Können wir eSports bitte als Sport anerkennen?

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Kolumne Antonia Dreßler - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Können wir eSports bitte als Sport anerkennen?
Quelle: Freaks 4U Gaming

eSports zählt nach wie vor nicht als Sport, dabei hätte das schon längst geschehen sollen.

Zum dritten Mal fand in Hannover eine eSports-Messe mit tausenden Besuchern und einem großen LAN-Bereich statt. Dieses Mal unter dem Namen Gamevasion statt Dreamhack, konzentrierte sich die Messe dieses Jahr nicht nur auf das sportliche Zusammensein, sondern auch auf politische Aspekte wie Jugendschutz und die Anerkennung von eSports als Sport.

Vor allem Letzteres würde viele Probleme lösen, die eSports in Deutschland aktuell hat. Denn durch die fehlende Anerkennung können sich entsprechende Vereine nicht als gemeinnützig eintragen. Dadurch fehlen wiederum Gelder von Gemeinden, die es als Verein oft braucht, um sich aufzubauen.

Eine Forderung, die ich vor mehreren Jahren das erste Mal in meinem Feed gesehen habe und mir damals noch dachte, dass das eigentlich kein großes Problem sein kann. Vor allem, weil unsere aktuelle Regierung das sogar in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hatte. Das hat sich mit den letzten politischen Entwicklungen aber wahrscheinlich erst einmal erledigt, denn Gaming und eSports stehen nicht unbedingt oben auf dem Plan, wenn es um Wahlkampf geht. Zumindest hat man mir unter der Hand mitgeteilt, dass Politiker, die einen Besuch der Messe geplant hatten, nun deswegen abgesagt hätten.

Zwar habe ich Verständnis dafür, dass neben anderen Krisen wie Krieg, Klima und Rechtsruck das Thema eSport verblasst. Gleichzeitig redet aber einer der Kanzlerkandidaten in Interviews ständig über die "nervigen Windräder" in Bayern, wohingegen an eSports wirklich eine Problematik hängt, die zu lösen das Leben einiger Personen tatsächlich bessern würde.

Aber auch wenn man ohne zynische Seitenhiebe mal darüber nachdenkt, was mit eSports einhergeht, ist es überaus verwunderlich, dass er keine Anerkennung findet. Immerhin ist es nicht ganz ausgeschlossen, dass bereits ab 2025 eine eSports-Olympiade stattfinden wird. Daran arbeitet zumindest das International Olympics Committee zusammen mit nationalen eSports-Verbänden.

Durch die körperliche Fitness, die für eSportler nötig ist, bringt diese Art von Gaming junge Menschen dazu, gesünder zu leben, hat aber eine geringere Hemmschwelle für solche, die nicht super fit sind. Und eSports ist inzwischen ein wichtiger Faktor in der Jugendarbeit, um mit Minderjährigen in schlechten Verhältnissen zu arbeiten, wie mir von einem USK-Mitglied erzählt wurde.

Alles Gründe also, eSports doch einfach als Sport anzuerkennen und sämtlichen Vereinen so unter die Arme zu greifen. Aber das ist auch alles nichts Neues, sondern das sind Aspekte, die der eSports Bund Deutschland schon lange vertritt und für die er einsteht. Auch, wenn Gaming und eSports aktuell nicht die prominentesten Herausforderungen sind, die unsere Regierung vor sich hat, besteht trotzdem Druck. Und solange die Bemühungen des Olympischen Komitees weitergehen und auch nationale und regionale Verbände sich lautstark zu Wort melden, besteht sogar eine reelle Chance, dass sich in den nächsten Jahren etwas ändern wird. Es wäre höchste Zeit.

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    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von No_Mans_Brei
        Seit wann muss ein Wettstreit stattfinden, damit es Sport heißen darf? Demzufolge wäre regelmäßiges Yoga oder joggen auch kein Sport.
        Stimmt, das wären sie nicht und ich denke das macht auch Sinn es nicht als Sport zu sehen. Es ist nicht mehr als Training oder Fitness.
      • Von SethWinterstein Mitglied
        Zitat von No_Mans_Brei
        Seit wann muss ein Wettstreit stattfinden, damit es Sport heißen darf? Demzufolge wäre regelmäßiges Yoga oder joggen auch kein Sport.
        Stimmt, das wären sie nicht und ich denke das macht auch Sinn es nicht als Sport zu sehen. Es ist nicht mehr als Training oder Fitness.
      • Von No_Mans_Brei Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von SethWinterstein
        Wenn aber Menschen regelmäßig masturbieren und sich dabei versuchen zu überbieten und das in einer gewissen regelbasierten Form tun - ja, dann sind sie Sportler.
        Seit wann muss ein Wettstreit stattfinden, damit es Sport heißen darf? Demzufolge wäre regelmäßiges Yoga oder joggen auch kein Sport.
        Zitat von McDrake
        Du scheinst noch jung zu sein:
        Man kann sich bei nicht korrekter Haltung auf Dauer sehr wohl am PC verletzen :P
        Weshalb ich auch schrieb "...bei der ich mich bewege UND mich verletzen kann."
        Ich weiß nicht, wie jung du noch bist, aber Sitzen vor dem PC gilt nicht als Bewegung.
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Folmion
        Mir ist kein Masturbationssportverein bekannt 🤷 Ich denke also nicht, dass das den Status als Sport anerkannt bekommen würde.
        Sarkasmus, überspitzte Aussage...
        Ist jetzt nicht sooo schwierig zu verstehen, oder?
      • Von Folmion Anfänger/in
        Zitat von McDrake
        Warum wird immer auf die körperliche Anstrengung geschaut?
        Dann wäre das hier vorgeschlagene Masturbieren dabei.
        Aber kniend schiessen nicht.
        Da braucht man nur den Zeigefinger zu krümmen.

        Bewegungsabläufe, Reaktion, Hand/Augenkooedination, Teamplay....
        Mir ist kein Masturbationssportverein bekannt 🤷 Ich denke also nicht, dass das den Status als Sport anerkannt bekommen würde.
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Folmion
        Das sagt doch gar nichts aus. Natürlich werden neue Sportarten erfunden und andere verändern sich. Snowboardfahren ist trotzdem ein Sport und vom körperlichen Anspruch genauso anstrengend und fordernd wie Skifahren.

        Und was das IOC tut oder nicht hat ausschließlich mit finanziellen Interessen zu tun. Sie machen auch Orte, in denen kein Schnee fällt und die nie etwas mit Wintersport zu tun hatten, zu Wintersportorten.
        Ausserdem gibt es dutzende, wenn nicht hunderte Sportarten, welche nicht olympisch sind. Oder die es mal waren. Oder mal sind und dann wieder nicht. Alleine im Kampfsportbereich gibt es etliche, die keine olympische Sportarten sind.
        Das hat absolut nichts mit der Definition als Sport zu tun.
        Warum wird immer auf die körperliche Anstrengung geschaut?
        Dann wäre das hier vorgeschlagene Masturbieren dabei.
        Aber kniend schiessen nicht.
        Da braucht man nur den Zeigefinger zu krümmen.

        Bewegungsabläufe, Reaktion, Hand/Augenkooedination, Teamplay....
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