Lizenzspiele - Vergangenheit und Zukunft

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Lizenzspiele - Vergangenheit und Zukunft
Quelle: Jam City

Star Wars: Battlefront 2, Mittelerde: Schatten des Krieges und ganz aktuell Hogwarts Mystery: Lizenzspiele, welche die zugrunde liegenden Marken durch fragwürdige Finanzierungsmodelle in den Schmutz ziehen, haben derzeit offenbar Hochsaison. Eine Bestandsaufnahme und ein Blick zurück.

Ergo versucht man bei solchen Spielen natürlich auch, durch den emotionalen Faktor besonders extreme Finanzierungsmodelle durchzuboxen, da sie eher auf Akzeptanz stoßen. Das wiederum führt zu frustrierten Fans und öffentlicher Kritik - ein selbstverschuldeter Teufelskreis. Und da Mikrotransaktionen, Lootboxen und Co. heutzutage das Go-to-Modell für finanzielle Langlebigkeit darstellen, wird es in Zukunft noch vielen weiteren Lizenztiteln ähnlich ergehen.

Früher war alles besser?

Einer DER Klassiker unter den miserablen Lizenzspielen ist Superman für das Nintendo 64. Wer mit dem Mann aus Stahl lahme Flugeinlagen durch Ringe im Nebel verbindet, wird hier glücklich. Quelle: PC Games Einer DER Klassiker unter den miserablen Lizenzspielen ist Superman für das Nintendo 64. Wer mit dem Mann aus Stahl lahme Flugeinlagen durch Ringe im Nebel verbindet, wird hier glücklich. Das bedeutet aber freilich nicht, dass früher alles klasse war. Nein, vor 15, 20 oder mehr Jahren wurden bekannte Marken anders gehandhabt - die meisten Spiele dazu waren einfach schlicht und ergreifend schlecht. Wo heute durchaus Geld in die Hand genommen wird und jede Menge Menschen an den virtuellen Versionen von Hogwarts, Mittelerde und Co. arbeiten, war das früher nicht unbedingt der Fall. Die Publisher sicherten sich um teures Geld die jeweilige Lizenz, wissend, dass sich der Titel durch den bekannten Namen so oder so verkaufen würde. Mit der Lizenzgebühr war anschließend schon ein Gutteil des ohnehin meistens nicht gewaltigen Budgets verplant, sodass es dann nicht mehr darum ging, das bestmögliche Spiel abzuliefern, sondern ein halbwegs funktionales, das möglichst wenig kostet und möglichst wenig Aufwand bereitet. Besonders schlimm war (beziehungsweise ist es in seltenen Fällen auch heute noch) dann, wenn das Auftragsprojekt rechtzeitig zum Kinostart einer zugrunde liegenden Filmvorlage in den Regalen stehen musste - dann kam zu zu wenig Geld und zu wenig Personal ein besonders striktes Zeitlimit hinzu.

Lizenz-Mist mit langer Tradition

E.T. auf dem Atari 2600 ist so etwas wie der Urvater unter den schlechten Lizenzspielen. Quelle: PC Games E.T. auf dem Atari 2600 ist so etwas wie der Urvater unter den schlechten Lizenzspielen. Man muss gar nicht bis zurück in die 1980er und zum legendären E.T.-Debakel auf dem Atari 2600 gehen. Wer erinnert sich nicht mit Grauen an die Lizenzversoftung Iron Man, welche lediglich von dem sogar noch schlechteren Iron Man 2 getoppt wurde? Obwohl die Spiele bereits in der PS3- und Xbox-360-Ära auf den Markt kamen, wirken sie wie hochaufgelöste Titel der Vorgänger-Generation. Das Action-Gameplay war belanglos, der Umfang war gering und die Steuerung ein schlechter Witz. Oder das fast auf E.T.-Niveau legendäre Superman für das Nintendo 64. Mit dem Mann aus Stahl in dichtem Neben durch Ringe fliegen und sogar beim Geradeausfliegen Probleme mit der Kontrolle haben - das macht noch viel weniger Spaß, als es diese Beschreibung vermuten lässt.

