Star Wars: Der größte Sith-Lord ist zugleich auch der größte Fehler der Sternensaga von George Lucas

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Kolumne Tobias Tengler-Boehm - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Star Wars: Der größte Sith-Lord ist zugleich auch der größte Fehler der Sternensaga von George Lucas
Quelle: BioWare

Vergesst Darth Vader und Darth Sidious, dieser Star Wars-Bösewicht stellt alles in den Schatten.

Die erste Staffel von Star Wars: The Acolyte kann man mittlerweile komplett auf Disney Plus streamen. Ich habe Woche für Woche auf die neue Folge hingefiebert und bin im Großen und Ganzen durchaus begeistert mit diesem neuen Kapitel der Sternensaga. Die nachfolgenden, teils kritische Zeilen beinhalten ganz zum Schluss einen Spoiler, auf den aber im Vorfeld noch einmal hingewiesen wird.

Das peinliche Reviewbombing mal beiseite geschoben, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die neue Star Wars-Realserie zu werfen, insbesondere auf die letzte Folge. The Acolyte bot neben klassischen Elementen viel frischen Wind. Jedoch war die Serie alles andere als perfekt und fehlerfrei.

Wie gut ist Star Wars: The Acolyte?

Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich der neuen Star Wars-Serie eine sehr gute 7,5 geben. Grundsätzlich gefielen mir die Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller wie Lee Kung-jae (Squid Game) oder Amandla Stenberg (Die Tribute von Panem). Die Story an sich, die in einer sehr interessanten Zeitspanne rund 100 Jahre vor Episode 1 eingebettet wurde, fühlte sich größtenteils frisch und stimmig an. The Acolyte hatte mit 8 Folgen mit einer jeweiligen Länge von 32 bis 43 Minuten eine angenehme Laufzeit.

Ich habe eigentlich nichts großartig zu meckern an der neuen Star Wars-Serie. Dennoch habe ich das Gefühl, mit knapp Mittevierzig nicht mehr wirklich zur Zielgruppe zu gehören. Darstellerinnen wie Carrie-Anne Moss (Matrix) mit ins Boot zu holen, ist ein cleverer Schachzug, dennoch fühlte sich The Acolyte allein aufgrund des Alters der Hauptdarstellerin an, als zielt die Serie eher auf Jugendliche und angehende Erwachsene ab. Das ist jedoch in keiner Weise als Kritikpunkt gemeint. Zwei andere Dinge haben mich bei Star Wars: The Acolyte hingegen wirklich sehr gestört.

Was ist schlecht an Star Wars: The Acolyte?

Logiklöcher, ähnlich wie bei Obi-Wan Kenobi waren teilweise ein wenig nervig. Ich gehöre nicht zum Personenkreis derer, die sich über "fallende Bomben im Weltraum" in Episode 7 beschweren. Physikalisch ist Star Wars nach irdischen Maßstäben ohnehin ein großer Quatsch und gerade deshalb auch ein großer Spaß. Doch sollte die Action zumindest in sich logisch und stimmig sein.

Wenn man in einer Szene seinen Gegner per Macht orten kann, einen Tag später jedoch einen Fährtenleser für dasselbe Unterfangen benötigt, stört das. Wenn es möglich ist, einen Jedi-Meister, der mit einer bestimmten Person geistig tief verbunden ist, mithilfe eines neuen Haarschnitts zu täuschen, dann hört man nicht mehr gebannt den Dialogen zu, sondern fragt sich, ob die Macher der Serie das Publikum vergackeiern wollen. Eine weitere Sache stört extrem, doch dafür kann The Acolyte nicht wirklich etwas.

Wer ist der geheime Charakter in der letzten Folge von Star Wars: The Acolyte?

