Valorant: Vanguard beschädigt laut Riot keine PCs oder PC-Komponenten
Nach neuen Vorwürfen rund um Vanguard hat Riot Games reagiert. Das Anti-Cheat-System soll laut dem Unternehmen keine PCs beschädigen, sondern bestimmte Cheat-Hardware unbrauchbar machen.
Riot Games muss erneut sein Anti-Cheat-System Vanguard verteidigen. Nach einem neuen Update behaupteten einige Nutzer, die Software könne PCs lahmlegen oder sogar "bricken". Riot widerspricht dieser Darstellung und erklärt, dass sich die Maßnahmen gegen spezielle Cheat-Hardware richten.
Riot spricht von Cheat-Hardware statt beschädigten PCs
In einem neuen Statement stellte Riot klar, dass Vanguard keine PCs, PC-Komponenten oder Software beschädige. Die betroffenen Geräte seien laut Riot sogenannte Cheat-Hardware-Geräte, die durch das Update nicht mehr für Valorant nutzbar seien.
Das Unternehmen erklärte sinngemäß, Vanguard mache diese Geräte für Valorant wertlos, beeinträchtige aber keine normale PC-Funktionalität. Damit reagiert Riot auf Vorwürfe, die nach dem jüngsten Vanguard-Update erneut aufgekommen waren. Schon beim ursprünglichen Start mit Valorant stand das Anti-Cheat-System stark in der Kritik, vor allem wegen seines Kernel-Level-Zugriffs.
Auch 2024, als Vanguard zu League of Legends hinzugefügt wurde, meldeten Spieler Probleme nach dem Update. Damals berichtete unter anderem der bekannte Streamer Nick "LS" De Cesare öffentlich von Schwierigkeiten. Vanguard bleibt für Riot trotzdem ein bedeutender Bestandteil der eigenen Sicherheitsstrategie. Wer Valorant oder League of Legends spielen möchte, muss das Anti-Cheat-System installiert haben.
Kernel-Level-Anti-Cheat bleibt ein Reizthema
Die Diskussion ist auch deshalb so heikel, weil Vanguard tief im Betriebssystem arbeitet. Als Kernel-Level-Anti-Cheat soll die Software verhindern, dass Cheater Schutzmechanismen umgehen oder Manipulationen vor dem Spielstart verstecken. Diese technische Nähe zum System sorgt aber seit Jahren für Misstrauen bei manchen Spielern.
Riot erklärte inzwischen genauer, was sich durch das Update geändert habe. Wer IOMMU deaktiviert, könne die betroffene Cheat-Hardware zwar wieder verwenden, allerdings sei IOMMU weiterhin notwendig, um Riots Spiele überhaupt starten zu können. Anders gesagt: Die Cheat-Geräte funktionieren nicht mehr mit Valorant oder League of Legends, der PC selbst werde dadurch aber nicht lahmgelegt. Riot formulierte es deutlich: Man könne und wolle die Funktionalität von PCs auf keine andere Weise beeinträchtigen.
Das Unternehmen kündigte außerdem an, weiter in Anti-Cheat-Technologien zu investieren. Sie wollen die Wettbewerbsintegrität schützen und zugleich transparenter erklären, wie solche Systeme arbeiten. Trotzdem dürfte Vanguard ein Reizthema bleiben. Für viele kompetitive Spieler sind harte Anti-Cheat-Maßnahmen wichtig, weil Cheater ganze Matches ruinieren können. Andere sehen Kernel-Level-Software grundsätzlich kritisch, selbst wenn Riot betont, dass normale PCs nicht beschädigt werden. Wie steht ihr dazu?
Quelle: pcgamesn