Rambo: The Video Game. Tja. Wer es gespielt hat: Ihr habt unser Mitleid, seid aber auch selbst schuld daran. Quelle: PC Games Rambo: The Video Game. Tja. Wer es gespielt hat: Ihr habt unser Mitleid, seid aber auch selbst schuld daran. Oh, oder wie wäre es mit Rambo: The Video Game - mit einem Release im Jahr 2014 wohl eine der aktuellsten Lizenzgurken auf dem Markt. 26 Jahre nach Abschluss der ursprünglichen Trilogie, welche man hier nachspielt, sollte man sich eigentlich ein etwas ausgereifteres Abenteuer erwarten als diesen potthässlichen Rail-Shooter.

Iron Man war schlecht, richtig, richtig schlecht. Aber man mag es kaum glauben ... Quelle: Sega ... die Lizenzversoftung zu Iron Man 2 war sogar noch mieser. Das nennt man dann wohl Konsequenz. Quelle: Sega

Wir könnten jetzt noch reihenweise Spiele wie Spider-Man 3, Fight Club, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Part 1 und 2, Star Wars: Master of Teräs Käsi, Drei Engel für Charlie, Catwoman oder besonders schlimme Erfahrungen wie die diversen Hannah-Montana-Versoftungen auflisten und würden doch niemals vollumfänglich das Lizenz-Desaster abbilden, welches seit den frühen Videospieltagen für enttäuschte Fan-Gelüste sorgt. Doch wir denken, unser Punkt ist klar: Lizenzspiele waren schon früher viel zu oft nicht viel mehr als ein Versuch, unwissende Liebhaber diverser Marken abzuzocken. Heutzutage erbost einen ein Mittelerde: Schatten des Krieges zwar mit Mikrotransaktionen, ist ansonsten aber ein wirklich anständiges Spiel.

Lobenswerte Ausnahmen

Super Star Wars für das SNES und die beiden Nachfolger sind sauschwer, aber auch echt gut. Quelle: PC Games Super Star Wars für das SNES und die beiden Nachfolger sind sauschwer, aber auch echt gut. Doch nach so viel Kritik auch mal lobende Worte: Natürlich gab und gibt es auch positive Beispiele; Publisher und Entwickler, welche die ihnen anvertrauten Marken mit Respekt behandeln und versuchen, wirklich das bestmögliche Endprodukt abzuliefern. In den Frühzeiten des Mediums Videospiele sind hierbei etwa die Super-Star-Wars-Spiele für das SNES zu nennen, brüllend schwere, aber auch verdammt gute Action-Plattformer. Star Wars wurde mit dem Bioware-Rollenspiel Star Wars: Knights of the Old Republic und dem Nachfolger sowie weiteren Titeln wie Jedi Academy ebenfalls Ehre bereitet. Bei uns indiziert, darum in dieser Liste nicht beim Namen genannt, war ein Bond-Shooter für das N64 aus dem Hause des Kult-Entwicklers Rare gar so gut, dass er Ego-Shooter für Konsolen nachhaltig prägte.

Spider-Man 2 erweiterte die Handlung der Filmvorlage, hatte eine toll gestaltete Welt zu bieten und überzeugte vor allem durch das geniale Gefühl beim Schwingen zwischen Häuserschluchten. Quelle: PC Games Spider-Man 2 erweiterte die Handlung der Filmvorlage, hatte eine toll gestaltete Welt zu bieten und überzeugte vor allem durch das geniale Gefühl beim Schwingen zwischen Häuserschluchten. Nicht unerwähnt lassen wollen wir auch Spider-Man 2 für PC, PS2, Gamecube und Co., welches rechtzeitig zum Start des Sam-Raimi-Films im Handel stand und dennoch kein billig zusammengeschusterter Lizenzmüll war. Aufgrund der überzeugend gestalteten, frei erkundbaren Spielwelt Manhattan, einiger sehr kreativer Ideen, einer Handlung, die über jene des Films hinausging und vor allem der ungemein befriedigenden Schwingmechanik des Titelhelden gilt das Abenteuer trotz einiger Alterserscheinungen bis heute als eines der besten Comic- und Lizenzspiele überhaupt.

