Splatoon Raiders im Test: Multiplayer, Fazit und Wertung
Splatoon Raiders überzeugt nicht nur spielerisch, sondern auch technisch auf ganzer Linie. Dank flüssiger Performance, eines gelungenen Koop-Modus und einer motivierenden Gameplay-Schleife entwickelt sich das erste Singleplayer-Spin-off schnell zu einem Abenteuer, das man nur schwer wieder aus der Hand legt.
Technisch gibt es an Splatoon Raiders nichts zu meckern. Während unseres Tests lief das Spiel durchgehend flüssig und ohne sichtbare Framerate-Einbrüche. Hinzu kommt die gewohnt präzise Steuerung, die sich individuell an den eigenen Spielstil anpassen lässt. Gerade in den hektischen Kämpfen zahlt sich diese saubere technische Umsetzung aus und sorgt dafür, dass Niederlagen fast nie auf die Steuerung, sondern, wenn überhaupt, auf eigene Fehler zurückzuführen sind.
Gemeinsam auf Schatzjagd
Auch wenn Splatoon Raiders klar als Einzelspieler-Abenteuer konzipiert wurde, müsst ihr die Expeditionen nicht zwingend allein bestreiten. Sämtliche Missionen lassen sich auch gemeinsam mit bis zu vier Ink- oder Octolingen absolvieren. Der Koop-Modus ergänzt das Spiel sinnvoll, ohne den Singleplayer in den Hintergrund zu rücken.
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Gerade dann, wenn ihr in einem Level einmal nicht weiterkommt, erweist sich das als äußerst praktisch. Per Hilferuf könnt ihr andere Spieler zu eurer Mission einladen. Umgekehrt könnt ihr natürlich auch selbst auf Hilferufe reagieren und euch so zusätzliche Belohnungen verdienen.
Quelle: PC Games
Splatoon Raiders funktioniert hervorragend alleine, macht aber auch gemeinsam mit anderen viel Spaß.
Während unseres Tests dauerte die Spielersuche teilweise noch etwas länger. Das dürfte allerdings vor allem daran liegen, dass die Server vor Release noch vergleichsweise leer waren. Bis zum Verkaufsstart sollte sich dieses Problem voraussichtlich von selbst erledigen.
Hat sich schließlich eine Gruppe gefunden, läuft der Koop-Modus technisch einwandfrei. Die Verbindung blieb während unserer Partien stabil und auch die Kämpfe gegen die Salmoniden machen gemeinsam noch einmal eine ganze Ecke mehr Spaß. Entscheidet ihr euch für den Koop, steigt der Schwierigkeitsgrad der Levels sogar leicht an. Dadurch bleiben die Gefechte auch mit mehreren Spielern angenehm fordernd und insgesamt gut ausbalanciert.
Quelle: PC Games
Es gibt viele verschiedene Salmoniden-Arten mit unterschiedlichen Verhaltens- und Angriffsmustern.
Motiviert und macht süchtig
Mit Splatoon Raiders beweist Nintendo, dass die bunte Farbschlacht auch abseits des kompetitiven Multiplayers hervorragend funktioniert. Das atmosphärische Leveldesign, die abwechslungsreichen Missionstypen und das motivierende Fortschrittssystem sorgen dafür, dass man immer wieder zu einer weiteren Expedition aufbrechen möchte. Besonders die verschiedenen Tank-Arten mit ihren individuellen Gimmicks bringen spürbar frischen Wind ins Gameplay und laden dazu ein, immer neue Kombinationen auszuprobieren.
Ganz an die kreativen Einzelspieler-Kampagnen der Hauptreihe reicht Raiders allerdings nicht heran. Der Fokus liegt diesmal deutlich stärker auf den Kämpfen gegen die Salmoniden und dem Sammeln von Ressourcen als auf ausgefallenen Levelideen oder kniffligen Rätselpassagen. Das nimmt dem Abenteuer stellenweise etwas von der spielerischen Kreativität, die die Splatoon-Kampagnen bisher ausgezeichnet hat.
Trotzdem gelingt Nintendo der Spagat erstaunlich gut. Das Spiel übernimmt die Stärken der Hauptreihe, verschiebt den Fokus aber konsequent auf eine umfangreiche Einzelspieler-Erfahrung.
Meinung
Durch die unterschiedlichen Missionstypen, das vielseitige Build-System und die abwechslungsreichen Gegner bleibt das Gameplay auch über viele Stunden hinweg motivierend. Herausgekommen ist ein Abenteuer, das sich vertraut anfühlt und gleichzeitig genügend neue Ideen mitbringt, um sich klar von den Hauptteilen abzuheben. Die Welt von Splatoon hat eben doch noch so viel mehr zu bieten als nur farbenfrohe Revierkämpfe!
