Das Phänomen Hype und wie es Spieler und Entwickler beeinflusst
Alle einsteigen, der Hypetrain ist eingefahren! Wir klären über das Phänomen Hype in der Videospielewelt auf und erklären, was es mit uns und unserem Hobby macht.
Mit der Veröffentlichung von Bethesdas neuestem Projekt Starfield kam der Hypetrain, auf den vorher unzählige Gamer gesprungen waren, endlich am Bahnhof an. Das Spiel wurde in den letzten Wochen kontrovers diskutiert. Während es noch einen überwiegend positiven Wert von 83 auf Metacritic hat, somit viele Kritiker vom Spiel überzeugt sind und es auch in unserem Test viel Liebe fand, fällt die User-Bewertung mit 6,9 von 10 Punkten nur durchschnittlich aus. Auch die Steam-Reviews sind mit 71 Prozent nur mehr "größtenteils positiv". Häufige Kritikpunkte sind beispielsweise die vielen leeren Planeten, die zahlreichen Ladescreens, die repetitiven Hauptmissionen und die schlechte Performance. Andere wissen das Game für das zu schätzen, was es ist: ein typisches Bethesda-Spiel.
Doch in einem Punkt sind sich die meisten einig: Starfield ist nicht schlecht. Woher kommen also die negativen Stimmen? Diese haben zwei Gründe: Erstens ist Starfield, was Konsolen betrifft, nur auf der Xbox erhältlich, was mit Sicherheit für Reviewbombing bei einigen Gamern sorgte. Der zweite und viel interessantere Grund: Die zahlreichen durchschnittlichen Bewertungen sind eine Folge des riesigen Hypes, den das Spiel schon seit Längerem bekommt.
Natürlich könnte man jetzt einfach behaupten, das Game sei überhypet gewesen, aber was bedeutet das überhaupt? Wie entsteht eigentlich ein Hype und was sind seine Folgen?
Voller Erwartung
Das Phänomen Hype existiert bei Weitem nicht nur in der Gaming-Branche. Vor allem noch nicht erschienene Produkte sind von Hypetrains betroffen. Alles vom neuen iPhone bis zur aktuellen Staffel einer Netflix-Serie.
Und doch sind die Auswirkungen ähnlich. Im Falle von Gaming hoffen Konsumenten auf das nächste große Ding, das Spiel des Jahres, welches ganze Genres neu definieren und Gaming revolutionieren könnte. Ob diese Erwartungen erfüllt werden, ist natürlich eine ganz andere Frage.
Überhaupt spielt das Thema Erwartungen bei Hypes eine entscheidende Rolle. Sie entscheiden nämlich, wie das Spiel am Ende aufgenommen wird. Anders ausgedrückt: Es geht darum, ob es den Erwartungen gerecht wird oder auf ganzer Linie enttäuscht.
Quelle: CD Projekt Red
Cyberpunk 2077
Es gibt drei Akteure, die Erwartungen setzen können: das Entwicklerstudio, die Medien und der Konsument selbst. Wie diese Erwartungen zustande kommen, geschieht auf unterschiedliche Arten. Das Entwicklerstudio kommuniziert in Trailern, Interviews, Directs oder Social Media direkt bzw. indirekt mit dem Konsumenten, während dieser sich seine Erwartungen entweder von vornherein selbst setzt oder von Medien bzw. anderen Konsumenten setzen lässt.
Die Medien und der Konsument spielen im erwähnten Dreigespann eine ähnliche Rolle. Der entscheidende Unterschied ist, dass die Reichweite des Konsumenten eingeschränkt ist, während Medien öffentlich über die neuesten Games berichten und damit für mehr Verbreitung sorgen.
Durch Social Media kann der Konsument mittlerweile aber theoretisch eine ähnliche Reichweite wie Medien erreichen, weshalb man Konsumenten und Medien vereinfacht gesagt auch als eine Einheit ansehen kann. Es geht also ganz konkret um die Agierenden (Entwickler) und die Reagierenden (Medien, Konsumenten).
Wie entstehen Erwartungen also? Die Reagierenden gehen in der Regel von bereits Bekanntem aus und werden dann gegebenenfalls vom Entwicklerstudio beeinflusst. Es kommt sozusagen zu einem Schmetterlingseffekt, bei welchem eine einzige Aussage eines Entwicklers für zu hohe Erwartungen bei Reagierenden sorgen könnte.