The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay und der Quasi-Nachfolger Assault on Dark Athena sind nach allgemeiner Meinung besser gelungen als die Filmvorlage, Quelle: PC Games The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay und der Quasi-Nachfolger Assault on Dark Athena sind nach allgemeiner Meinung besser gelungen als die Filmvorlage, Ebenso überzeugte der düstere Shooter The Chronicles of Riddick - und ist somit einer der Fälle, wo die Versoftung qualitativ deutlich hochwertiger ist als die Vorlage. In jüngeren Jahren war vor allem die Arkham-Reihe rund um Batman unter der Schirmherrschaft des Studios Rocksteady ein Garant für herausragende Lizenzware, doch auch die DC-Kampfspiele Injustice: Gods Among Us und Injustice 2 oder die diversen Telltale- und Lego-Ableger zu diversen Marken zeigen, wie es richtig gemacht wird.

Es muss nicht immer Beschiss sein

Und auch ganz aktuelle, positive Beispiele existieren Lootboxen und Mikrotransaktionen zum Trotz: South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe setzte an den erfolgreichen RPG-Vorgänger an und schaffte es, genauso gut zu bleiben und ohne nervige In-Game-Einkäufe auszukommen. Dragon Ball FighterZ setzt wie die meisten Kampfspiele auf DLC-Fighter, entpuppte sich ansonsten aber als ordentliches, faires Paket. Man sieht also: Nur, weil viele es falsch machen, darf man Lizenzspiele nicht per se verdammen - damals wie heute.

Und es bleibt immer noch die Hoffnung bestehen, dass die Publisher aus ihren Fehlern lernen. Gucken wir noch einmal zurück in die Vergangenheit, darauf, wie lieblos hier mit den Marken umgegangen wurde. Es ist kein Wunder, dass es heutzutage kaum noch Spiele zu aktuellen Kinoblockbustern gibt. Ihr Ruf war angesichts einiger besonders mieser Vertreter irgendwann einfach so schlecht, dass sogar die Aussicht auf schnell verdiente Kohle es nicht mehr wert war, dafür den guten Namen zu riskieren - sowohl der Lizenz als auch des Publishers beziehungsweise des Entwicklerstudios, welche sich dafür hergaben.

Die Lego-Spiele haben sich in all den Jahren seit Lego Star Wars zwar nicht wirklich weiterentwickelt, machen aber immer noch viel Laune. Quelle: PC Games South Park: Die Rektakuläre Zerreißprobe ist ganz frisch auf dem Markt und kommt ohne unliebsame Mikrotransaktionen aus. Quelle: PC Games Dragon Ball FighterZ ist nicht nur ein tolles Lizenzspiel, sondern auch ein rundum gelungener Prügler. Quelle: PC Games

Absolut lieblos hingerotzte Massenware ist - zumindest abseits des Mobile-Marktes - eine absolute Ausnahme und wenn, dann auf eher kleine Titel beschränkt, die von Haus aus nicht den größten Appeal haben und deswegen nicht allzu viel Schaden anrichten können. Wir schauen in deine Richtung, Garfield Kart!

