Star Trek: Discovery - Zeitreisen werden zum Problem für die Story von Season 3

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Special Andreas Bertits - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Die Zeitreise in der dritten Staffel der Serie Star Trek: Discovery könnte Probleme verursachen.
Quelle: CBS All Access

In der dritten Staffel der Serie Star Trek: Discovery reist das Raumschiff über 900 Jahre in die Zukunft. Doch das bringt ein paar Probleme mit sich.

Zeitreise-Storys sind eigentlich so gut wie immer ein Problem. Wer sich beispielsweise den Film Star Trek: Der erste Kontakt ansieht, der fragt sich vielleicht, wieso die Borg erst die Erde angreifen und dann eine Zeitreise machen, um den ersten Warpflug der Menschen und damit die spätere Gründung der Föderation zu verhindern.

Wäre es nicht sinnvoller gewesen, wenn die Borg gleich in die Vergangenheit gereist wären, ohne erst die Erde anzugreifen? Ohne das Wissen um einen Angriff, hätte die Crew der Enterprise nicht dazwischenfunken und die Zukunft der Menschheit nicht retten können.

Im Film Star Trek: Der erste Kontakt wollen die Borg den ersten Warpflug der Menschen verhindern. Quelle: Paramount Im Film Star Trek: Der erste Kontakt wollen die Borg den ersten Warpflug der Menschen verhindern.
Oder, warum begeben sich die Klingonen nicht einfach per Zeitreise zur Erde im Bronze-Zeitalter und versklaven dort die relativ wehrlose Menschheit? Romulaner könnten ebenfalls so weit in der Zeit zurückreisen, um die Evolutionskette auf der Erde zu unterbrechen, damit die Menschen überhaupt nie "entstehen"...

Zeitreisen bereiten Kopfzerbrechen

In der dritten Staffel der Serie Star Trek: Discovery findet auch eine Zeitreise statt. Die Crew fliegt 930 Jahre in die Zukunft, ins 32. Jahrhundert. Die Produzenten erklären, dass sie damit das Problem umgehen, sich ständig an den Kanon von Star Trek halten zu müssen. Knapp 1.000 Jahre in der Zukunft genießen die Autoren der Serie viele Freiheiten, um neue Geschichten zu erzählen. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht.

Wir wissen, die Föderation ist im 32. Jahrhundert nur noch ein Schatten ihrer selbst. Eine Katastrophe, genannt der "Burn" hat dafür gesorgt. Wir wissen aber auch aus der Serie Star Trek: Voyager, dass die Föderation im 29. Jahrhundert regelmäßig Zeitreisen unternommen hat, um die Zeitlinie zu schützen. Denn im 28. Jahrhundert wurde mit den Reisen durch die Zeit Schindluder getrieben und es musste laut der Serie Enterprise ein Abkommen zwischen den Völkern getroffen werden, nach dem Zeitreisen, welche die Geschichte verändern, grundsätzlich verboten sind. Das klappte allerdings nicht ganz so gut, denn im 31. Jahrhundert wurde eine Art "Temporaler Kalter Krieg" geführt.

Springen wir nun ins 32. Jahrhundert, das Zeitalter, in das die USS Discovery reist. Zu dieser Zeit gab es also dieses katastrophale Event genannt "Burn", welches fast zum Niedergang der Föderation führte. Mit allem dem vorangegangenen Wissen rund um Zeitreisen und der Möglichkeit, in der Zeit zu reisen, warum hat niemand versucht, dieses Ereignis rückwirkend zu verhindern?

Zwei Crew-Mitglieder rücken mit gezücktem Phaser vor. Quelle: CBS Warum reist die Crew der USS Discovery nicht einfach in ihre Zeit zurück? Und was ist mit der Crew der Discovery? Angeblich können sie nicht mehr in ihre eigene Zeit zurückkehren und nicht jeder dürfte davon begeistert sein, für immer von Familie und Freunden getrennt zu sein. Theoretisch wäre es doch aber möglich, einfach per Schleudereffekt um die Sonne zurück in die Vergangenheit zu reisen, so, wie Captain Kirk dies mehrmals getan hat - beispielsweise im Film Star Trek 4: Zurück in die Gegenwart. Außerdem gab es ja schon vor dem 32. Jahrhundert Zeitschiffe. Warum nicht einfach ein solches nutzen, um zurückzukehren?

