Star Trek vorerst am Ende: Ergreifendes Statement zu Alex Kurtzman

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News Tobias Tengler-Boehm - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Star Trek vorerst am Ende: Ergreifendes Statement zu Alex Kurtzman
Quelle: Paramount Plus

In einem ergreifenden Statement wendet sich dieser "Klingone" an alle Star Trek-Fans.

Es sind Worte die berühren. Seit dem sehr wahrscheinlich feststeht, dass das Star Trek-Franchise von Paramount vorerst gestoppt wurde, meldet sich einer der Schauspieler von Starfleet Academy zu Wort. Das ergreifende Statement in Richtung Alex Kurtzman, den Hauptverantwortlichen für Star Trek, sorgt für Aufsehen.

Star Trek-Serien abgesetzt und gestoppt: Das Ende von Alex Kurtzman?

Karime Diane bezieht klar Stellung. Der 24-jährige US-Amerikaner spielt in der neuen Serie Starfleet Academy den ersten offen homosexuellen Klingonen. Und er betont, wie wichtig dieser Charakter für das Star Trek-Franchise unter der Führung von Alex Kurtzman ist. "Die Tatsache, dass Jay-Den ein schwuler Klingone ist, ist kein Zufall. Es ist das Resultat eines sehr durchdachten Prozesses."

Der Schauspieler fährt in seinem Statement wie folgt fort: "Der Grund dafür sind Menschen hinter den Kulissen, darunter Alex Kurtzman, die wirklich glauben, dass sich Star Trek stetig weiterentwickeln sollte. Star Trek gibt es seit 60 Jahren. Die Vision war schon immer, Dinge voranzubringen". Karime Diane spielt damit auf die schon immer sehr progressive Ausrichtung der Science-Fiction-Reihe an, die seit den 1960er-Jahren Dinge im TV und im Kino wagt, die zuvor womöglich undenkbar waren. Doch in den letzten Jahren geriet Star Trek immer wieder in die Kritik.

Die Anfeindungen von rechter Seite, die unter anderem von Star Trek-Legende William Shatner (Captain Kirk) oder auch von Kate Mulgrew (Captain Janeway) scharf zurückgewiesen wurden, sind nur die eine Seite der Medaille. Neue Star Trek-Serien, wie eben Starfleet Academy oder Strange New Worlds wurden auch immer wieder inhaltlich kritisiert. Das sei laut Karime Diane völlig legitim. Dennoch sieht sich der "Klingone" dazu genötigt, Alex Kurtzman als Hauptverantwortlichen zu verteidigen. Er fährt fort:

"Was ich hundertprozentig versichern kann ist folgendes: Alex Kurtzman ist ein Hardcore-Trerkkie. Er ist ein riesiger Fan. Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen. Und er hat die wohl schwierigste Aufgabe als Kapitän dieses Schiffes [Star Trek], dessen Ziel es ist, das Universum für eine völlig neue Generation relevant zu halten." Und die warmen Worte zu Alex Kurtzman reißen nicht ab:

"Ich liebe Alex Kurtzman. Ich bewundere seine Arbeit. Er ist auch einfach ein freundlicher Kerl. Er ist wirklich nett. Er liebt, liebt, liebt uns so sehr. Mit uns meine ich die Besetzung, die Crew, die Fans. Er hat immer ein offenes Ohr. Wir können jederzeit anrufen oder schreiben und eine Antwort lässt nicht lange auf sich warten. Das ist selten. Das ist bei einer TV-Produktion nicht immer der Fall. Er ist ein furchtloser Anführer und ein liebenswerter Mensch." Wie geht es jetzt weiter?

Trotz dieses ergreifenden Statements, gibt es ernsthafte Zweifel, ob Produzent Alex Kurtzman weiterhin der Hauptverantwortliche für Star Trek bleiben wird. Die Staffeln 4 und 5 von Strange New Worlds, sowie die zweite Staffel von Starfleet Academy sind bereits abgedreht und erscheinen 2026 und 2027. Genaue Daten stehen jedoch noch nicht fest. Dann ist Star Trek erst einmal am Ende. Ein anschließender Neustart unter neuer kreativer Leitung scheint derzeit wahrscheinlicher als ein "weiter so" unter Alex Kurtzman.