Aus Fehlern lernen

Die DC-Schlachtplatte Injustice 2 überzeugt wie schon der Vorgänger durch knackige Kämpfe und eine ansprechende Handlung. Quelle: PC Games Die DC-Schlachtplatte Injustice 2 überzeugt wie schon der Vorgänger durch knackige Kämpfe und eine ansprechende Handlung. Somit bleibt die Hoffnung bestehen, dass die Spielehersteller und Lizenzinhaber dieser Welt auch aus dieser Phase der Ingame-Käufe irgendwann ihre richtigen Schlüsse ziehen werden und wir irgendwann vielleicht so weit sind, dass auf bekannten Marken basierende Titel generell gleichzeitig gut sind und nicht versuchen, einen über den Tisch zu ziehen. Wer weiß, vielleicht ist dieser Lernprozess ja sogar schneller abgeschlossen, als wir es vermuten: Wenn Star Wars: Battlefront 2 und Harry Potter: Hogwarts Mystery eines gezeigt haben, dann dass man es eben doch sehr schnell zu weit treiben kann. Ja, beide Titel machten, beziehungsweise machen gutes Geld. Auf längere Sicht wird man aber vielleicht merken, dass der Schaden, den sie angerichtet haben, noch größer war als der finanzielle Nutzen. Und spätestens dann dürfte das Umdenken seinen Anfang nehmen.

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  1. Seite 1 Aktuelle Lizenz-Debakel - Harry Potter, Star Wars und Der Herr der Ringe
  2. Seite 2 Lizenzspiele als Gelderschaffungs-Maschine
  3. Seite 3 Lizenzspiele - Vergangenheit und Zukunft
    • Kommentare (45)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von kornhill
        Ich fand den Gedankengang das die "ausbeuterischen Machenschaften" bei Lizenzspielen noch stärker ausgeprägt zu sein scheint als bei anderen Spielen sehr interessant.
        das kann sein und daran liegen, dass eine Lizenz immer eine Investition ist. Wer sich die Rechte für ein Harry Potter-Handyspiel kauft, der zahlt dafür viel und will dann auch möglichst viel verdienen. Man kauft so eine Lizenz nicht, weil man eine gutes Gameidee hat und sich denkt "wenn wir eine HP-Lizenz haben, ist der Werbeeffekt so groß, dass sich die Lizenzausgaben problemlos auszahlen" , sondern es kommt da eher vor, dass eine Firma sich denkt "WTF - die Lizenz ist noch frei? Hey, wir holen die und dazu ein Programmiererteam und machen ein billiges Abzockgame draus!" - das ist das, warum es geht.

        Bei FUT wiederum ist es was ganz anderes, da wird eine Fußballsim gemacht, die beliebt ist, und dann denken die sich bei EA, dass man mit einer Art Sammelkartenmodus noch mehr Geld verdienen kann, u.a. auch weil es GANZ sicher nicht akzeptiert werden würde, wenn im normalen Spiel Dinge eingebaut würden, für die man zahlen muss oder wo man nur gegen Entgelt Vorteile hat. Bei PES gibt es ja auch so was wie FUT, nur ohne Originallizenzen. Aber bei Fifa ist es nicht so, dass EA sagt "wir holen uns eine Lizenz und überlegen dann, wie wir da möglichst viel Geld rausholen", sondern die würden den Modus das auch ohne Lizenz so machen ;) der Kern des Produktes ist die Fußballsim, und FUT ist IMHO selbst für EA unerwartet gut angekommen.

        Zitat

        Hier wird also auch die Zugkraft einer Lizenz verwendet um bestimmte Käuferschichten auszubeuten. Wie du schon gesagt hast wird FUT nur von einem Teil der Fifa Käufer gespielt. Die Frage ist, welcher ist das denn? Sind das erwachsene Spieler die ihre Panini Bild Zeiten lange hinter sich gelassen haben oder zielt FUT vielleicht doch eher auf die Minderjährigen und Jugendlichen ab? Ich würde sagen Zweiteres und ich fände es extrem Interessant wieviel % der FUT einnahmen durch Kinder und Jugendliche gemacht werden.
        ich vermute, dass beides der Fall ist und EA den Modus nicht extra für Kinder erfunden hat, aber natürlich nehmen die auch das Geld von Kindern gern mit. Ganz so viel Geld können Kinder aber ja nicht ausgeben, außer die Eltern sind total bescheuert und geben dem Kind massenhaft Taschengeld.

