Doppelter Koop-Spaß: Sunderfolk - Rundenbasierter Couch-Koop-Spaß

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Doppelter Koop-Spaß: Sunderfolk - Rundenbasierter Couch-Koop-Spaß
Quelle: PCGH/ DreamHaven

Keinen Bock auf Online-Koop? Dann ist vielleicht die Couch plus Sunderfolk eher was für euch.

Sunderfolk - Rundenbasierter Couch-Koop

Anders als beim vorigen Titel bietet Sunderfolk waschechten Couch-Koop. Und den spielt man tatsächlich auf dem Smartphone. Aber HALT, nicht sofort abschalten! Denn was auf den ersten Blick einige Core-Gamer seufzend mit den Augen rollen lassen dürfte, entpuppt sich relativ schnell als richtiger Geheimtipp. Die Prämisse ist auch hier relativ schnell umrissen: Der Lebensbaum im Zentrum der von Tieren bewohnten unterirdischen Stadt wird von allerhand fiesen Monstern bedroht. Dieser Bedrohung muss natürlich Einhalt geboten werden, also wählt man zunächst zwischen sechs typischen RGP-Klassen seinen Recken aus. Wir haben uns für Schurke und Arkanist entschieden; darüber hinaus stehen noch ein Berserker, Barde, Waldläufer und Feuermagier zur Auswahl. Jeder Charakter bietet spezifische Fähigkeiten und spielt sich auch spürbar unterschiedlich. So greift der Schurke etwa öfter an, sollte für einen Verteidigungsbonus aber anschließend schnell wieder das Weite suchen. Der Arkanist sorgt mit seinen mächtigen Zaubern dagegen für die nötige Crowd-Control, braucht dafür allerdings Mana, was nur durch gewisse Aktionen generiert wird.

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Welche und wie viele Aktionen einem zur Verfügung stehen, hängt von den ausgerüsteten Karten ab. Denn Sunderfolk ist nicht nur ein rundenbasiertes Taktik-Rollenspiel, sondern enthält zudem Deckbuilding-Elemente. Damit wirkt es wie der virtuelle Ableger eines Brettspiels, das, wie zuvor erwähnt, maßgeblich mit einer Smartphone-App gesteuert wird. Hier spielt man Karten aus, bewegt seinen Recken, untersucht die Umgebung oder erkundet abseits der Kämpfe den Hub. Die dort geführten Dialoge korrelieren diesmal jedoch mit einem Zuneigungswert der Bewohner, die einem bei jeder neuen Stufe nützliche Geschenke machen. Dieser kann mit der Zeit durch bestimmte Gegenstände erweitert werden, um etwa weitere Shops freizuschalten.

Das mitunter unterhaltsamste Feature dabei war aber, dass man gelegentlich Orte, Gegenstände und sogar Gegner selbst benennen kann. Wie soll etwa ein Oger-Bogenschütze heißen? Selbstverständlich Boger! Oder wie nennt man das hiesige Orakel? Da gab es doch dieses Orakel von Delphi... Diese simple und zugleich clevere Idee schafft es, die soliden, aber auch recht rudimentären Mechaniken im Hub spürbar aufzuwerten. Ganz zu schweigen von den wirklich spaßigen Kämpfen, die immer wieder andere Kniffe mitbringen, sodass taktisches Vorgehen und Absprechen mit den bis zu drei Mitstreitern sehr empfehlenswert ist. Dabei wird das Ganze aber nie überkomplex, sodass sich durchaus auch weniger Gaming-affine Leute der Reckentruppe anschließen können. Somit erinnert Sunderfolk ein wenig an Gemeinschaftsspiele wie Jackbox oder - wer sich noch daran erinnert - an die Zeiten, als man sich noch zu viert vor den DVD-Player gesetzt und Scene It? oder Trivial Pursuit gespielt hat. Nur dass Sunderfolk eine ganze Ecke besser aussieht.

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