Ex-Sony-Chef Yoshida: Japans Studios können mit China nicht mithalten

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News Michael Miskulin - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Ex-Sony-Chef Yoshida: Japans Studios können mit China nicht mithalten
Quelle: Sony

Shuhei Yoshida sieht Japans Studios im direkten Vergleich mit China im Nachteil. Vor allem MiHoYos Produktionsgeschwindigkeit sei für japanische Teams kaum erreichbar.

Der ehemalige Playstation-Chef Shuhei Yoshida hat sich in einem Interview ungewöhnlich klar zur Lage der japanischen Spieleentwicklung geäußert. Aus seiner Sicht entsteht eine immer deutlichere Lücke zwischen japanischen Teams und den großen Produktionshäusern in China.

Besonders MiHoYo, das mit Projekten wie Genshin Impact und Honkai: Star Rail enorme Entwicklungs-Geschwindigkeiten erreicht hat, stehe sinnbildlich für ein Entwicklungsmodell, das Japan nur schwer adaptieren könne. Der Mix aus vielen Mitarbeitern, schneller Personalfluktuation und langen Arbeitszeiten sei etwas, das sich auf Japan rechtlich wie kulturell kaum übertragen lasse, so Yoshida.

MiHoYo sei ein Maßstab, aber auch ein Warnsignal

Yoshida beschreibt die chinesische Industrie als "rasant" und "unglaublich schnell", insbesondere wenn es um Produktionszyklen und Teamrotation geht. In Gesprächen mit MiHoYo sei deutlich geworden, dass japanische Studios strukturell nicht in der Lage wären, auf ähnlichem Level zu operieren. Neben der Arbeitskultur verweist Yoshida dabei auch auf rechtliche Rahmenbedingungen, die solche Produktionsumfänge in Japan unmöglich machen würden.

Für Japan bedeutet das laut Yoshida, dass man neue Wege gehen muss, um im internationalen Wettbewerb nicht weiter an Boden zu verlieren. Die japanische Branche befindet sich nicht nur durch den chinesischen Produktionsvorsprung im Umbruch. Auch die Frage nach dem Umgang mit KI-generierten Inhalten hält die japanische Branche weiterhin auf Trab.

Welche Schritte sollte Japan zukünftig gehen, um international nicht den Anschluss zu verlieren? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Shuhei Yoshida auf 4Gamer (via Automaton-Media)

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von IngloriousBasterd Anfänger/in
        Als Konsument habe ich meine ganz persönliche Meinung zu den japanischen und chinesischen Produktionen. Kurz gesagt: Mir haben die chinesischen Produktionen (z.B. von MiHoYo) kaum Spielspaß bereitet, auch wenn sie technisch sauber produziert sind. Ganz anders japanische Spiele! Ich habe Astrobot gefeiert und erfreue mich derzeit (etwas verspätet) an Dragons Dogma 2. Auch die Yakuza-Reihe begeistert mich immer wieder. Für mich haben die chinesischen Studios bisher nicht mal ansatzweise etwas Vergleichbares im Portfolio. Sie mögen dennoch finanziell erfolgreich sein. Die Kohle kommt aber nicht von mir.
      • Von IngloriousBasterd Anfänger/in
        Als Konsument habe ich meine ganz persönliche Meinung zu den japanischen und chinesischen Produktionen. Kurz gesagt: Mir haben die chinesischen Produktionen (z.B. von MiHoYo) kaum Spielspaß bereitet, auch wenn sie technisch sauber produziert sind. Ganz anders japanische Spiele! Ich habe Astrobot gefeiert und erfreue mich derzeit (etwas verspätet) an Dragons Dogma 2. Auch die Yakuza-Reihe begeistert mich immer wieder. Für mich haben die chinesischen Studios bisher nicht mal ansatzweise etwas Vergleichbares im Portfolio. Sie mögen dennoch finanziell erfolgreich sein. Die Kohle kommt aber nicht von mir.
      • Von Crickethill Stille/r Leser/in
        Es stellt sich für Japan in der Videospielbranche genau dieselbe Frage wie für den „Westen“ und die „Wirtschaft“ als Ganzes. Japan muss, genau wie Europa, seinen eigenen Weg finden, ein eigenes Modell. Optimalerweise ist das ein Weg, der Arbeitnehmerrechte schützt, der endlich den Irrglauben dass Arbeitszeit und Produktivität äquivalent sind ablegt und Pluralismus und Demokratie verteidigt. Es ist inzwischen klar, dass weder das chinesische Modell noch das amerikanische eine attaktive Alternative sein können.
        Und noch ein kleiner historischer Nachtrag: in den 1970er Jahren sah es auch für eine kurze Zeit so aus, als könnte die Sowjetunion den Systemwettstreit gewinnen. Das war der Anfang vom Ende. Muss es wieder so kommen? Nein, aber die Zukunft ist immer offen und wir täten alle gut daran zu realisieren, dass wir sie mitgestalten können und müssen.
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