        Zitat

        Ob die Marke "Star Wars" durch das Spiel wirklich Schaden genommen hat glaube ich tatsächlich nicht.
        nein, das sage ich auch nicht. Bei Star Wars gibt zudem eine sehr lange Historie auch mit Games, da steckt auch etwas Erfahrung drin, was man alles vlt lieber NICHT machen sollte. Aber gerade bei Lizenzen für Dinge, die dann erstmals vergeben werden und an eher kleinere Firmen gehen oder für Handygames, kann es dann doch passieren, dass die Fans der Serie oder der Films oder was auch immer total sauer sind, weil sie an sich ein sehr "nettes" Bild der Serien/Film/Buch-Verantwortlichen haben und denen vertrauten, dass ein Spiel keine Abzocke wird.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von kornhill
        Ich fand den Gedankengang das die "ausbeuterischen Machenschaften" bei Lizenzspielen noch stärker ausgeprägt zu sein scheint als bei anderen Spielen sehr interessant.
        das kann sein und daran liegen, dass eine Lizenz immer eine Investition ist. Wer sich die Rechte für ein Harry Potter-Handyspiel kauft, der zahlt dafür viel und will dann auch möglichst viel verdienen. Man kauft so eine Lizenz nicht, weil man eine gutes Gameidee hat und sich denkt "wenn wir eine HP-Lizenz haben, ist der Werbeeffekt so groß, dass sich die Lizenzausgaben problemlos auszahlen" , sondern es kommt da eher vor, dass eine Firma sich denkt "WTF - die Lizenz ist noch frei? Hey, wir holen die und dazu ein Programmiererteam und machen ein billiges Abzockgame draus!" - das ist das, warum es geht.

        Bei FUT wiederum ist es was ganz anderes, da wird eine Fußballsim gemacht, die beliebt ist, und dann denken die sich bei EA, dass man mit einer Art Sammelkartenmodus noch mehr Geld verdienen kann, u.a. auch weil es GANZ sicher nicht akzeptiert werden würde, wenn im normalen Spiel Dinge eingebaut würden, für die man zahlen muss oder wo man nur gegen Entgelt Vorteile hat. Bei PES gibt es ja auch so was wie FUT, nur ohne Originallizenzen. Aber bei Fifa ist es nicht so, dass EA sagt "wir holen uns eine Lizenz und überlegen dann, wie wir da möglichst viel Geld rausholen", sondern die würden den Modus das auch ohne Lizenz so machen ;) der Kern des Produktes ist die Fußballsim, und FUT ist IMHO selbst für EA unerwartet gut angekommen.

        Zitat

        Hier wird also auch die Zugkraft einer Lizenz verwendet um bestimmte Käuferschichten auszubeuten. Wie du schon gesagt hast wird FUT nur von einem Teil der Fifa Käufer gespielt. Die Frage ist, welcher ist das denn? Sind das erwachsene Spieler die ihre Panini Bild Zeiten lange hinter sich gelassen haben oder zielt FUT vielleicht doch eher auf die Minderjährigen und Jugendlichen ab? Ich würde sagen Zweiteres und ich fände es extrem Interessant wieviel % der FUT einnahmen durch Kinder und Jugendliche gemacht werden.
        ich vermute, dass beides der Fall ist und EA den Modus nicht extra für Kinder erfunden hat, aber natürlich nehmen die auch das Geld von Kindern gern mit. Ganz so viel Geld können Kinder aber ja nicht ausgeben, außer die Eltern sind total bescheuert und geben dem Kind massenhaft Taschengeld.