Quelle: SFF Gazette

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    • Kommentare (67)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von jensmachwitz_88 Spiele-Novize/Novizin
        Man möge sich mal wirklich die alten Serien anschauen und einen direkten Vergleich anstellen. Selbst Enterprise als letzter Ableger und vermeintlich Schwächste aller Serien ist doch pures Gold und wurde leider gnadenlos und unwürdig gecancelt. Wer dann immer noch behauptet das diese neuen Serien eine Neuinterpretation von Altbewährten für eine neue Generation ist, der hat echt den letzten Schuß nicht mehr gehört.

        Kurtzman's Star Trek hat doch rein gar nix mehr mit dem inhaltlichen Kern für Erwachsen-SciFi zu tun gehabt. Das fing schon mit der Kelvin-Timeline an unter Abrams an der überhaupt keine Ahnung von dem Franchise hatte.
      • Von jensmachwitz_88 Spiele-Novize/Novizin
        Man möge sich mal wirklich die alten Serien anschauen und einen direkten Vergleich anstellen. Selbst Enterprise als letzter Ableger und vermeintlich Schwächste aller Serien ist doch pures Gold und wurde leider gnadenlos und unwürdig gecancelt. Wer dann immer noch behauptet das diese neuen Serien eine Neuinterpretation von Altbewährten für eine neue Generation ist, der hat echt den letzten Schuß nicht mehr gehört.

        Kurtzman's Star Trek hat doch rein gar nix mehr mit dem inhaltlichen Kern für Erwachsen-SciFi zu tun gehabt. Das fing schon mit der Kelvin-Timeline an unter Abrams an der überhaupt keine Ahnung von dem Franchise hatte.
      • Von Orkhammer Hobby-Spieler/in
        Zitat von xaan
        Die große übergeordnet Frage von SFA ist: wie kann man eine Organisation wie Starfleet überhaupt ins Leben rufen?
        Die große übergeordnete Frage - finde ich - ist, wie kann man den Scherbenhaufen, den der (hinrnver)Brand und als Krönung Section31 hinterlassen haben wieder einigermaßen kitten? ;)
      • Von xaan Spiele-Kenner/in
        Zitat von McDrake
        Ok, alles Ansichtssache und man kann noch lange darüber Diskutieren.
        Meine Hauptfrage, mein Hauptkritikpunkt an der Berichterstattung (hier) ist, dass man automatisch ins rechte Lager geschoben wird, wenn man Academy nicht für gut empfand
        Grundsätzlich fälle ich dieses Urteil auf der Grundlage der Frage WARUM man SFA nicht gut findet. Ich will nicht ausschließen, dass das auch zu false positives führen kann. Das sind dann die Fälle in denen die Argumente ernsthafter Kritiker eine verdächtige Ähnlichkeit mit den "Argumenten" der Ragebaiter haben.

        Zitat von McDrake
        DS9 war in der selben Lore wie TNG, sogar in der selben Zeit.
        Es hat das ST-Universum in jenem Zeitstrang extrem geöffnet, aber im Einklang mit dem, inzwischen "Nebenschauplatz" TNG. Es gab extrem viele gute Verbindungen in den Geschichten. Auch Charaktere kamen ja Serienübergrifend vor
        TNG und DS9 gehören für mich (!) zusammen.
        TOS und TNG folgen dem "Raumschiff reist zu unentdeckten Orten" Schema. "To boldly go...." war nicht nur eine Floskel. Das war die Kernessenz von Star Trek. Eine Serie in der das nicht passiert war für viele Fans unvorstellbar. Die Abkehr davon mit DS9 hat zunächst extreme Ablehnung ausgelöst. Da ist damals keiner gekommen und hat beschwichtigt mit "ja aber guck mal, das ist doch in der selben Zeitlinie und zur selben Zeit und mit teilweise bekannten Charakteren". Das existiert jetzt nur aus der Position der Rückschau.

        Zitat von McDrake
        // Academy wollte/musste aber sooo viele Referenzen aus den alten Serien mitnehmen, dass sie eben nicht eigenständig war und die alten Zöpfe halt mitnahmen
        (es werden ausschliesslich Charaktere aus den vorhergehenden Serien als "berühmt" behandelt... hat sich in den Jahrhunderten kein "neuer" Charakter gebildet, abseits TND & co?)
        Die Prämisse von SFA ist ja gerade, dass Starfleet seit hunderten von Jahren nicht mehr wirklich existiert und den Charakteren der Serie nur aus Geschichten und Erzählungen bekannt ist. Das insbesondere Charaktere aus dem "Goldenen Zeitalter" von Starfleet referenziert werden ist da nicht verwunderlich.

