Spreng- und Abriss- Simulator im Test: Bob, der Rückbaumeister
Abreißen, sprengen, baggern - hier freut sich das Kind im Mann.
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Hier werden Kindheitsträume wahr! Endlich kann man seine destruktive Ader ausleben und mit schwerem Gerät oder gezielter Sprengung verschiedene Gebäude dem Erdboden gleich machen. Man beginnt mit einer alten Kirche auf einem Marktplatz. In späteren Missionen sollen ganze Hochhäuser gesprengt, ein Kraftwerk rückgebaut oder ganze Siedlungen abgerissen werden.
Bei diesen Aufgaben kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz, deren Handhabung in einem eigenen Tutorial erklärt werden. Gesteuert wird wahlweise mit der Tastatur oder dem Joystick. Nach kurzer Zeit ist man in der Lage mit Bagger, Abrissbirne und Sprengsätzen zu hantieren und stürzt sich mit Feuereifer auf die Missionen. Doch genau hier wird die Freude sehr schnell gedämpft. Die Missionen können nicht frei gewählt, sondern müssen der Reihe nach abgearbeitet werden. Ein gnadenloses Zeitlimit sorgt zudem dafür, dass so manche Mission unfreiwillig mehrmals widerholt werden muss. Schon der erste Auftrag strapaziert die Geduld. Der große Bohrhammer am Bagger ist zweifellos ein eindrucksvolles Gerät, doch damit 90 Minuten eine alte Kirche zu malträtieren ist alles, aber nicht aufregend oder spannend. Auch einen Berg Bauschutt zu entfernen ist eher eintönige Arbeit als Spielvergnügen. Zwar sind Physik und Baustatik im Spiel halbwegs realistisch, doch durch das Fehlen von taktilem Feedback fühl sich das Zerstören von Gebäuden nicht so realistisch an, wie erhofft.
Wer nun glaubt, dank erledigter Aufträge seinen Fuhrpark aufstocken zu können, eigene Aufträge anzunehmen oder gar eine Abrissfirma zu führen, wird bitter enttäuscht werden. Hier ist wirklich nur lineares abarbeiten verschiedener Missionen angesagt. Lediglich der Editor hat einen gewissen Unterhaltungswert. Hier können eigene Gebäude erstellt werden um sie gleich wieder abzureisen. Abendfüllend ist das aber auch nicht.