        Zitat

        Ob die Marke "Star Wars" durch das Spiel wirklich Schaden genommen hat glaube ich tatsächlich nicht.
        nein, das sage ich auch nicht. Bei Star Wars gibt zudem eine sehr lange Historie auch mit Games, da steckt auch etwas Erfahrung drin, was man alles vlt lieber NICHT machen sollte. Aber gerade bei Lizenzen für Dinge, die dann erstmals vergeben werden und an eher kleinere Firmen gehen oder für Handygames, kann es dann doch passieren, dass die Fans der Serie oder der Films oder was auch immer total sauer sind, weil sie an sich ein sehr "nettes" Bild der Serien/Film/Buch-Verantwortlichen haben und denen vertrauten, dass ein Spiel keine Abzocke wird.
      • Von kornhill Mitglied
        Zitat von Herbboy
        Ach so, das meinst Du. Das wurde ja auch schon mal besprochen, es wurde auch schon das gleiche Thema mit Spielen behandelt, die nichts mit Lizenzen zu tun haben. Aber der Artikel hier befasst sich halt speziell mit dem Thema "bekannte Bücher/Filme", mit deren Lizenz dann Fans "reingelegt" werden und die Marke gefährden- das SOLL halt hier im Fokus stehen.

        Bei zB Fifa oder so kann man ja zudem auch immer noch sagen, dass der Sammelmodus nur ein Zusatzpart des Games ist - man kann völlig ohne FUT dutzende Saisons und Turniere usw. spielen, keine Sau braucht eigentlich FUT, ich verstehe auch nicht, warum das so beliebt ist (wobei ich sicher bin, dass von den Käufern wiederum nur ein sehr kleiner Teil diesen Modus auch regelmäßig spielt, aber einige wenige geben halt ein Höllengeld aus). Bei so was wie dem Harry Potter-Spiel aber ist es ja nicht ein Modus innerhalb des Spiels, um den es geht, sondern das GANZE Spiel ist so aufgebaut, dass eben in Abzock-Verdacht steht. Und im Artikel geht es eben darum, dass solche Games sogar die "Marke" gefährden - bei so was wie Fifa aber wird niemals dieser eine Modus den gesamten Fußball in Verruf bringen... die Fifa sowieso nicht, die ist ja eh schon verhasst ;)
        Ich fand den Gedankengang das die "ausbeuterischen Machenschaften" bei Lizenzspielen noch stärker ausgeprägt zu sein scheint als bei anderen Spielen sehr interessant. Daher habe ich den Gedanken oder die Frage eingeworfen das es sich bei Spielen mit real Lizenzen auch um Lizenzspiele handelt und man auch da, ich sage mal, extremere Ansätze findet. (die FUT einnahmen von EA sollen ja größer als alles andere sein).

        Hier wird also auch die Zugkraft einer Lizenz verwendet um bestimmte Käuferschichten auszubeuten. Wie du schon gesagt hast wird FUT nur von einem Teil der Fifa Käufer gespielt. Die Frage ist, welcher ist das denn? Sind das erwachsene Spieler die ihre Panini Bild Zeiten lange hinter sich gelassen haben oder zielt FUT vielleicht doch eher auf die Minderjährigen und Jugendlichen ab? Ich würde sagen Zweiteres und ich fände es extrem Interessant wieviel % der FUT einnahmen durch Kinder und Jugendliche gemacht werden.

        Ob die Marke "Star Wars" durch das Spiel wirklich Schaden genommen hat glaube ich tatsächlich nicht. Genauso wenig wie FUT den Fussball schlecht dastehen lässt. Auf der anderen Seite finde ich es schon etwas bedenklich das über die FIFA Lizenz , Kinder zum Glückspiel animiert werden. Sogar so bedenklich das das zwar nicht dem Fussball, wohl aber der FIFA schaden könnte.

        (ich habe gerade nochmal ebay geprüft. Hier werden zig FUT Accounts für bare münze gehandelt - von diesem Aspekt haben die Gegenstände einen Gegenwert in Echtgeld und daher ist "Glückspiel" keine falsche Bezeichnung)
      • Von Cyberthom Mitglied
        Zitat von Seitenwerk
        Also die Erwähnung von Battlefront 2 ist mir hier zwar klar, jedoch würde ich hier nicht von einem Negativbeispiel bzw einer Lizenzverwurstung sprechen. Einerseits war/ist es ein sehr gutes Spiel, das auch vieles gegenüber dem Vorgänger verbessert hat, andererseits erschien es ohne Mikrotransaktionen und hat diese meines Wissens auch nicht mehr erhalten (wobei ich bei letzterem nicht ganz sicher bin denn es war mal vor kurzem die Rede davon). Darüber hinaus wird es bis jetzt mit neuen Inhalten erweitert und das sogar kostenlos und ohne jeglichem Season Pass.

