The A500 Mini im Review: Fazit eines Amiga-Fans
Nach C64 und VC-20 spendiert Retro Games dem legendären Commodore-Computer Amiga 500 ebenfalls einen Mininachbau. Nach anfänglicher Freude sorgt der The A500 Mini aber auch für Wehmut.
Alles in allem also eine gelungene Zeitreise in die Homecomputer-Vergangenheit? Tatsächlich bleibt ein zwiespältiger Eindruck, insbesondere, wenn man an den gesalzenen Straßenpreis von aktuell gut 130 Euro denkt. (Update vom 14. April: Mittlerweile ist der The A500 Mini etwa 10 Euro günstiger geworden.)
Der kleine Amiga ist ein Blickfänger, ordentlich mit Zubehör ausgestattet, bietet viele Einstellungsmöglichkeiten und lässt sich einfach in Betrieb nehmen. Für weniger als ein Zehntel dieses Preises gibt es aber bereits einen Emulator für Windows-PCs, mit offiziell lizenziertem Amiga-Betriebssystem, ebenfalls 25 vorinstallierten Spielen und der Möglichkeit, heruntergeladene Games zu starten.
Keine Frage: Für das vorhin beschriebene Gefühl ist ein Amiga-Nachbau natürlich besser als ein schnöder Software-Emulator. Nur sollte es dann im Optimalfall eine Replika sein, die weniger wirkt wie eine Kinderversion, sondern wie das echte Ding anno 1987. Dass Retro Games im Gegensatz zum The 64 eine große Variante mit funktionierenden Tasten noch nicht bestätigt hat, ist indes verständlich. Die Originalgröße würde sehr viel Platz einnehmen, und nur echte Fans würden zugreifen.
Quelle: Retro Games Ltd.
Deutlich kleiner als das Original.
Dennoch stünde er sofort auf meiner Wunschliste, bitte mit funktionierender Tastatur und am liebsten auch den Original-Ladegeräuschen von damals, die sich anhörten, als wäre eine Schreinerfabrik im Amiga versteckt. Denn das ist doch der eigentliche Charme und auch Grund solcher im Prinzip ja eigentlich überflüssiger Retro-Konsolen: Sich mal kurz so zu fühlen wie damals als Kind.
Die aus heutiger Sicht zu einem großen Teil qualitativ durchwachsenen und stellenweise gelinde gesagt unerträglich altmodischen Spiele sind es nur in wenigen Fällen.
So bleibt das Wiedersehen mit der alten, aber eben irgendwie falschen Freundin in Gestalt des The A500 Mini für alte Amiga-Liebhaber zwar nett, aber irgendwie unbefriedigend - und für den kurzen Nostalgiekick schlicht ein paar Euro zu teuer.
Persönliche Amiga-Erinnerungen
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Außerdem sind folgende Spiele im Paket enthalten: Alien Breed 3D, Alien Breed: Special Edition 92, Arcade Pool, ATR: All Terrain Racing, California Games, Citadel (Bonusspiel zum Download), Dragon's Breath, F-16 Combat Pilot, Paradroid 90, Pinball Dreams, Project-X: Special Editon 93, Qwak, Stunt Car Racer, Super Cars 2, The Chaos Engine, The Lost Patrol, The Sentinel, Titus the Fox, Worms: The Director's Cut, Zool. Sämtliche Spiele können in einer Karusselansicht ausgeführt werden.

1. Die Maus ist kleiner als das Original. Sie liegt deutlich unangenehmer in der Hand. Retrofeeling geht anders.
2. Selbst wenn die Tastatur nur Attrappe ist: Es sollte doch möglich sein, diese zumindest lokalisiert zu bedrucken.
Was das Gamepad angeht: Das CD32 ist damals nicht gefloppt, die Nachfrage könnte vom Angebot nicht befriedigt werden (wegen eines Rechtsstreits saßen die Geräte auf den Philippinen fest). Haben wollten das Teil so einige... Insofern durchaus schon, jetzt das Gamepad zu bekommen, das man damals wollte.
Richtig ist aber, dass ein Joystick im Stil des Competition pro mehr dem entspäche, was man wirklich hatte.
Was "Retro" ist, hängt natürlich auch davon ab, was man damals hatte. Bei mir waren das A2000a Rev.4.x Braunschweig-Edition (also die gute Cherry-Tastatur), CDTV und A4000. A2k und A4k hatte ich damals in Towergehäuse umgebaut und unterm Tisch. Die alten Tastaturen funktionieren noch - über Arduino Pro Micro als Adapter auch an PC, Pi etc. Gefreut (und einzeln gekauft) hatte ich mich auf die USB-Maus (bei der mich die Größe enttäuscht) und das Gamepad (was O.K. ist).
Der TheA500 Mini ist damit zumindest wie er momentan angeboten wird, nichts für mich.
Statt dessen werde ich mir wohl einen Emulator mit A600-Gehäuse bauen. Der ist damals nur gefloppt, weil bei seinem Erscheinen der A1200 schon angekündigt war und er kaum mehr als der A500 konnte. Von der Größe ist er hingegen ideal: Groß genug für eine richtige Tastatur (Tenkeyless), deutlich kleiner als der A500 - und trotzdem Platz genug, um bei einem Emulator ein Diskettenlaufwerk (mittels Drawbridge) und ein CD-Slot-In-Laufwerk drin unter zu bringen. Klar ist das deutlich teurer - aber TheA500Mini ist nichts halbes und nichts ganzes.
Du hast natürlich recht mit dem Preis zum Erlebnis, aber der stimmt meines Erachtens fast nie bei solchen Geräten. ;)
Daher geht der Preis zur Hardware wohl ok aber zum Erlebnis dann nicht mehr. Eigentlich lächerlich zu glauben ein dutzend alte Spiele hätten diesen Preis verdient, das sehe ich auch so.
Ich fände es auch klasse, wenn man dem Teil eine funktionierende Tastatur spendieren würde und die Möglichkeit es wie einen normalen Amiga mit Tastatur und Betriebssystem und USB Daten-Schnittstelle nutzen zu können. Da darf der Preis auch gerne noch höher sein.
Ich denke der Preis ist aktuell gar nicht anders machbar und schon gar nicht bei dieser geringen Stückzahl. Es wundert mich sogar, dass der Preis noch so niedrig angesetzt wurde.