Spiel's mal so! Mehr Spielspaß mit diesen Gameplay-Tipps
Viele Games enthalten mehr spielerisches Potential, als die meisten Spieler erkennen und ausschöpfen. Daher entgeht ihnen im schlimmsten Falle eine Menge Spielspaß. Nicht mit unseren Gameplay-Tipps für zehn Spiele! Werft also zur Abwechslung eure üblichen Herangehensweisen über Bord, verzichtet auf Schnellreisen und Kompass oder versucht euch an spielerischen Experimenten.
Wer Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain spielt, kennt diese Vorgehensweise womöglich: Ihr infiltriert eine feindliche Basis, betäubt auf dem Weg zur Zielperson jede Wache, extrahiert per Fulton-System die hochrangigen Kämpfer und alle anderen halten entweder ein wohlverdientes Zwangs-Nickerchen oder kassieren eine bleihaltige Kugel in den virtuellen Schädel. Anschließend, nachdem das Ziel erreicht ist, wird der Helikopter geordert, ihr verlasst zügig und möglichst unentdeckt das Einsatzgebiet und erledigt nach dem gleichen Schema eine Reihe weiterer Nebenmissionen, bevor ihr euch der nächsten Hauptmission widmet. Langweilig!
Dabei laden die Side-Ops in Hideo Kojimas Spionage-Epos doch ganz besonders dazu ein, abwechslungsreiche Herangehensweisen zu erproben - bewertet werden schließlich nur die Hauptmissionen. Also tobt euch aus, lasst eure R&D-Abteilung allerlei Gadgets und Spielzeuge für den Einsatz erforschen, kundschaftet eine Basis zunächst aus, kreiert Ablenkungsmanöver, schafft Verwirrung und findet so heraus, wie sich ein Auftrag so spektakulär und kreativ wie nur möglich erledigen lässt. Genau dazu lädt Metal Gear Solid 5 nämlich ein. Alles andere ist nicht mehr als eine Verschwendung von spielerischen Möglichkeiten.
Vielleicht spielt ihr gerade auch Bethesdas Endzeit-Rollenspiel Fallout 4. Statt die Hauptmissionen im Schnelldurchgang zu erledigen, dabei automatisch per Schnellreise von Ortschaft zu Ortschaft zu teleportieren und euch zwischendurch an der PC-Steuerung des Spiels die Mängel vor des Spiels Augen zu führen, versucht doch einmal, die post-apokalyptische und gleichsam teils idyllische und von Geheimnissen nur so strotzende Spielwelt zu erkunden. Schaltet dazu den Kompass aus, schnappt euch eine Waffe und Dogmeat und geht einfach hinaus ins Ödland! Nur dann offenbaren sich euch einige der Stärken des Spiels.
Mehr solcher Gameplay-Tipps für ein reizvolleres und spaßigeres Spielerlebnis haben wir für euch in der nachstehenden Bilderstrecke gesammelt. Spielt ihr sämtliche Spiele immer nur nach dem gleichen Schema, weicht niemals von eurer Art zu Spielen ab und experimentiert nicht mit den euch gegebenen Möglichkeiten, entgeht euch nicht nur eine ganze Menge Spielspaß, womöglich findet ihr gar überhaupt keinen Gefallen am Spiel und unterstellt ihm zu Unrecht fehlenden Spielspaß. Habt ihr weitere Vorschläge dieser Art? Dann freuen wir uns selbstverständlich auf eure Beiträge!

LG JenOfFear
Wenn z.B. ein Kumpel sich aufregt, dass sich eine Spielmachanik ausnutzen lässt und man ja viel zu schnell viel zu stark wird, wenn man beispielsweise STUNDENLANG crafted, dann sag ich "Ja, was für einen Schwachsinn machst du denn da auch? Du musst das Spiel halt versuchen "realistisch" zu spielen, dann hält es sich auch im Rahmen. Oder stellst Du Dich 50 Tage am Stück ohne Schlaf, ohne Essen, ohne etwas anderes zu machen an eine Schmiede und perfektionierst dich in der Kunst? Vor allen Dingen, wenn Du eventuell eigentlich überhaupt nichts mit Schmieden am Hut hast."
Man muss sich halt seinen Charakter in Gedanken selber "bauen" und ihn dann auch für sich selbst wirklich rollenspielen. Ich finde, das ganze hat dann auch echt ein bisschen was von der ursprünglichen Bedeutung, die "spielen" in der Kindheit hatte :) Und das kann immer noch eine Riesenmenge Spaß machen ^^
Edit: im Übrigen bin ich der Ansicht, dass dies auch ein Aspekt ist, in dem sich Casual-Gamer und... ich sag jetzt mal "Hardcore-Gamer" (obwohl ich das schon etwas bekloppt finde) unterscheiden. Das ist auch ohne Wertung gemeint, nach dem Motto: Die Hardcore-Gamer sind die echten Gamer. Aber WAS ich schade finde ist, dass ich den Eindruck habe, dass es immer mehr Casual-Games für "mal eben zwischendurch" gibt, die zu solchen ausschweifenden Eskapaden nicht mehr einladen. Man will halt für den Massenmarkt produzieren, was ja auch aus wirtschaftlicher Sicht sicherlich nachvollziehbar ist. Aber aus "Gamer mit Herz"-Sicht ist das eben häufig schon extrem schade. Und was interessiert mich als Kunde, was für den Produzenten lukrativer ist? (wobei ich auch hier der Meinung bin, dass der Kunde die eigentlich Macht darüber hat, was produziert wird -> das Kaufen eines Produktes gibt dem Produzenten "Recht", dass er alles richtig macht)
Im Übrigen denke ich, dass genau deshalb die Modding-Szene so ausgeprägt ist (siehe Skyrim Survival-Mods -> Kälteschutz, Hunger, Durst, Jagd... das ganze Drumherum wird exzessiv von den Fans simuliert und zelebriert. Da wird allein eine Tour von Punkt A zu Punkt B zu einer richtigen Reise und Herausforderung. Mal eben durch's Meer schwimmen? Kannste knicken, nach einer Minute im Eiskalten Wasser stirbt man direkt an Unterkühlung)