        Dem gegenüber steht zb Battelfield mit Mikrotransaktionen, hochpreisigem und indirekt sogar verpflichtendem Season Pass. Gibt natürlich noch mehr Beispiele.
        Es ist zwar nicht alles Schlecht in Star Wars Battlefront2 , Aber bis auf den Story Teil und die Weltraumschlachten ist es definitive mehr Rückschritt als Verbesserungen gegenüber dem ersten Teil. Wer den man wieder Spielt wird sehr schnell feststellen das zb. die Auswahl der Karten usw. um einiges Besser ist. Die Schnee Karte ( da kann man die Fußabdrücke sehen und auch sonst finde ich die Optik oft im ersten Teil besser als im zweiten Teil.
        Power Ups war auch besser als das Verkorkste jetzige System im 2 Teil. Da hätte ich doch lieber nen anständigen DLC Pack zusätzlich gekauft, als an dem Hauptspiel des Öfteren Polymorphe Veränderungen, die das Spiel einfach ohne Echte "Wiederspiel Wert" belässt.
        Dazu die total Bescheuerten zurücksetzen der Erfolge bez. Manipulationen die eindeutig von den EA / DICE bzw Entwickler Server herrühren
        Habe Test diesbezüglich gemacht und neben einer Online Version ( Rang 50 Bug.).. Auch ne Disk Version gekauft Deren gespeicherten Profil bzw
        Dateien kommen nicht vom Hauptspiel, sondern werden von deren Servern wieder beim Online gehen auf die Playsi gezogen. Und man hat die Manipulierten Datei mit dem Rang 50 Problem wieder!
        Also würde ich nicht von einem Fortschritt sprechen, eher von einem Rückschritt!

        Man sollte sich nicht mit deren Servern verbinden ;-) Nur Leider gibt's dann trotzdem keine Trophäen . Es kann mir keiner weiß machen das die das nicht extra machen, und ne Spiele Datei auf deren Servern nicht "Editieren" können. Ein Witz ist das.
        Gruß
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von kornhill
        Es ging eigentlich um den Bezug zwischen "Lizenz Spiel" und "ausbeuterische Geschäftsmodelle". Also darum das die ausbeuterische Microtransaktionen bei "fiktiven Lizenzen" wie Star Wars offen diskutiert aber die ausbeuterischen Methoden, die in Sport Spielen gang und gebe sind, in einem solchen Bericht nicht auftauchen. Gerade die Sport Lizenzen werden doch dazu genutzt Unwissende und Jugendliche auszubeuten.
        Ach so, das meinst Du. Das wurde ja auch schon mal besprochen, es wurde auch schon das gleiche Thema mit Spielen behandelt, die nichts mit Lizenzen zu tun haben. Aber der Artikel hier befasst sich halt speziell mit dem Thema "bekannte Bücher/Filme", mit deren Lizenz dann Fans "reingelegt" werden und die Marke gefährden- das SOLL halt hier im Fokus stehen.

