überhaupt waren zu der Zeit bei mir hauptsächlich Flugsimulationen angesagt.
Damals gesuchtet und es ist bestimmt auch nach wie vor ein gutes Spiel, aber nicht für 30 Euro bei den „paar“ Verbesserungen. Aber vielleicht sind halt die Star Wars Lizenzen einfach ein bissl teurer. ;)
Wenn man es so gemacht hätte, wie bei Quake 1 und 2, ein Remaster für 10 Euro, hätte ich sofort zugeschlagen.
Habe noch das schöne Original herum liegen.