Indem die Serie Star Trek: Discovery in die Zukunft verlegt wird, um weitere Probleme mit dem Kanon zu vermeiden, wurden also neue Probleme geschaffen. Es dürfte interessant werden zu sehen, ob diese Dinge irgendwie angesprochen und gelöst werden.

Das erfahren wir dann ab dem 16. Oktober, wenn die dritte Staffel von Star Trek: Discovery über Netflix zu sehen ist.

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    • Kommentare (30)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Frullo
        Da haben wir möglicherweise ein Missverständnis. Bei diesem Problem geht es nicht um die Unveränderlichkeit der Abfolge von Ereignissen innerhalb einer Zeitlinie sondern um das mehrfache Vorhandensein von Materie .
        Ich hab das schon verstanden - daher ja auch das Smiley. So quasi "die Atome, die zum Zeitreisenden werden, sind irgendwo heimlich geparkt"

        @Worrel: Das, worum es geht, ist viel mehr als das, was du meinst. Es geht darum, dass ALLES physikalisch berechenbar ist und somit GAR kein freier Wille vorhanden ist, auch nicht in Situationen, in denen die vorigen Erfahrungen des Lebens keine Rolle spielen sollten - allein diese Erfahrungen sind ja schon vorbestimmt. Aber selbst die Dinge, bei denen man zwar strenggenommen vom vorigen Leben beeinflusst wurde, man aber im Rahmen dessen meint, einen freien Willen zu haben. z.B. ob man mit der Person X ausgeht oder nicht: man weiß genau, dass wegen der Lebenserfahrungen bestimmte Typen und Charaktere auf keinen Fall in Frage kommen. Aber wenn die Person X erstmal okay ist und man dann meint, man würde sich gut überlegen, ob diese Person X wirklich attraktiv genug ist, um mit ihr ernsthaft auszugehen: man hat da keinen freien Willen. Schon diese Gedanken, ob das Date eine gute Idee wäre, sind PHYSIKALISCH - nicht soziologisch - vorbestimmt.

        Und zur Frage mit den "wo soll die Energie herkommen" für Paralleluniversen: für uns ist es nicht vorstellbar. Nur: woher ist denn die Energie unseres Universums gekommen? Das ist kannst du ja genau so wenig erkören. Und da wir uns DAS ja schon nicht vorstellen können, kann man auch sagen: warum soll "Die Entstehung des Universums" nicht 1000 mal mit anderen Universen passiert sein, zu denen wir keinen "Zutritt" haben? Oder 1000 Millionen mal? Oder 1000 Trilliarden mal? Ich kann es mir auch nicht vorstellen, aber das schließt ja nicht aus, dass es unmöglich ist.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Frullo
        Da haben wir möglicherweise ein Missverständnis. Bei diesem Problem geht es nicht um die Unveränderlichkeit der Abfolge von Ereignissen innerhalb einer Zeitlinie sondern um das mehrfache Vorhandensein von Materie .
        Ich hab das schon verstanden - daher ja auch das Smiley. So quasi "die Atome, die zum Zeitreisenden werden, sind irgendwo heimlich geparkt"

        @Worrel: Das, worum es geht, ist viel mehr als das, was du meinst. Es geht darum, dass ALLES physikalisch berechenbar ist und somit GAR kein freier Wille vorhanden ist, auch nicht in Situationen, in denen die vorigen Erfahrungen des Lebens keine Rolle spielen sollten - allein diese Erfahrungen sind ja schon vorbestimmt. Aber selbst die Dinge, bei denen man zwar strenggenommen vom vorigen Leben beeinflusst wurde, man aber im Rahmen dessen meint, einen freien Willen zu haben. z.B. ob man mit der Person X ausgeht oder nicht: man weiß genau, dass wegen der Lebenserfahrungen bestimmte Typen und Charaktere auf keinen Fall in Frage kommen. Aber wenn die Person X erstmal okay ist und man dann meint, man würde sich gut überlegen, ob diese Person X wirklich attraktiv genug ist, um mit ihr ernsthaft auszugehen: man hat da keinen freien Willen. Schon diese Gedanken, ob das Date eine gute Idee wäre, sind PHYSIKALISCH - nicht soziologisch - vorbestimmt.