In der letzten Folge (und jetzt betreten wir den Spoiler-Bereich) sehen wir spektakulärer Weise einen Charakter, der bereits in Star Wars: Episode 3 erwähnt wurde. Es handelt sich mit extremer Wahrscheinlichkeit um Darth Plagueis, einen extrem mächtigen Sith, der mithilfe der Macht Leben erschaffen und sogar verhindern konnte, dass Menschen sterben. Er wurde später von seinem Schüler Darth Sidious ermordet, der als Palpatine in Episode 3 Anakin Skywalker zur dunklen Seite der Macht verführte und anschließend als Imperator über die Galaxis herrschte. Doch wo ist jetzt das Problem?

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Wie bereits in früheren Versionen, die teilweise nicht mehr zum Star Wars-Kanon gehören, wird Darth Plagueis als Alien, als ein Vertreter der Muun-Spezies dargestellt. Und das ist meiner Meinung nach ein großer Fehler. Filmfiguren, die derart wichtig und charismatisch sind, sollten aus dramaturgischen Gründen von Menschen dargestellt werden. Wieso das?

Sollte es eine 2. Staffel von Star Wars: The Acolyte auf Disney Plus geben, werden mögliche weitere Auftritte von Darth Plagueis mithilfe von CGI realisiert. Und so gut die Technik mittlerweile auch sein mag, ein charismatischer Bösewicht wird mit Spezial-Effekten aus dem Computer nicht zu realisieren sein. Gollum hin, Planet der Affen her - der Oberste Anführer Snoke hat mir in Sachen Star Wars diesbezüglich jegliche Illusion genommen.

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RoteGarde Spiele-Novize/Novizin
      • Von ChaosCreator Mitglied
        Auch die anderen Reviews zu den einzelnen Folgen sind großartig.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von ego1899 Hobby-Spieler/in
        Das waren doch überwiegend "peinliche Hater" die schlecht bewertet haben, meine ich hier mal in einem Artikel gelesen zu haben. :-D
      • Von 2fcknfst4u NPC
        Zitat von Nevrion
        Es gibt nun wahrlich mehrere Beiträge in diesem Thread, die das Thema Woke nicht mal anreißen. Selbst in den von dir zitierten Beitrag ist das mehr eine Ergänzung statt ein Hauptkritikpunkt, aber trotzdem stellst du das so hin als wäre das der ultimative Kritikpunkt an der Serie. Reden wir doch gerne mal drüber warum Osha beim Sith auf der Insel gut damit leben kann, dass er wenige Stunden zuvor mehrere unschuldige Jedi angegriffen und umgebracht hat, was völlig konträr zu der bis dato gezeigten Darstellung der Figur ist. Reden wir doch gerne darüber das Sol den Sith in Episode 5 nicht tötet, weil Osha ihm das einfach zuruft, obwohl es gerechtfertigt wäre nachdem er alle anderen getötet hat und man ihn lieber einem Haufen von Insekten überlässt. Nicht die Macht ist stark in der Serie, sondern die offenkundig dumme Plot-Armor, die manche Leute mit sich rum tragen.
        Wokeness mag hier eine Ursache für manche Dinge sein, aber ich glaube es gibt weit mehr über diese Serie zu sagen als das. Und damit kann es nach allen objektiven Standards keine 7,5 von 10 sein.

        Wegen Typen wie Tobias, die solche Noten vergeben, muss man sich mittlerweile schämen Star Wars Fan zu sein, denn wegen Typen wie ihm werden solche Serien überhaupt erst gemacht. Und ich mag mir gar nicht vorstellen, mit welch geringen Anspruch er an so eine Serie heran geht.
        👍
        "Jedoch war die Serie alles andere als perfekt und fehlerfrei", aber hauptsache die "Review-Bombings" sind peinlich und die Serie wird mit 7,5 von 10 bewertet. 🤷‍♂️
      • Von ChaosCreator Mitglied
        Zitat von LOX-TT
        Es wird kein Stück mehr über die Handlung oder Figuren gesprochen…
        Welche Handlung? Welche Figuren?
        Die Serie macht dahingehend nichts, gar nichts.
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