Kluger Mix
SpellForce II fährt zweigleisig: sowohl Rollenspiel- als auch Strategieelemente sind in etwas zu gleichen Teilen vorhanden. Sehr schön ist dabei der fliesende Übergang, dadurch wird der Spielfluss nicht ständig unterbrochen. So werden Sie und Ihre Helden überall gebraucht, reden mit geplagten Nichtspieler-Charakteren und dürfen deren Aufgaben erledigen. Dazu gehören lebendige Dialoge, teilweise mit diversen Wahlmöglichkeiten, wie Sie auf bestimmte Situationen reagieren sowie diverse Arten an Rätseln. Vor allem die dabei erhaschten seltenen Gegenstände motivieren jeden Rollenspieler ungemein. Nebenbei sacken Sie Gold ein und bekommen nicht zuletzt Erfahrungspunkte, damit Ihre Truppe aufsteigt. Wenn Sie einfach massenweise Gegner verhauen, erhalten Sie dagegen nur geringfügig Fertigkeiten.
Auch Strategen kommen auf ihre Kosten
Wie im vorigen Artikel erwähnt, wurde der Aufbauteil stark vereinfacht, was durchaus wünschenswert war. Als kleiner Wermutstropfen spielen sich die drei Fraktionen einfach zu ähnlich. Dafür bekommen Sie in den Schlachten immer etwas Neues präsentiert. Jede Fraktion hat seine eigenen speziellen Einheiten mit deutlichen Unterschieden. Um sich die Armeen zu schaffen, benötigen Sie wie in jedem zünftigen Strategiespiel Rohstoffe, um die Sie sich kümmern. Damit produzieren Sie schließlich Truppen, machen Schwachstellen in der Verteidigung der Gegner aus und gehen gegen deren Basis vor. Dort legen Sie sich dann zum krönenden Abschluss noch mit einem mächtigen Bossgegner an. Insgesamt erhalten Sie mit SpellForce 2 also zwei vollwertige Spielarten, die sich ideal ergänzen.