Am Beispiel von Starfield kann man sich folgendes Szenario vorstellen: Der durchschnittliche Skyrim - oder Fallout -Spieler, nennen wir ihn Bob, nahm wohl ursprünglich an, dass es sich bei Starfield um ein typisches Bethesda-Spiel handeln wird: Bob erwartete sich also zahlreiche Quests und Mod-Support auf der einen und Bugs sowie eine nur durchschnittliche Hauptquest auf der anderen Seite.
Wenn Bob aber nun in den Medien liest, dass Bethesdas Todd Howard in einem Interview gesagt habe, in Starfield könne man 1000 Planeten bereisen und erkunden, werden Bobs Erwartungen beeinflusst.
Quelle: Bandia Namco
Elden Ring
Kann man tatsächlich 1000 individuelle Planeten bereisen, die alle ihre eigenen Lores, Stories und Quests haben? Oder sind viele dieser Planeten leer und das relevante Spielgeschehen trägt sich nur auf einigen ausgewählten Planeten zu? Das sind Fragen, die sich Bob in so einer Situation stellen könnte.
Was davon tatsächlich auf Starfield zutrifft, ist für den Hypetrain zunächst vollkommen irrelevant. Das Game ist ja noch nicht erschienen. So oder so könnte es sein, dass Bob seine Erwartungen nach der Ankündigung mit den 1000 Planeten hochschraubt: Er spinnt sich die wildesten Theorien zusammen und veröffentlicht sie auf Social Media.
Dadurch hypen Konsumenten wie Bob sich das Spiel gegenseitig bis in die Unendlichkeit. Was ist eingetroffen? Viele Planeten in Starfield sind in der Tat ziemlich leer. Auch wenn Bethesda das als Feature bezeichnet, macht sich bei Bob Enttäuschung breit, weshalb er Starfield nun mit einer negativen Bewertung versieht.
Wenn der Hypetrain liegenbleibt
Wer mit Hypetrains Erfahrung hat, der hätte seine Erwartungen natürlich nicht so hoch gesetzt wie Bob. Starfield ist nämlich bei Weitem nicht das erste Spiel, das die negativen Folgen eines Hypes spürt.
Diese sieht man auch bei einem der katastrophalsten Videospiel-Releases aller Zeiten, Cyberpunk 2077. In fast spielfilmreifen Trailern wurden Features groß angekündigt und in den Himmel gelobt, die beim Release entweder nur teilweise oder gar nicht vorhanden waren.
So wurde behauptet, dass jeder NPC eine eigene tägliche Routine habe oder dss der Lebensweg, den man anfangs wählt, die Story nachhaltig beeinflusse - beides traf nicht ein.
Bildergalerie
Zahlreiche Bugs, Glitches und Crashes - primär auf Konsolen - rundeten das Desaster weiter ab. Der Hype, der sich fast ein Jahrzehnt lang aufgebaut hatte, lag neben den ganzen versprochenen Features auch an Promis wie Keanu Reeves, Grimes und A$AP Rocky, die an der Produktion des Spiels beteiligt waren.

Solltet ihr öfter machen, vielleicht findet ihr darin sogar eure Berufung ;)
Kommen wir zum Artikel, in dem am Anfang darauf eingegangen wird, dass es drei Parteien beim Hype gibt.
Den Entwickler/Publisher, die Medien und den Konsumenten. An der Stelle war es das damit dann auch schon und es wird nicht weiter darauf eingegangen, sondern die restlichen drei Seiten bestehen dann nur noch aus "der Publisher nutzt verschiedene Trailer", "der Publisher verschönert Dinge", "der Publisher möchte das Spiel bestmöglich darstellen", ...
Schön und gut, aber damit ist dann auch nur eine der drei Seiten beleuchtet. Wichtig wäre mir hier gewesen, dass man eventuell auch mal kritisch hinterfragt, wie die eigene Seite an übertriebenem Hype verdient und diesen ganz gezielt weiter schürt. Ja, damit meine ich euch, liebe PCG Autoren! Bei einigen Autoren hier auf der Seite verdrehe ich sofort die Augen und weiß schon, dass da nur Müll bei rumkommen wird und ich ärgere mich richtig, dass ich wieder einen Schundartikel bestimmter Autoren geöffnet habe und damit sogar noch deren Klickzahlen erhöht habe.
Hier wird hemmungslos alles gehyped, was eine Chance auf genügend Clicks hat und genau an der Stelle hätte ich mir mal einen kritischeren Ansatz gewünscht, indem auch mal darauf eingegangen wird, wie man selbst daran mitverdient.