        Und zur Frage mit den "wo soll die Energie herkommen" für Paralleluniversen: für uns ist es nicht vorstellbar. Nur: woher ist denn die Energie unseres Universums gekommen? Das ist kannst du ja genau so wenig erkören. Und da wir uns DAS ja schon nicht vorstellen können, kann man auch sagen: warum soll "Die Entstehung des Universums" nicht 1000 mal mit anderen Universen passiert sein, zu denen wir keinen "Zutritt" haben? Oder 1000 Millionen mal? Oder 1000 Trilliarden mal? Ich kann es mir auch nicht vorstellen, aber das schließt ja nicht aus, dass es unmöglich ist.
      • Von Worrel Mitglied
        Zitat von Herbboy
        Das würde aber bedeuten, dass der Mensch in Wahrheit keinen freien Willen hat, weil auch alle Gedanken usw. berechenbar und somit vorbestimmt sind.
        Was heißt denn "freier Wille"?
        Keiner deiner Gedanken ist frei, denn du bist das Produkt dessen, was du erlebt hast.

        Du kannst jetzt beispielsweise keine unvoreingenommene Meinung zu Corona Maßnahmen haben, da du bereits etliche Auswirkungen davon erlebt hast. Von Berichten über Demos, persönlichen Erfahrungen, wie das denn ist, im Bus, mit Brille... eine Maske zu tragen, wie andere Leute auf dich reagieren, wenn du (k)eine Maske trägst, wieviel Prozent der Leute, die dir auf der Straße entgegenkommen, eine Maske tragen, wie viele davon richtig, ...

        Du kannst jederzeit frei entscheiden, was du sagst und tust - das ist dein freier Wille. Aber er wird immer auf deinem bisherigen Leben basieren und es gibt keine Paralleluniversen, weil du dich immer so entscheiden wirst, wie du es gerade tust.

        Zudem verstehe ich nicht, wie das mit den Paralleluniversen funktionieren soll:
        Da entscheide ich mich dann, heute mal, keinen Zucker in den Tee zu rühren und zapp: entsteht eine komplette Kopie(!) unseres ganzen Universums(!)?
        Gleichzeitig entscheiden sich meinetwegen 20.000 Leute in genau demselben Monet für irgendwas einzigartiges und dann werden in dem Moment 20.000 Universen als (fast) identische Kopie erstellt?

        Wie denn? wo soll die Energie/Materie dafür herkommen? Wie soll ein einziges "Nö, heute nicht" von mir diese Energie erzeugen?!
      • Von Frullo Mitglied
        Zitat von Herbboy
        Das "Problem" kann man lösen, indem man sagt "die Zeitreise war vorherbestimmt - die Atome SIND schon da" ;)
        Da haben wir möglicherweise ein Missverständnis. Bei diesem Problem geht es nicht um die Unveränderlichkeit der Abfolge von Ereignissen innerhalb einer Zeitlinie sondern um das mehrfache Vorhandensein von Materie: Der menschliche Körper selbst ist natürlich in einem ständigen «Fluss». Die Zellen erneuern sich permanent, durch Nahrungsaufnahme und Ausscheidungen findet ein reger Austausch der eigenen materiellen Komponenten statt. Anders wäre dies aber beispielsweise bei einer mechanischen Zeitmaschine – diese besteht zu jeder Zeit zu 99% aus denselben Elementarteilchen. Reist man also in eine Zeit zurück, in der es die Zeitmaschine schon gab, dann sind dieselben Elementarteilchen urplötzlich doppelt vorhanden – und dies sogar in einer beinahe identischen Konfiguration.
        Und selbst wenn Du die Zeitreise auf so ein «fluides» Wesen wie den Menschen beschränkst: Die Elementarteilchen aus denen er besteht sind bereits in einer anderen Konfiguration vorhanden: Das Wasser in einem Bergsee, der Kohlenstoff in anderen Lebewesen wie Pflanzen und Tieren…

        Etwas krasser formuliert: Hättest Du eine Zeitmaschine die das gesamte Universum in der Zeit zurückreisen lassen kann, dann hättest Du ganz konkret die Möglichkeit, die gesamte Materie (und Energie) des Universums zu verdoppeln.
      • Von MichaelG Mitglied
        ROFL* Etwas herumspinnen darf man doch auch. :D :D :D
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Was ist eigentlich wenn man in die Vergangenheit reist und seinen Vorfahren per Unfall oder ähnlichem tötet bevor der Kinder in die Welt setzt. Löst man sich dann auf ? :D :D
        Michi, jetzt komm nicht wieder mit diesem unrealistischen "Zurück in die Zukunft"-Humbug. Dr. Hulk hat dem klar widersprochen. ^^

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