        Die große übergeordnet Frage von SFA ist: wie kann man eine Organisation wie Starfleet überhaupt ins Leben rufen?
        Ich finde das nicht zu weit weg von bisherigen Star Trek Serien. Im Gegetnteil. Das ist eine Lücke, die gefüllt werden muss.
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von xaan
        Da gibts gleich ein mehrfaches nein.
        Zum einen bedeutet ein Fan der alten Serien zu sein nicht automatisch unaufgeschlossenheit.
        Zum Anderen bedeutet Konservativismus nicht zwingend politisch Rechts zu stehen. Klima-/Umweltschutz beispielsweise ist erzkonservativ - es geht darum unseren Lebensraum zu bewahren (und nebenbei Flüchtlingsströme zu verhindern). Ist im politischen Diskurs aber als "links" gebrandmarkt.

        Gleichzeitig gibt es aber viele Menschen die rechts stehen, die meinen sie hätten den Begriff "konservativ" für sich allein gebucht und alle die nicht auf ihrer Seite stünden, seien auch nicht konsvervativ - und in gewisser Weise findet so ein schleichender Gleichsetzungsprozess statt, der Konservativ und Rechts miteinander verknüpft, obwohl das nicht zwingend identisch sein muss.

        Im Kleinen konnte man das mit dem Wort "kek" beobachten. Ursprünglich einfach nur "lol" auf Orkisch in WoW. Aber mit dem abflauen der WoW-Euphorie wurde der Begriff irgendwann nur noch auf 4chan verwendet, wo sich rechte Spinner mit Hardcore-Gamern vermischen. Und nun ist der Begriff klar politisch rechts belegt.
        Ok, alles Ansichtssache und man kann noch lange darüber Diskutieren.
        Meine Hauptfrage, mein Hauptkritikpunkt an der Berichterstattung (hier) ist, dass man automatisch ins rechte Lager geschoben wird, wenn man Academy nicht für gut empfand
        Zitat von xaan
        Gegenfrage: warum denn nicht? Hat man ja mit DS9 schon mal getan. Das ist in so vielerlei Hinsicht anders als TOS und TNG - und hat am Ende dann doch sehr gut funktioniert.
        DS9 war in der selben Lore wie TNG, sogar in der selben Zeit.
        Es hat das ST-Universum in jenem Zeitstrang extrem geöffnet, aber im Einklang mit dem, inzwischen "Nebenschauplatz" TNG. Es gab extrem viele gute Verbindungen in den Geschichten. Auch Charaktere kamen ja Serienübergrifend vor
        TNG und DS9 gehören für mich (!) zusammen.

        // Academy wollte/musste aber sooo viele Referenzen aus den alten Serien mitnehmen, dass sie eben nicht eigenständig war und die alten Zöpfe halt mitnahmen
        (es werden ausschliesslich Charaktere aus den vorhergehenden Serien als "berühmt" behandelt... hat sich in den Jahrhunderten kein "neuer" Charakter gebildet, abseits TND & co?)
      • Von xaan Spiele-Kenner/in
        Zitat von McDrake
        Sind also "alte Fans" nicht offen für neues und demzufolge in der rechten Ecke zu suchen?
        Da gibts gleich ein mehrfaches nein.
        Zum einen bedeutet ein Fan der alten Serien zu sein nicht automatisch Unaufgeschlossenheit. Man kann die Neuen ja auch mögen. Das ist kein Widerspruch.

        Zum Anderen bedeutet Konservativismus nicht zwingend politisch Rechts zu stehen, sondern erstmal nur, dass man etwas bewahren möchte. Die politische Richtung entscheidet sich dann erst, wenn es um die Frage geht WAS bewahrt werden soll.

        Traditionelle Rollenbilder? Rechts.
        Klima/Umwelt? Links.

        Der Grund warum Konservativismus so stark rechts belegt ist, liegt einfach daran, dass Menschen die sich selbst dem rechten Lager zuschreiben so sehr mit ihrem Konservativismus hausieren gehen. So finde ein schleichender Prozess statt, an dessen Ende Konservativ und Rechts gedanklich miteinander verknüpft sind - obwohl das nicht zwingend so ist.

        Zitat von McDrake
        -Wenn man "alte Zöpfe" abschneiden will, warum nimmt man dann Star Trek als Franchise.
        Gegenfrage: warum denn nicht? Hat man ja mit DS9 schon mal sehr erfolgreich getan.
      Direkt zum Diskussionsende
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