Spore: Spore - Test
Dass Spore irgendwie genial sein soll, war hinreichend bekannt. Nur: Ob es auch wirklich Spaß machen würde, das blieb zu beweisen - bis heute. Wir testeten Will Wrights (Die Sims) neues "Werk" und vermeiden hier bewusst den Zusatz "Meister-".
Der Grundgedanke ist brillant: Der Spieler züchtet eine Kreatur, begleitet sie auf ihrem Weg von der Amöbe zum Wirbeltier und erlebt den Aufstieg zur Industriemacht bis hin zum Vorstoß ins Weltall. Fünf Ebenen stecken in Spore, die erste ist verblüffend charmant: Man zuckelt als lustig quietschender Einzeller durch ein herrliches Farbenmeer. Auch anderes Getier treibt sich herum, es gilt das Gesetz des Stärkeren: fressen und gefressen werden. Nach einer halben Stunde ist der putzige Spaß vorbei.
Phase 2 bricht an: Gut gefüttert und zum Vierbeiner gereift, verlässt man den Ozean. Hier zeigt sich die ganze Pracht des Kreaturen-Editors, in dem man sein Tierchen bis ins letzte Detail definiert: Blitzschnell biegt man seinem Schützling die Beine zurecht, flanscht Arme an den biegsamen Körper, lässt Hörner wachsen und Saugnäpfe sprießen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, das beweisen die vielen Schöpfungen, die kreative Spieler bereits mit Spore (jetzt kaufen 39,90 € ) Labor erstellten. (Zur Erinnerung: Das ist eine bereits erhältliche Mini-Ausgabe des Spiels, die nur den Kreaturen- Editor enthält.) Beim Erforschen der kunterbunten Landmasse entpuppt sich der Spielablauf als ernüchternd monoton. Die erste Entzückung, wenn das eigene Tier niedlich durch die Landschaft trottet, weicht, sobald man auf andere Spezies trifft. Singen, tanzen, kämpfen - das geschieht automatisch und irre simpel auf Knopfdruck, es lockt nicht die geringste Herausforderung.
Quelle: PC Games
1. Die Ursuppenphase Der Einstieg in Spore ist ein einfaches Action-Spiel: Mit der Maus klickt man seine primitive Kreatur durch das Meer und versucht zu wachsen. Dazu frisst man entweder Pflanzen oder verspeist andere Organismen. Erste Anpassungen wie Stacheln, ein kräftigerer Schwanz oder ein Saugrüssel verschaffen Vorteile gegenüber den anderen Tieren. Positiv: - Hinreißend schöner Grafikstil - Blitzschnelles Gameplay Leicht verständlicher Einstieg in den Kreaturen-Editor: - Neue Eigenschaften wirken sich sofort aus. - Simple Maus-Steuerung Negativ: - Sehr kurz und sehr leicht (1)
Quelle: PC Games
3. Ein kleines Dorf mit Hütten ausbauen, Nahrung sammeln und - schon wieder! - andere Völker mit simplen Sozialfunktionen oder taktisch anspruchslosen Kämpfen überzeugen: Witzig ist das zwar allemal, aber eben ohne jeden Tiefgang.
Auch die dritte Phase geizt mit Tiefgang: In der stark vereinfachten Mischung aus Die Siedler und Populous 3 hat man hier wenig mehr zu tun, als seine - nun in Kleidung gehüllte - Geschöpfe auf Nahrungssuche zu schicken, ein paar Hütten zu errichten und die gegnerischen Stämme entweder zu überzeugen oder auszurotten. Ulkig sieht's zwar jederzeit aus, wenn sich diese absurden Biester gegenüberstehen, doch echter Spielspaß kommt deshalb noch lange nicht auf. sich zum seichten Echtzeitstrategiespiel wandelt: Auf einer kleinen Karte errichtet man Gebäude innerhalb seiner Stadtmauern, sammelt Rohstoffe, nimmt mit anderen Völkern diplomatische Beziehungen auf.
Quelle: PC Games
4. In der vierten Spielphase will dem Tester kein Schaulustiger mehr über die Schulter schauen: Spore, der einst putzige Kreaturensimulator, wandelt sich zum oberflächlichen Echtzeitstrategiespiel. Kämpfe, tädtebau, Handel, Diplomatie - alles Wichtige ist drin, nichts davon fordert selbst einen ungeübten Spieler.
Wer daran trotz der vorbildlichen Steuerung scheitert oder sich eher aufs Kämpfen versteht, baut Panzer, Flugzeuge und Kriegsschiffe, mit denen er die feindliche Festung in Schutt und Asche ballert. Das unterfordert selbst Spieler, die mit Strategie sonst nichts anfangen können. In der letzten Phase dann der große Tapetenwechsel: Man lenkt ein Raumschiff hinaus in die Weiten des Alls. Hier erschlägt Spore den Spieler mit Unmengen an erkundbaren Sonnensystemen und Planeten, die Übersicht zu behalten fällt zunehmend schwer. Um andere Völker als Bündnispartner zu gewinnen, erfüllt man für sie Missionen - meist handelt es sich um Botengänge, die das Absuchen einer Planetenoberfläche erfordern.