Klar, ihr wollt angeblich immer objektiv sein und wollt uns ja nur alle Infos geben und uns informieren, dabei werden aber teils aus einer winzigsten Information gleich mehrere Artikel veröffentlich (oft sogar am gleichen Tag), bei denen der Informationsgehalt null ist, also wirklich null. Da gibt es keinerlei Informationen, die ihr weitergebt, es ist einfach nur sehr viel blabla und weiter nichts. Da habe ich noch gut einen Artikel von vor zwei Wochen vielleicht im Kopf, bei dem angeblich das Releasedatum von irgendwas (Serie, Film, Spiel? Keine Ahnung) bekannt gemacht wurde und im Artikel stand dann "irgendwann nächstes Jahr". Auch so etwas halte ich für eine Unverschämtheit, bei der möglichst Clicks abgegriffen werden sollen, obwohl der Artikel überhaupt keinen Mehrwert bietet und das kann man hier inzwischen locker von 50% der News sagen, alleine wenn man sich die hunderten Artikel zu Marvel ansieht, an denen sich einige Autoren satt fressen.
- "Heftiger Absturz des MCU: Weiterer Negativrekord für The Marvels in den US-Kinocharts"
- "Rekord: Marvel-Desaster läuft noch schlechter als der größte Flop von DC"
- "Minus-Rekord: Neuer Marvel-Film legt Bruchlandung an den Kinokassen hin"
- "Marvel versagt völlig: So brutal floppt der neue Kinofilm am ersten Wochenende"
- "Brachialer Flop oder Milliarden-Erfolg? SO kurz wird der neue Marvel-Film"
- "Oje, The Marvels droht Bruchlandung an den Kinokassen - hat Marvel ausgedient?"
Übrigens alles Werke vom gleichen Autor [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] und innerhalb gut einer Woche veröffentlicht.
Muss denn sowas wirklich sein? Ich kann diesen AUtor ohnehin nicht verstehen, er wärmt zehnmal das gleiche Thema auf, ist aber ja angeblich so ein großer Fan davon. Ich erinnere mich nur an seine Artikelreihe zu "The Meg".
Ja, ihr werdet jetzt sagen "aber das ist ja gar kein Hype, hier geht es um Clickbait" und damit habt ihr vollkommen recht.
Ich möchte hier aber darauf hinweisen, dass ihr, liebe PCG, euer Geld damit macht, dass ihr vieles bis in den Himmel lobt. Wie sah das noch aus damals bei Cyberpunk? Das große wunderbare Spiel vom Heilsbringer des Gamings CDPR, da kann ja gar nichts schief gehen und man kann munter vor sich hin hypen, aber bitte nicht in jedem Artikel noch Kreuzverweise auf 20 andere nahezu gleiche Artikel zu verlinken und das Spiel kann man sicherlich auch schon vorbestellen irgendwo, also noch schnell nen Affiliate Link reingeklatscht, um auch damit vielleicht noch ein wenig mit zu verdienen.
Also jetzt liegt es an euch. Macht aus dem Artikel einen Dreiteiler, geht auch noch auf die beiden fehlenden Seiten Medien (und seid hier ausnahmsweise mal ehrlich und kritisch euch selbst gegenüber und dem Schund, den man hier oft vorgesetzt bekommt) und Konsument.
Zeigt, dass ihr nicht wirklich glauben könnte, dass es nur am bösen bösen Publisher liegt, der euch ganz gemein hinters Licht führt mit seinen tollen Trailern.
Und falls ja, wie ihnen das gefallen hat.
Und falls ja, wie ihnen das gefallen hat.
Hatte mit jedem Teil der Serie meinen Spaß und auch Phantom Pain hat mich sehr gut unterhalten.
Zum Thema Hype - es wird halt mittlerweile auch sehr viel von den Medien selbst aufgebauscht.
Und als "Endverbraucher" sollte man sowieso nicht alles glauben, was einem Spielepresse und PR Abteilungen so vorsetzen.
Mehrere Quellen bemühen, Geduld und ein wenig kritisches Denken.. dann wird man auch nicht so schnell von nem Hypetrain überrollt ..
Mein letztes richtiges Hype game war wohl cyberpunk. Es hat schon spaß gemacht, jeden Schnipsel vorab aufzusagen und zu überanalysieren. Ich empfand es auch immer noch als ein tolles Spiel, aber einiges hatte mich auch sehr enttäuscht oder geärgert.