Chronicles: Medieval: Brutale Echtzeit-Strategie im Stile bekannter Mittelalterspielen
Chronicles: Medieval hat beim Summer Game Fest 2026 einen neuen Gameplay-Trailer erhalten. Das dänische Studio Raw Power Games gab bekannt, dass die Early-Access-Version noch in diesem Jahr über Steam für den PC erscheinen soll.
Das Debütspiel des unabhängigen Studios wurde bereits vor einem Jahr angekündigt und erinnert stark an Mount & Blade. Hinter Raw Power Games steht inzwischen ein rund 100-köpfiges Team, das aus Branchenveteranen besteht. Einige Entwickler arbeiteten zuvor an Spielen wie The Witcher 3, Assassin's Creed, Hitman, Red Dead Redemption 2, Cyberpunk 2077 oder Grand Theft Auto.
Chronicles: Medieval ist als spielergesteuertes Sandbox-RPG angelegt und spielt im Europa des 14. und 15. Jahrhunderts. Raw Power Games möchte eine Welt erschaffen, in der Kriege, Handel, Diplomatie, Politik und persönlicher Ehrgeiz ineinandergreifen. Der Spieler soll nicht der Mittelpunkt dieser Welt sein, sondern ein Teil davon. Könige können aufsteigen oder fallen, der Ruf kann sich schnell verändern und die Entscheidungen sollen wirklich immense Folgen haben.
Chronicles: Medieval zeigt große Schlachten und eine neue Fraktion
In einer Präsentation zeigte Raw Power Games ausführlicher, wie die Schlachten in Chronicles: Medieval funktionieren. Zugleich wurde das Heilige Römische Reich als dritte spielbare Fraktion enthüllt. Damit gesellt sich das Reich zu England und Frankreich. Groß angelegte Kämpfe gehören zu den wichtigsten Säulen des Spiels. Auf den Schlachtfeldern sollen Hunderte Soldaten aufeinandertreffen. Vor Beginn einer Schlacht gelangen Spieler zunächst in eine Planungsphase. Dort werden Armeen in Schlachtlinien aufgestellt, wobei die Formationen nicht starr funktionieren. Jede Einheit sucht abhängig vom Einheitentyp und ihrer kulturellen Identität eine bevorzugte Position.
Französische schwere Kavallerie drängt eher in die Vorhut und sucht den direkten Angriff. Englische Langbogenschützen positionieren sich lieber an den Flanken, um freie Schussbahnen zu erhalten. Truppen des Heiligen Römischen Reichs bevorzugen dagegen eine dichte Vorhut und Hauptlinie, wodurch eine Wand aus gepanzerten Soldaten entsteht. Die Spieler können Einheiten aber weiterhin manuell verschieben. Später soll eine Armee-Verwaltung hinzukommen, mit der bevorzugte Aufstellungen für künftige Schlachten gespeichert werden können.
Taktik, Moral und Third-Person-Kämpfe entscheiden die Schlacht
Sobald eine Schlacht beginnt, wechseln Spieler in die Third-Person-Perspektive. Sie kämpfen also selbst auf dem Schlachtfeld, bleiben aber zugleich Kommandeur ihrer Armee. Innerhalb weniger Augenblicke kann man an der Seite der eigenen Soldaten kämpfen, sich zurückziehen und neue Befehle erteilen. Der Befehlsmodus verlangsamt die Zeit, hält sie aber nicht vollständig an. Globale Befehle richten sich an die gesamte Armee, etwa Vorrücken, Halten, Rückzug, Angriff oder Sturmangriff. Diese Kommandos werden durch Hornsignale übermittelt. Lokale Befehle erlauben dagegen die direkte Kontrolle einzelner Einheiten, darunter Bewegung, Zielwahl, Blickrichtung, Formationswechsel und Verhaltensanweisungen.
Jede Einheit arbeitet mit sogenannten Dauerbefehlen. Aggressive Einheiten suchen selbstständig den Kampf, defensive Truppen halten ihre Position und adaptive Einheiten reagieren situationsabhängig. Eine Kavallerieeinheit könnte etwa selbstständig in eine Keilformation wechseln, wenn sie auf eine Schildmauer trifft. Die Moral ist hier essenziell, was man aus anderen Strategiespielen nur zu gut kennt. Raw Power Games beschreibt sie als eigentliche Siegbedingung, denn Einheiten brechen oft zusammen, bevor sie vollständig vernichtet werden. Verluste, Flankenangriffe, Kavallerieanstürme und fliehende Verbündete können den Moralwert senken.
Nur der Spieler selbst kann eine Einheit in den Zustand "inspiriert" versetzen. Das gelingt durch persönliche Kills, Kopfschüsse, Lanzenangriffe oder besonders brutale Aktionen vor den Augen der eigenen Soldaten. Bricht die Moral einer Einheit vollständig, flieht sie und geht dauerhaft als Deserteur verloren. Hat euch der Trailer überzeugt?
Quelle: wccftech