Quelle: PC Games
5. Mit dem kleinen Raumschiff geht‘s von einem Sonnensystem zum nächsten, man rast über Planetenoberflächen, scannt Pflanzen, entführt Bewohner, sucht Artefakte, handelt, kolonisiert, betreibt Terraforming - endlich bietet Spore etwas Spieltiefe!
Wir schafften etwa die Hälfte der letzten Spielphase und erledigten in diesen Stunden immerzu das Gleiche.
Es wird auch gekämpft; per Mausklick lässt man Laserstrahlen und Raketen auf feindliche Schiffe los - eher fummelig als unterhaltsam. Handelsbeziehungen und neu besiedelte Welten erweitern die Grenzen des eigenen Reiches, erwirtschaftete Ressourcen werden natürlich gewinnbringend weiterverkauft. In dieser Phase bietet Spore endlich etwas Herausforderung, will man alle Spielelemente - Kampf, Diplomatie, Wirtschaft, Ausbau - meistern. Bald wünscht man sich aber auch hier mehr Abwechslung; die einzig echte Motivation ist der stetig wachsende Fortschrittsbalken, der den Aufstieg des eigenen Volkes symbolisiert.
Obwohl als Solo-Titel konzipiert, sind Community-Features ein zentrales Element von Spore. Wer sich zu Spielbeginn online anmeldet, darf seine Schöpfungen mit der Spore-Spielerschaft teilen. Ein integrierter Browser lädt automatisch neue Kreaturen und Objekte herunter, stets versehen mit dem Namen des Urhebers. Die neuen Inhalte können jederzeit im eigenen Spiel auftauchen - ziemlich cool! Da diese aber von der KI gesteuert werden, bleibt die Abwechslung eine rein optische. Wir spielen weiter: In der nächsten Ausgabe prüfen wir, ob Spore auf lange Sicht vielleicht doch mit Tiefgang, mit Unerwartetem, mit Langzeitmotivation überrascht. Die ersten 15 Spielstunden jedenfalls fi elen enttäuschend aus - bis auf den Kreaturen-Editor fand sich viel Schönes, aber wenig Geniales in Spore.
Quelle: PC Games
1. Die Ursuppenphase Der Einstieg in Spore ist ein einfaches Action-Spiel: Mit der Maus klickt man seine primitive Kreatur durch das Meer und versucht zu wachsen. Dazu frisst man entweder Pflanzen oder verspeist andere Organismen. Erste Anpassungen wie Stacheln, ein kräftigerer Schwanz oder ein Saugrüssel verschaffen Vorteile gegenüber den anderen Tieren. Positiv: - Hinreißend schöner Grafikstil - Blitzschnelles Gameplay Leicht verständlicher Einstieg in den Kreaturen-Editor: - Neue Eigenschaften wirken sich sofort aus. - Simple Maus-Steuerung Negativ: - Sehr kurz und sehr leicht (3)
Weiter zu: Die fünf Phasen vor Spore in der Einzelbetrachtung: Was ist gut, was nicht?
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der eine mag es, der andere nicht ;-)
Und: Wertungen in der PC-Games sind subjektiv. Ach nee *LOL*
Und: der Pokal hat seine eigenen Gesetze.
Mit anderen Worten: Hornberger Schießen :-D
Lass andere ihre Meinung über das Spiel kundtun - an Meinungen gibt es nichts zu diskutieren. Und wenn nun Spore nicht den persönlichen Geschmack des Herrn Schütz getroffen hat, dann ist das nun eben so. Er hat ja ausführlich geschrieben dass man sich in Punkto Präsentation (Grafik, Akkustik, Zugänglichkeit) viel Mühe gegeben hat und all jene Punkte wurden auch in der Abschlusswertung berücksichtigt - ansonsten wäre eben jene noch niedriger ausgefallen
und wir hätten noch mehr lustige "Argumente" von dir lesen dürfen *g*
Für mich ist die Luft hier raus - meine Ansicht zu PCG Wertungen kennt ihr ja.
tschö
... *schmunzel* das ist schon sowas Ähnliches wie Kritik - Kritik light vielleicht. Aber unter "Moderatoren nicht mit Samthandschuhen anfassen" verstehe ich was anderes.
*
ich hab zwar auch keinerlei ahnung, was du damit beweisen willst, aber du kannst ja gerne mal in diesem thread SPORE - Wertungen, Usermeinungen etc. oder diesem (Rechtschreib- und Grammatik-) Fehler in den PCGH- Meldungen oder auch hier Ein paar Worte zur Kolumne von Raffael Vötter in der PCGH 09/07 zum Thema "verbuggte Spiele" nachschauen.
die auswahl ist absolut willkürlich, die threads waren -va weil von mir erstellt- sehr einfach zu finden.
Bei Spore wird es am Ende genauso sein. Die Leute die das Spiel mögen werden die Gegenseite nicht überzeugen können und umgekehrt ist es genauso. Deswegen habe ich mich aus diesen ganzen Diskussionen um Spore bisher auch weitestgehend rausgehalten. Ich spiele lieber das Spiel, denn das bietet mir am Ende dann doch bessere Unterhaltung.