        Bei zB Fifa oder so kann man ja zudem auch immer noch sagen, dass der Sammelmodus nur ein Zusatzpart des Games ist - man kann völlig ohne FUT dutzende Saisons und Turniere usw. spielen, keine Sau braucht eigentlich FUT, ich verstehe auch nicht, warum das so beliebt ist (wobei ich sicher bin, dass von den Käufern wiederum nur ein sehr kleiner Teil diesen Modus auch regelmäßig spielt, aber einige wenige geben halt ein Höllengeld aus). Bei so was wie dem Harry Potter-Spiel aber ist es ja nicht ein Modus innerhalb des Spiels, um den es geht, sondern das GANZE Spiel ist so aufgebaut, dass eben in Abzock-Verdacht steht. Und im Artikel geht es eben darum, dass solche Games sogar die "Marke" gefährden - bei so was wie Fifa aber wird niemals dieser eine Modus den gesamten Fußball in Verruf bringen... die Fifa sowieso nicht, die ist ja eh schon verhasst ;)
      • Von kornhill Mitglied
        Zitat von Herbboy
        Rein rechtlich ist es manchmal in beiden Fällen einfach nur Markenrecht, da weiß ich nicht, ob es Unterschiede zwischen zB Sport und so was wie Star Wars oder HdR gibt - wobei es aber DEFINITIV ein Unterschied im Recht gibt ist bei der Frage, ob Du nun die Rechte für zb die Namen von Fußballvereinen/Spielern willst oder ob du ein Spiel zu einem Buch machen willst, das noch gar keine eingetragene Marke ist, da es eben bisher nur ein Buch ist und kein ganzes "Merchandise"-Universum - bei letzterem geht es dann nämlich um Urheberrecht und nicht um Markenrecht. Hinzu kommt, dass es bei Sport zudem noch ggf. um Persönlichkeitsrechte der Sportler geht - bei einer fiktiven Welt gibt es so was nicht.

        Aber es sind so oder so zwei VÖLLIG andere paar Schuhe, ob du einfach nur ein Fußballspiel oder Formel 1-Spiel machst, wo es um eine Simulation geht und du es einfach nur durch die bekannten Sportler "authentisch" machen willlst und dafür dann die Markenrechte nutzen darfst, oder ob du eine Lizenz für ein fiktives Gedankenwerk wie zB HdR oder Star Wars oder Batman usw. holst, auf dessen Basis du entweder eine bereits bestehende Story als Spiel umsetzt oder auch eine KOMPLETT eigene Story machst und die Ideen und Charaktere der jeweiligen Bücher/Film-Welt verwendest. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge, allein schon weil du bei Sport eben genau DEN Sport simulierst, bei Games zu fiktiven Welten aber alle möglichen Genres offenstehen. Das kann man ja sicher leicht nachvollziehen. Und im Artikel geht es halt offenbar um Rechte für "fiktive" Werke, Universen, Charaktere usw., ich wüsste nicht, warum man da noch extra zu Sportlizenzen abgrenzen müsste oder diese noch einbeziehen sollte...

        Wenn es jetzt zB ein Stretegiegame wie Total War: Warhammer geben würde, in dem es statt Dunkelelfen, Skargen und Zwergen Spieler von Real Madrid, Bayern München und Paris St-Germain geben würde, dann könnte man darüber vlt. reden. Aber ein Spiel zum Film/Buch ist doch etwas komplett anderes als ein Sportspiel, bei dem man das Recht erwirbt, Orignalnamen zu verwenden.

        Natürlich könnte man auch betrachten, wie gut oder schlecht Firmen mit den Rechten an Sport umgehen - da gibt es sicher auch Games, die aus der Lizenz einer bekannten Sport-Liga oder einem Event nur ein mieses Spiel machen. Aber die Herangehensweise ist komplett anders. Bei einem Game zu einer fiktiven Welt geht es um die Athmosphäre, künstelerische Umsetzung der Grafik, Kreativität, Story usw., bei Sport aber geht "nur" um die Simulation von etwas, das es nun mal in Echt auch gibt.
        Es ging eigentlich um den Bezug zwischen "Lizenz Spiel" und "ausbeuterische Geschäftsmodelle". Also darum das die ausbeuterische Microtransaktionen bei "fiktiven Lizenzen" wie Star Wars offen diskutiert aber die ausbeuterischen Methoden, die in Sport Spielen gang und gebe sind, in einem solchen Bericht nicht auftauchen. Gerade die Sport Lizenzen werden doch dazu genutzt Unwissende und Jugendliche auszubeuten.
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