Bunte Schatzjagd statt Revierkampf: Unser Test zu Splatoon Raiders
Splatoon Raiders verabschiedet sich vom klassischen Revierkampf und schickt euch stattdessen auf eine große Schatzsuche. Ob das erste Singleplayer-Spin-off der Reihe überzeugen kann, verraten wir euch im Test.
Seit inzwischen über zehn Jahren gehört Splatoon zu Nintendos erfolgreichsten Multiplayer-Marken. Trotz des Fokus auf Online-Farbschlachten hatten die drei Hauptteile immer auch eine interessante und vor allem abwechslungsreiche Singleplayer-Kampagne zu bieten. Da überrascht es fast, dass sich die Reihe erst jetzt an ihr erstes echtes Singleplayer-Spin-off wagt. Mit Splatoon Raiders rückt Nintendo den Online-Wettkampf nämlich in den Hintergrund.
Auf den ersten Blick erinnert das Spiel ein wenig an den Salmon-Run-Modus aus Splatoon 2. Aber wir können schon mal vorwegnehmen: Hinter Splatoon Raiders steckt deutlich mehr als einfach nur stupides Überstehen von Gegnerwellen. Was das Spin-off alles zu bieten hat und ob es am Ende überzeugen kann, klären wir für euch im Test.
In diesem Artikel
Schatzsuche auf den Spiralit-Inseln
Die Geschichte von Splatoon Raiders beginnt mit einer Bruchlandung. Eigentlich seid ihr gerade mit dem aus Splatoon 3 bekannten Surimi-Syndicate-Moderatoren-Trio Mako, Muri und Mantaro auf einer Schatzexpedition unterwegs. Das Ziel: die geheimnisvollen Spiralit-Inseln, wo sagenumwobene Reichtümer verborgen liegen sollen.
Quelle: PC Games
Das Bekämpfen von Salmoniden und das Sammeln von Fischeiern machen regelrecht süchtig.
Denn um Splatville steht es finanziell momentan gar nicht gut. Der Plan geht jedoch schief, nachdem ein plötzlich aufkommender Sturm den Helikopter zum Absturz bringt. Gemeinsam strandet ihr auf einer der Inseln. Ein Ausweg ist zunächst nicht in Sicht.
Erzählerisch bleibt Splatoon Raiders dabei den Hauptspielen treu. Die Geschichte dient vor allem als Aufhänger für das eigentliche Abenteuer und nimmt sich selbst nie allzu ernst. Statt großer Wendungen stehen der typische Splatoon-Humor, skurrile Dialoge und das Zusammenspiel zwischen dem Moderatoren-Trio im Mittelpunkt. Gerade das verleiht dem Abenteuer seinen Charme und sorgt immer wieder für unterhaltsame Momente.
Vertrautes Splatoon-Gefühl von der ersten Minute an
Bevor ihr euch in die Erkundung der Spiralit-Inseln stürzt, erstellt ihr zunächst euren eigenen Charakter. Dabei habt ihr die Wahl zwischen einem Inkling und einem Octoling. Die Anpassungsmöglichkeiten sind insgesamt zwar eher überschaubar, reichen aber aus, um eurer Figur eine persönliche Note zu verleihen.
Spielerisch fühlt sich Splatoon Raiders sofort vertraut an. Wer bereits einen der Hauptteile gespielt hat, findet sich ohne große Eingewöhnung zurecht. Wie gewohnt verschießt ihr bunte Tinte, färbt damit die Umgebung ein und bewegt euch als Tintenfisch blitzschnell durch die eigenen Farbflächen. Das grundlegende Spielgefühl bleibt also vollständig erhalten.
Quelle: PC Games
Mit dem Tutorial und den ganzen Einblendungen hat es Nintendo etwas zu gut gemeint.
Trotzdem nimmt euch Nintendo zu Beginn noch einmal ausführlich an die Hand. Im Tutorial werden sämtliche Grundmechaniken Schritt für Schritt erklärt. Dabei schießt das Spiel allerdings etwas über das Ziel hinaus. Das HUD ist gerade in den ersten Minuten mit Hinweisen, Symbolen und Erklärungen regelrecht überladen. Glücklicherweise legt sich dieser Informationsüberfluss aber auch wieder, sodass die Benutzeroberfläche anschließend deutlich aufgeräumter wirkt.
Im Verlauf des Tutorials trefft ihr auf einen geheimnisvollen Erkundungsroboter, der sich schnell als einer eurer wichtigsten Begleiter entpuppt. Er dient nicht nur als Karte und hilft euch dabei, verborgene Schätze aufzuspüren, sondern unterstützt euch auch bei Kämpfen und der Erkundung der Inseln. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, wie sich das bekannte Splatoon-Gameplay durch die verschiedenen neuen Tankarten verändert.
